DE
       
 
0
unofficial world wide web avantgarde
29.07.2018, 12:12 Uhr
Nutzer / in
KMemberT

• Aktion in Leipzig gegen Massensterben im Mittelmeer Spiegel online berichtet von der Aktion, die nach wenigen Minuten von der Polizei beendet wurde:
"Mit einem riesigen Plakat am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig haben Gegner einer Abschottung Europas am Samstag auf die humanitäre Katastrophe im Mittelmeer aufmerksam gemacht. Sie ließen am Denkmal ein etwa 10 Mal 20 Meter großes Tuch mit der Aufschrift "Wie viele Leichen passen ins Mittelmeer? Seenotrettung erlauben!" herunter. Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig hatten mehrere junge Leute zunächst ganz normal Tickets für eine Besichtigung des Denkmals gelöst. Dann ließen sie von der ersten Ebene des Bauwerks das Plakat herunter. Es war nur ein paar Minuten zu sehen. Den jungen Leuten gelang es, noch vor Eintreffen der Polizei zu flüchten."
Link ...jetzt anmelden!
JPG-Datei • Bild öffnen ...ohne Wasserzeichen: anmelden! image-1321313-860_galleryfree-snlq-1321313.jpg
01.08.2018, 22:33 Uhr
Nutzer / in
KMemberT

Erklärung von SOS MEDITERRANEE zur Abfahrt der Aquarius Das Rettungsschiff Aquarius sticht wieder in See und wir, die Unterzeichnenden, unterstützen ihren Einsatz.
Seitdem die Schiffe der zivilen Seenotrettung gehindert werden, vor der libyschen Küste humanitäre Hilfe zu leisten und Leben zu retten, sind im Mittelmeer mindestens 717 Menschen ertrunken.

Die Aquarius, das von der zivilen, europäischen Seenotrettungsorganisation SOS MEDITERRANEE gecharterte und gemeinsam mit Ärzte ohne Grenzen betriebene Rettungsschiff, begibt sich Anfang August erneut auf See, weil Menschen weiterhin auf der Flucht über das Mittelmeer sterben.

Sie begibt sich erneut auf See, weil das Retten von Menschenleben ihre Aufgabe ist, wie auch die Pflicht aller Schiffe und ihrer Besatzungen im Mittelmeer. Aktuell sind die dortigen Kapazitäten zur Seenotrettung jedoch so unzureichend wie noch nie.
Die Aquarius kehrt in die internationalen Gewässer vor Libyen zurück, um effiziente, professionelle, humanitäre Hilfe zu leisten. Damit handelt sie im Einklang mit internationalem Recht.

Einige behaupten, dass die Menschen aus Libyen auf dem Seeweg fliehen, weil Schiffe wie die Aquarius vor Ort sind. Studien belegen, dass dieser mutmaßliche Zusammenhang einer empirischen Überprüfung nicht standhält. Der Einsatz der Aquarius folgt einer einzigen Verpflichtung, die ihren Ursprung im internationalen Seerecht hat: die schnellstmögliche Rettung von Menschen, die sich in internationalen Gewässern in Lebensgefahr befinden. Ihr einziges Ziel ist es, Frauen, Männer und Kinder vor dem Tod auf See zu bewahren und sie so schnell wie möglich an einen Ort zu geleiten, an dem ihr Leben nicht mehr in Gefahr und die Erfüllung der menschlichen Grundbedürfnisse gesichert ist, wie es das internationale Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See verlangt.

Die Aquarius und ihre Besatzung handeln dabei stets in Abstimmung und in Kooperation mit den zuständigen Seebehörden. Sie verpflichten sich, alle Anweisungen zur Rettung von Menschenleben zu befolgen, die in Übereinstimmung mit den internationalen Seerechtsübereinkommen stehen.

Unter allen Umständen wird sie sich zuallererst auf ihre Pflicht berufen, Menschenleben zu retten.

Sollte die Aquarius von einem in Seenot geratenen Boot Kenntnis haben und die zuständige Seefahrtsbehörde ihr Anweisungen erteilen, sich dem Boot nicht zu nähern und nicht zu helfen – wie bereits in den vergangenen Monaten geschehen – wird sie diese Anweisungen zum Unterlassen der Hilfeleistung nicht befolgen. Es sei denn, eine Rettung der Menschen in Seenot und ihr Geleit in einen sicheren Hafen durch Dritte ist gesichert.

Sollte die Aquarius angewiesen werden zu warten, während sich Menschen in akuter Seenot befinden und die Aquarius die Möglichkeit hat, die Menschen vor dem Ertrinken zu retten, wird sie nicht zögern, dies zu tun.
Die Aquarius wird keiner Anweisung Folge leisten, die dazu führt, dass gerettete Personen zurück nach Libyen gebracht oder an ein Schiff übergeben werden, das sie dorthin zurückbringt. Libyen ist kein sicherer Ort. Die Menschen, die von dort fliehen, bezeichnen ihn als Hölle.

Die Aquarius sticht wieder in See…

Die Aquarius ist ein Symbol maritimer Solidarität. Sie wird getragen von und ist Ausdruck des Wil-lens der Menschen in Europa, die der festen Überzeugung sind, dass die Rettung von Menschen aus Lebensgefahr unter allen Umständen Vorrang vor allen anderen Erwägungen hat. Ob an Land oder auf See.

Diese grundlegende Verpflichtung zur Hilfeleistung wird im zentralen Mittelmeerraum derzeit in Frage gestellt. Die Aquarius wird dennoch ihre Fahrt antreten und verpflichtet sich dabei, größt-mögliche Transparenz herzustellen: jede Beobachtung zu dokumentieren und jeden Verstoß gegen das internationale Seerecht öffentlich zu machen.

Wir alle sind an Bord der Aquarius.
#onboardAquarius


Link ...jetzt anmelden!
• Hier gibt's was extra: mehr Debatten aus den www.secarts.org-Foren
Hashtags im Forum
14
Auch meinerseits vielen Dank für diese Innovation. Ich habe so schon Themen gefunden auf die ich sonst wohl niemals gekommen ...mehr Hezekiel 23.02.2019
tolpatchow 28.01.2019
AG Foren-Tscheka 27.01.2019
Zur aktuellen China-Hetze
2
... auch am selben Tag TP mit Schwerpunkt auf der meisterhaften Navigation: FPeregrin 06.01.2019
FPeregrin 04.01.2019
Bundeswehr in Kabul von Bevölkerung attackiert
NEU
Spiegel Online ist ratlos: Wenn die Bundeswehr Bilder aus Afghanistan verbreitet, zeigt die Truppe gern winkende Kinder. ...mehr tolpatchow 05.04.2019
Seehofer will Verschärfung des Abschieberegimes
1
Das ganze zeigt sehr "schön", wie wenig sinnvoll es ist, sich bei der Betrachtung Rechtsentwicklung auf die exponierten Einze...mehr FPeregrin 15.02.2019
Industrie verzeichnet drastischen Rückgang der Ne..
1
Morgige Junge Welt: Die Party ist vorbei. Deutsche Wirtschaft feiert sich selbst. Forschungsinstitute warnen vor Ende d...mehr MARFA NEU 04.04.2019
Buchenwald Außenlager: Bratwurstmuseum?
Ich bin ja auch für manchmal durchaus "schlechten Geschmack" und Bemerkungen, die nicht alle mögen, bekannt, aber die Idee, a...mehr arktika 31.01.2019