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BEIJING, 15. März (Xinhua) - Der Lorbeer des Nobelpreises verwelkte und die Gold-Medaille des US-Kongresses war nichts mehr als ein Feigenblatt für den Dalai Lama, als am Freitag ein Mob, aufgestachelt vom selbsternannten Friedensprediger, die ruhige Stadt Lhasa mit Terror überzog.

Und die Intention hinter den Rufen der Mönche nach "echter oder größerer Autonomie" Tibets erwies sich ebenfalls als heuchlerisch, als hunderte seiner Anhänger nach "Unabhängigkeit" schrien, die Polizei angriffen, Scheiben einschlugen, Geschäfte plünderten und Autos sowie eine Moschee in Brand setzten.

Und dieser vermessene Politiker zeigte keinerlei Scham, als er sich von von der von ihm angezettelten Verschwörung als ein "unschuldiger Mönch" distanzierte und seine Anhänger mit scheinheiligen Worten zurückließ, die "Gewalt nicht zu unterstützen", nachdem er die Ruhe auf dem Dach der Welt durcheinander brachte.

Der Tod von zuletzt 10 Menschen wurde nach den Unruhen bestätigt; die Zahl der Verletzten und die der Sachschäden steigt weiter in die Höhe.

Als eine Frau, die sich nicht traute, ihr Büro neben einem geplünderten und angezündeten Supermarkt zu verlassen, mir per Mobiltelefon berichtete, dass Lhasa in einer Atmosphäre des Horrors versank, glaubte ich, die Hand hinter den Unruhestiftern gehöre einem führenden Terroristen.

Aber der Mönch in der roten Kutte hat viele Strategien, um sich zu verbergen und internationale Kritik an Gewalt und Terror zu überstehen: er predigt vom Frieden, von Toleranz und Nächstenliebe; der Nobelpreis und die Goldmedaille des US-Kongresses tragen zu seiner unverdienten Aura bei.

Nun haben die Flammen und das Blut in Lhasa die wahre Natur des Dalai Lama enthüllt, und es ist an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft ihre Einstellung gegenüber dieser Clique unter der Camouflage der "Gewaltlosigkeit", wenn sie sich nicht willentlich irreführen lassen will, überprüft.

Der Dalai Lama und seine Clique haben nicht einen einzigen Tag lang der Gewalt und des Terrors entsagt. Sein Kindheitslehrer war ein Nazi aus Österreich, und es ist kein Geheimnis, dass er noch eine lange Zeit nach seiner Flucht nach Indien eine bewaffnete Truppe, ausgerüstet von seinen westlichen Schirmherren, für separatistische Aktivitäten unterhielt. Dieser Friedensfürst hat obendrein keinerlei Interesse für die globalen Proteste gegen den amerikanischen Krieg in Afghanistan und dem Irak gezeigt.

Die Internationale Gemeinschaft scheint, aus welchen Gründen auch immer, die Fakten ignoriert zu haben oder nicht bereit zu sein, ihnen ins Gesicht zu sehen. Fortschreitende Toleranz gegenüber Gewalt bedeutet unzweifelhaft, den Terrorismus zu befördern, während das Bereitstellen von Verkaufsplattformen für die Rhetorik des Lamas, der seine scheinheilige Philosophie an den Mann zu bringen versucht, nur eine weitere Unterstützung für seine Versuche, sich von Verhandlungen über die tibetische Frage zu entziehen, bedeutet: die chinesische Regierung hat widerholt erklärt, zu solchen bereit zu sein.

Es gibt immer Länder, Organisationen und Individuen, die als Moralapostel agieren wollen, wenn sich irgendetwas ihnen unpassendes ereignet. Nun ist es wieder an der Zeit für sie, aufzustehen - aber auf wen ihre Peitsche fällt, das ist ein Test für die Gerechtigkeit.

Was den Dalai Lama angeht, hatte ich niemals einen Zweifel an den Fähigkeiten und der Stärke "Seiner Heiligkeit", für den Frieden zu beten; aber die Gewalt in Lhasa hat mir den berechtigten Grund dafür gegeben, an der Aufrichtigkeit des ewig lächelnden Mönchs zu zweifeln.


Wang Jiaquan

Dieser Kommentar von Xinhua wurde von der AG Internationalismus ins Deutsche übersetzt.


 


 
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   Kommentar zum Artikel von hw:
Sonntag, 23.03.2008 - 13:25

Colin Goldner über den Dalai Lama aus "Konkret" Heft 09/2000