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Von SDAJ

Ein breites politisches und kulturelles Programm soll Jugendliche motivieren, ihre sozialen und politischen Rechte einzufordern und ihnen den Rücken stärken im Kampf um ihre Rechte.
In der heutigen gesellschaftlichen Situation ist es notwendig, gerade Jugendlichen eine Alternative zum Konkurrenzkampf unter Alters- und Klassengenossen und -genossinnen zu bieten.
Es ist Zeit, sich zu wehren gegen Bildungsabbau und Ausbildungsplatzvernichtung – gemeinsam gegen Zukunftskiller:
Die Unternehmer klagen über fehlende Bildung beim Ausbildungsbeginn und Politiker versprechen, das deutsche Schulsystem zu verbessern.
ABER: Die neuen Schulgesetze erschweren Jugendliche den Zugang zu Bildung. Für Bücher müssen sie zahlen, die Klassen werden größer, zentrale Prüfungen erhöhen den Druck… Das alles grenzt Jugendliche, die keine reichen Eltern haben, systematisch aus dem Bildungssystem aus.

Die Unternehmer streichen Jahr für Jahr ihr Ausbildungsplatzangebot zusammen und setzen Jugendliche nach der Ausbildung auf die Straße. So wächst die Zahl der jungen Erwerblosen.
ABER: Während Jugendlichen ein beruflicher Einstieg verwehrt wird und Millionen Menschen insgesamt von Arbeit ausgeschlossen sind, zwingen die Unternehmer die ArbeiterInnen und Angestellten, für das gleiche Geld immer mehr Stunden und Lebensjahre zu schuften. Überstunden und Arbeitshetze nehmen ständig zu.

Die Unterhaltungsindustrie bietet immer mehr Freizeitangebote: Open-Air-Festivals ohne Ende, Fußballspiele werden zu Großevents, ein Trend in der Musikindustrie jagt den nächsten.
ABER: Die meisten Jugendlichen können sich diesen Spaß nicht leisten, weil sie die Härte von Hartz IV zu spüren bekommen, weil ihre Azubi-Vergütung nicht reicht oder die Studiengebühren fällig sind. Wenn sie einen Job ergattert haben, hindern Überstunden Jugendliche daran, Freizeit zu erleben, oder Sie sind nach der Arbeit einfach platt.

Diesen Zuständen haben wir den Kampf angesagt. Deshalb laden wir alle SchülerInnen, Azubis, junge Erwerbslose und natürlich auch alle solidarischen Älteren ein: Kommt zum „Festival der Jugend“ ! Wir wollen solidarisch diskutieren und gemeinsam feiern. Wir wollen zusammen Pläne schmieden zum Kampf um unsere Rechte! Und wir werden eine Alternative zum teuren Konzert- und Eventlifestyle bieten. Unsere Veranstaltungen und Konzerte werden alle besuchen können – niemand wird wegen Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel oder knapper Kasse vor der Tür bleiben.


Erste Programmpunkte stehen fest.

  • Freitag 9. Mai: 19.00
    Reimland. HipHop gegen Ausbildungsplatzmangel und Bildungsabbau. Mit:
    Microphone Mafia, italienisch-türkisch-kölscher Rap
    Chaoze One & Lotta C., HipHop aus Mannheim
    Anarchist Academy, HipHop, Lüdenscheid & Köln, im Anschluss:
    Nachtschicht mit dem Soul Power Soundsystem, Düsseldorf

  • Samstag 10. Mai, 19.00
    Ska Nighter. Wer sich nicht bewegt – spürt seine Fesseln nicht!
    The Special Guest, Old Ska aus Berlin
    The Clerks, Ska aus dem Rheinland

  • Diskussionsrunden:
    Zeit sich zu wehren. Gemeinsam gegen Zukunftskiller!
    „Der Jugend gehört die Zukunft“ – solche Slogans sind hören wir, wenn Politiker sich zu Jugendinteressen äußern. Doch unsere Zukunftsperspektiven sind auch 2008 düster. In der Schule: überarbeitete Lehrer in viel zu großen Klassen. Nach der Schule: Hunderttausende fehlende Ausbildungsplätze, Arbeitshetze, Studiengebühren und als Drohung über uns allen: ein „Leben“ in den Mühlen von Hartz IV.

  • Cuba heute
    In dieser Diskussionsrunde werden der Frage nachgehen, in welcher Situation sich die sozialistische Republik heute befindet und welchen Einfluss sie auf die rote Welle in Lateinamerika hat.
    Diskussionspartner:
    Gerardo Penalver Portal, Botschafter der Republik Cuba in Deutschland und
    Frank Schwitalla, Vorsitzender des Solidaritätszusammenschlusses Netzwerkes Cuba

  • "Vernetzte Sicherheit"
    Bundeswehr im Ausland, Inland und überall?
    Im offiziellen "Weißbuch" der Bundesregierung von 2006 wird verkündet, die Bundeswehr müsse eingesetzt werden, um nicht nur "militärische, sondern auch gesellschaftliche, ökonomische, ökologische und kulturelle" Gefahren zu bekämpfen.
    Mit Christoph Marischka, Informationsstelle Militarisierung Tübingen

  • Venezuela auf dem Weg zum Sozialismus
    Das Scheitern der Volksabstimmung über eine Verfassungsänderung im Dezember 2007 war zwar ein Rückschlag auf dem Weg zum Sozialismus, doch in Venezuela gibt man den Kampf nicht auf.
    Mit: Dr. Blancanieve Portocarrero, Botschafterin der Bolivarischen Republik Venezuela (angefragt) und
    Günther Pohl, Latein- und Südamerika Kenner, Internationale Kommission der DKP

  • „Bundeswehr wegtreten“.
    Wer die Öffentlichkeit sucht, der muss sie auch ertragen
    Reklame-Einsätze der Bundeswehr in Arbeitsämtern, Schulen oder Messen bewerben die Armee als zuverlässigen Arbeitgeber und Bildungspartner. Aktionen der Initiative „Bundeswehr wegtreten“ enttarnen die Selbstinszenierung der Bundeswehr als geschicktes Manöver, immer mehr Rekruten zu gewinnen. „Bundeswehr wegtreten“ zeigt Wirkung – und wie’s geht. Ein Vertreter berichtet von ihren Aktionen.

  • Iran: Neues Blut für Öl?
    Die US-Regierung scheint fest entschlossen noch vor Ablauf der Bush-Präsidentschaft mit dem Iran ein neues Land des Mittleren Osten mit Krieg zu überziehen. Und das obwohl der eigene Geheimdienst zugeben musste, dass die Iran kein Kernwaffenprogramm verfolgt. Tobias Pflüger informiert über die aktuelle Kriegsgefahr und die Haltung und Interessen der EU und der BRD in der Region.
    Mit Tobias Pflüger, Mitglied des EU-Parlaments (angefragt)

  • Zukunftskiller im Bildungsbereich.
    Die Rolle der Bertelsmannstiftung
    Ob in der Schulstrukturdebatte oder bei der Umstrukturierung der Unis zu Eliteschmieden: Die Bertelsmannstiftung hat ihre Hände im Spiel. Die private Stiftung „berät“ die Politik und setzt so stringent ihre neoliberalen Kurs fort: Richtung Elitebildung für Wenige und Schmalspurbildung für den Rest. Mit Udo Spengler (Lehrer und Kommunist)

  • Verbrannte Bücher
    Lesung aus Büchern, die von den Nazis vor 75 Jahren Verbrannt worden sind


Noch mehr Programm, alle Anfangszeiten unter:
www.festival-der-jugend.de | festival@sdaj-netz.de

Das Festival der Jugend beginnt am Freitag, 9. Mai um 19.00. und Endet am Montag 12. Mai
Veranstaltungsort ist der Jugendpark Köln. Nazis und Rassisten sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Pressevertreter sind herzlich eingeladen, sie müssen sich anmelden.
Veranstalterin ist die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend [SDAJ].