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Fidel Castro und Hugo Chavez
Nach einer Erkrankung befindet sich Genosse Fidel Castro, Erster Sekretär der KP Cubas und Vorsitzender des Staats- und Ministerrats der Republik Cuba, auf dem Wege der Besserung: die Zeitungen "Granma" (Zentralorgan der KP Cubas) und "Juventud Rebelde" (Zeitung des Kommunistischen Jugendverbandes Cubas) brachten erste Fotos des erkrankten Präsidenten, der zwar noch angeschlagen, aber deutlich erholt wirkt.
Castro empfing am Krankenbett bereits seinen Freund Hugo Chavez, den Präsidenten Venezuelas - augenscheinlich ist er bereits auch wieder in der Lage, in seine vorrübergehend an Raul Castro, den Verteidigungsminister und Zweiten Sekretär der KP Cubas, abgegebenen Amtsgeschäfte einzugreifen.

Genosse Andi Nitsche, Vorsitzender des Kommunistischen Studentenverbandes Graz (Österreich), befindet sich derzeit für mehrere Wochen auf Cuba und informierte über die Lage und den Gesundheitszustand Fidel Castros:


mail vom 1.8.2006
liebe genossen und genossinnen!

wie ihr sicher alle schon gelesen habt, ist Fidel nun für einige Wochen zurückgetreten. in der reaktionären bürgerlichen Presse wird von einer schweren Krankheit gesprochen, was schwer übertrieben ist. am 26.7. habe ich persönlich 2 Reden von ihm live (einmal vor Ort einmal im TV) gesehen, die je 3 stunden gedauert haben, und energisch wie eh und je gehalten wurden. die Leute hier feiern weder seinen Sturz oder seine Krankheit, sondern sind tief betroffen und sorgen sich um ihren Comandante. [...]

in diesem sinne:
socialismo o muerte

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Fidel Castro
Fidel Castro, gerade 80 Jahre alt geworden, äußerte sich auch persönlich in einer Botschaft zu seinem Geburtstag zu seinem Gesundheitszustand: "Es wäre absolut falsch zu behaupten, dass die Periode der Erholung kurz sein wird und bereits jetzt keinerlei Risiko mehr besteht. Ich empfehle Euch allen, optimistisch zu sein und Euch zugleich auf schlechte Nachrichten vorzubereiten.".

Fest steht: Genosse Castro ist alt, und auch eine ausheilende Krankheit ist in diesem Alter nicht ungefährlich. Für viele Cubanerinnen und Cubaner, deren Mehrheit unter der Regierungszeit Castros geboren sind und die kein Leben ohne ihren Präsidenten kennen, wird der Gedanke an ein Ableben Castros schwer vorstellbar sein - Castro gehört zu Cuba wie sonst kaum etwas. Eine geregelte Übergabe der Amtsgeschäfte, eine langsame Vorbereitung auf andere Zeiten ist also sinnvoll, auch wenn Fidel demnächst seine Posten wieder voll einnehmen kann.
Castro dankt in seiner Botschaft dem cubanischen Volk "unendlich" und sagt weiter: "Das Land funktioniert und wird weiter perfekt funktionieren!"

Zu den Gerüchten in der bürgerlichen Presse, ein baldiges Ableben Castros hätte unter den Cubanern "Begeisterungsstürme" und "Hoffnungen" hervorgerufen, berichtet Genosse Andi Nitsche in einer zweiten E-Mail aus Cuba:


mail vom 12.8.2006

[...] Da ich des öfteren CNN schauen musste, dachte ich mir, dass zumindest in einigen österreichischen Zeitungen objektive Berichte abgedruckt werden. Nach einigen Besuchen auf Zeitungs-Homepages wurde diese Annahme wiederlegt. Fakt ist, dass sich die absolute Mehrheit der Bevölkerung sicherlich nicht den Tod Fidels wünscht, zu meiner eigenen Überraschung nicht einmal die Minderheit der Menschen, die sich durch halb-legale, bzw. illegale Tätigkeiten Touristen-Pesos beschaffen. Selbst die rückständigsten Teile der Gesellschaft, der Dunstkreis rund um die Kirche, steht hinter dem Sozialismus in Kuba. So hat zb. die katholische Kirche in Kuba zu Gebeten für Fidel Castro aufgerufen. Die CDRs (Komitees zur Verteidigung der Revolution) und andere Massenorganisationen (in denen über 80% der KubanerInnen über 16 organisiert sind) haben in allen Teilen des Landes Versammlungen abgehalten, um die Revolution zu schützen. Auch wurden die Milizen und die Revolutionären Streitkräfte (die zahlenmässig um etliches kleiner als die Milizen sind) sind in Alarmbereitschaft versetzt, um auf einen möglichen imperialstischen Anfgriff vorbereitet zu sein. Beachtlich ist hier die Tatsache, dass von einer verstärkten Militärpräsenz nichts zu merken ist, dh. das öffentliche Leben wie gewohnt weitergeht. Weiters zeigen auch neben den Versammlungen die KubanerInnen, dass sie von ihrem sozialistischen Weg nicht abkommen wollen, in dem sie zum Beispiel massenhaft kubanische und "26.Juli"-Fahnen aus ihren Fenstern hängen lassen, bzw. vermehrt revolutionäre Sprüche auf Wände gemalt werden. Auch ist von einer exorbitanten Steigerung der Anträge auf die Mitgliedschaft in der PCC (Kommunistische Partei Kubas) die Rede!

Venceremos, Andi
(aus Camagueey)

Dies alles macht Hoffnung - auf eine baldige Genesung Fidel Castros und auf den ungebrochenen Kampfeswillen des cubanischen Volkes.

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© by © by Granma [01.01.1970]

In diesem Sinne dem Genossen Fidel Castro eine gute Besserung seines Gesundheitszustandes - auf dass er bald wieder auf seinem Posten steht!
Der Kampf geht weiter!



 
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  Kommentar zum Artikel von 127712:
Montag, 14.08.2006 - 22:53

Unkraut vergeht nicht - gute Besserung, Genosse Comandante!