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NEUES THEMA29.03.2020, 12:24 Uhr
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mischa

• Rosneft verläßt Venezuela Mir gefällt die Quelle nicht, aber dennoch:

"Russischer Ölriese Rosneft gibt wegen US-Sanktionen alle Geschäfte in Venezuela auf

Das russische Mineralölunternehmen Rosneft hat alle seine Geschäftsaktivitäten in Venezuela eingestellt und begonnen, seine Aktiva in dem südamerikanischen Land auszuverkaufen. Der Ölriese rechnet damit, dass die USA nun ihre Sanktionen gegen die Firma aufheben werden.

Am Samstag hat das russische Mineralölunternehmen Rosneft begonnen, seine Aktiva in Venezuela auszuverkaufen. Der Ölriese gibt somit alle seine Geschäfte in dem südamerikanischen Land auf. Rosneft hat bereits ein Verkaufsabkommen mit einer Firma geschlossen, die zu 100 Prozent der Regierung Russlands gehört. Im Austausch gegen seine Anteile an den Ölproduzenten Petromonagas, Petroperija, Boqueron, Petromiranda und Petrovictoria wird der russische Ölkonzern ein 9,6 Prozent schweres Paket seiner eigenen Aktien bekommen.

Die neuen US-Sanktionen gegen Venezuela richten sich gegen dort tätige ausländische Ölgesellschaften wie die russische Rosneft oder die spanische Repsol.

Am 18. Februar hatten die USA Sanktionen gegen die Firma Rosneft Trading S. A. und deren Vorsitzenden Didier Casimiro verhängt. Am 12. März wurden weitere Strafmaßnahmen gegen die Rosneft-Tochterfirma TNK Trading International S. A. eingeführt. Als Grund wurden Verkäufe und Lieferungen von Erdöl aus Venezuela genannt.

Das US-Finanzministerium kündigte übrigens an, dass man die Sanktionen aufheben werde, wenn der russische Konzern konkrete Schritte unternehmen und seine Geschäfte mit der Regierung von Nicolás Maduro einstellen werde. Bis dato war Rosneft einer der größten ausländischen Investoren in Venezuela, der zusammen mit dem einheimischen Staatskonzern PDVSA mehrere Projekte zur Erkundung und Förderung von Erdöl umsetzte.

Der Rosneft-Pressesprecher Michail Leontjew begründete den Verkauf sämtlicher Aktiva in dem südamerikanischen Land mit der Sorge um die Interessen der Aktienhalter. Gleichzeitig ermahnte er die US-Behörden an ihr Versprechen, die Strafmaßnahmen gegen den russischen Ölriesen aufzuheben. (RIA Nowosti/TASS)"

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NEUER BEITRAG29.03.2020, 14:17 Uhr
EDIT: FPeregrin
29.03.2020, 21:33 Uhr
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FPeregrin

NEUER BEITRAG29.03.2020, 22:10 Uhr
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FPeregrin

... und hier die Klarstellung - jW morgen. Bei rt Deutsch schienen sie auch gern mal halbinformert loszusabbeln.

Kein Bruch mit Maduro

Russland hält an Solidarität mit Venezuela im Kampf gegen Coronavirus fest. Oppositionspolitiker Guaidó gegen Aufhebung der Sanktionen

Von Santiago Baez

In Venezuela hat am Wochenende eine Nachricht des russischen Ölkonzerns Rosneft für Aufregung gesorgt, alle Beteiligungen in dem südamerikanischen Land abstoßen und sich vollständig aus Venezuela zurückziehen zu wollen. Oppositionelle werteten das als schweren Schlag für Präsident Nicolás Maduro und als Anfang vom Ende von dessen Regierung. »Die Ratten verlassen das sinkende Schiff«, hieß es auf Twitter. Es dauerte jedoch nicht lange, bis sich Russlands Botschafter in Caracas, Sergej Melik-Bagdascharow, über Twitter zu Wort meldete. »Macht euch keine Sorgen!« beruhigte er die aufgeschreckten Nutzer des Netzwerks. »Es handelt sich um eine Übertragung der Beteiligungen von Rosneft direkt an die Regierung Russlands. Wir gehen weiter zusammen vorwärts!« Die Übertragung der Aktien sei »ausdrücklich eine Botschaft der Solidarität«.

Tatsächlich will Moskau mit dieser Maßnahme offenkundig die Rosneft-Aktionäre vor den US-Sanktionen gegen Venezuela schützen. Washington hatte den Konzern im Februar auf eine »schwarze Liste« der Unternehmen gesetzt, die das »Maduro-Regime« unterstützen. Rosneft ist zwar mehrheitlich im Besitz des russischen Staates, knapp ein Fünftel der Anteile hält jedoch die britische BP, während die »QH Oil Investments LLC« aus Katar knapp 19 Prozent besitzt. Der Rest wird frei gehandelt. Wie Rosneft mitteilte, gehen die Beteiligungen in Venezuela nun an ein namentlich nicht genanntes Unternehmen, das sich zu 100 Prozent im Besitz des russischen Staates befindet.

Moskau hat sich auch in den vergangenen Tagen wiederholt auf die Seite Venezuelas gestellt und eine Aufhebung der von den USA und der Europäischen Union gegen das Land verhängten Sanktionen gefordert. Diese seien »in der jetzigen Situation einer Pandemie fast zu einer Massenvernichtungswaffe geworden«, warnte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Freitag in Moskau. Zudem verstärkt die russische Regierung ihre Unterstützung im Kampf gegen das Coronavirus, auf das nach Angaben des Statistikportals »Worldometer« mit Stand vom Sonntag in Venezuela 119 Menschen positiv getestet worden sind. Zwei Patienten starben, während 39 als geheilt entlassen werden konnten. Am vergangenen Dienstag landete ein aus Russland kommendes Flugzeug mit Hilfsgütern in Caracas, »in den nächsten Tagen« wird nach Angaben von Staatschef Maduro eine weitere Maschine erwartet. Auch China unterstützt Venezuela weiter, ebenso wie Kuba, das Ärzte und Medikamente in die Bolivarische Republik geschickt hat.

Dem Oppositionspolitiker Juan Guaidó, der sich Anfang vergangenen Jahres selbst zum »Übergangspräsidenten« Venezuelas ernannt hatte, ist solche Solidarität ein Dorn im Auge. In einem am Freitag von Spiegel online veröffentlichten Interview lehnte er eine Aussetzung der gegen Caracas verhängten Sanktionen ab. Die Krise habe »nichts mit den Sanktionen zu tun«, behauptete er weiter – und widersprach damit sogar führenden Politikern der USA, die sich der Auswirkungen der Strafmaßnahmen rühmen. In der Nacht zum Sonntag forderte er dann über Twitter die Bildung einer »Notstandsregierung« aus Vertretern aller politischer Lager – jedoch ohne Beteiligung Maduros. Der hatte dagegen schon vor Tagen angeboten, ohne Vorbedingungen mit allen Kräften Gespräche zu führen, um gemeinsam die Pandemie zu bekämpfen.


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