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unofficial world wide web avantgarde
27.04.2017, 18:13 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Hoffnung ist die einzige Hoffnung, die der Menschheit noch bleibt."

Horst Jüssen: Klimbim, Folge 23
13.07.2017, 01:34 Uhr
EDIT: FPeregrin
13.07.2017, 02:49 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Die Leugnung des gesetzmäßigen Zusammenhanges von Natur- und Gesellschaftswissenschaften in der zeitgenössischen bürgerlichen Philosophie hängt mit dem Versuch zusammen, eine Kluft zwischen Philosophie und Wissenschaft aufzureißen und den unversöhnlichen Gegensatz von Glauben (Idealismus) und Wissenschaft (Materialismus) in eine Ergänzung des Wissens durch den Glauben zu verwandeln."

Erhard Albrecht: Bestimmt die Sprache unser Weltbild? (Zur Kritik der bürgerlichen Ideologie 19), Berlin 1972, S. 51

"Das Bezugssystem für Kunst und Wissenschaft ist die Wirklichkeit, das heißt die reale Außenwelt. Das, was Kunst und Wissenschaft verbindet, ist somit das Erkenntnisproblem."

Erhard Albrecht: ebd., S. 52

"Die bürgerliche Ideologie ist auch nicht imstande, die Wahrheit zu erkennen und zu verstehen, daß wir aus dem marxistisch-leninistischen Prinzip der Parteilichkeit ableiten, daß es keine ideologische Koexistenz geben kann."

Erhard Albrecht: ebd., S. 69

"Das Zerbrechen "ideologischer Schemata" ist eine offen konterrevolutionäre Losung."

Erhard Albrecht
: ebd., S. 97
04.09.2017, 16:28 Uhr
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arktika

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Man erreicht mit einem freundlichen Wort und etwas Gewalt viel mehr als nur mit einem freundlichen Wort."

(Marcus Cole in Babylon 5, 3. Staffel, 11. Folge: Ein neuer Anfang)
20.09.2017, 18:45 Uhr
EDIT: FPeregrin
20.09.2017, 18:47 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Die bürgerliche Gesellschaft hat in der Lösung der nationalen Frage vollständig Bankrott gemacht."

J.W. Stalin
: Über die nächsten Aufgaben der Partei in der nationalen Frage, SW 3, S. 13ff., hier 15
20.09.2017, 18:57 Uhr
EDIT: FPeregrin
20.09.2017, 18:58 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Die Kommunisten haben als erste den Zusammenhang der nationalen Frage mit der Frage der Kolonien aufgedeckt, ihn theoretisch begründet und ihrer revolutionären Praxis zugrunde gelegt. dadurch wurde die Scheidewand zwischen den Weißen und den Farbigen, zwischen den "zivilisierten" und den "unzivilisierten" Sklaven des Imperialismus niedergerissen."

J. W. Stalin: Zur Behandlung der nationalen Frage, SW 5, S. 45ff., hier S. 46.

"[...] der Sieg der proletarischen Weltrevolution [kann] nur dann als gesichert betrachtet werden, wenn das Proletariat es versteht, seinen eigenen revolutionären Kampf mit der Befreiungsbewegung der werktätigen Massen der nicht vollberechtigten Nationen und der Kolonien gegen die Macht der Imperialisten, für die Diktatur des Proletariats zu verbinden."

J.W. Stalin
: ebd., S. 49.
20.09.2017, 19:05 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Es gilt, sich ein für allemal einzuprägen, daß die Kraft und das Gewicht einer Partei, besonders der kommunistischen Partei, nicht so sehr von der Menge der Mitglieder als vielmehr von der Qualität, von ihrer Standhaftigkeit und Treue für die Sache des Proletariats abhängen."

J.W. Stalin: Über die nächsten Aufgaben des Kommunismus in Georgien und Transkaukasien, SW 5, S. 76ff., hier 85.
26.11.2017, 03:24 Uhr
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smersch

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Man darf nicht zur Verteidigung westlicher Werte aufrufen."

Adorno
30.03.2018, 21:49 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Wir sind Menschen, die niemals um das gebettelt haben und niemals um das betteln werden, was uns gehört."

Quico Sabaté
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(Es ist nicht immer alles falsch, was von Anarchisten kommt.)
13.07.2018, 16:16 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) Jede Menge Peter Hacks, alles aus dem neuen Band "Marxistische Hinsichten. Politische Schriften 1955-2003" (Berlin 2018). Ich spare mir - fauler Junge! - pingeligere Angaben außer der Seitenzahl.

"Ich wollte gar nichts sagen, als daß zum mindesten in bürgerlichen Zeiten, aber vielleicht auch in nachbürgerlichen Zeiten, die Krise der Kunst selbstverständliche in Vehikel des Fortschritts der Kunst ist." (S. 68)

"In der verkehrten Welt der Ausbeuter befehlen die Killer der Polizei." (S. 81)

"Eine imperialistische Regierung ohne Mörder wäre ein Adler ohne Klauen." (S. 81)

"Die Zeiten, wo Kunst schnell ist, sind keineswegs die, wo sich die Verkehrsmittel schnell bewegen; es sind die, wo die Gesellschaft sich schnell bewegt." (S. 87).

"Der Künstler äußert sich innerhalb der geistigen Grenzen seiner Klasse, verfolgt die Ansichten seiner Klasse. Aber auf seinem Territorium findet er Stellen, die vom Territorium der Zukunft überlagert werden, und unter seinen Absichten ist eine Endgültige. Diese Absicht ist der vollkommene Mensch." (S. 87f.)

"Alle gesellschaftliche Bewegung versteht sich als Ziel und erweist sich als Mittel; das Ziel nämlich wird, sobald es erreicht ist, vorläufig und Mittel für fernere Ziele." (S. 88)

"Es gibt viele Traditionen: die revolutionäre, die restaurative, die klassische, die Volkstradition. Sie alle sind die unsrigen." (S. 89)

"Der einzige der Realität erreichbare Zustand von Vollkommenheit ist der Prozeß des sich Vervollkommnens, also ein unvollkommener Zustand." (S. 92f.)

"Vielleicht stellt sich eines Tages heraus, dass der Kampf um die Einhaltung der Verfassung in ein allgemeines Verlangen nach ihrer demokratischen Verbesserung umschlägt. Das wäre ja nicht schlimm." (S. 95)

"Die herrschende Klasse operiert fortdauernd zugleich mit parlamentarischen und antiparlamentarischen Verfahrungsarten. Warum sollte die Opposition nicht dasselbe tun?" (S. 96)

"Eine Revolution wird gerechtfertigt durch die Möglichkeit ihrer Durchführung." (S. 97)

"Die Aufgabe, die von einer nichtrevolutionären Situation gestellt ist, geht nicht dahin, die Revolution durchzuführen, sondern, mittels Organisation, Ausbreitung von Klassenbewußtsein und Aufsuchen von Verbündeten, ihre Voraussetzung zu schaffen." (S. 97)

"In der Politik sind kluge Leute nur dann klug, wenn sie es nicht allein sind." (S. 97)

"Bekanntlich kennt der Kapitalismus, außer Zweckgründen, keine Gründe, das Ausmaß seiner Barbarei zu beschränken." (S. 97)

"Solange eine Revolution, wie die sozialistische, bei weitem noch nicht alles an den Tag gebracht hat, was an Produktivität in ihr steckt, verwandelt sich jede Revolution gegen diese Revolution in eine Gegenrevolution; [...]" (S. 98f.)

"Der Sozialismus strebt nach dem Ehrentitel einer Konsumgesellschaft, der Kommunismus wird eine sein." (S. 101)

"Und es ist also nicht unbekannt, daß die Kommunisten entschlossen sind, den Schatz an Güter und Fähigkeiten, den sie veralteten Klassen akkumuliert haben, nicht fortzuwerfen, sondern sich anzueignen und auf eine höhere Stufe zu heben." (S. 104)

"Der Mensch als Individuum hat die Chance, sich zu emanzipieren. Die Arbeiterschaft als Klasse hat die Chance, sich zu emanzipieren. Die Menschheit in der Geschichte hat die Chance, sich zu emanzipieren. Das ist zu sehen, es sei denn, man sähe die Welt so, wie der Imperialismus uns einreden will, daß sie sei." (S. 104)

"Nur im Überfluß entsteht die Idee, Helena zu suchen." (S. 120)

"Eine erstrangige Funktion des Sozialismus besteht darin, in Fragen, welche der Menschheit, seit es sie gibt, gestellt sind, die Normallage wiederherzustellen." (S. 121)

"Indem wir den Vorrang der Not anerkennen, schmälern wir nicht den Rang des Wünschens. Die Produktivkräfte stoßen, und die Kunst saugt. Die Gewalt jener ist stark, die dieser lang." (S. 123)

"Schlechte Kunst ist ausschließlich durch bessere Kunst zu widerlegen." (S. 147)

"Selbstverständlich baut die Vernunft ihr Gebäude nicht aus dem Nichts; sie baut es aus den abgeschlagenen Köpfen der Unvernunft, [...]" (S. 159)

"Die entscheidende Voraussetzung für Weltinnenpolitik nämlich ist nicht die Welt-Verfassung, sondern der Welt-Klassenfrieden." (S. 166)

"[...] die Wörter Kommunismus und Verzicht dürfen nicht in einen Satz." (S. 176)

"Das Theorem. daß aufgehobene Entfremdung des Sozialismus bestimmendes Merkmal sei, klingt nach einer Erfindung aus Marburg." (S. 183)

"Der Abfluß einer revisionistischen Mehrheit ist in der Geschichte der Arbeiterbewegung nicht eben was Neues." (S. 183)

"Keine Utopie deckt sich mit der anderen. Alle Utopien decken sich." (S. 189)

"Das Gehirn, das von der Lage nicht zur Dialektik vermocht wird, verdient den Namen nicht." (S. 195)

"Selbst in den Gefilden zwischen Strasbourg und Kaliningrad sind die Chromosomen überparteilich und für jeden Sinn und Unsinn offen." (S. 201)

"Das Paradox des Fortschritts ist ja, daß er von Leuten, die alle den Hegel nicht gelesen haben, zustande gebracht ist. Was gerade gedankenvollen Männern am schwersten einleuchtet, ist das Niveau, auf dem Weltgeschichte sich abspielt." (S. 202)

"Der Zweck des Lebens ist das Leben, das ist eine von den Tautologien, die Erkenntniswert haben." (S. 203)

"Kautsky vertrat die Friedensfähigkeit des Monopolkapitals so erfolgreich, daß das Proletariat für diese vertrauenswürdige Klasse sonder Murren in den Krieg zog." (S. 213)

"Der Aufmarsch einer sehr großen Heeresmacht löst beim Soldaten den Trieb zum Überlaufen aus. Der Anblick von Geld beim Feind löst beim Politiker und Philosophen den Trieb aus, wieder in der richtigen Reihe zu sein, dort, wo das Geld ist." (S. 216)

"Kunst ist eine gefährliche Waffe, gefährlich auch für den, der sie einsetzt." (S. 220)

"Der Waffenkrieg hat die furchtbarsten Verheerungen zur Folge, wenn er geführt wird. Der Krieg mit den Geisteswaffen verheert, wenn er nicht geführt wird. Dort legt der Krieg die Menschen, hier der Frieden das Menschliche in Schutt." (S. 221)

"Im Kunstzusammenhang verhandelt die Gesellschaft mit der Gesellschaft die Gesellschaft." (S. 222)

"Es ist gewiß schlau, die Leute mit großem Aufwand zu beschwindeln. Aber die hohe Schule der Schlauheit ist, wenn man ihnen den Einfall aus dem Kopf schlägt, sich nach der Wahrheit zu erkundigen." (S. 230f.)

"Der Planet, den die Menschen in den Medien betrachte, ist ein anderer als der, den sie bewohnen." (S. 241)

... to be continued ...
15.07.2018, 16:40 Uhr
EDIT: FPeregrin
03.08.2018, 14:28 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) ... und weiter Peter Hacks (MH):

"Von der Welt wird immer wieder einmal angenommen, sie gelange zum Schluß. / Ein Blick in die Geschichte zeigt, daß sie es nicht tut, anderenfalls könnte man ihn nicht werfen." (s. 242)

"Es gibt keine abschließende Lage." (S. 242)

"Kunst ist das Auffinden der in einer Weltlage verborgenen Hoffnung." (S. 243)

"Keine Kunst machen, das mag folgerichtig sein. Aber keine Kunst machen, das ist keine Kunst." (S. 244)

"Der endorine Kummer sucht sich seinen Weltkummer, um nicht unbedarft subjektiv dazustehen; das Ganze nennt sich dann Romantik." (S. 245)

"Das Blamable am Chiliasmus, will ich sagen, ist, daß alle tausend oder zweitausend Jahre herauskommt, daß seinen Ankündigungen Unfug waren." (S. 246)

"Es ist eine irrige Annahme, die Geschichte könne sich ändern und die Natur aber stillhalten. Die Natur ändert sich mit der Geschichte, weil die, die über sie urteilen, geschichtliche Wesen sind. Es gibt keine unberührte Natur; wir berühren sie, indem wir sie zur Kenntnis nehmen." (S. 249)

"Das Naturschöne, dünkt mich, ist das von einem ästhetische geschulten Auge in die Natur verbrachte Kunstschöne." (S. 249)

"Im Kleinen Einzelnen sind keine Nachrichten von Wert zu gewinnen Je gewissenhafter man die Kleinheit und Vereinzeltheit des Kleinen Einzelnen beschreibt, desto weniger beschreibt man." (S. 350)

"Es ist schlimm, [...] wenn es am Vaterland nichts Genaueres zu loben gibt als bloß, daß es das Vaterland ist." (S. 251)

"Eine Hauptutopie heute geht dahin, daß die freie Konkurrenz kleiner Kapitalisten gegen die Alleinherrschaft der Monopole wieder sollte durchgesetzt werden. Auch die Waffen, wird gewünscht, sollen wieder kleiner werden." (S. 254)

"Man schafft Zwänge nicht ab, indem man sie ableugnet. Man beseitigt sie nicht, indem man sie wegwünscht." (S. 255)

"Ein Humor, der keine Zukunft enthält, holt der Henker; eine Erkenntnis, die keine Zukunft enthält, steht dumm da und verdient den Namen nicht." (S. 256)

"Ein Werk der Poesie besteht nicht aus Wörtern. Es besteht aus Wörtern, die etwas meinen." (S. 259)

"In der Mitte des Tunnels wird das Ende zum Anfang." (S. 267)

"Vor jeder Apokalypse liegen 100 Jahre Romantik." (S. 268)

"Weiß irgendein Bürger irgendeines Landes nicht, dass sein Geheimdienst seine Telefone mithört?" (S. 281)

"Das alte ehrliche Verfahren, einen Ruf zu morden, war das Totschimpfen. Die Frage zeigt, daß amn inzwischen über zwei modernere Verfahren verfügt, das Totschweigen und das Totfeiern." (S. 308)

"Zur Strecke gebraht? Der Kommunismus? Nein, wieso?" (S. 309)

"Die Frage "wann?" ist die Frage, die man Marx besser nicht stellt. Seine Sätze stimmen selten zu dem Zeitpunkt, an dem er sie verkündet. Dafür stimmen sie immer, beispielsweise jetzt." (S. 310)

"Das Trickwort Pluralismus hat einen genauen deutschen Sinn. Pluralismus, das bedeutet die Alleinherrschaft der schlechten Seite." (S. 321)

"Der Grund für die Unzufriedenheit und Gereiztheit vieler Linker liegt darin, daß sie, statt in ihrem jeweiligen Vereinsstübchen nett beisammenzusitzen, sich an Orten aufhalten, wohin sie ein sonderbares Schicksal sortiert hat. Sie heißen falsch. Sie taugen dort nicht hin, wo sie sind." (S. 325)

"Marx' Meisterschaft lag in der Kunst. Probleme zu lösen, bevor sie noch aufgetreten waren." (S. 329)

"Durch die verschiedensten Lehren bürgerlicher und sozialdemokratischer Ideologen soll der Eindruck erweckt werden, als ob durch gutes Zureden oder Gesundbeten der Zyklus von Krise, Depression, Konjunktur, Krieg aufgehoben werden könne." Walter Ulbricht (S. 333f.)

"Über Termine haben die Marxisten gelernt zu schweigen." (S. 335)

"Der Imperialismus stirbt daran, daß er nichts mehr kann und alles kaputtmacht." (S. 338)

"Aber wessen sollten wir uns rühmen, wenn nicht der DDR? Die Klarheit eines Glases Wassers, sagt Goethe, braucht man nicht zu beweisen, man hält es nur einfach hin." (S. 241)

"Kurz, der Imperialismus ist schon gegenwärtig mindestens im gleichen Maße Vergeudung und Verschlechterung von Produktivität wie Motor von Produktivität. Und womit, wenn wir unterlassen, uns hierüber zu beschweren, sollten wir der Partei die Zeit vertreiben, bis sie die Führung der Volksmassen übernimmt?" (S. 359)

"Der Imperialismus hat alle seine Kunden umgebracht und wundert sich jetzt, warum ihm niemand etwas abkauft. Und um die paar Leute, die ihm was abkaufen, müssen sie Kriege führen." (S. 370)

"Die erste Hälfte dieses Jahrhunderts wird nicht existieren." (S. 373)

"Richtig, jede Revolution endet mit einem Thermidor, einem Zurücksinken aus der heroischen Illusion ind gesellschaftlich Durchführbare. Das ist keine Intrige der Reaktion, es ist eine Intrige des Weltgeistes." (S. 376)

"Man wird jede Revolution billigen und befördern, aber man hüte sich, irgendeine von ihnen zu lieben." (S. 376)

"Stalin hat getötet und Breshnew Kriege geführt. Gorbatschow - indem er die humanen Ergebnisse zurücknahm - hat nachträglich Morde daraus gemacht." (S. 383)

"Was der Mensch unter den Tieren ist, war die DDR unter den Ländern. Wie der Mensch über bloß biologische Gesetze noch was hat - etwas wie Übersicht (( über die Gesetzte)), hatte die DDR was übers bloß Wirtschaftliche hinaus. In ihr zweigte sich eine Spur von Freiheit." (S. 384)

"Hinter jedem DDR-Skinhead steht ein NATO-Batallon." (S. 387)

"Wird der Marxism[us] für 1000 Jahre von der Erde verschwinden, so wie einst die antike Kultur? Nein; denn die neuen Barbaren haben eine Schwäche: sie können lesen und schreiben." (S. 389)

"Zu bilden wäre ein Korrespondenzverein." (S. 389)

"Ist der Sozialism[us] gescheitert? Er ist gescheitert worden." (S. 395)

"Wo es keine Anordnung gibt, gibt es keine Diskussion. Diskussion macht nur Sinne als Diskussion über eine Anordnung." (S. 396)

"Unwiderruflich werden Fehler, wenn einem die Kraft fehlt, sie zu widerrufen." (S. 397)

"Daß man für Konterrevolution sagt, ist schon seit Hitler. Daß man für Rechts Links sagt, ist erst seit Gorbatschow." (S. 399)

"Nur in sozialistischen Ländern mit Kaderpartei gab es Macht neben (ja über) den Konzernen. Es ist die einzige heute mögliche Form von Demokratie." (S. 400)

"Manche sind sparsam, wenn es ans Opfern geht, opfern sie das Billigste: ihren Intellekt." (S. 401)

"Jeder der kein Idiot war, wußte auf Anhieb: Stalin aufgeben, ist Marx aufgeben. Aber es geht ja weiter. Wer Marx aufgibt, gibt Hegel auf, und wer Hegel leugnet, leugnet Goethe, Robespierre und Adam Smith. Kurz, die Liquidation Stalins hat zur Folge die Liquidation alles akkumulierten Wissens." (S. 402)

"Die DDR, ohne Zweifel: der bestverwaltete, aufgeklärteste, komfortabelste Staat der Erde. Wenn der Superlativ zwar wenig bedeutet, aber man muß doch erst einmal von ihm ausgehn." (S. 403)

"Das also ist der Gorbatschow-Stoff: Die Hohepriester bieten Judas 30 Silbermünzen, geben ihm aber nur fünf." (S. 404)

"Ein Walfisch ist ein Landtier, welches das Gehen wieder verlernt hat. Ein Pinguin ist ein Lufttier, welches das Fliegen wieder verlernt hat. Ein Brandenburger ist ein DDR-Mensch, welcher den Sozialism[us] wieder verlernt hat." (S. 405)

"Wenn die Exterminierung der DDR irgendwas hat beweisen können, dann das: daß die DDR notwendig ist. (S. 408)

"Es ist alles aufs Haar eingetroffen, was die Kommunisten für den Fall [...] ihres Machtverlustes vorhergesagt haben. Alles, was andere vorhergesagt haben, ist nicht eingetroffen. Diese nennen jene jetzt unwissend." (S. 409)

"Der Sozialism[us] ist nicht widerlegt, es ist bloß besiegt. Was für alle Zeit widerlegt ist, ist der Dritte Weg." (S. 413)

"Der Imperialismus ist von der Natur eines Vampirs. Er hört nicht auf, [...] ein Leichnam zu sein, bloß dadurch, dass er Blut säuft." (S. 416)

"Die Klassenzugehörigkeit ist objektiv, gleich was das Individuum über seine eigenen Position und Rolle denken möge." (S. 450)

"Die Arbeite sind immer praktisch, die Intellektuellen sind möglicherweise verläßlich. Für sich gelassen sind jene Gewerkschafter, diese Spinner. Allein auf der richtigen Weise der Zusammenarbeit beider (Klassenseelen), lehrt Lenin, kann eine revolutionäre Strategie beruhen." (S. 459)

"Demokratie ist, was dem Sozialismus nützt und nicht: Demokratie nützt dem Sozialismus." (S. 470)

"Unsere Revisionisten taten, was zu tun Stalin seine Revisionisten gehindert hat." (S. 472)

"Im reinen Imp[erialismus] gleich paradox (selbstzerstörererisch) die Geschäft wie die Kriege." (S. 481)

"Imp[erialismus] im Zustand der finalen und Überproduktion kann die Vortäuschung einheitlichen Handelns nicht mehr aufrechterhalten [...]" (S. 482)

"Bedarf der Imp[erialismus] auszurottender Sündenböcke (Minderheiten)? - Sicher. - Sind sie ihrer Beschaffenheit nach beliebig? - Ganz." (S. 484)

"Gibt es Übereinkünfte zwischen Monopolen und Gewerkschaften? - Nur diese Einzige: Die Gewerkschaften haben dem Imp[erialismus] in den Sattel zu helfen und werden anschließend von ihm abgeschafft." (S. 485)

"Der Imp[erialismus] war eine Revolution: denn er beschleunigte den technischen Fortschritt und die Produktivität. - Hemmt er technischen Fortschritt und Produktivität inzwischen und ist eine Konterrevolution? - Mehr ja als nein." (S. 485)

"[...] es gibt in der Politik und schon gar in der Literatur Strategien, keine Brüche. Das wird alles mit gleitenden Übergängen gemacht." (S. 552)

"Aber das Geheimnisvolle ist, daß beide Politbüros, das sowjetische und das der DDR, natürlich ununterbrochen wußten, daß der Westen sie mit seinem Friedensscheiß reinlegen will und abschaffen will. Daran haben sie nie gezweifelt." (S. 560)

"Ich hole mal noch eine Flasche Wodka." (S. 561)
03.08.2018, 14:29 Uhr
EDIT: FPeregrin
04.08.2018, 14:12 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) Sir Arthur Conan Doyle läßt seinen Klugscheißer und Krampf-im-Arsch Sherlock Holmes überraschenderweise (?) Dinge sagen, die auch für Marxisten-Leninisten beherzigenswert sind, vornehmlich im Umgang mit dem Klassenfeind. Auch wenn man es mehr mit Prof. Moriarty, dem "Napoleon des Verbrechens" halten mag, ... ich stelle hier mal ein paar SH-Zitate ein. Möge die arme Redaktion entscheiden, was davon Hoch-horch-Box-geeignet ist oder nicht. Und Horst Jüssen und Detmar Cramer haben es ja auch geschaft. Ich zitiere ohnen nähere Angabe aus: Arthur Conan Doyle, Sherlock Holmes, Gesammelte Werke, Köln (Anaconda) 2012.

"Die Wirklichkeit bringt weit Überaschenderes hervor als die lebhafteste Einbildungskraft." (S. 30)

"Erst wenn man eine sichere Grundlage gewonnen hat, wird man Schlüsse ziehen und besondere Punkte ins Auge fassen können, um welchen sich das ganze Geheimnis dreht." (S. 272)

"Ich suche mich an die Stelle des Menschen zu versetzen, um den es sich handelt und einen Maßstab für seine geistigen Fähigkiten zu gewinnen; dann frage ich mich, was ich selbst unter den obwaltenden Umständen getan haben würde." (S. 368)

"Es ist von der höchsten Wichtigkeit für die Ermittlung eines Verbrechens, dass man imstande ist, zu unterscheiden, welches die wesentlichen Tatsachen und die Nebenumstände sind. Sonst läuft man Gefahr, seine Kraft und Wachsamkeit zu zersplittern, statt sie möglichst zu sammeln." (S. 386)

"Einen Teufel mit örtlich beschränkter Macht, die etwa nur in einem Kirchspiel gilt, den kann ich mir gar nicht vorstellen." (S. 518)

"Die Welt ist voll von selbstverständlichen Dingen, auf die kein Mensch je achtet." (S. 520)

"Alles was von dem gewöhnlichen Gang des Altagslebens abweicht, sollte nach meiner Ansicht erwähnt werden." (S. 527)

"Nichts macht den Geist schärfer als ein Fall, wo alles schiefgeht." (S. 541)

"Ein frischer Beweis ist wie ein zweischneidiges Schwert." (S. 691)

"[...] es ist tatsächlich nicht so schwer, eine Reihe von Schlüssen zu ziehen, von denen jeder aus dem vorhergehenden folgt und von denen jeder einzelne sehr leicht ist. Wenn man das tut und dann die mittleren wegläßt und seinen Zuhörern nur den ersten und letzten sagt, so kann man damit geradezu wunderbare Wirkung erzielen." (S. 700-701)

"Was ein Mensch erfindet, kann ein anderer aufdecken." (S. 723)

"Solange sich die Verbrecher noch auf zwei Beinen bewegen, müssen sie auch irgendwelche Abdrücke, Kritze, kleine Abschabungen oder sonstige winzige Spuren hinterlassen, die ein erfahrener, scharfer Beobachter entdecken kann." (S. 782)

"Man muss sich immer nach einer anderen Möglichkeit umsehen und die eine gegen die andere abwägen. Das ist die erste Regel bei jeder kriminellen [sic!] Unersuchung." (S. 790)

"[...] wenn ich [...] bedenke, dass meine berühmtesten Fälle immer einen wenig versprechenden Anfang hatten, so wage ich nichts mehr als unbedeutend anzusehen." (S. 819)

"Es ist ein Hauptfehler, mit seinen theoretischen Überlegungen den Tatsachen vorauszueilen." (S. 938)

"Die beste Methode, eine Rolle zu spielen, ist die, die Rolle zu leben." (s. 998)

Und Dr. Watson:

"Über nichts täuscht man sich so leicht wie über die Entfernung eines Lichtes in pechfinsterer Nacht." (S. 588)
29.08.2018, 15:16 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Die deutschen Konservativen und ihre Führungsriege sind unfähig, sich von rechts wirklich bedroht zu fühlen. Für sie steht der eigentliche Feind immer noch links. Rechts - das sind irgendwie ungezogene Verwandte."

Ralph Giordano
„Wir sind die Stärkeren“ (Interview in Spiegel, 21.12.1992)
05.10.2018, 14:53 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Wie könnte unser Gehirn anderen Regeln folgen als den Gesetzen, denen es seine eigene Entstehung verdankt?"

Hoimar v. Ditfurth: Im Anfang war der Wasserstoff, Taschenbuchausgabe München 1981, S. 333.
24.02.2019, 10:55 Uhr
EDIT: Erika
24.02.2019, 11:28 Uhr
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Erika
Erika
Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Heute kämpfen die Mächte um nichts Lebenswichtiges, um nichts, was die Heimat beträfe, um nichts, was für unser tägliches Leben von Bedeutung wäre. Eine romantische Sentimentalität der Massen spielt dem schlauen Realismus der herrschenden Klasse in die Hände."

Henry Noel Brailsford, zitiert in: Lenin Werke Bd. 39, S. 672

Sorry, ist leider zu lang, habe ich erst nachträglich bemerkt. Ich finde das so schön, dass mir keine Kürzung einfällt.
07.03.2019, 21:27 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) Etwas Ellen Brombacher, alles aus "Aktuelle Aspekte des Antikommunismus" (Mitteilungen der KPF 11/2005; zit nach "Klartexte", Berlin 2009).

"Kern des Antikommunismus ist die bedingungslose Befürwortung des Privateigentums an Produktionsmitteln" (S. 205)

"Das angestrebte Ziel zu vergessen ist auf Dauer tödlich; das Ideal mit der Wirklichkeit gleichzusetzen tötet um vieles schneller." (S. 207)

"Eine sozialistische Gesellschaftsordnung wird keine Zukunft haben, wenn der vergangene europäische Versuch, eine solche ohne Kapitalherrschaft zu errichten und zu gestalten, von jenen gering geschätzt oder verleugnet wird, welche die Überwindung des Kapitalismus anstreben." (S. 208)

"Das Verhältnis von Kommunisten zur Geschichte ist also mindestens ebenso das Verhältnis zur Zukunft wie das zur Vergangenheit." (S. 208)

"Wir bekräftigen auch heute unsere Position, dass der unvollkommenste Sozialismus schon mehr taugte als der sich als Sieger der Geschichte ausgebende Kapitalismus." (S. 212)

"Und der Faschismus, den ganze Heerscharen von Pseudogelehrten so gerne als Phänomen verkaufen möchten - weil in seiner Grausamkeit unfassbar und in der Sache eben deshalb anscheinend unerklärbar - war letztlich nichts anderes, als die entsetzlichste Form, mit der das Kapital in seiner bisherigen Geschichte Profitinteressen realisierte." (S. 213)
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