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NEUKonterrevolution in Venezuela?
  [5 pics,5 files] begonnen von FPeregrin am 21.01.2019  | 166 Antworten
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NEUER BEITRAG15.11.2019, 23:58 Uhr
EDIT: FPeregrin
16.11.2019, 00:01 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

Venezuela: neuer konterrevolutionärer Versuch? Und weil die konterrevolutionären Aktivitäten in Lateinamerika koordiniert werden, geht es nach #Bolivien auch in #Venezuela wieder los. Ich schließe nicht aus, daß die Offensichtlichkeit und Durchsichtigkeit die imperialistischen Strippenzieherei in den entsprechenden Ländern unserem Sinne agitatorisch-propagandistische Verwendung finden könnte. - jW morgen:

Nach Evo nun Maduro?

Venezuela: Chavistas antworten mit Großdemonstrationen auf »entscheidende« Aktion der Opposition

Von Santiago Baez

Nach dem Staatsstreich in Bolivien wächst die Anspannung in Venezuela. An diesem Wochenende dürfte erneut eine Kraftprobe zwischen dem Regierungslager und der Opposition des südamerikanischen Landes bevorstehen.

Als der Oppositionspolitiker und selbsternannte »Übergangspräsident« Juan Guaidó vor einigen Wochen für diesen Sonnabend einen »Aufstand« ankündigte, erntete er vor allem Schulterzucken und zynische Kommentare unter seinen Twitter-Nachrichten. Frühere Aufrufe zu »entscheidenden«, »riesigen« und »historischen« Aufmärschen waren regelmäßig ohne Echo geblieben, und selbst in den internationalen Medien war Guaidó in den vergangenen Wochen kaum noch präsent. Nach dem Putsch in Bolivien spürt die Opposition jedoch Rückenwind und hofft, auch in Venezuela doch noch die Macht ergreifen zu können. »An diesem Sonnabend, 16. November, werden wir uns in ganz Venezuela gemeinsam erheben«, bekräftigte Guaidó am Donnerstag via Twitter.

Schon am Mittwoch besetzten venezolanische Regierungsgegner vorübergehend die Botschaft Venezuelas in Brasília. Die Provokation scheiterte jedoch, auch weil sich spontan Hunderte brasilianische Aktivisten vor der diplomatischen Vertretung versammelten. Schließlich gaben die Besetzer auf. »Sie sind durch die Hintertür abgehauen«, konnte Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza am Donnerstag morgen mitteilen. »Unser Territorium steht wieder vollständig unter unserer Kontrolle.«
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Venezuelas Regierung und die sie unterstützenden Kräfte nehmen die Drohungen der Opposition ernst. Für Sonnabend sind in Caracas gleich drei »antifaschistische und antiimperialistische« Großdemonstrationen angekündigt, die ausdrücklich ein »Zeichen der Stärke, Organisation und Kampfbereitschaft« darstellen sollen. Die Chavistas wollen sich auf der Avenida Libertador und in Catia versammeln, zudem soll in El Paraíso eine Motorradkarawane starten. Gemeinsames Ziel aller Marschsäulen ist der Präsidentenpalast Miraflores. Offenbar soll auf diese Weise den Regierungsgegnern der Weg in das Stadtzentrum versperrt werden. Der Präsident der Verfassunggebenden Versammlung, Diosdado Cabello, rief am Mittwoch alle sozialen Kräfte auf, ihre Differenzen zurückzustellen. Es gehe darum, die Heimat zu verteidigen.

Schon am Dienstag hatte Staatschef Nicolás Maduro verstärkte Milizpatrouillen in den Straßen der großen Städte angekündigt. Diese Kontrollen würden parallel zu der Anfang November von den Sicherheitskräften eröffneten Operation »Sichere Weihnachten« stattfinden, so der Präsident. An die Nationale Bolivarische Miliz würden aktuell »auf sicheren Wegen« mehr als 300.000 Gewehre ausgeteilt. Er sei froh, dass diese aus Freiwilligen gebildeten Einheiten mit inzwischen mehr als drei Millionen Mitgliedern die Aufgabe der Verteidigung des Landes gegen die Lakaien des US-Imperialismus übernehmen, so Maduro.

Am Donnerstag teilte das Oberkommando der Streitkräfte in Caracas mit, dass am Vortag erneut ein Spionageflugzeug aus den USA illegal in den Luftraum Venezuelas eingedrungen sei und den Sicherheitsbereich um den internationalen Flughafen Maiquetía bei Caracas verletzt habe. Schon im Oktober hatte der Chef des Oberkommandos, Remigio Ceballos, von mehr als 70 Luftraumverletzungen durch US-Maschinen gesprochen. Er warnte, dass dieses Verhalten zu Flugzeugunglücken führen könne.


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NEUER BEITRAG18.11.2019, 15:07 Uhr
Nutzer / in
arktika

Da ist zum Glück erstmal nix draus geworden!!!

Guaidos Versuch, in Venezuela eine Art Bolivien 2.0 zu schaffen, ist am Wochenende gescheitert, wie Marta Andujo heute auf amerika21 berichtet:

Rechte Opposition in Venezuela profitiert nicht von Entwicklung in Bolivien

Caracas. Die am Samstag durchgeführte Mobilisierung der Gefolgschaft des venezolanischen Oppositionspolitikers und selbsternannten Interimspräsidenten, Juan Guaidó, wird in den Medien und sozialen Netzwerken des Landes einhellig als Fehlschlag bezeichnet. Guaidó hatte seit Tagen zu Märschen in ganz Venezuela aufgerufen, um die Absetztung des amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro zu erreichen. "Die Straße" werde die Agenda "ohne Umkehr" bis zum Ziel bestimmen.

Der Oppositionsführer sah sich durch den Putsch in Bolivien, der Präsident Evo Morales außer Landes trieb, gestärkt. Über ein live übertragenes Skype-Telefonat hatten Guaidó und die in Bolivien in die Regierungsgebäude eingezogene Jeanine Añez sich gegenseitig ihre legitime Rolle einer Interimspräsidentschaft bestätigt. Die Demonstrationen in Altamira, einem wohlhabenden Viertel der Hauptstadt, zeigten jedoch Beoachtern zufolge "einen deutlichen Rückgang der Popularität und eine hohe Müdigkeit bei den Anhängern" des Guaidó-Lagers.

Zum gleichen Tag hatten auch die Regierung und die chavistische Basis zu mehreren Kundgebungen aufgerufen. In einer telefonischen Zuschaltung hob Präsident Maduro "das Bewusstsein und den Organisationsgrad des venezolanischen Volkes" hervor, das an diesem Samstag "zur Verteidigung der Souveränität und in Ablehnung des Staatsstreichs in Bolivien" auf die Straße gegangen sei. In Venezuela werde es keinen Putsch geben, vielmehr werde "der Frieden siegen", erklärte der sozialistische Staatschef. Er fügte weiter hinzu, dass die Ernennung einer neuen Zusammensetzung der Wahlbehörde und die Parlamentswahlen für 2020 vorbereitet würden. "Machen wir uns bereit, die Nationalversammlung an den Urnen zurückzugewinnen", rief Maduro seine Anhängerschaft auf.

Das Venezuelas Parlament ist seit den Wahlen 2015 zur Hochburg der Opposition geworden, die anstrebt, die gesellschaftspolitische Entwicklung des Landes seit der ersten Amtszeit des früheren, 2013 verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez wieder umzukehren. Infolge mehrerer höchstrichterlichen Entscheidungen und der Einsetzung einer verfassungsgebenden Versammlung, in der die Opposition nach ihrem Wahlboykott nicht vertreten ist, kann das Parlament jedoch gegenwärtig als entmachtet gelten.

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