DE
       
 
0
unofficial world wide web avantgarde
Diesen Artikel Deinen Freunden per Mail empfehlen
Artikel:   versendendruckenkommentieren
Von SDAJ

Vom 9. bis 11.2. werden wir der Welt-Kriegs-Elite in München unseren Widerstand entgegensetzen. Denn hier treffen sich Vertreter der NATO-Staaten zur Münchner „Sicherheitskonferenz“.
Offiziell geht es um „Kampf gegen Terror“ und „globale Sicherheit“ wenn die NATO-Staaten und ihre Verbündeten ihr Militär in alle Welt schicken. Mit Krieg wird der Zugang zu Märkten und Rohstoffen erzwungen und die Welt neokolonial aufgeteilt. Der Preis: Die NATO bombardiert in Afghanistan jeden Tag Dörfer und Städte, EU- und US-Konzerne teilen sich im Irak Ölförderrechte und Bauaufträge auf, während das Land in Krieg und Chaos versinkt, israelisches Militär legt mit Unterstützung der NATO-Staaten libanesische Wohnviertel in Schutt und Asche, EU-Truppen unterstützen im Kongo ein autoritäres und korruptes Regime. Genau diese „Sicherheit“ der Herrschenden wird Jahr für Jahr von Kriegsministern, Generälen, militärischen Denkfabriken und Rüstungsindustriellen auf der Münchner NATO-Kriegskonferenz verhandelt.

Die Damen und Herren müssen mit unserem entschlossenen Protest rechnen!

Freitag, 9. Februar 2007
16 Uhr Kundgebung – München Marienplatz
Samstag, 10. Februar 2007
12 Uhr Großdemonstration vom Marienplatz


Bundeswehr raus aus Afghanistan! Auslandseinsätze beenden!

Handelte es sich beim Einsatz der 3000 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan zunächst formal um einen Einsatz zur „Aufrechterhaltung der Sicherheit“, befinden sich die ISAF-Truppen seit der Ausweitung des Einsatzgebietes mehr und mehr in einem Guerillakrieg, in dem es um offensive Aufstandsbekämpfung geht. Deutsche Soldaten sind aktiv in aggressiven Kriegshandlungen und werden in Folge vermehrt zur Zielscheibe von Sprengstoffattentaten und Selbstmordanschlägen. Offiziell sind bisher schon 18 deutsche Soldaten beim Afghanistan-Einsatz ums Leben gekommen, zahlreiche verletzt worden.

Die Realität der Besatzung
Für die Afghanische Bevölkerung ist kein Unterschied zwischen den Soldaten der US-geführten „Operation Enduring Freedom“ (OEF), die im Rahmen des „Krieges gegen den Terror“ operieren und den NATO-Soldaten der ISAF-„Friedensmission“ zu erkennen. Mittlerweile wird auch von offizieller Seite zugegeben, dass beide Missionen fusionieren und gemeinsam in Kampfeinsätze verstrickt sind. Es ist deshalb zu erwarten, dass der bewaffnete Widerstand in Zukunft auch nicht mehr zwischen OEF und ISAF unterscheiden wird. Dazu kommt, dass für die Afghanen von „Stabilität“ und „Wiederaufbau“ nichts zu merken ist: Sie nehmen nur wahr, wie westliche Konzerne das Land ausbeuten, während die Bevölkerung an Krankheit und Unterernährung stirbt. 70% der Afghanen sind chronisch unterernährt, ein Viertel hat keinen Zugang zu Trinkwasser und nur 10% zu elektrischen Strom.

Eskalation des Krieges – Verschärfung des Widerstands
Für immer größer werdende Teile der Afghanischen Bevölkerung sind die ISAF-Soldaten nichts anderes als koloniale Besatzer. Provokationen, wie die Leichenschändung durch deutsche Soldaten schüren zusätzlichen Hass. Deshalb wächst die Bereitschaft aller Afghanen die Besatzer zu bekämpfen. Viele Afghanen erinnern sich daran, dass es ihnen materiell besser ging, als die Taliban noch die Kontrolle hatten, 50% der Bevölkerung befürworten gar politische Attentate gegen die Besatzer.

Deutsche Soldaten raus aus Afghanistan
Es ist abzusehen, dass mit steigender Armut und Zunahme der Kampfeinsätze der afghanische Widerstand wächst und auch mehr deutsche Soldaten ihr Leben lassen müssen!
Zur Gewährleistung ihrer – und der Sicherheit der afghanischen Bevölkerung kann es nur eine Lösung geben: Deutsche Soldaten raus aus Afghanistan! Stoppt die Auslandseinsätze der Bundeswehr – überall!

Unterschriftensammlung für das Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr:
http://www.imi-online.de/Holt-die-Soldaten-zurueck.php3


Bei der Bundeswehr kann man noch etwas werden...
... und für den deutschen Imperialismus sterben!


Während überall Ausbildungsplätze abgebaut werden, kann sich die Bundeswehr aus dem Heer der arbeitslosen Jugendlichen gezielt ihr Kanonenfutter für aktuelle und künftige Kriegseinsätze aussuchen. Denn: Immer mehr Jugendliche sind gezwungen sich über „Zukunftschancen“ bei der Bundeswehr zu informieren.

Propaganda-Krieg in der Schule
Ein Ort an dem die Bundeswehr versucht bei Jugendlichen einen pro-militaristischen Geist zu verbreiten, ist die Schule. Ihr „Arsenal“ reicht von kostenlosen, professionell gestalteten Unterrichtsmaterial, über verschiedene „Weiterbildungsangebote“ für LehrerInnen und LehramtsanwärterInnen, bis hin zu Unterrichtsbesuchen von sog. Jugendoffizieren.
Bei den aktuell rund 500 Jugendoffizieren der Bundeswehr handelt es sich um rhetorisch geschulte „Polit-Offiziere“, deren Aufgabe es ist unter der arbeitenden und lernenden Jugend militaristische Erziehungsarbeit zu leisten, also Kriegseinsätze zu rechtfertigen. Neben Schulen und Unis treten sie in Berufsinformationszentren, auf Messen und Volksfesten auf. Ihr Motto: „Radikale Gegner beeindrucken, Unentschlossene gewinnen, Befürworter positiv bestärken.“

Armee der Arbeitslosen
Die Bundeswehr nutzt den Ausbildungsplatzmangel und die Perspektivlosigkeit der Jugendlichen, um gezielt Arbeitslose für den Soldatenberuf zu gewinnen. Dabei arbeitet sie auch mit Arbeitsagenturen und Jobcentern bei gemeinsamen Informationsveranstaltungen zusammen, auf denen sich die Bundeswehr als „eines der größten Ausbildungsunternehmen Deutschlands“ profiliert. In ihrer Agitation stellt sie dabei vor allem die „Arbeitsplatzsicherheit“ in den Vordergrund: „ Du suchst Zukunft? – Wir bieten sie!“. Untersuchungen zeigen, dass die meisten Jugendlichen, die eine Ausbildung bei der Bundeswehr in Betracht ziehen dies vor allem aus Alternativlosigkeit tun.

Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze!
Allerdings ist eine Ausbildung bei der Bundeswehr mit entscheidenden Nachteilen verbunden: Jugendliche, die eine Ausbildung beim Bund beginnen, müssen sich für mindestens 8 Jahre als Soldat verpflichten. Der entscheidende Pferdefuß ist aber, dass sich alle Auszubildenden verpflichten, für mindestens 1 Jahr in einen Auslandseinsatz zu gehen. Mit der zunehmenden Verwicklung in Kampfhandlungen, z.B. in Afghanistan, stellt sich die Frage wie „sicher“ diese Zukunftsperspektive dann wirklich ist!

Wir fordern:
Bundeswehr raus aus Schulen und Arbeitsagenturen!
Der Bundeswehr das Wasser abgraben: Für ein Ausbildungsplatzumlage: Betriebe, die nicht ausbilden, müssen zahlen!


die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend online:
- SDAJ-Online.de

 
Creative Commons CC BY-NC-ND 4.0
Inhalt (Text, keine Bilder und Medien) als Creative Commons lizensiert (Namensnennung [Link] - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen), Verbreitung erwünscht. Weitere Infos.