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•NEUES THEMA05.03.2013, 23:22 Uhr
EDIT: secarts
16.03.2013, 23:30 Uhr
16.03.2013, 23:30 Uhr
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• Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Habe ich gerade bei Spiegel online gefunden. Hier der Artikel dazu...
Hier noch ein Artikel aus der JW von morgen. Der aber mit sicherheit schon heute gegen 18:00 fertig gestellt wurde.
Modaira Rubio, Barinas
Mord und Lügen
Venezuelas Opposition entfesselt Propagandakampagne zur Destabilisierung der Lage. Gesundheitszustand von Präsident Chávez verschlechtert
In einer über alle Rundfunk- und Fernsehsender des südamerikanischen Landes ausgestrahlten Ansprache hat Venezuelas Informationsminister Ernesto Villegas am Montag abend (Ortszeit) seine Landsleute über eine erneute Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Präsident Hugo Chávez informiert. Zwei Wochen, nachdem der Staatschef auf eigenen Wunsch aus Havanna nach Caracas zurückgekehrt ist, leide er aufgrund seines durch die Chemotherapie geschwächten Immunsystems erneut an einer schweren Infektion der Atemwege, so Villegas. Sein Allgemeinzustand sei »sehr heikel«, heißt es in dem vom Minister verlesenen offiziellen Kommuniqué. Chávez sei jedoch bei Bewußtsein, sich der aufgetretenen Probleme bewußt und befolge strikt die Anweisungen der Ärzte, während er »an Christus und dem Leben« festhalte.
Zugleich warnte Villegas erneut vor der »in ausländischen Laboratorien« entwickelten Kampagne gegen die Regierung. »Lautsprecher« dieser »psychologischen Kriegsführung« seien führende Vertreter der »korrupten venezolanischen Rechten«, die Gewalt auslösen und dadurch eine ausländische Intervention provozieren wollten. Bestandteil dieser schwarzen Propaganda gegen Caracas sind unzählige Gerüchte und Falschmeldungen. So wurde am Montag abend die Homepage der regierungsnahen Tageszeitung Vea von unbekannten Tätern gehackt und dort eine Meldung über den angeblichen Tod des Präsidenten plaziert. Nach wenigen Minuten wurde die Fälschung entdeckt und entfernt. Statt dessen erschien eine Mitteilung der Redaktion: »Das ist ein weiterer Beweis dafür, daß der Aggressionskrieg gegen die Bolivarische Revolution auf seinem Höhepunkt angekommen ist und diesmal uns getroffen hat. Wir sagen dem Gesindel, das sich hinter solchen Aktionen versteckt, daß wir in unserer Unterstützung für den Comandante Hugo Chávez, den Präsidenten und obersten Anführer unseres Prozesses, nicht nachlassen werden.«
Schon seit Tagen hatten die Regierung und die Unterstützer des Staatschefs die Verbreitung von Gerüchten über Plünderungen, einen bevorstehenden Putsch, Lebensmittelknappheit oder eine neue Krise in der Energieversorgung angeprangert. Zugleich fordert die rechte Opposition in dieser angespannten Situation die sofortige Einberufung von Neuwahlen, während private Handelsketten bestimmte Produkte wie Zahnpasta oder einzelne Lebensmittel zurückhalten, um Versorgungsengpässe zu demonstrieren.
Als Teil dieser Kampagne interpretieren die Regierungsanhänger auch die Ermordung des Yukpa-Kaziken Sabino Romero am vergangenen Sonntag (jW berichtete), eines der bekanntesten Aktivisten für die Rechte der indigenen Völker in Venezuela und für die Rückgabe der von Großgrundbesitzern besetzten traditionellen Siedlungsgebiete im Nationalpark Sierra de Perijá im nordwestvenezolanischen Bundesstaat Zulia. Befürchtet wird, daß der Mord an Romero Auftakt zu einer Reihe von gezielten Anschlägen auf Vertreter der Volksbewegung sein könnte, durch die eine gewaltsame Konterrevolution vorbereitet werden soll. In der an Kolumbien grenzenden Region war es schon in den vergangenen Jahren immer wieder zu Anschlägen auf bekannte Vertreter der Landarbeiter gekommen, um eine von der Regierung angestrebte gerechtere Verteilung der Ländereien zu verhindern.
Gegen die Hetze der rechten Opposition und als Unterstützung für Chávez haben Gruppen der venezolanischen Linken für den gestrigen Dienstag zu einer Kundgebung am Militärhospital in Caracas aufgerufen, in dem der Staatschef behandelt wird. »Nur die von Hugo Chávez geführte Revolution garantiert den Frieden, die Rechte hat nur Chaos, Gewalt und Leiden anzubieten«, hieß es in einer Erklärung.
edit:
Überschrift korrigiert. sec.
Hier noch ein Artikel aus der JW von morgen. Der aber mit sicherheit schon heute gegen 18:00 fertig gestellt wurde.
Modaira Rubio, Barinas
Mord und Lügen
Venezuelas Opposition entfesselt Propagandakampagne zur Destabilisierung der Lage. Gesundheitszustand von Präsident Chávez verschlechtert
In einer über alle Rundfunk- und Fernsehsender des südamerikanischen Landes ausgestrahlten Ansprache hat Venezuelas Informationsminister Ernesto Villegas am Montag abend (Ortszeit) seine Landsleute über eine erneute Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Präsident Hugo Chávez informiert. Zwei Wochen, nachdem der Staatschef auf eigenen Wunsch aus Havanna nach Caracas zurückgekehrt ist, leide er aufgrund seines durch die Chemotherapie geschwächten Immunsystems erneut an einer schweren Infektion der Atemwege, so Villegas. Sein Allgemeinzustand sei »sehr heikel«, heißt es in dem vom Minister verlesenen offiziellen Kommuniqué. Chávez sei jedoch bei Bewußtsein, sich der aufgetretenen Probleme bewußt und befolge strikt die Anweisungen der Ärzte, während er »an Christus und dem Leben« festhalte.
Zugleich warnte Villegas erneut vor der »in ausländischen Laboratorien« entwickelten Kampagne gegen die Regierung. »Lautsprecher« dieser »psychologischen Kriegsführung« seien führende Vertreter der »korrupten venezolanischen Rechten«, die Gewalt auslösen und dadurch eine ausländische Intervention provozieren wollten. Bestandteil dieser schwarzen Propaganda gegen Caracas sind unzählige Gerüchte und Falschmeldungen. So wurde am Montag abend die Homepage der regierungsnahen Tageszeitung Vea von unbekannten Tätern gehackt und dort eine Meldung über den angeblichen Tod des Präsidenten plaziert. Nach wenigen Minuten wurde die Fälschung entdeckt und entfernt. Statt dessen erschien eine Mitteilung der Redaktion: »Das ist ein weiterer Beweis dafür, daß der Aggressionskrieg gegen die Bolivarische Revolution auf seinem Höhepunkt angekommen ist und diesmal uns getroffen hat. Wir sagen dem Gesindel, das sich hinter solchen Aktionen versteckt, daß wir in unserer Unterstützung für den Comandante Hugo Chávez, den Präsidenten und obersten Anführer unseres Prozesses, nicht nachlassen werden.«
Schon seit Tagen hatten die Regierung und die Unterstützer des Staatschefs die Verbreitung von Gerüchten über Plünderungen, einen bevorstehenden Putsch, Lebensmittelknappheit oder eine neue Krise in der Energieversorgung angeprangert. Zugleich fordert die rechte Opposition in dieser angespannten Situation die sofortige Einberufung von Neuwahlen, während private Handelsketten bestimmte Produkte wie Zahnpasta oder einzelne Lebensmittel zurückhalten, um Versorgungsengpässe zu demonstrieren.
Als Teil dieser Kampagne interpretieren die Regierungsanhänger auch die Ermordung des Yukpa-Kaziken Sabino Romero am vergangenen Sonntag (jW berichtete), eines der bekanntesten Aktivisten für die Rechte der indigenen Völker in Venezuela und für die Rückgabe der von Großgrundbesitzern besetzten traditionellen Siedlungsgebiete im Nationalpark Sierra de Perijá im nordwestvenezolanischen Bundesstaat Zulia. Befürchtet wird, daß der Mord an Romero Auftakt zu einer Reihe von gezielten Anschlägen auf Vertreter der Volksbewegung sein könnte, durch die eine gewaltsame Konterrevolution vorbereitet werden soll. In der an Kolumbien grenzenden Region war es schon in den vergangenen Jahren immer wieder zu Anschlägen auf bekannte Vertreter der Landarbeiter gekommen, um eine von der Regierung angestrebte gerechtere Verteilung der Ländereien zu verhindern.
Gegen die Hetze der rechten Opposition und als Unterstützung für Chávez haben Gruppen der venezolanischen Linken für den gestrigen Dienstag zu einer Kundgebung am Militärhospital in Caracas aufgerufen, in dem der Staatschef behandelt wird. »Nur die von Hugo Chávez geführte Revolution garantiert den Frieden, die Rechte hat nur Chaos, Gewalt und Leiden anzubieten«, hieß es in einer Erklärung.
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Überschrift korrigiert. sec.
•NEUER BEITRAG06.03.2013, 00:23 Uhr
EDIT: retmarut
06.03.2013, 00:25 Uhr
06.03.2013, 00:25 Uhr
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Vebezuelas präsident Hugo Chavez ist gestorben...
Ein schwerer Schlag für die fortschrittliche Bewegung.Die Feinde des bolivarischen Prozesses in Venezuela und im imperialistischen Ausland werden vermutlich die nächsten Tage und Wochen nutzen, um eine Destabilisierung des Landes zu erreichen und die Errungenschaften der 5. Republik zurückzudrehen. Hier gilt es, der antibolivarischen Hetze in Deutschland entschieden entgegenzutreten und evtl. Militärinterventionen mit allen Kräften zu behindern.
Die Geschichte lehrt, dass es stets die Massen sind, die die Geschichte machen. Trotzdem darf die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte nicht über- oder unterbewertet werden. Oftmals sind es solche Führer der revolutionären Bewegung, die in einer bestimmten historischen Etappe die Volksmassen mitreißen und auf einen Weg hin zur Selbstbefreiung orientieren können.
Ich vertraue darauf, dass die venezolanischen Volksmassen in den vergangenen Kämpfen gegen die Oligarchie und den äußeren Feind seit 1992/1998 vieles gelernt haben und sich ihre revolutionären Errungenschaften nicht mehr nehmen lassen und sich gegen Angriffe der politischen Rechten und der Imperialisten mit allen Mitteln wehren werden.
Wer seine Anteilnahme zeigen möchte, kann u.a. der Botschaft Venezuelas in Berlin ein Kondolenzschreiben zukommen lassen: embavenez.berlin@botschaft-venezuela.de
Im Namen des Kreissprecherrates der VVN-BdA Göttingen habe ich heute nacht folgendes kurzes Schreiben an den Herrn Botschafter der Bolivarianischen Republik Venezuela in Deutschland versandt:
Sehr geehrter Herr Botschafter,
im Namen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisvereinigung Göttingen übersende ich Ihnen und dem gesamten venezolanischen Volk unsere Trauer und Anteilnahme am Tode Ihres Staatspräsidenten Commandante Hugo Chávez Frías. Hugo Chávez war uns stets ein leuchtendes Beispiel für den Kampf des venezolanischen Volkes für die Wiedererlangung und Sicherung der nationalen Souveränität, für antiimperialistische Solidarität und für einen Aufbruch in eine neue, sozialistische Gesellschaft. Hugo Chávez gelang es, mit seiner Persönlichkeit und seinen politischen Überzeugungen die Solidarität innerhalb der lateinamerikanischen und karibischen Völker wesentlich zu stärken und einen eigenen Entwicklungsweg für die gesamte Region aufzuzeigen.
Wir fühlen mit den Millionen von Venezolanern, die heute um ihren Präsidenten trauern. Wir wissen aber auch um die innere Kraft der venezolanischen Volksmassen, die sich nun erwehren müssen gegen erneute Kampagnen und Terroraktionen der politischen Rechten und der ausländischen Aggressoren, welche nur auf diesen Anlass gewartet haben. Wir senden dem venezolanischen Volk, den werktätigen Massen Venezuelas unsere solidarischen Grüße und sagen ihnen: Ihr seid nicht allein in dieser schweren Stunde! Auch in Deutschland gibt es Menschen, die gemeinsam mit euch um den viel zu früh aus dem Leben gerissenen Commandante Chávez trauern. Auch in Deutschland gibt es Menschen, die das bolivarische Projekt unterstützen und verteidigen.
Unsere Anteilnahme gilt nicht zuletzt der Familie von Hugo Chávez.
Nikolai Alexejewitsch Ostrowski schrieb in seinem Roman "Wie der Stahl gehärtet wurde" 1934:
"Das Kostbarste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur einmal gegeben, und leben soll er so, dass nicht sinnlos vertane Jahre ihn schmerzen, dass nicht die Scham um eine schäbige und kleinliche Vergangenheit ihn brennt und dass er im Sterben sagen kann: Mein ganzes Leben und all meine Kräfte habe ich hingegeben für das Schönste der Welt - den Kampf um die Befreiung der Menschheit."
Wir meinen, auf das Leben und Werk Hugo Chávez treffen diese Worte vollumfänglich zu.
!Hugo Chávez - presente!
•NEUER BEITRAG06.03.2013, 09:18 Uhr
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Vebezuelas präsident Hugo Chavez ist gestorben...
Lateinamerika trauert um Hugo ChávezVenezuela
Mittwoch, den 06. März 2013 um 08:10 Uhr
Trauer um Hugo ChávezDer am gestrigen Dienstag verstorbene venezolanische Präsident Hugo Chávez wird am Freitag in einer offiziellen Staatszeremonie beigesetzt. Das kündigte der Außenminister des südamerikanischen Landes, Elías Jaua, an. Zunächst wird der Leichnam des gestern um 16.25 Uhr Ortszeit dem Krebsleiden erlegene Comandante in die Militärakademie Venezuelas überführt, wo er aufgebahrt werden soll. Derzeit werde die genaue Route vom Militärkrankenhaus dorthin geprüft, damit das Volk Chávez auf seinem letzten Weg begleiten und am Paseo Los Próceres, auf dem sonst Militärparaden stattfinden, empfangen kann. Erwartet werden am Freitag auch zahlreiche Staats- und Regierungschefs vor allem aus Lateinamerika, um von Hugo Chávez Abschied zu nehmen.
Wo der Comandante dann endgültig beigesetzt werden soll, werde ebenfalls in den nächsten Stunden bekanntgegeben, so Jaua. Aus Kreisen der Anhänger des verstorbenen Präsidenten wurde bereits die Forderung laut, ihn in den Panteón Nacional, die nationale Ruhmeshalle, zu überführen. Dort ruhen auch die sterblichen Reste des Nationalhelden Simón Bolívar und anderer großer Persönlichkeiten Venezuelas.
Die venezolanische Regierung hat eine siebentägige Staatstrauer angeordnet und alle Schulen und Universitäten für den 6., 7. und 8. März geschlossen. Die Sicherheitskräfte und die Nationalen Bolivarischen Streitkräfte sind in Alarmbereitschaft gesetzt worden und haben Posten bezogen, um Frieden und Ruhe zu bewahren. Jaua rief die Medien dazu auf, die Trauer des Volkes zu respektieren.
»Wir alle gemeinsam werden garantieren, was uns Chávez hinterlassen hat: Unabhängigkeit, Souveränität, Stabilität. Das ist es, was wir weiter aufbauen werden«, unterstrich Jaua, der zugleich darauf verwies, dass die nächsten Schritte in der Verfassung Venezuelas eindeutig festgelegt sind: »Es gibt keinen Raum für Spekulationen, wir werden tun, was uns der Präsident aufgetragen hat, und das ist, die Verfassung zu erfüllen. Chávez lebe hoch für immer!«
Nach der 1999 in einer Volksabstimmung verabschiedeten Verfassung müssen Neuwahlen innerhalb von 30 Tagen stattfinden, also bis zum 4. April. Ob die Venezolaner somit am Osterwochenende zur Abstimmung gerufen werden oder ob die Wahlen am darauffolgenden Wochenende stattfinden, wurde noch nicht mitgeteilt.
Kondolenzbotschaften treffen aus aller Welt in Venezuela ein. Als erster ausländischer Staatschef hatte sich noch am gestrigen Abend der sichtlich um Fassung ringende bolivianische Präsident Evo Morales zu Wort gemeldet. Er sei »am Boden zerstört«, so der enge Verbündete des venezolanischen Staatschefs. Umringt von den Mitgliedern seines Kabinetts und führenden Vertretern der sozialen Bewegungen seines Landes ordnete Morales eine siebentägige Staatstrauer in Bolivien an und würdigte »meinen solidarischen Genossen, den lateinamerikanischen revolutionären Genossen, der für sein Heimatland und das große Heimatland Simón Bolívars gekämpft hat, ein Genosse, der sein ganzes Leben für die Befreiung des venezolanischen Volkes, des lateinamerikanischen Volkes gegeben hat.«
In Quito würdigte Ecuadors gerade wiedergewählter Präsident Rafael Correa den Verstorbenen: »Lieber Hugo, heute mehr denn je werden wir deinen Träumen folgen, die die Träume des Großen Heimatlandes sind!« Correa ordnete eine dreitägige Staatstrauer an und zitierte die Zeilen des revolutionären venezolanischen Volkssängers Alí Primera: »Diejenigen, die für das Leben gestorben sind, können nicht als tot bezeichnet werden...«
Auch in Argentinien herrschen drei Tage Staatstrauer. Die Präsidentin des Landes, Cristina Fernández de Kirchner, reiste noch in der Nacht auf den heutigen Mittwoch in Begleitung ihres uruguayischen Amtskollegen José Mujica nach Caracas. An allen offiziellen Gebäuden Argentiniens wurden die Fahnen auf halbmast gesetzt.
Die Regierung in Havanna erklärte in einem offiziellen Kommuniqué, Kuba werde der Erinnerung und dem Erbe des Comandante Presidente Hugo Chávez ewig loyal sein und sich weiter für dessen Ideal von der Einheit der revolutionären Kräfte und der Integration und Unabhängigkeit Unseres Amerikas einsetzen: »Sein Beispiel wird uns in den kommenden Schlachten führen!« Der Staatsrat ordnete für heute und morgen eine zweitägige »offizielle Trauer« sowie für Freitag, den Tag der Beisetzung Chávez', einen »nationalen Trauertag« an.
Quelle: Red Globe
•NEUER BEITRAG06.03.2013, 17:58 Uhr
EDIT: retmarut
07.03.2013, 00:45 Uhr
07.03.2013, 00:45 Uhr
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Vebezuelas präsident Hugo Chavez ist gestorben...
Kondolenzschreiben des DKP-Vorsitzenden Patrik Köbele.Die - meiner Meinung nach - schönste Hommage an Hugo Chávez ist immer noch das hinreißende Lied "El Libertador" der Band SKA-P. Anbei die Coverversion eines weißrussischen Jugendorchesters, das im Juli 2011 bei einem Auftritt im venezolanischen TV dieses Stück vorgetragen hat.
•NEUER BEITRAG06.03.2013, 20:36 Uhr
EDIT: secarts
06.03.2013, 20:38 Uhr
06.03.2013, 20:38 Uhr
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Vebezuelas präsident Hugo Chavez ist gestorben...
"Hugo Chávez wurde am 28. Juli 1954 in Sabaneta geboren, einer Ortschaft im Bundesstaat Barinas. Er war das zweite von sechs Kindern eines Lehrerehepaars, und er war Mestize. Für so einen Jungen aus der Provinz, aus der Unterschicht, dessen Hautfarbe nicht hell genug war, schien der gesellschaftliche Aufstieg versperrt. Für jemanden wie ihn bot die Armee nahezu die einzige Perspektive, und so entschloß er sich nach dem Abitur, die Militärakademie zu besuchen, die er 1975 als Unteroffizier verließ. Doch die Lehrzeit in den Streitkräften prägte den jungen Mann anders, als es sich seine Vorgesetzten gedacht hatten. Das Studium war kurz zuvor reformiert worden, da die Generäle Lehren aus dem gerade zu Ende gegangenen Krieg gegen die linken Guerillaorganisationen ziehen wollten. Sie gingen davon aus: Wenn wir künftig das Entstehen solcher Bewegungen verhindern wollen, müssen wir verstehen, wie deren Anhänger denken.
Und so bekamen die Kadetten Literatur zu lesen, die ihren Vorgängern strikt verboten gewesen waren: Marx und Engels, Lenin, Che Guevara. Ein Autor zog den jungen Chávez besonders in seinen Bann, wie er Jahre später der chilenischen Publizistin Marta Harnecker erzählte: »Mao hat mir sehr gefallen. Aus meiner Lektüre Maos zog ich für mich verschiedene Schlußfolgerungen. Mao wies darauf hin, daß das, was das Ergebnis eines Krieges bestimmt, nicht die Maschine, das Gewehr, das Flugzeug oder der Panzer ist, sondern der Mann, der Mensch, der die Maschine lenkt, aber vor allem die Moral des Menschen, der die Maschine lenkt.«"
zitiert aus: André Scheer: Ein Junge aus Sabaneta, junge Welt, 07.03.2012
•NEUER BEITRAG06.03.2013, 22:17 Uhr
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Vebezuelas präsident Hugo Chavez ist gestorben...
"Und so bekamen die Kadetten Literatur zu lesen, die ihren Vorgängern strikt verboten gewesen waren: Marx und Engels, Lenin, Che Guevara."Kurze Randbemerkung meinerseits:
Es ist ein gar nicht mal so ein seltenes Phänomen, dass junge Unteroffiziere aus niederen Klassen diese Lektüre, die eigentlich zur Effektivierung der Aufstandsbekämpfung und zum ideologischen Durchdringen des "Gegners" gedacht war, in der Form aufgesogen haben, dass sie sich die Ideen der Autoren zu eigen gemacht haben.
Ähnliches haben z.B. portugiesische Unteroffiziere und niedere Offiziersränge, die in den Kolonialkriege des faschistischen Portugals eingesetzt wurden, berichtet. Auch ihnen waren die revolutionären Schriften von Amilcar Cabral u.a. zwecks Feindaufklärung vorgesetzt worden. Das hat zusammen mit den erlebten Kriegsverbrechen der Kolonialarmee etlichen Soldaten die Augen geöffnet und war ein wichtiger Antrieb für die Nelkenrevolution.
Zeigt sich wieder einmal, dass die bürgerliche Klasse kein Verständnis für Dialektik besitzt und sich immer wieder selbst ins Knie schießt. (Ihren größten Totengräber, das Proletariat, erzeugt die Bourgeoisie ja auch jeden Tag aufs Neue durch ihre Art der Produktion und Aneignung.)
•NEUER BEITRAG08.03.2013, 12:50 Uhr
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Vebezuelas präsident Hugo Chavez ist gestorben...
Danksagung, die die Botschaft der Bolivarianischen Republik Venezuela in Berlin verschickt hat:"Die Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in der Bundesrepublik
Deutschland möchte, im Namen der Familie Chávez, des Volkes und der
Regierung der Bolivarischen Republik Venezuela, ihre tief empfundene
Dankbarkeit für den erhaltenen Respekt, Zuneigung und Liebe, gegenüber dem
Anführer der Bolivarischen Revolution, Comandante Presidente Hugo Rafael
Chávez Frías, ausdrücken.
Das Erbe unseres geliebten Comandante wird weiter im Kampf um Gleichheit,
Gerechtigkeit und Rechtlichkeit der Bevölkerung Venezuelas, Lateinamerikas
und der Welt, allgegenwärtig sein."
In der Botschaft in Berlin liegt übrigens auch ein Kondolenzbuch aus. Alle Berliner Genossen, die ihre Anteilnahme und Verbundenheit mit dem Volke Venezuelas zeigen möchten, seien darauf hingewiesen.
Auf TeleSur findet sich u.a. ein kurzer Beitrag über das Gedenken an Hugo Chávez in Beijing.
Auf TeleSur gibt es heute den ganzen Tag über Sonderberichte von der Begräbnisfeierlichkeit für Hugo Chávez. Viele Staatschefs Lateinamerikas sind bereits in Caracas angekommen. Im Studio von TeleSur befindet sich derzeit (12:45) z.B. Evo Morales. Ich werde mal heute abend schauen, ob es auf TeleSur oder Youtube einen Mitschnitt von dem Totengedenken gibt.
•NEUER BEITRAG08.03.2013, 13:18 Uhr
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Vebezuelas präsident Hugo Chavez ist gestorben...
Kurzer Nachtrag noch, die meisten werden es bereits gehört haben:Vizepräsident Nicolas Maduro sagte, dass der Comandante am Freitag nicht beigesetzt werden wird: "Wir haben entschieden, dass sein Körper einbalsamiert wird. So wie Ho Chi Minh, Lenin oder Mao Tse Tung. In einem Revolutionsmuseum soll er in einer Glasurne liegen. Damit er immer bei seinem Volk ist. Immer präsent für das Volk", so Maduro. Unklar blieb zunächst, ob Chávez Leichnahm dauerhaft ausgestellt werden soll oder nur über einen begrenzen Zeitraum hinweg.
•NEUER BEITRAG08.03.2013, 20:58 Uhr
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| paulina | |
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Vebezuelas präsident Hugo Chavez ist gestorben...
nun ja. ich finds gruselig...
•NEUER BEITRAG08.03.2013, 21:16 Uhr
EDIT: retmarut
08.03.2013, 21:19 Uhr
08.03.2013, 21:19 Uhr
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Ein guter Hintergrundartikel von Malte Daniljuk zum Chavismo nach Chávez euch zur Kenntnis.Ich denke, dass der Tod von Hugo Chávez derzeit zu einer größeren Geschlossenheit im bolivarischen Lager geführt hat. Mittelfristig werden aber innerhalb des Lagers, insb. innerhalb der PSUV und des Militärs, die Widersprüche zwischen nationaler Bourgeoisie und Arbeiterklasse erneut aufbrechen. Das wird dann v.a. eine große Aufgabe für die Genossen der PCV sein, die Sache der Arbeiterklasse noch stärker in den Vordergrund zu stellen. Schon in den letzten Wahlkämpfen hatte die PCV mit der Parole "Con Chávez y los Trabajadores" geworben und in einigen Bundesstaaten eigene Kandidaten gegen Vertreter des rechten Flügel der PSUV aufgestellt.
•NEUER BEITRAG20.03.2013, 23:18 Uhr
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Text von Jonas Holldack, derzeit als Aktivist der Interbrigadas in Venezuela, zum Tod von Hugo Chávez.
•NEUER BEITRAG15.04.2013, 08:24 Uhr
EDIT: IvanDrago
15.04.2013, 08:25 Uhr
15.04.2013, 08:25 Uhr
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| IvanDrago | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Mo, 5:53 h ++ Wie der Wahlrat (CNE) in einem ersten Bulletin soeben bekannt gab, hat Nicolás Maduro die Wahl mit 50,66 Prozent gewonnen. Henrique Capriles bekam 49,07 Prozent der Stimmen. Die Auszählung von über 99 Prozent der Stimmen ergab 7.505.338 Stimmen für Nicolás Maduro. 7.270.403 entfielen auf Henrique Capriles. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,71 Prozent.Link ...jetzt anmelden!
Nur ca. ein Prozent, dass ist natürlich viel weniger als erhofft, wird schwer werden für die Gebossen...
•NEUER BEITRAG15.04.2013, 09:14 Uhr
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| retmarut | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Das ist ein niederschmetterndes Ergebnis, wenn wir uns die (vorläufigen) Zahlen mal im Vergleich zur Präsidentenwahl 2012 vor Augen halten:2012
Chávez: 8,18 Mio., 55,13%
Capriles: 6,57 Mio., 44,25%
2013
Maduro: 7,51 Mio., 50,66%
Capriles: 7,26 Mio., 49,06%
Sprich: Capriles hat gegenüber 2012 fast 700.000 Stimmen dazugewonnen, Maduro für die PSUV 600.000 Stimmen verloren.
Das kann jetzt verschiedene Ursachen haben:
* Hat der Kurs von Maduro ("Die Revolution intensivieren!", also die Sozialisierungen und den revolutionären Prozess auf eine neue Stufe heben) einen Teil des rechten Flügels der PSUV verschreckt und Capriles mit dessen "bolivarianisierten" Wahlkampagne in die Arme getrieben? Da spielt sicher auch mit hinein, dass Maduro aus der Arbeiterklasse stammt und sich als kämpferischer Gewerkschafter einen Namen gemacht hat.
* Handelt es sich bei den 600.000-700.000 Stimmen allein um den "Chávez-Bonus"? (Diese These wird sich in den bürgerlichen Medien in den kommenden Tagen sicher etablieren.) Dann wäre in Zukunft zu befürchten, dass auch die Opposition in zunehmendem Maße nicht nur Chávez-Symbolik, sondern auch einen positiven Bezug in ihre rechten Kampagnen aufbaut, also Chávez inhaltlich aushöhlt.
Jedenfalls stehen die Fronten in Venezuela Spitz auf Knopf. D.h. jede Wahl ist eine Wackelwahl. Der Prozess der Revolution wird nur durch die aktive Ausschaltung der bürgerlichen Klasse und die Diktatur des Proletariats gesichert werden können. Wenn das nicht passiert, droht das, was Daniel Ortega und die FSLN in Nicaragua schon passierte: Durch Abwahl wurde der dortige politische Prozess abgewürgt und um Jahre zurückgedrängt.
Die Klassenkampfsituation wird sich in Venezuela weiter zuspitzen, insb. auch innerhalb der PSUV. Es kann durchaus sein, dass sich dort der rechte Flügel durchsetzt und den weiteren Revolutionsprozess abwürgt. Historische Beispiele dafür gibt es genug: So beispielsweise die Guomindang nach dem Tod von Sun Yatsen.
Alles in allem ein Wahlsieg in Caracas mit einem sehr bitteren Beigeschmack.
Trotzdem natürlich Gratulation an die Genossen in Venezuela!!!
•NEUER BEITRAG15.04.2013, 10:43 Uhr
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| Toto | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Er muss sich also noch beweisen....
•NEUER BEITRAG15.04.2013, 19:28 Uhr
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| Stephan | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
"Das ist ein niederschmetterndes Ergebnis, wenn wir uns die (vorläufigen) Zahlen mal im Vergleich zur Präsidentenwahl 2012 vor Augen halten:[...]
Capriles hat gegenüber 2012 fast 700.000 Stimmen dazugewonnen, Maduro für die PSUV 600.000 Stimmen verloren.
"
Wenn man die Stellung Chavez' bedenkt, ist das Ergebnis sogar hervorragend, auch wenn die Venezolaner nicht die niederschmetternden Kommentare der hiesigen ARD-Tagesschau zu verfolgen genötigt sind, nach denen nur der "gemäßigte" Capriles den Sozialstaat "auf ein vernünftiges Maß" zerstören und die "Wirtschaft erhalten" kann.
•NEUER BEITRAG15.04.2013, 21:47 Uhr
EDIT: retmarut
15.04.2013, 21:52 Uhr
15.04.2013, 21:52 Uhr
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| retmarut | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
@Stephan: Das mit dem "hervorragenden" Ergebnis war ein Scherz von Dir, oder?Der Bolivarische Wahlblock hatte vor den Wahlen die (damals schon nicht realistische agitatorische) Parole "Machen wir 10 Mio. Stimmen draus!" herausgegeben. Selbst die 8 Mio., die als durchaus realistisches Ziel seitens der Bewegung anvisiert wurden, konnten letztlich nicht erreicht werden. Das Wackelergebnis von gestern ist jedenfalls ein herber Rückschritt. - Die Frage ist, was die Bewegung jetzt daraus macht und wie die weiteren Diskussionen innerhalb der bolivarianischen Bewegung und der PSUV verlaufen werden.
Fakt ist: Bei etwa gleichbleibender Wahlbeteiligung (ich glaube im Herbst waren es 80%, jetzt 78%) sind faktisch 600.000 Wähler ins feindliche Lager übergelaufen. Das sind immerhin 8% der eigenen Wähler.
Ich glaube auch nicht, dass die Wahlschlappe nur mit der Person Chávez zu tun hat. Ich denke vielmehr, dass das Projekt der Bolivarischen Revolution seinen Höhepunkt überschritten hat (zumindest was die Wahlergebnisse anbelangt); hier mal die Wahlergebnisse für Chávez bzw. Maduro bei den Präsidentschaftswahlen seit 1998:
1998: 56%
2000: 60,3%
2004: 59,3% (Neinstimmen beim Referendum zur Amtsenthebung des Präsidenten)
2006: 62,8%
2012: 54%
2013: 50,6%
Das Absinken der Ergebnisse hat also bereits unter Chávez eingesetzt. Nur hatte die Opposition bisher nicht derart davon profitiert.
Wenn wir uns mal als Gegenbild die Ergebnisse des führenden Kandidaten der Opposition ansehen, gibt es dort seit einigen Jahren einen Trend nach oben:
1998: 40%
2000: 37,5%
2006: 36,9%
2012: 44,3%
2013: 49,0%
Jetzt wäre genauer zu analysieren, was in der Zeit von 2006 zu 2012/13 diesen Umschwung bei einem Teil der Wähler bewirkt hat. Meine (nicht ganz neue) These: Teile der nationalen Bourgeoisie des bolivarischen Blocks wollen nicht weitergehen im sozialistischen Prozess. Denen reichen die bisher erzielten Ergebnisse und der Grad von Antiimperialismus. Vermutlich spielt da auch deren (nicht unbegründete) Furcht vor den proletarischen und subproletarischen Massen mit rein, die ja insb. bei den Wahlkämpfen immer wieder in organisierter Form auftraten. Auch der weitere Stimmenzuwachs der PCV wird ihnen Bauchschmerzen bereiten.
Hier die PCV-Ergebnisse bei Präsidentschaftswahlen (es werden bei den Wahlen die Parteilisten einzeln gezählt; diese Listen werden anschließend ihrem gemeinsamen Block-Kandidaten zugerechnet), auf Hunderter gerundet:
1998: 81.100
2000: 57.100 (vermutlich Stimmen zur PSUV abgewandert, weil jetzt Regierungspartei und so)
2006: 342.300
2012: 489.900
Kurz noch zur Tagesschau über Venezuela:
Die Venezolaner haben genug privatkapitalistische Sender im Land, die ihnen genau denselben Senf wie die Tagesschau servieren. Die haben mit Globovisión, Televen, RCTV, Venevisión und wie sie alle heißen sogar die volle Bandbreite reaktionärer Strömungen und ihrer "Wahlanalysen" zur Auswahl. Allerdings auch die staatlichen und Grasrootsender, die wesentlich näher an den gesellschaftlichen Verhältnissen und der Wahrheit dran sind.
•NEUER BEITRAG16.04.2013, 09:42 Uhr
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| IvanDrago | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Ich würde Retmarut recht geben, das Ergebnis ist schlecht ausgefallen (auch wenn es durchaus noch schlechter hätte ausfallen können), damit hat wohl so niemand gerechnet. Ich denke auch, dass Retmaruts These über das Überschreiten des Zenits zutrifft. Dafür würde auch der Wahlkampf Radonskis (Oppositionskandidat) sprechen, der versucht sich als "gemäßigter Nachfolger" von Chavez zu inszenieren ( Wahlslogans, Auftritte, Kleidung und Symbolig waren eindeutig von Chavez kopiert, die cubanischen Ärzte sollen plötzlich nicht mehr rausgeschmissen, sondern eingebürgert werden etc...) und sich so den Teilen der Nationalen Bourgeosie anzubieten, die zwar keine neuen Knechte der Amis sein wollen, aber eben auch keinen richtigen Sozialismus. Letztendlich wird das zu einer Polarisierung und eventuell zu einem Auseinanderbrechen der PSUV führen, wobei ein Teil sich der jetzigen Opposition anschließen wird, der andere eine neue Linkspartei bilden, und/oder große Teile in die PCV abwandern wird. Natürlich spielt der Chavez Bonus auch eine gewisse Rolle, aber auch er war ja nur ein Ausdruck der Kräfteverhältnisse, und die treten ohne seine Rolle als Bindeglied zwischen den Block-Fraktionen eben deutlicher zutage.
•NEUER BEITRAG16.04.2013, 10:26 Uhr
EDIT: IvanDrago
16.04.2013, 16:02 Uhr
16.04.2013, 16:02 Uhr
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| IvanDrago | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Anmerken sollte man noch, dass es im gesamten Land zu Angriffen auf Staatseinrichtungen und Staatliche Konzerne kommt. In Caracas kommt es auch immer wieder zu Unruhen von oppositionellen, teilweise wird Tränengas gegen die faschistischen Horden eingesetzt. Die Opposition spricht offiziell von Wahlbetrug, auch die PSUV wirft der Opposition das selbe vor. In Monagas haben oppositionelle Randalierer ein Büro der Wahlkommission besetzt, konnten durch das Volk jedoch vertrieben werden. Es geht also gut ab da unten, einige Kreise sprechen sogar von einem geplanten Staatsstreich. Das knappe Ergebnis ermutigt die reaktionärsten Kreise der Opposition wohl soetwas in Betracht zu ziehen...Link ...jetzt anmelden!
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Gute Zusammenfassung:
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•NEUER BEITRAG16.04.2013, 16:36 Uhr
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| retmarut | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Auf dem Wahl-Liveticker von Amerika21 fand sich folgendes:"In der Nacht zum Dienstag ist es in Caracas zu zahlreichen Übergriffen auf Einrichtungen gekommen, die der Regierung nahestehen. Auch Medien wurden zum Ziel der Angriffe oppositioneller Aktivisten. Nach Berichten von Augenzeugen wurden medizinische Versorgungszentren, sogenannte CDI, und staatlich subventionierte Supermärkte der Mercal-Kette attackiert."
•NEUER BEITRAG16.04.2013, 19:41 Uhr
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| IvanDrago | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Gerüchten zufolge gibt es bereits 7 Tote und 11 schwerer Verletzte...Natürlich auf unserer Seite...
•NEUER BEITRAG17.04.2013, 00:17 Uhr
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| retmarut | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
aus der jW:"Die »friedlichen« Proteste der Opposition in Venezuela haben bislang sieben Menschenleben gefordert. Das prangerte die Generalstaatsanwältin des südamerikanischen Landes, Luisa Ortega Díaz, am Dienstag morgen (Ortszeit) in Caracas an. 61 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.
Ortega machte den am Sonntag unterlegenen Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski für die Gewalt verantwortlich. Dieser habe noch keine einzige Eingabe beim Nationalen Wahlrat eingereicht. So habe er die geforderte Überprüfung von 100 Prozent der Stimmen bislang nicht offiziell beantragt.
Die Juristin prangerte zudem an, daß Regierungsgegner eine Person lebend angezündet hätten, um ihn zu ermorden. Das Opfer sei mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Bislang wurden insgesamt 135 Personen festgenommen, gegen sie wird ermittelt.
In den vergangenen Stunden ist es landesweit zu Überfällen auf Gesundheitszentren und kubanische Ärzte, auf Einrichtungen der Wahlbehörde und Zentren der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) gekommen. In mehreren Bundesstaaten wurden Parteibüros in Brand gesteckt oder verwüstet. Mehrfach wurde versucht, Geschäfte der staatlichen Lebensmittelkette Mercal zu plündern. Auch das Wohnhaus der CNE-Präsidentin Tibisay Lucena wurde attackiert.
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro verglich die Strategie der Opposition am Mittag mit der Ideologie Hitlers. Die Regierungsgegner ließen sich von dem gleichen Gedankengut leiten, »das zur Ausrottung des jüdischen Volkes geführt hat«. Er kündigte an, eine von der Opposition geplante Demonstration im Zentrum der Hauptstadt Caracas nicht zuzulassen, da das eigentliche Ziel dieser Provokation sei, wie am 11. April 2002 Auseinandersetzungen und Tote zu provozieren. Gegen die Putschisten werde der venezolanische Staat mit »harter Hand« vorgehen. Im Bundesstaat Miranda weihte er ein neues Gesundheitszentrum ein, in dem kubanische Ärzte arbeiten. »Es lebe das sozialistische Kuba! Es lebe die Einheit von Kuba und Venezuela!« rief er aus: »Sozialismus rettet Leben!«
Wenige Stunden zuvor hatte Außenminister Elías Jaua die in Caracas akkreditierten Botschafter zu einer Informationsveranstaltung gebeten. Dabei kritisierte er die Einmischung einiger Regierungen und internationaler Organisationen in die inneren Angelegenheiten Venezuelas. Auch Jaua machte Capriles für die Gewalt verantwortlich, deren Ausmaße er mit einem Video demonstrierte. »Derjenige, der zu den Protestdemonstrationen und zur Nichtanerkennung der Proklamation des Wahlsiegers durch den Nationalen Wahlrat am Montag aufgerufen hat, war der oppositionelle Exkandidat Henrique Capriles.« Dieser sei jedoch als Gouverneur des Bundesstaates Miranda durch die Verfassung dazu verpflichtet, die öffentliche Ordnung, Frieden und Stabilität zu garantieren."
Klassische Destabilisierungsstrategie. Mich würde nicht wundern, wenn die Rechten wieder einen Putsch wie 2002 ausprobierten. (Allerdings fraglich, ob sie dafür derzeit genug Verankerung im Militär haben.)
•NEUER BEITRAG17.04.2013, 00:28 Uhr
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Aus dem aktuellen jW-Interview, das der Genosse Andre Scheer mit Carlos Aquino, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Venezuelas, führte:" Bislang haben die Streitkräfte in Venezuela eine wichtige Rolle gespielt, auch weil Hugo Chávez aus ihren Reihen stammte. Wie wird sich das Verhältnis der Revolution zur Armee nun entwickeln?
Das ist eine historisch heikle Frage. Man muß verstehen, daß die Strukturen des Militärs eine der herrschenden Säulen des Staates sind, der in Venezuela nach wie vor den Charakter eines bürgerlichen Staates hat. Wir stellen deshalb fest, daß die venezolanischen Streitkräfte, auch wenn sie den Namen »Bolivarisch« tragen, kein Stützpunkt eines neuen Staates sind, denn diesen neuen Staat gibt es noch nicht. Der Klassenkampf, der sich in allen gesellschaftlichen Bereichen abspielt, findet auch in den Streitkräften statt. Unter Bedingungen einer revolutionären Bewegung, wie wir sie jetzt in Venezuela erleben, verschärft sich der Klassenkampf. Deshalb ist die ideologisch-politische Arbeit im Rahmen der Streitkräfte unverzichtbar, um immer größere Teile des Militärs für die revolutionären Veränderungen zu gewinnen, die in Venezuela noch ausstehen. Wir sind uns dabei bewußt, daß die venezolanischen Streitkräfte in der Geschichte unseres Landes an Versuchen der revolutionären Veränderung beteiligt waren. Deshalb gibt es für dieses Ziel eine günstige Basis in der Armee."
•NEUER BEITRAG23.04.2013, 14:35 Uhr
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Super, die CNE-Seite ist wieder problemlos erreichbar. Hier finden sich die Einzelergebnisse der Präsidentenwahl.Die PCV hat 282.989 Stimmen erzielt (das sind 1,89%) und ist damit im bolivarianischen Lager auf Platz 2 knapp vor Tupamaro und Podemos.
Die PCV hat also nicht an ihre Erfolge von 2006 und 2012 anknüpfen können. Es sind defacto sogar knapp 200.000 Stimmen weniger (grob 41% Verlust!) als 2012. Das muss auch der PCV zu denken geben.
•NEUER BEITRAG23.04.2013, 20:31 Uhr
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
aus der jW:In Venezuela ist die Zahl der Todesopfer der gewaltsamen Ausschreitungen von Regierungsgegnern nach dem Wahlsieg von Nicolás Maduro Medienberichten zufolge auf zehn gestiegen. Im Universitätskrankenhaus Maracaibo verlor das erst 12 Jahre alte Mädchen María Victoria González Báez nach einer Woche den Kampf um ihr Leben. Wie die Tageszeitung »Correo del Orinoco« meldet, starb sie am Sonntag abend um 21 Uhr Ortszeit.
Das Mädchen war gemeinsam mit elf weiteren Menschen von einem Lastwagen überrollt, als sie im Barrio 5 de Enero im Westen von Maracaibo den Wahlsieg Maduros gefeiert hatten. Augenzeugen hatten berichtet, daß der Fahrer des LKW gezielt in die Menge gefahren sei. Dann stoppte er und setzte das schwere Fahrzeug zurück, offensichtlich um sicherzugehen, daß er sein Ziel erreicht hatte. Zwei Menschen starben noch an Ort und Stelle: der 24jährige Luis García Polanco und der elfjährige Rey David Chacin.
Die Eltern des getöteten Mädchens fordern nun Gerechtigkeit für ihre Tochter. Noch immer ist die Identität des LKW-Fahrers unbekannt. Viele Angehörige der Opfer fordern zudem, auch Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski vor Gericht zu stellen, da ihrer Ansicht nach dessen Erklärungen und die Nichtanerkennung des Wahlergebnisses die Gewalt ausgelöst hatten.
Offiziellen Angaben zufolge wurden bei den Ausschreitungen getötet:
José Luis Ponce Ordóñez (45 Jahre, La Limonera, Bezirk Baruta, Bundesstaat Miranda)
Rosiris Reyes (45 Jahre, La Limonera, Baruta, Miranda)
Henry Rangel La Rosa (San Cristóbal, Bundesstaat Táchira)
Keler Enrique Guevara (Táchira)
Ender José Bastardo Ágreda (21 Jahre, Cumanacoa, Sucre)
Luis Eduardo García Polanco (24 Jahre, Maracaibo, Zulia)
Rey David Sánchez (11 Jahre, Maracaibo, Zulia)
Jonathan Hernández Acosta (Maracaibo, Zulia)
Johny Pacheco (Baruta, Miranda)
María Victoria González (12 Jahre, Maracaibo, Zulia)
•NEUER BEITRAG26.04.2013, 19:43 Uhr
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| retmarut | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Mittlerweile sind es 12 Todesopfer. Einige weitere befinden sich immer noch im kritischen Zustand im Krankenhaus.Und Capriles surft weiter auf seiner Welle der Hetze und Anstachelung zu Mordtaten. So beschuldigte Capriles die staatlichen venezolanischen Fernsehsender der Lüge und nannte den amtierenden Minister für Kommunikation und Information, Ernesto Villegas, einen "Minister für Nazi-Proganda", weil die Sender tagsüber Bilder gewalttätiger Ausschreitungen von Oppositionellen ausstrahlten.
Vor kurzem hatte ich daraufhingewiesen, dass Capriles im Wahlkampf versuchte, die Symbolik der bolivarianischen Bewegung dreist zu kopieren und sogar den toten Hugo Chávez für seine Sache zu instrumentalisieren. Passend dazu sind die Anfangssätze von Lenin in "Staat und Revolution", der dieses Phänomen bereits 1917 beschrieb:
"Mit der Lehre von Marx geschieht jetzt dasselbe, was in der Geschichte wiederholt mit den Lehren revolutionärer Denker und Führer der unterdrückten Klassen in ihrem Befreiungskampf geschah. Die großen Revolutionäre wurden zu Lebzeiten von den unterdrückenden Klassen ständig verfolgt, die ihrer Lehre mit wildestem Ingrimm und wütenstem Haß begegneten, mit zügellosen Lügen und Verleumdungen gegen sie zu Felde zogen. Nach ihrem Tode versucht man, sie in harmlose Götzen zu verwandeln, sie sozusagen heiligzusprechen, man gesteht ihrem NAMEN einen gewissen Ruhm zu zur "Tröstung" und Betörung der unterdrückten Klassen, wobei man ihre revolutionäre Lehre des INHALTS beraubt, ihr die revolutionäre Spitze abbricht, sie vulgarisiert."
btw: Vor wenigen Tagen, am 22. April, jährte sich Lenins Geburtstag zum 143. Male.
•NEUER BEITRAG21.06.2013, 09:53 Uhr
EDIT: IvanDrago
21.06.2013, 09:54 Uhr
21.06.2013, 09:54 Uhr
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| IvanDrago | |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist gestorben...
Wie der Präsident Venezuelas Nicolas Maduro bekannt gab wird der US-Regisseur Oliver Stone einen Film über den verstorbenen Cmd. Chavez machen. Da Stone und Chavez sich kannten, und Stone dessen Ansichten teilte, ist davon auszugehen, dass es nicht so ein scheiß wie "Che" oder "Carlos" wird, Stone wird zur Präsentation des Filmes nach Venezuela reisen.Quelle: Link ...jetzt anmelden!
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