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unofficial world wide web avantgarde
26.09.2018, 15:31 Uhr
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FPeregrin

• Große Bombardements und Zustand der Ionosphäre U.d.T. Weltkriegsexplosionen reichten hunderte Kilometer ins All. Historische Messungen zeigen: Stoßwellen großer Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg hatten Auswirkungen bis in die Ionosphäre. bringt Spektrum heute folgendes:

"Die Stoßwellen alliierter Bombenangriffe auf Deutschland hatten messbare Auswirkungen auf die Ionosphäre – jene Schicht geladener Teilchen, die bis in mehr als 500 Kilometer Höhe reicht. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Forscher von der University of Reading in Großbritannien anhand der Auswertung von Messdaten aus den Jahren 1943 bis 1945. Wie der Meteorologe Christopher J. Scott und der Historiker Patrick Major in den »Annales Geophysicae« berichten, sank die Elektronenkonzentration über Großbritannien merklich, wenn in den drei bis sieben Stunden davor ein Angriff mit mindestens zwischen 100 und 800 Tonnen Sprengstoff stattfand. Ursache des Effekts ist nach Ansicht der Forscher, dass die Stoßwellen die Thermosphäre aufheizten; das führt dazu, dass Reaktionen mit bestimmten Ladungsträgern schneller ablaufen. / Die Ionosphäre beeinflusst die Ausbreitung von Radiosignalen rund um die Welt; deswegen war ihr Zustand schon Mitte des 20. Jahrhunderts für praktische Anwendungen interessant. Scott und Major werteten Messungen der Messtation in Slough nahe London aus, die seit 1931 regelmäßig den Zustand der geladenen Atmosphärenschicht vermaß. Die Messungen der der F2-Schicht der Ionosphäre zeigen einen Effekt, der mit höherer Sprengkraft der Angriffe tendenziell stärker wird. Die stärkste gemessene Abweichung erschien nach insgesamt 20 Bombenangriffen innerhalb von fünf Stunden; die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein zufälliges Zusammentreffen handelt, betrug etwa ein Zehntelprozent. Die Untersuchungen sollen Aufschluss darüber geben, in welchen Ausmaß Störungen vom Erdboden oder aus der unteren Erdatmosphäre – zum Beispiel Gewitter – den Zustand der Ionosphäre beeinflussen. Das Weltraumwetter bestimmt den allgemeinen Zustand der geladenen Schicht, kann aber viele ihrer Schwankungen nicht erklären."

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Der auch erst heute publizierte wissenschaftliche Quell-Artikel liegt hier:
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Was ich mich frage: Ist die Beschäftigung mit historischen Groß-Bombardements und ihren Auswirkungen auf die Ionosphäre nun eine rein wissenschaftsintern zustandegekommene "normale" Schrulle, oder steckt als Movens dahinter parktische Kriegsplanung? In den Zeiten von Kamerad Nerd dürfte ja die Bedeutung der ionosphäre für die Kriegsführung kaum abgenommen haben!
18.12.2018, 14:40 Uhr
EDIT: FPeregrin
18.12.2018, 14:46 Uhr
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FPeregrin

Da hier jetzt mal mit leichter Hand auf die bösen anderen gezeigt wird - konkret: Rußland und China -, kann das militärische Movens an dem o.g. Interesse auch an historischen der Veränderbarkeit der Ionosphäre getrost als nachgewiesen gelten - von wegen "normale Schrulle"! Ich habe mich also nicht getäuscht. TP schreibt heute u.d.T. Russland und China haben die Ionosphäre mit Radiowellen erhitzt, was die bösen anderen gerade so machen:

"Das amerikanische HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) in Alaska hat immer wieder Misstrauen erregt. Mit der einst militärischen, jetzt zivilen Kurzwellenanlage mit 180 Sendern und einer Leistung von 5,1 Gigawatt wird erkundet, wie mit Radiowellen die Ionosphäre, d.h. die Elektronen und Ionen, ab 60 km über der Erdoberfläche untersucht und beeinflusst werden kann. Verdächtigt wurde, dass mit HAARP, das seit 2014 von der University of Alaska betrieben wird, das Wetter oder gar die Gehirne der Menschen manipuliert werden können. Darüber gibt es zahlreiche Verschwörungstheorien. Militärisch interessant ist die Ionosphäre, weil dort Funkwellen reflektiert werden. / Ähnliche Anlagen gibt es auch in Russland und in China. Jetzt berichtet SCMP, dass die beiden Länder einen Teil Atmosphäre verändert hätten, um eine Technik für eine mögliche militärische Anwendung zu testen. / Es seien in diesem Jahr 5 Experimente durchgeführt worden. Beispielsweise sei bei einem eine Störung in der Höhe von 500 km über der russischen Stadt Vasilsursk auf einem Gebiet von 126.000 Quadratkilometern ausgelöst worden. Dabei seien negativ geladene subatomare Teilchen zehnmal stärker als in der Umgebung angeregt worden. In einem anderen Experiment der 1981 in Betrieb gegangenen russischen Anlage Sura wurde durch das Hochjagen von Elektronen mit bis zu 260 MW über die Mikrowellenantennen angeblich das ionisierte Gas in großer Höhe um 100 Grad Celsius erhitzt. / Gemessen wurde dies in einer russisch-chinesischen Kooperation vom elektromagnetischen Beobachtungssatelliten Zhangheng-1 (CSES), der erst im Februar in eine Umlaufbahn gebracht worden ist und der Signale entdecken kann, die auf ein entstehendes Erdbeben hinweisen. Die Ergebnisse seien "zufriedenstellend" gewesen, heißt es in einem Artikel, der in dem chinesischen Journal Earth and Planetary Physics erschienen ist. Die Feststellung von "Plasmastörungen" am 12. Juni mit einer Reichweite von 20 km in der Nacht sei ein Beleg für den Erfolg künftiger Experimente, weil dies nur von einer schwachen Leistung bewirkt werden konnte. Mit Tagesanbruch verschwand aber die menschengemachte Pertubation schnell und wurde überlagert von den Auswirkungen des Sonnenlichts auf die Ionosphäre. / China will nun, wie SCMP im Juni berichtete eine stärkere Anlage als HAARP in Sanya, Hainan, bauen, um die Ionosphäre über den Südchinesischen Meer zu beeinflussen. Anders als HAARP liegt sie in einem dichtbesiedelten Gebiet, über das viele Fluglinien gehen. Wird die Anlage aktiviert, ist für die Elektronik in Flugzeugen mit Störungen zu rechnen. Zu vermuten ist, dass die Anlage militärischen Zwecken dienen wird, um entweder die Signale etwa von amerikanischen Satelliten zu stören oder U-Boote auch aus größerer Entfernung im Südchinesischen Meer zu entdecken bzw. deren Kommunikation über ELF-Funkwellen (Extremely Low Frequency) zu stören. Mit einem ELF-Radar, der mit der Anlage betrieben würde und die Ionosphäre nutzt, ließen sich eventuell auch Bodenschätze, Strukturen unter der Erdoberfläche oder Pipelines entdecken. / Newsweek bringt die russisch-chinesischen Experimente mit dem von Donald Trump angeordneten Aufbau einer Weltraumstreitkraft in Zusammenhang. In Australien stößt dies auf Bedenken, weil vermutet wird, dass Russen und Chinesen mit der Manipulation der Ionosphäre Signale der Gegner stören und die eigenen verbessern könnten, auch wenn dies erst einmal nur eine Vermutung ist. Australien selbst betreibt das Überhorizont-Radarsystem Jindalee/JORN, das die Interaktion der Signale mit der Ionosphäre nutzt, um Bewegungen auf den Meeren und in der Luft bis zu einer Entfernung von 4000 km zu beobachten."

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