DE
       
 
0
unofficial world wide web avantgarde
Artikel:   versendendruckenkommentieren (37)

Die apokalyptischen Berichte über die bereits über uns hereingebrochene „Klimakatastrophe“ werden vom IPCC, dem Intergovernmental Panel on Climate Change verfasst. Das IPCC wurde im Jahr 1988 gegründet. Das Gremium ist beauftragt, die Vereinten Nationen zu wissenschaftlichen und sozio-ökonomischen Problemen der Klimaveränderungen und ihrer Auswirkungen zu beraten und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Es besteht aus Wissenschaftlern, die von den einzelnen Mitgliedsländern der Vereinten Nationen in das IPCC entsandt werden, und veröffentlicht immer wieder Berichte (www.IPCC.ch), wie z.B. am 2. Februar diesen Jahres, was die CO2-Hysterie durch vier Aussagen/Lügen enorm anheizte:

  1. „Kohlendioxid - das wichtigste (schlimmste) anthropogene Treibhausgas - ist hauptsächlich ein Produkt der menschlichen Aktivitäten, und seine Konzentration in der unteren Atmosphäre von 379 ppm (parts per million, by volume = 0.0379 Volumenprozent) in 2005 übersteigt bei weitem die 180 bis 300 ppmv der letzten 650000 Jahre.“

  2. „Seit 1750 verursachen menschliche Aktivitäten die Erderwärmung“

  3. „Die Erwärmung des letzten halben Jahrhunderts ist unnormal – es ist die höchste der letzten 1300 Jahre und sie ist höchstwahrscheinlich durch das Ansteigen der anthropogenen Treibhausgaskonzentration verursacht.“

  4. „Vorhersagen sind gemacht, dass die anthropogene Erwärmung wird über die nächsten Jahrhunderte fortsetzen, und zwischen 2090 und 2099 wird die globale Oberflächentemperatur 1.1°C bis 6.4°C ansteigen.“


Erst einmal ist festzustellen, dass das wichtigste Treibhausgas Wasserdampf ist. Wasserdampf trägt 95% zum Treibhausgaseffekt bei (angenommen, dass der Treibhauseffekt existiert). Dies wird im IPCC-Bericht von 2007 nicht erwähnt. Weiterhin wird nicht erwähnt, dass ca. 97% der jährlichen Totalemission von CO2 in die Atmosphäre natürliche Emissionen vom Land und Meer sind. Die 3% „man-made“ CO2 Emission ist verantwortlich für einen winzigen Anteil des Gesamttreibhauseffektes - ca. 0.12 %. Aussagen über Veränderung oder sogar Zerstörung des globalen Energiehaushaltes aufgrund des winzigen humanitären Beitrages in Kontrast zu den großen kurz- und langzeitlichen natürlichen Fluktuationen des atmosphärischen CO2 sind unreell.

Der CO2-Gehalt der Luft war und ist in der Erdgeschichte ständigen Schwankungen unterzogen. Z.B. vor ca. 5 Millionen Jahren, „kurz“ nachdem die Dinosaurier ausstarben, betrug die CO2-Konzentration der Luft ca. 3500 ppm, fast das 10fache von heute. Genaue Aussagen, was eigentlich den heutigen CO2-Gehalt der Luft kontrolliert, können nicht gemacht werden. Fakt ist, dass ein entscheidender Faktor die Intensität der Plattenbewegung (Kontinentaldrift) und der damit verbundene Vulkanismus ist und Mikrobakterielle Aktivität. Ein weiterer Fakt ist, dass in der bisherigen Erdgeschichte der CO2-Gehalt der Luft erst nach Erderwärmungen anstieg und somit die Funktion des CO2 als Treibhausgas in Frage gestellt ist.

Peter Peiplein
lebt mit deutscher Staatsangehörigkeit in Skandinavien außerhalb der Grenzen Deutschlands, was möglicherweise einen klareren Blick auf manche Dinge hierzulande ermöglicht. Er ist Doktor der Geologie und insofern mit bestimmten Fragen wissenschaftlich und fundiert betraut. Größere Veröffentlichungen außerhalb echter Fachmedien hat er bislang nicht getätigt. Eine zentrale Veranlassung für die Abfassung des Artikels war, dass - nach seinen Worten - sich "die Kollegen, die mit Wetterfragen direkt befasst sind", über die CO2-Debatte regelmäßig an den Kopf fassen.



In den ersten Monaten des Jahres 2008 ist eine ausführliche Nachfolgeveröffentlichung des Autors zum Themenkomplex CO2, Klimawandel und Treibhauseffekt auf www.secarts.org geplant.
Die CO2-Gehaltkurve der Luft der letzten 10000 Jahre, die das IPCC präsentiert, besteht seit 1958 aus Direktmessungen der Luft. Ältere CO2-Gehalte der Luft wurden indirekt anhand von Lufteinschlüssen (Mikrogasbläschen - 5 bis 500 Mikrometer groß) im Grönland-Eis bestimmt. Die Grönlandeis-Daten sind auffällig konstant und niedrig – zwischen 260 und 280 ppm für die letzten 10000 Jahre vor 1958. Es existieren aber Direktmessungen des atmosphärischen CO2 zurück bis 1812. Entsprechend diesen Daten der CO2-Gehalt der Luft war zwischen 1812 und 1958 erheblichen Schwankungen unterzogen und zum Teil höher als heute (379 ppm). Ca. 1820 betrug der Gehalt 440 ppm, 1855 ca. 390 ppm und 1940 440 ppm1. Die Direktmessungen zeigen, dass die Indirektmessungen der Gaseinschlüsse im Grönland-Eis nicht den Tatsachen entsprechen. Mittlerweile konnte nachgewiesen werden, dass Diffusionsprozesse zwischen Luftmikroeinschlüssen und Eis die CO2-Maximalwerte heruntersetzen und CO2-Variationen verringert werden2.

In den IPCC-Reporten 2001 und 2007 wird eine Durchschnittstemperaturkurve der Erde ab dem Mittelalter präsentiert, um zu zeigen wie seit dem Mittelalter die Temperatur stetig ansteigt. Der Beginn der Kurve wurde vorsätzlich an den Beginn der so genannten „Kleinen Eiszeit“ zwischen 1350 und 1850 gelegt, als die Durchschnittstemperatur der Erde ca. 1°C geringer war als heute. Kurz vorher gab es jedoch zwei Perioden, wo die Durchschnittstemperatur der Erde ca. 1°C höher war als heute: Die Frührömische Warmperiode zwischen 200 v. Chr. und 600 n. Chr. – dadurch war es möglich, dass Hannibal Barkas mit seinen Elefanten über die Alpen gekommen ist - und die Mittelalterwarmperiode zwischen 950 und 1300.

Mittlerweile sind sich viele Physiker einig, dass der Treibhauseffekt gar nicht existiert bzw. eine sehr geringe Wirkung auf das Klima hat. Die Erde gibt kontinuierlich Energie über ein breites Wellenspektrum ab, mit einen Wellenlängenmaximum bei 10 Mikrometern bei +15°C. Es ist bekannt, dass die Lufthülle der Erde ein „offenes Strahlungsfenster“ zwischen 7 und 13 Mikrometern hat, das nicht durch Wasserdampf- oder Kohlendioxidmoleküle geschlossen werden kann. Das heißt, der überwiegende Teil der Wärmeabstrahlung der Erde verpufft in den Weltraum. Trotzdem propagieren „Klimaphysiker“ die Erderwärmung durch „Treibhausgase“. Hier ist bereits ein Tatbestand des vorsätzlichen wissenschaftlichen Betruges.

Das Wort „Klimakatastrophe“ ist ein Widerspruch in sich selbst. Klima beschreibt das Durchschnittswetter auf der Erde. Ein Durchschnittswert kann keine Katastrophe ergeben. Wenn die Elbe bei Magdeburg etwas über die Ufer tritt, wird dies keinen statistischen Einfluss auf das Klima der Erde zu diesem Zeitpunkt haben, weil es an diesem Tag in der Kalahari, Atacama und Sahara, die viel größere Gebiete umfassen, genauso trocken war wie am Vortag.

Was beeinflusst nun das Klima. Kosmische Strahlung reguliert nachweislich einen wesentlichen Teil des Erdklimas. Die kosmische Strahlung ionisiert Luftmoleküle, was Nukleationskeime für die Kondensation von Wasser in der Troposphäre kreiert und somit die Wolkenbildung steuert. Die Intensität der kosmischen Strahlung hängt von der Sonnenaktivität ab. Je mehr kosmische Strahlung die Troposphäre penetriert umso mehr Wolken bilden sich, die die Wärmeabstrahlung der Erde dämmen.

Was macht eigentlich...

... das Ozonloch? – Heute geschlossen?
In der Sonne läuft ein stetiger Kernfusionsprozess ab, der unseren Planeten mit Energie versorgt. Diese Energiezufuhr erfolgt aber nicht gleichförmig. Bis zum Jahr 1700 kann man das Phänomen des 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus lückenlos zurückverfolgen. Beobachtungsdaten von Faktoren, die die Veränderlichkeit der Sonne beschreiben, zeigen über die letzten vier Sonnenzyklen seit 1958 eine auffällige Übereinstimmung mit meteorologischen Phänomenen und Klimawerten. Aus historischen Aufzeichnungen und geologischen Untersuchungen abgeleitete Daten erlauben, die Schwankungen der Sonneneinstrahlung auch für vergangene Zeiten zu rekonstruieren. Alle Nachweismethoden belegen für das 20. Jahrhundert einen Anstieg der Sonnenaktivität, wie er seit den letzten 1000 Jahren nicht da gewesen ist3. Z.B. während der „Kleinen Eiszeit“ (1350-1850) hatte die Sonne zwischen 1645 und 1715 eine extrem niedrige Sonnenfleckenzahl, was mit der kältesten Zeit zusammenfällt. Jetzt wurde auch bekannt, dass sich unser Nachbar Mars ebenfalls erwärmt. Der Mars hat eine sehr dünne Atmosphäre und Treibhausgase können demzufolge dort keine Rolle spielen4.

Gedanken zur Verantwortung des Wissenschaftlers
(in der kapitalistischen Gesellschaft)


Ein Wissenschaftler ist ein Arbeiter, der seinen Geist als Produktionsmittel gebraucht. In der kapitalistischen Gesellschaft ist ein junger Wissenschaftler mehr oder weniger gezwungen in die Forschungsrichtung einzulenken, wo es das meiste Geld gibt. Die Gehälter sind eh relativ gering, aber die Chancen einen Job zu bekommen sind größer. Der Forscher heute forscht also für den Geldgeber, der in der Regel schon klare Vorstellungen hat, wie das Ergebnis auszusehen hat. Wenn das Forschungsergebnis nicht den Vorstellungen des Geldgebers entspricht, ist es vorbei mit dem Forschungsprojekt und dem Job. Das trifft ganz extrem für die Klimaforschung zu. Es wird im Kapitalismus also nur in die Richtungen geforscht, wo „jemand“ Geld zur Verfügung stellt. Das sind vor allem die Rüstungsindustrie und Pharmaindustrie und neuerdings im größeren Umfang die Regierungen, d.h. Steuergelder für die Klimaforschung. In den letzten 6 Jahren wurden 29 Milliarden Dollar für die Klimaforschung in den USA zur Verfügung gestellt. Das sind ca. 5 Milliarden pro Jahr – doppelt so viel wie dazumal für das Apollo-Programm ausgegeben wurde, damit Zwei 1969 auf dem Mond landen konnten. Durch die enormen Geldsummen wurde die „Klimadebatte“ politisiert und hat mit objektiver Forschung nichts mehr zu tun. Ganz klar, die Wissenschaftler sind in diesem Fall Schuld an der Misere. (Wissenschaftler sind genau gesehen an vielen Übeln Schuld, wenn sie ihr Wissen verkaufen: Atombombe, Zyklon-B etc.)


Quellen
1 Beck, E.G. (2007) 180 years of CO2 gas analysis by chemical methods. Energy and Environment, in press, pp 1-17.
2 Autorenkollektiv (2007) GeoStandpunkt – Klima. GeoZentrum Hannover. [www.bgr.bund.de]
3 Hurd, B. (2006) Analyses of CO2 and other atmospheric gases. AIG News, 86:10-11
4 siehe http://www.heartland.org/Article.cfm?artid=17977



 
Creative Commons CC BY-NC-ND 4.0
Inhalt (Text, keine Bilder und Medien) als Creative Commons lizensiert (Namensnennung [Link] - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen), Verbreitung erwünscht. Weitere Infos.
 


• gehe zu Seite: 1234
Kommentare anzeigen: absteigend   aufsteigend
  Kommentar zum Artikel von paulina:
Dienstag, 20.11.2007 - 17:36

also wirklich, würde mal bitte jemand dem armen klemens antworten?!
ich habe da eine vage vermutung, was peter peiplein angeht, bin mir aber nicht ganz sicher. ich glaube, ivan weiß da näheres! (der ist aber gerade "beruflich" unterwegs!)


  Kommentar zum Artikel von klemens:
Donnerstag, 15.11.2007 - 20:09

Ähm... bezüglich meines letzen postings weiter oben:

Weiß jetzt jemand etwas näheres über den Autor oder ist der völlig unbekannt??


  Kommentar zum Artikel von secarts:
Donnerstag, 15.11.2007 - 13:04

@ konny:

Noch einmal: ich würde darum bitten, hier keine pro/contra-Veganer/Vegetarier-Diskussion zu führen! Das hat mit dem Eingangs-Artikel nix zu tun und würde sicher besser in einem Extra-Thread im Forum aufgehoben sein. Evtl. wollen ja auch Leute zu dem Thema mitdiskutieren, die nicht unbedingt auf die Idee kommen, unter dem Thema CO2 danach zu suchen...
In Zukunft werde ich alle themenfremden Beiträge hier löschen. Für so was gibt's ein Forum!

Zu deinem zweiten Post: Niemand bezweifelt, dass Tiere Emissionen ausstoßen (ob diese Emissionen ein Problem sind, und wenn ja, was für eines, steht nochmal auf 'nem anderen Blatt...). Bloß: wollen wir, die wir zulassen, dass in unserer Gesellschaft tierische wie pflanzliche Produkte zur Profitmaximierung regelmäßig vernichtet werden, der "3. Welt" vorschreiben, wie sich sich zu ernähren hat, um nicht des Hungers zu sterben (der wiederum, circulus vitiosus, durch Ausbeutung durch unsere Gesellschaften erst zu einem solchen Problem geworden ist)?! Ich denke mal: solange wir unsere widersinnige Überproduktion nicht in den Griff bekommen (bspw. durch Sturz des Kapitalismus oder so) und zusehen, wie nützliche Dinge vernichtet werden, um die Preise stabil zu halten, steht uns die Aufstellung eines Welt-Ernährungsplanes kaum an. Jahrzehntelang konnten wir uns mit Braten, Schnitzeln und Hühnerkeulen vollstopfen, und nun erklären wir die Weltbevölkerung zu Vegetariern? Auch das ist, gelinde gesagt, chauvinistische postkoloniale Arroganz.


  Kommentar zum Artikel von konny:
Donnerstag, 15.11.2007 - 09:45

Und JA ,Tiere stoßen sehr viel Emissionen aus . Der Meinung bin nicht nur ich ,hier ist ein andres Forum was ich aufgegooglet hab .


http://diestandard.at/?page=userposts&pid=5152219&pnr=12

553. Von: mlp05.04.2007 12:41
sie sind offensichtlich falsch informiert
fleichessen lindert nicht hunger, sondern erzeugt hunger: die tiere, deren fleisch wir essen, benötigen 90% des futters, das wir ihnen geben, zur aufrechterhaltung ihres eigenen stoffwechsels. auch fördert unser fleischessen die regionale verelendung der dritten welt: dort steht die landwirtrschaftliche nutzfläche vieler länder nicht für die versorgung der einheimischen bevölkerung zur verfügung, weil darauf futtermittel für unsere fleischproduktion angebaut werden. das vieh der reichen frisst das brot der armen! die fleischproduktion hat verheerende folgen für die umwelt: klimaerwärmung, verseuchung des grundwassers durch die gülle und das blut bei den abschlachtungen. dies alles hat auch katastrophale auswirkungen auf unsere gesundheit!





  Kommentar zum Artikel von konny:
Donnerstag, 15.11.2007 - 09:42

Früher war es sicher nicht verkehrt ,Fleisch zu essen was die Entwicklung des Gehirns anbetrifft ,aber heute sind wir wesentlich vorgeschrittener und können uns auch von Pflanzen ernähren ,ohne dass dies eine rückentwicklung des Gehirns verursacht ... im Gegenteil ,ich konnte sogar eine gesteigerte Konzentration bei mir und bei befreundeten Vegetariern verzeichnen ,was nicht nur durch weniger Cholersterin (nur im hohen Maße konzentrationsgefährdend) sondern auch durch die erhöhte Aufnahme von Vitaminen verursacht wurde ...
Fleisch esse ich nur ,um zu überleben (auf einer Insel z.B.) heute brauche ich es ja wohl nicht mehr ... soviel dazu.
Überlegt einmal ein paar andere Aspekte :
1. Stellt euch vor ,eine höhere Spezies kommt daher ,züchtet euch um euch zu essen was nach meiner Ansicht recht pevers ist ... oder würdet ihr das etwa vertreten ?
2. Für 50kg tierische Proteine werden 750kg pflanzliche benötigt ... gott ,gibt es ineffizienteres ?(außerdem wird für das Futter 1000 Liter Süßwasser benötigt ,für 50 kg tierische Proteine ? naja
3. Die Tiere sterben vll. nur auf Biohöfen fröhlich ... in Massentierhaltungen sehen sie nur Sonnenlicht auf der Fahrt zum Schlachthoff ,wo man sie ausbluten lässt .Wenn sie offene Wunden haben ,werden sie nicht behandelt weil die Behandlung mehr Geld kostet als der Verkauf dieses Fleisches (nicht in allen so ,in deutschland gibt es jedoch noch einige) .
4. Die meisten Menschen essen unbewusst Fleisch ,weil es ihnen gut schmeckt ,nur bis man sie darauf anspricht ,dann denken sie "war da nicht noch etwas ? achja ,die "vielen" nährstoffe" ,naja bis dahin wars noch unbewusst.

Außerdem hat eine Studie veröffentlicht das die Erde problemlos 10mia Menschen ernähren könnte .Einzige vorraussetzung :Alle Menschen müssen Vegetarier sein und nach dem amerikanischen Speiseplan reicht es nur für 2,5 mia


  Kommentar zum Artikel von Comandante:
Mittwoch, 14.11.2007 - 14:47

naja, was ich sagen will ist: irgendwelche wenig sagende zahlen sich herauspicken und dann sagen: uh, das hat somit nichts mit dieser thematik zu tun ist relativ unwissenschaftlich. die biosphäre oder atmosphäre gehört zwar zu sehr kleinen kohlenstoffspeichern, beeinflusst aber z.b. kurzfristigen kreisläufe sehr stark.
wie gesagt, wenn energieressourcen, die in millionen von jahren angelegt wurden, innerhalb weniger jahre umgesetzt werden, ist skepsis angebracht. man betrachte nur den sauren regen (zu diesem trägt ja nicht nur so2, sondern auch co2 bei), der ja ein produkt (dank verbrennung von fossilen brennstoffen) von der ach so unbeteiligten menschheit ist.

von der theorie co2 als hauptverursacher darzustellen halte ich ebenso wenig wie von jener, die co2 als völlig unwichtig in diesem prozess im klimawandel darstellt. fakt ist, wann weiß es nicht genau, und eine uns bekannte klasse versucht hier möglicherweise ängste zu schüren um von ihren umweltschweinerein (die hat secarts schon angesprochen) abzulenken.


  Kommentar zum Artikel von 127712:
Mittwoch, 14.11.2007 - 14:16

"...nur 3% irgendeines gesamtsystems..." - Comandante

In diesem Fall sind es sogar 3% ("anthropogener" Anteil) von 0,044% (CO2-Anteil in der Luft), also gerade 0,00132%. Die sich aufdrängende Analogie des levitierten Wassers ist sicher nicht ganz zufällig.


[EDITsmiley Hab nochmal nachgeschaut, sind wohl sogar nur 0,038% CO2 in der Luft. Macht allerdings 'nen Unterschied, ob Volumen- oder Massenanteil betrachtet wird, Massenanteil ist etwas größer.


  Kommentar zum Artikel von Comandante:
Mittwoch, 14.11.2007 - 13:48

@secarts

dass co2 absolut nichts mit dem klimawandel zu tun hat, kann man so nicht sagen. gerade als wissenschafltich denkender mensch muss man wissen, dass auch nur 3% irgendeines gesamtsystems große auswirkungen auf dieses haben kann. daher halte ich es durchaus für etwas riskant zu sagen "der co2-ausstoss hat absolut nichts mit dem klima(wandel) zu tun".
ich halte es des weiteren für etwas problematisch, eine energiequelle (sei es nun erdöl, also hauptsächlich kohlenwasserstoffe, oder auch kohle), die sich über millionen von jahren entwickelt haben, innerhalb weniger jahrhunderte in die atmosphäre zu blasen. auch erinnere ich nur an den smog verseuchten großstädte, der ja mehr als nur etwas gesundheitsschädigend ist. klügere alternativen gibts ja, da aber das kapital derzeit verdammt ganz gute profite mit dem "alten system" macht, werden diese ja nicht gerade gefördert.

ansonsten kann ich deiner argumentation in deinem letzten post zustimmen.


  Kommentar zum Artikel von klemens:
Mittwoch, 14.11.2007 - 00:31

Weil wir in Graz auch über den Artikel gesprochen haben, hätte ich da ein paar Fragen zu Peter Peiplein dem Autor dieses Artikels:

Wer ist der Autor? Woher kommt er, wie alt ist er und welche Ausbildung hat er ? Welchem politischen Lager ist er zuzuordnen? (Schließlich gibts ja auch die Kritik an der Klimawandel-Debatte von Seiten etwa des großen Mainstream Gurus Horx, der teilweise ähnliche Argumente zu bringen versucht.....)



  Kommentar zum Artikel von secarts:
Dienstag, 30.10.2007 - 13:22

Ich denke, das sollte etwas differenziert betrachtet werden (und nicht in eine Diskussion pro/contra Veggetarismus/Veganismus ausarten, denn die passt hier nicht hin - dafür könnte man sinnvoller einen eigenen Foren-Thread aufmachen...):

- Erstens gebe ich Markus und dem zustimmenden Nachkommentar von Ulle Recht, was die Verschwendung von Ressourcen im Kapitalismus betrifft: tatsächlich werden Viehtransporte nur deswegen durch die Gegend gefahren, weil durch das Überschreiten von Zollgrenzen gewisse geschäftliche Vorteile entstehen können. Das nutzt natürlich den Viechern nicht, aber vor allem - denn der Mensch interessiert mich mehr - auch den Konsumenten nicht: "Gammelfleisch" und Kostenumlage auf den Verbraucher sind die Folge für Profitmaximierung der Unternehmer. Das ist die übliche kapitalistische Anarchie zum Nutzen Weniger.

- Zweitens geht die Rechnung "weniger Tiere" = "weniger Futter" = "mehr Brot" so einfach auch nicht auf, Markus: Fleisch hat einen ungleich höheren Nährwert als Getreide, und man muss kaum das Energieerhaltungsgesetz strapazieren, um zu verstehen, dass natürlich mehr Futter aufgebracht werden muss, um im Resultat mehr höherwertiges Fleisch zu erhalten. Eine Menschheit von 6 Milliarden überwiegend (oder nur) mit Getreide oder Mais zu ernähren hätte nicht nur eine gräßliche Monokulturwirtschaft zur Folge, sondern wäre auch kaum möglich (von der Einseitigkeit der Nahrung und massiven Versorgungsproblemen mit - nur in Fleisch enthaltenen - Vitaminen oder Aminosäuren ganz zu schweigen...).
Über Bevölkerungsreduktion diskutiere ich im Übrigen nicht... es passen auch 10 Milliarden Menschen auf diese Welt, wenn sie vernünftig ernährt und versorgt werden können. Das ist möglich und machbar. Nicht zuletzt aufgrund von wissenschaftlichem Fortschritt in Düngemittelindustrie und Gentechnologie beispielsweise - für Marxisten ist es halt immer die Frage, in welchen Händen sich die Technologie befindet; lösen lässt sich bei sachgerechter Anwendung jedoch Vieles damit.

- Drittens kann es im Sozialismus nicht heißen: zurück in die Kleinwirtschaft, mit der Kuh und dem Ochs' hinter'm Häuschen. Sozialismus ist eben auch logisch, rational und verschwendungsminimiert geplante vergesellschaftete Großproduktion (oder, im "Slang": Entwicklung der Produktivkräfte unter der Diktatur des Proletariats...). Das gilt nicht nur für Kraftwerke oder Bauxitelektrolyse, sondern natürlich auch und gerade für die Nahrungsmittelindustrie. Abzüglich des heutigen kapitalistischen Chaos', selbstverständlich. Was dann wieder Mensch (und meinetwegen auch Tier) nutzt.

- Viertens zeigt der obige Artikel m. E. sehr plastisch, dass die in düsteren Farben aufgerollte "Klimakatastrophe" eine Chimäre ist. Mit diesem Vehikel wird zuerst der private Autoverkehr (nicht zuletzt der des Arbeiters) angegriffen, und nicht die Großindustrie, die aus Profitgründen die Umwelt vollmölmt. Ein klassisches Ablenkungsmanöver also, dem wissenschaftlich denkende Menschen mit einer gesunden Skepsis gegenüber stehen sollten: Neben realen Umweltkatastrophen (Dioxin, Schwermetalle, Chlor- und Fluorverbindungen, etc...), die vor allem durch uneffiziente Großproduktion erzeugt werden, wird mit fiktiven Problemen (wie eben CO2, das nun wirklich nix dafür kann) eine Nebelwand inszeniert.

Ich befürchte Folgendes: Die logische Fortsetzung der Argumentationskette der CO2-Verschwörungstheoretiker wird die "ökologisch notwendige" Reduktion des "CO2-Produzenten Mensch" sein. Damit wären wir dann endgültig zurück in der Eugenik, und schon um das zu bekämpfen, sollte die Sache rational angegangen werden.


• gehe zu Seite: 1234