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Allianz zur Rettung des Vaterlandes Linke/S..
  [1 pic,1 file] begonnen von Rainer am 09.07.2016  | 61 Antworten
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NEUES THEMA09.07.2016, 11:59 Uhr
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Rainer

• Allianz zur Rettung des Vaterlandes Linke/SPD Da schielen wohl ein paar Leute aufeinander.Sahra und Oskar i Richtung Gabriel und Steinmeier.? Und allesamt vielleicht auf Trump ? Es kommt mächtig Bewegung in die Blöcke. Der sich abzeichnende chauvinistische Pakt zur Rettung deutscher Hegemonie wird wohl rot und rosa angetüncht werden,wenn er nicht die Farben der AfD tragen wird...

Oskar Lafontaine: Hillary Clinton (ist) die vermutlich nächste Terroristin im Weißen Haus

Es geht auch anti imperialistisch

Nach deutschem Recht ist diejenige eine Terroristin, die rechtswidrig Gewalt anwendet, um politische Ziele durchzusetzen. Das trifft auf Hillary Clinton, die auch „Killary“ genannt wird, in vollem Umfang zu.

Bekannt ist, dass sie den Libyen-Krieg mit zu verantworten hat. Jetzt belegt ein Dokument des US-Außenministeriums aus dem Jahr 2012, dass sie den Bürgerkrieg in Syrien gewollt hat: „Der beste Weg, dem syrischen Volk zu helfen, (ist) das Regime von Bashar Assad zu stürzen… Kurz gesagt, das Weiße Haus kann die Spannungen zwischen Israel und Iran lösen, wenn es das Richtige in Syrien tut.. Wenn sein Leben bedroht ist und das seiner Familie, nur diese Drohung oder die Anwendung von Gewalt wird den syrischen Diktator Bashar Assad dazu bringen, seine Meinung zu ändern.“ Ein Eingreifen in Syrien sei zwar schwieriger sei als in Libyen, aber „ein Erfolg würde ein gestalterisches Ereignis für den Mittleren Osten bedeuten.“

Um ihre imperialen Ziele durchzusetzen führen die USA rücksichtslos Krieg und morden weiter. Und Europa soll die Kriegs-Flüchtlinge aufnehmen. Wann verweigert Europa endlich dem zerstörerischen US-Imperialismus die Gefolgschaft und wahrt seine eigenen Interessen?

NEUER BEITRAG10.07.2016, 16:12 Uhr
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toltschock

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? Mit deiner steilen These "Da schielen wohl ein paar Leute aufeinander.Sahra und Oskar i Richtung Gabriel und Steinmeier.?" lagst du wohl nicht so falsch... FAZ.NET von heute:

Linksbündnis
SPD und Linkspartei loten Machtperspektive aus
Thüringens linker Ministerpräsident Ramelow plädiert für Pragmatismus im Verhältnis zischen Linken, SPD und Grünen. Die Fraktionsvorsitzende Wagenknecht betont eher das Trennende und SPD-Fraktionschef Oppermann will Merkel ablösen.
10.07.2016
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NEUER BEITRAG18.08.2016, 16:35 Uhr
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Henning

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? einen Unterschied zwischen der SPD und der Linkspartei sehe ich kaum noch. Auch die Linkspartei ist "pragmatisch" geworden. Man denke nur an die Korrektur der Linkspartei Thüringens hinsichtlich des "Unrechtsstaates" DDR oder den fleißigen sozialen Abbau in Berlin in Zeiten, da die Linkspartei als Bündnispartner der SPD dort mitregierte. Landeseigenes Gut wurde verscherbelt, so dass auch der soziale Wohnungsbau ins Rutschen kam. Bis heute ist dieser Defizit geblieben. Die Linkspartei ist inzwischen salonfähig für das Kapital geworden.
NEUER BEITRAG18.08.2016, 21:26 Uhr
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Rainer

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? @ Henning :

Volle Übereinstimmung. Vielleicht ist noch hinzuzufügen daß die Linkspartei vielfach längst in Regierungsverantwortung eingebunden ist bzw ihr gar vorsteht (Thüringen) und dort Bsp. harte Abschiebepolitik fährt.

In Berlin läuft es vielleicht wieder auf rot rot (grün) hinaus,viele Konstellationen gibt es ja gar nicht mehr...
NEUER BEITRAG20.08.2016, 15:54 Uhr
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smersch

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? Wer keine Unterscheide sehen will, wird auch keine finden.

Das in einen DKP-lastigen Forum deren Anhänger_innen die PdL für gar nicht mal so progressiv, links, sozialistisch oder marxistisch halten ist wohl weniger das überrasche, wei offene, Ergebnis einer jeweils konkreten Analyse, sondern kann eher als Axiom verbucht werden. Wird ja seine Gründe haben, warum man in der DKP ist.

Dass die Haltung zur der PdL als solches zur DDR im Jahr 2015/2016 aber überhaupt noch die Rede wert ist und dies u.a. als Beweis für ihre "Verkommenheit" genommen wird, zeigt doch schon mehr als deutlich wie dümlich Aussagen a la PdL = SPD sind.

Oder würde hier jemand ernsthaft thematisieren und aktuelle Schlüsse daraus ziehen wollen, wenn ein SPD-Ministerpräsident die DDR nicht als größte Errungenschaft der Arbeiterklasse bezeichnet?

Dieser Komplex ist also keine Diskussion sondern ein gegenseitiges Schulterklopen die richtige Wahl gemacht zu haben.

Was mich mehr interessieren würde:

Wie stellt man sich eigentlich eine DKP-Regierungsbeteilliung vor? Und was verhindert dann deren "Pragmatismus", wenn sie mal die Masse erreicht hat, die so eine Szenario realsierbar zu machen?

Und seit wann sind Leninisten politische polit-praktische Formalisten?

Wie verhält es sich eigentlich mit denen, die der KPCh die Stange halten, aber die PdL wegen PrivatisierungsNICHTverhinderungen beerdigen wollen?

Die Kritik muss hier eindeutig geschäft werden und darf nicht immer nur von der Antwort DKP wählen und größer machen hergedacht werden.
NEUER BEITRAG20.08.2016, 18:01 Uhr
EDIT: FPeregrin
20.08.2016, 22:54 Uhr
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FPeregrin

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? @smersch: "Die Kritik muss hier eindeutig geschäft werden und darf nicht immer nur von der Antwort DKP wählen und größer machen hergedacht werden."

Danke, daß es wer mal so 'rum wieder neu auf den Pott setzt! - Ich (z.B.!) bin doch als Kommunist - in einer konkreten (!) historischen & lokalen Situation - nicht aus Dämlichkeit oder Phlegma "noch" in der PdL! Die PdL ist mithin eben nicht auf Berliner oder Thüringer - oder auch niedersächsische! - Landesvorstände reduzierbar. Dies wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit - allerdings z.Z. vom Ergebnis her nicht prognostizierbar - im Laufe des nächsten Jahres vermutlich sehr plastisch zeigen. Es kann umständeweise wirklich Kinderei oder Faulheit sein, einfach von der PdL in die DKP überzutreten, nur um seine Ruhe zu haben. Merke: Der ruhebedürftige Kommunist von heute ist der Revisionist von morgen!
NEUER BEITRAG20.08.2016, 20:26 Uhr
EDIT: retmarut
20.08.2016, 20:30 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? @smersch:
"in einen DKP-lastigen Forum"

Seit wann ist Secarts.org denn ein "DKP-lastiges Forum"? Du suggerierst damit, dass die Mehrheit oder zumindest ein sehr großer Teil der Nutzer in der DKP organisiert sei. Ich bezweifle ernsthaft, dass dem so ist. Ich kenne jedenfalls eine Menge Genossen hier im Forum, die nicht in der DKP sind. Ich schätze sogar, dass von meinen vielen Secarts-Freunden die wenigsten in der DKP organisiert sind. (Warum sie nicht oder anders organisiert sind, hat seine jeweiligen Gründe.)

Gerade diese organisationsübergreifende, solidarische Diskussionskultur auf unserer Plattform Secarts.org finde ich eine tolle Sache. Hier geht es eben nicht zuvorderst um die eigene Partei, den eigenen Zirkel, den eigenen Verband, sondern um gemeinsamen argumentativen Austausch. Ich habe daraus jedenfalls die Jahre über eine Menge dazugelernt und bestimmte Sichtweisen gehört, die mir vorher fremd waren.

Aber noch mal zum Thema:

Ich setze PDL und SPD auch nicht gleich. Beide Parteien haben einen sozialreformistischen, sozialdemokratischen Kurs, wobei die PDL hier deutlich die progressiveren, bisweilen durchaus auch sozialistische Positionen vertritt. Und solange sie das noch macht, ist sie ein enger Bündnispartner in vielen zentralen Fragen.

Zudem darf, das hatte FPeregrin ja bereits angedeutet, nicht vergessen werden, dass die PDL die Funktion linkes Sammelbeckens einnimmt, wo sich neben klassischen Sozialdemokraten und Sozialreformern auch Kommunisten, Radikaldemokraten, Linkssozialisten, Trotzkisten jeglicher Schattierungen, Bewegungslinke und manch schräge Typen finden. Das ist in der SPD (mittlerweile) nicht mehr der Fall. Dort kann man sich schon freuen, wenn man neben all dem Glattgeleckten mal einen linken Sozialdemokraten oder gar Marxisten trifft (davon gibt es in der SPD nicht mehr viele, aber ganz ausgestorben ist das Tierchen trotzdem noch nicht).

Letztlich muss man auch sehen, dass "wir" auf die PDL in gewisser Weise durchaus Einfluss nehmen können, auf die SPD aber gar nicht. Das hat eben auch damit zu tun, dass man mit den PDL-Genossen vor Ort wesentlich mehr Kontakt hat als mit den SPD-Genossen vor Ort. Letztere treffe ich nur bei größeren, v.a. antifaschistischen Demos oder manchmal noch bei Gewerkschaftsveranstaltungen; selbst den 1. Mai boykottieren die hier vor Ort kollektiv.
All das darf man also auch nicht vergessen. So wird manche zerplatzte Hoffnung in die PDL zu einer Kritik, die in der Tat manchmal lauter ist als die Kritik an der SPD oder gar den bürgerlichen Parteien.
NEUER BEITRAG21.08.2016, 17:34 Uhr
Nutzer / in
MARFA

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? Also, als "DKP-lastig" hab ich dieses Forum nie empfunden, auch wenn das jetzt nicht zum Thema gehört. Denn erstens gibt es m. E. gar keine einheitlich vertretene Linie in der DKP zu allen möglichen elementaren Fragen, da kocht jeder sein Süppchen. Und zweitens wird hier auch zur DKP kontrovers diskutiert, immer wieder auch mit deutlicher Ablehnung gegenüber der Partei als ganzer. Dass das nicht in ekelhaftes bashing kippt buche ich dem Forum sehr hoch an, weil es derzeit einmalig ist.

Als derzeit unorganisierter Kommunist stelle ich fest, dass sich mit Mitgliedern der DKP und Nichtmitgliedern solidarisch und kontrovers diskutieren lässt. Das macht mir auch die Partei sympathischer. Als Werbeversuch hab ich das aber nie empfunden
NEUER BEITRAG21.08.2016, 17:49 Uhr
EDIT: Henning
21.08.2016, 20:09 Uhr
Nutzer / in
Henning

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? @retmarut
den Optimismus kann ich leider nicht teilen.

Das Argument zählt nicht, im Gegenteil, auch in der SPD versammelten sich um die Jahrhundertwende zahlreiche Gruppen, die linkswendlerisch, aber auch revisitonistisch und rechtswendlerisch waren. Am Ende half das, den Zersetzungsprozess in der Organisation zu beschleunigen. Höhepunkt war ja wohl dann die Zustimmung der Kriegskredite für die kaiserliche Regierung. Hier endlich vollzog sich der Bruch durch Liebknechts und Rosa Luxemburgs mutige Tat.
Genauso einen Zersetzungsprozess beobachtet man bei den Linken. Im Anfang zwar begriffen, aber beschleunigend. Am Ende wird sicher eine Spaltung stehen. Traurig, dass man noch nicht den Weg zur KPD gefunden hat, die ja seit Januar 1990 wieder tätig ist. Meiner Meinung nach verkörpert diese Partei nach wie vor die einzig richtige Linie im Kampf für die Interessen der Arbeiterklasse. Das kommt nicht nur im Programm zum Ausdruck, sondern auch im aktiven Handeln. Bei der Linkspartei endet es meist nur in Wortgefechten, aber Handlungen bleiben aus. Zumindest sind sie nicht offen ersichtlich, was notwendig wäre, um eine Basis bei den Volksmassen zu schaffen. Es bröckelt, das kann auch das Argument des „Sammelsuriums“ nicht aus der Welt schaffen. Schon im Programm der Partei Die Linke sind die Quellen eines Zersetzungsprozesses enthalten. Richtig wird festgestellt, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse geändert werden müssen, aber das „Wie“ fehlt darin. Daher ist das Programm schwammig, wie es einst auch das der SPD war.

„An einer Regierung, die Kriege führt
und Kampfeinsätze der Bundeswehr
im Ausland zulässt, die Aufrüstung und
Militarisierung vorantreibt, die Privati-
sierungen der Daseinsvorsorge oder
Sozialabbau betreibt, deren Politik die
Aufgabenerfüllung des Öffentlichen
Dienstes verschlechtert, werden wir
uns nicht beteiligen.“
So im Programm ausgewiesen, wie sieht aber die Realität aus? Durchaus wird die Regierungsbeteiligung angestrebt, bevor Strukturen verändert werden, die eine Kriegsbeteiligung ermöglichen.

„Was kann sie als Opposition und was als Partei in Regierungsverantwortung durchsetzen? Ohne Analyse der konkreten Kräfteverhältnisse und differenzierten Gestaltungspotentiale auf den unterschiedlichen Ebenen und Politikfeldern wird diese Frage nicht beantwortet werden können.“ – so formuliert in einer von Michael Brie, Cornelia Hildebrandt veröffentlichten Einschätzung bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom August 2006.

Doch man kann sie beantworten; solange die Herrschaftsstrukturen nicht geändert sind, kann sie gar nichts durchsetzen und wird im Redegefecht verharren. Die herrschende Klasse wird sich nie das Zepter aus der Hand „reden lassen“, es muss ihr aus der Hand herausgerissen werden. Und dazu sind eben Massenbewegungen erforderlich (Frankreichs Streikbewegungen z.B.) und keine Streicheleinheiten.
Wie man sieht, man hat wenig aus der Geschichte gelernt.
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NEUER BEITRAG21.08.2016, 19:08 Uhr
EDIT: Henning
21.08.2016, 20:03 Uhr
Nutzer / in
Henning

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? Weil es zur Diskussion hier passt:

Aus dem Aufruf der KPD zu den Wahlen zum
Berliner Abgeordnetenhaus
und den
Bezirksverordnentenversammlungen
am 18. September 2016

"Da die Partei Die Linke in Berlin nicht mehr als oppositionelle, als
Protestpartei für die Interessen der Lohnabhängigen wahrgenommen
wird und in der Vergangenheit als regierende Koalitionspartei mit der
SPD in der Koalitionsvereinbarung die Loyalität zum Kriegsbündnis
NATO bekundete, sowie für umfangreiche Privatisierungen
kommunalen Eigentums (z. B. ca. 200 000 Wohnungen in
Berlin) mitverantwortlich zeichnete, ist von ihr kein Eintreten für
grundsätzliche gesellschaftliche Veränderungen und keine Lösung
anstehender Probleme im Interesse der Mehrheit des Volkes zu
erwarten....".
Nachzulesen unter
berlin.k-p-d.org/htdoc/lo-info/2016/dok/Berliner%20Abgeordne-
tenhauswahlen.pdf
NEUER BEITRAG22.08.2016, 00:45 Uhr
EDIT: FPeregrin
22.08.2016, 12:28 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? @Henning: "[...] auch in der SPD versammelten sich um die Jahrhundertwende zahlreiche Gruppen, die linkswendlerisch, aber auch revisitonistisch und rechtswendlerisch waren. Am Ende half das, den Zersetzungsprozess in der Organisation zu beschleunigen. Höhepunkt war ja wohl dann die Zustimmung der Kriegskredite für die kaiserliche Regierung. Hier endlich vollzog sich der Bruch durch Liebknechts und Rosa Luxemburgs mutige Tat. / Genauso einen Zersetzungsprozess beobachtet man bei den Linken. Im Anfang zwar begriffen, aber beschleunigend. Am Ende wird sicher eine Spaltung stehen."

Diese Parallelität wird wohl niemand hier ernstlich bestreiten wollen. Aber die (historisch-lokal) konkrete Situation wird sich nicht praktisch einwirkend so behandeln lassen, als sei ihr Umschlagen in die nächste bereits erreicht. Es ist z.B. etwa sicher richtig, daß die PdL in Berlin für Kommunisten organisatorisch kein Anker sein kann. ... was ist aber z.B. in der oldenburger Wesermarsch? Die jetzt wirklich entscheidende Frage bezüglich meiner ruhmreichen Partei (PdL) ist, zu welchen konkreten (! - d.h. historisch-lokalen) Bedingungen wir die Spaltung werden durchführen dürfen/können/müssen. Anzustreben sind Bedingungen, die die Schaffung einer einheitlichen KP (in it*s own sence) objektiv maximal begünstigen.

Weiter: "Traurig, dass man noch nicht den Weg zur KPD gefunden hat, die ja seit Januar 1990 wieder tätig ist. Meiner Meinung nach verkörpert diese Partei nach wie vor die einzig richtige Linie im Kampf für die Interessen der Arbeiterklasse."

Hier kann ich jetzt ebenfalls nahtlos weitermachen. Genau die immer lokal-historisch konkreten Bedingungen lassen eben dies nicht zu: Die "katholische" Lösung: Alle treten mit leichter Hand in "die richtige KP" ein. Wenn dies schon für die DKP nicht gilt, dann erst recht nicht für die KPD (Rote Fahne). Versteh mich bitte richtig: Dies ist berührt nicht meine tiefen Sympathien für die KPD-RF - allein ein einfacher Übertritt ist vielerorts praktisch schlicht und ergreifend Unfug: Etwa dort, wo ansonsten eine auf der Kippe zur leninistischen Wende stehende DKP-Gruppe besteht, oder wo lokale Verhältnisse kommunistische Kooperationen über-durch-unter Parteigrenzen nahelegen. Manchmal gibt es sowas sogar gleich-zeitig-örtlich. - Weiß ich zufällig sogar genau! Sowas ist eine tägliche praktische Dialektik-Schulung. - Auch die KPD-RF ist NB über solchen Organisationsverlängerungs-Egoismus langlang hinaus. Ich erinnere mal an dieses m.E. nicht ganz unwichtige Kommuniqué (https://www.secarts.org/index.php?site=forum&&topic=communi-
ty&cat=8&ts=0&thread=102 , vom RFB veröffentlicht hier: Link ...jetzt anmelden! ). Das war schon nicht einfach blown in the wind! Segg' ik mål.

Was wirklich Sorgen macht - und da nützt kein "Haltet den Dieb!" -, ist der Umstand, das der Kollaps der PdL vehement schneller - und zusätzlich kalkulierbar (!) schnell (BTW 2017) - verläuft als der kommunistische Vereinigungsprozeß, dessen Kern nur ein Zusammengehen von DKP & KPD sein kann - meine liebe KPF kann da naheliegenderweise nur sekundieren.

In die Hände gespuckt! Daß wir uns im Vorfeld eines imperialistischen Großen Kriegs befinden, wir hier wohl niemand bezweifeln.
NEUER BEITRAG24.08.2016, 14:15 Uhr
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GAST
Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ?
Ein Zusammenschluß von DKP und KPD wäre ein "Traum" - natürlich ohne den "bunten Transformationszirkus" von Herrn Leo Mayer.

Der Gedanke von der DKP zu KPD zu wechseln ist für mich durchaus reizvoll, aber dann wäre ich definitiv alleine auf weiter Flur...

Die Linke ist hier in der fränkischen Provinz ein Trauerspiel und keinerlei Alternative - egal für was.
NEUER BEITRAG24.08.2016, 22:35 Uhr
Nutzer / in
joe123

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? Meine zwei neuesten Erfahrungen mit linken LINKEN sind zwei Basisorganisationen in Berlin – und zwar nicht in Marzahn-Hellersdorf mit 50% Linkewählern, sondern in "(Alt)Mitte", dem verwestlichtsten Ostbezirk, und gar im Wedding, Westberliner Centerbezirk, wo die Linke sich gegen Grüne, SPD und auch satt CDU durchsetzen muss.

In der einen BO in Mitte war das eine monatliche Event ein Besuch des Thälmann/Ziegenhals-Museums in der Jonasstraße. Da war ich von Kumpel mit hin eingeladen. 8 Genossinen und Genossen aller Altersgruppen (25 bis 80) wollten dort wissen, was nu Teddy alles tolles gemacht hat, was davon heut annehmbar, was vielleicht nicht, und wie es Ziegenhals nach 1990 erging.

In der andern BO im Wedding machen sie grad Bildungs-Schwerpunkt "Sozialistisches Wirtschaften", da kam auf einmal eine Anfrage bei unserm Verein "Unentdecktes Land" rein, ob wir nicht ein kleines Input zu ökonomischen Ursachen des Mauerbaus im Vorfeld des 13.8. halten könnten. Die GenossInnen (8 Leute im Alter 25-40) haben scharf, auch skeptisch, aber doch um die sozialistische Sache sehr interessiert und der DDR mit ihren Problemen gegenüber SEHR aufgeschlossen diskutiert, obwohl wir ihnen gesagt hatten, dass grad Hubertus Knabe und alle artigen Politiker unsern Verein wegen angeblicher "Mauerverherrlichung" angriffen. Unserer Aktion haben sie Erfolg gewünscht.

Einzelfälle? WischiWaschiPseudoSozialisten?

Ich denk, aufgrund des Osterbes und des PDS-Erbes gilt weiterhin, dass die LINKE größtes Sammelbecken für "marxistisch-leninistische Linksextremisten" ist, wie der Verfassungsschutzbericht genüsslich verkündet.

Und beir Kritik, der Form und Art und dem Maß der Kritik macht sich meines Erachtens die überwiegende Mehrzahl der "linken" Kritiker der LINKEN es zu leicht und machen sich auch nicht klar, was sie da öffentlich tun. Es mangelt an Unterscheidung zwischen Führung und Basis, zwischen Ost und West, zwischen KleinbürgerDemokraten und KleinbürgerSozialisten etc – wo auch immer ich nur Kritik an der LINKEN von außen lese.

Scheint mit taktischen Schwächen derjenigen zusammenzuhängen, die die LINKE von links kritisieren zu können meinen. Nu, wo halt so jeder seinen Hauptfeind suchen möcht ...
NEUER BEITRAG25.08.2016, 00:12 Uhr
EDIT: FPeregrin
25.08.2016, 02:10 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? Thanx @ joe123 pauschal für Obiges - und konkret die beiden instruktiven Beispiele aus Berlin (!). Sie illustrieren sehr schön, worum es hier geht: Das Arbeiten in einer Sammlungspartei - in der Hoffnung, daß joe123 bei dieser Bestimmung (wenigstens näherungsweise) mitgeht, sonst wird es definitorisch haarig - ist immer (!) ein ständiges Armdrücken zwischen den auf Anpasssung und den auf Bruch ausgehenden Kräften; je tiefer man kommt, umso mehr wird man letzteren begegnen. Man hüte sich unbedingt davor, diese irgendwie für dämlich oder zwangsloyal zu halten. Johanna Schreringer-Wright erntet als Gast im niedersächsischen Kommunalwahlkampf etwa Bewunderung dafür, daß sie als einzige Abgeordnete gegen die 17.-Juni-Feiertags-Erklärung der Ramelow-Regierung stimmt. Man macht sich also über den Charakter dieser Regierung des ersten PdL-Ministerpräsidenten nicht die geringsten Illusionen.

Nun mag man argumentieren, daß es klar sei, wer dieses Armdrücken gewinnen wird. Auch darüber kann man sich keine Illusionen machen. Wichtig und entscheidend für Größe und Gewicht der revolutionären Konkursmasse dieser Partei wird aber nicht zuletzt ausschlaggebend sein, wann - d.h. zu welchen Bedingungen das Armdrücken von uns "verloren" werden wird. Und dabei ist das pauschale Eindreschen "von links" in der Art des Eingans dieses Threads im bestenfalls sinnlos - wir wissen, mit wem wir es zu tun haben -, im schlimmeren demoralisierend und somit kontraproduktiv, denn es legt nahe, hier bereits vor dem Ende des Armdrückens aufzugeben, abzuspringen, überzutreten, etc., d.h. die Bedingungen der kalkulierbaren Niederlage objektiv zu verschlechtern. Es ist eben noch nicht vorbei!

Nur um klarzustellen: Wer in der DKP (oder der KPD) die nötige Arbeit in Richtung auf eine Kommunistische Partei in it's own sence tut, muß dies dort natürlich weiter tun. Aber irgendwohin überzutreten, wo man meint, es nur was geruhiger zu haben, ist kein Ausdruck von tatsächlicher Stärke und - wie oben gesagt - potentiell (!) der Keim von kommendem Revisionismus. Da nützt "linke" Feuerspuckerei einen feuchten Dreck.
NEUER BEITRAG25.08.2016, 00:35 Uhr
EDIT: FPeregrin
25.08.2016, 02:10 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

Allianz zur Rettung des Vaterlandes aus Linken und SPD ? P.S. zu joe123s Berliner Beispielen: Hier muß ich das pauschale "daß die PdL in Berlin für Kommunisten organisatorisch kein Anker sein kann" natürlich in concreto zurückziehen. Auch in Dehm-Niedersachsen läuft der KV Göttingen/Osterode entschieden anders, ... immerhin der zweitgrößte Kreisverband! Man kann als Kommunist in Beschreibung und Analyse nie genau genug sein.
gehe zu Seite:123 » ... 5
• Hier gibt's was extra: mehr Debatten aus den www.secarts.org-Foren
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UMFRAGEWie geht's mit der US-Präsidentschaft weiter??
Wie bereits mehrfach angeregt will ich die Frag mal zur Abstimmung der bekanntlich allwissenden Nutzerschaft des Forum stelle...mehr Hennes 22.11.2020