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NEUES THEMA03.04.2020, 21:00 Uhr
 Kollektiv 
secarts.org Redaktion
• Dringendste und ernsthafteste Herausforderung Auf Initiative der Kommunistischen Partei Chinas haben ĂŒber 230 politische Parteien aus ĂŒber 100 LĂ€ndern folgenden offenen Brief fĂŒr eine engere internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen COVID-19 veröffentlicht. Die Liste der Parteien wird nachgereicht.

Heute, da sich Covid-19 rasch auf der ganzen Welt verbreitet, stellt es die dringendste und ernsthafteste Herausforderung sowohl fĂŒr die Gesundheit der Menschheit als auch fĂŒr den Weltfrieden und die Entwicklung dar.

Angesichts dieser beispiellosen Situation veröffentlichen wir, bedeutende politische Parteien verschiedener LÀnder, die mit der gewichtigen Aufgabe betraut sind, das Wohlergehen der Menschen zu verbessern, die nationale Entwicklung zu fördern und Frieden und StabilitÀt in der Welt zu sichern, gemeinsam unseren Appell:

I. Wir sprechen allen Menschen, insbesondere den BeschĂ€ftigten im Gesundheitswesen, die sich der Rettung von Leben und dem Schutz der Gesundheit der Menschen verschrieben haben, unsere höchste Anerkennung aus. Wir bekunden denjenigen, die unter Schmerzen leiden und deren Leben durch COVID-19 bedroht ist, sowie den Familien der Verstorbenen unser tiefes MitgefĂŒhl und unsere FĂŒrsorge. Wir bringen auch unsere tiefe Trauer ĂŒber den bedauerlichen Verlust von Menschenleben bei diesem Ausbruch zum Ausdruck.

II. Wir sind uns bewusst, dass der Covid-19-Ausbruch, wenn er nicht wirksam und unverzĂŒglich eingedĂ€mmt wird, dem Leben, der Sicherheit und der Gesundheit von noch viel mehr Menschen noch grĂ¶ĂŸeren Schaden zufĂŒgen und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der meisten LĂ€nder sowie den internationalen Austausch und die internationale Zusammenarbeit ernsthaft beeintrĂ€chtigen wird. Wir rufen alle LĂ€nder auf, das Leben, die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen ĂŒber alles andere zu stellen und entschlossene und energische Maßnahmen zu ergreifen, um der Ausbreitung von COVID-19 ein Ende zu setzen.

III. Wir unterstĂŒtzen die LĂ€nder bei der Aufstellung von NotfallplĂ€nen und Strategien zur BekĂ€mpfung von Covid-19 unter BerĂŒcksichtigung ihrer spezifischen nationalen Gegebenheiten und bei der StĂ€rkung der Zusammenarbeit, wobei der Schwerpunkt gleichermaßen auf der EindĂ€mmung der weiteren Verbreitung und der Behandlung von Patienten liegt. In der Zwischenzeit mĂŒssen moderne Wissenschaft und Technologie in vollem Umfang angewandt werden, um schnellstmögliche und bestmögliche Ergebnisse zu gewĂ€hrleisten.

IV. Wir rufen die Öffentlichkeit aller LĂ€nder auf, die Maßnahmen zur PrĂ€vention und EindĂ€mmung mit dem nötigen Sinn fĂŒr soziale Verantwortung zu erfĂŒllen. Wir bestĂ€rken alle LĂ€nder darin, die StĂ€rke der Organisationen der Zivilgesellschaft und der Freiwilligen voll auszuschöpfen, um die Kraft aller gesellschaftlichen Bereiche zur BekĂ€mpfung von Covid-19 zu entfalten.

V. Wir bestĂ€rken alle LĂ€nder darin, sich zwar der SeuchenbekĂ€mpfung zu widmen, aber einen integrierten Ansatz zu verfolgen, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu gewĂ€hrleisten, gezielte Maßnahmen zum Schutz gefĂ€hrdeter Gruppen und der kleinen und mittleren Unternehmen zu ergreifen und ihrer Verpflichtung gegenĂŒber dem Lebensstandard der Menschen und dem sozialen Fortschritt nachzukommen. Wir fordern alle LĂ€nder auf, die internationale Koordinierung der makroökonomischen Politik zu verstĂ€rken, um die StabilitĂ€t der globalen FinanzmĂ€rkte sowie der Industrie- und Lieferketten zu erhalten, und Zölle zur Erleichterung des Handels zu senken oder zu streichen, um eine weltweite wirtschaftliche Rezession zu verhindern. Die LĂ€nder werden auch angehalten, ein angemessenes Niveau an internationalem Austausch aufrechtzuerhalten, insbesondere um den grenzĂŒberschreitenden Transport von dringend benötigter medizinischer AusrĂŒstung und Schutzmaterialien fĂŒr den Kampf gegen COVID-19 zu erleichtern.

VI. Wir sind uns bewusst, dass das Virus keine Grenzen respektiert, und kein Land kann angesichts des Ausbruchs allein auf die Herausforderungen reagieren. Die LĂ€nder mĂŒssen ihr Bewusstsein fĂŒr eine Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft fĂŒr die Menschheit schĂ€rfen, indem sie sich gegenseitig vorausschauend Hilfe und UnterstĂŒtzung leisten, wenn die Situation schwieriger wird. Engere internationale Zusammenarbeit, koordinierte Politik, konzertierte Aktionen und die weltweite Mobilisierung von Ressourcen und KrĂ€ften werden uns in die Lage versetzen, diesen Virus, einen gemeinsamen Feind der gesamten Menschheit, zu besiegen.

VII. Wir nehmen die bedeutenden Fortschritte im Kampf gegen Covid-19 in China und einigen anderen LĂ€ndern zur Kenntnis, die Zeit gewonnen und der ĂŒbrigen internationalen Gemeinschaft Erfahrungen vermittelt haben. Wir sprechen den LĂ€ndern, darunter China, unsere höchste Anerkennung dafĂŒr aus, dass sie eine offene, transparente und verantwortungsbewusste Haltung einnehmen, wenn es darum geht, entsprechende Informationen zeitnah zu veröffentlichen, Erfahrungen ĂŒber die Reaktion und die Behandlung von Patienten auszutauschen und insbesondere anderen betroffenen LĂ€ndern nach besten KrĂ€ften medizinische und andere Lieferungen zur VerfĂŒgung zu stellen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum weltweiten Kampf gegen COVID-19 und stĂ€rkt die Hoffnung und das Vertrauen der LĂ€nder, dass sie diesen Kampf gewinnen können.

VIII. Wir begrĂŒĂŸen die außerordentliche ErklĂ€rung der Staats- und Regierungschefs des G20-Gipfels zu Covid-19 und unterstĂŒtzen die LĂ€nder dabei, den Erfahrungsaustausch und die medizinische Zusammenarbeit bei der EindĂ€mmung des Ausbruchs zu verstĂ€rken, einschließlich der gemeinsamen Forschung und Entwicklung spezifischer Medikamente, Impfstoffe und Tests. Wir fordern die Bereitstellung von materieller, technischer und sonstiger UnterstĂŒtzung fĂŒr EntwicklungslĂ€nder und LĂ€nder mit anfĂ€lligen öffentlichen Gesundheitssystemen. Möge die Sonne der Zusammenarbeit das Dunkel der Pandemie vertreiben.

IX. Wir fordern eine wissenschaftlich fundierte Fachdiskussion ĂŒber Fragen wie PrĂ€ventionsmaßnahmen und den Ursprung des Virus. Wir wenden uns entschieden gegen die Politisierung von Fragen der öffentlichen Gesundheit und die Stigmatisierung anderer LĂ€nder unter dem Vorwand von Covid-19. Wir lehnen alle diskriminierenden Bemerkungen und Praktiken gegen ein Land, eine Region oder eine ethnische Gruppe entschieden ab und fordern die Regierungen aller LĂ€nder auf, aktive Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit, der Sicherheit und der legitimen Interessen der auslĂ€ndischen Staatsangehörigen und der Studenten, die sie beherbergen, zu ergreifen.

X. Wir sind der Ansicht, dass der Ausbruch von Covid-19 die Notwendigkeit offenbart hat, dass alle LĂ€nder die Aussicht auf ein gemeinsames Wachstum durch GesprĂ€che und Zusammenarbeit weiter fördern und die fĂŒhrende Rolle der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation in der globalen Gesundheitspolitik unterstĂŒtzen mĂŒssen. Wir fordern alle Parteien auf, die Koordination und Zusammenarbeit im Rahmen der G20 und anderer internationaler Mechanismen fĂŒr eine wirksame internationale PrĂ€vention und Kontrolle zu verbessern, wenn wir uns um den Aufbau einer globalen Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft fĂŒr das öffentliche Gesundheitswesen bemĂŒhen.

Als wichtige politische Parteien aus LĂ€ndern in aller Welt sind wir entschlossen, unter den ungewöhnlichen UmstĂ€nden eine enge Kommunikation aufrechtzuerhalten und dafĂŒr zu sorgen, dass die gebĂŒhrende Rolle der politischen FĂŒhrung besser wahrgenommen wird, um politische Energie in den globalen Kampf gegen Covid-19 einzubringen. Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere derzeitigen Schwierigkeiten nur vorĂŒbergehender Natur sind, so wie die Sonne nach jedem Sturm wieder scheinen wird. Wenn die internationale Gemeinschaft mit Zuversicht und Entschlossenheit konzertierte Anstrengungen unternimmt und einen wissenschaftlich fundierten und zielgerichteten Ansatz verfolgt, wird sie den endgĂŒltigen Sieg in der globalen Blockade gegen Covid-19 auf jeden Fall erringen. Wir glauben, dass nach der Pandemie die weltweite Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft fĂŒr die Menschheit gestĂ€rkt daraus hervorgehen wird und die Menschheit ein helleres Morgen begrĂŒĂŸen wird.
NEUER BEITRAG04.04.2020, 17:42 Uhr
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mmp1994

Dringendste und ernsthafteste Herausforderung Sehr gute und humanistische ErklĂ€rung. Von China lernen heißt gegen Covid 19 siegen lernen! #kpch #corona #covid19
NEUER BEITRAG06.04.2020, 00:57 Uhr
Nutzer / in
tolpatchow

Dringendste und ernsthafteste Herausforderung Finde ich gut dass sich die kommunistische Partei Chinas an die Menschen der ganzen Welt wendet. Genau das ist jetzt nötig
NEUER BEITRAG06.04.2020, 14:09 Uhr
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arktika

Dringendste und ernsthafteste Herausforderung Mir etwas zu humanistisch und "menschenfreundlich", die "Menschheit" als Ganzes. Ohne KlassenwidersprĂŒche, ohne koloniale und halbkoloniale Ausbeutung, ohne Repression zu benennen? Es ist ja sicher schön und vielleicht auch sinnvoll, eine eher allgemeine ErklĂ€rung zu schreiben, unter die sich möglichst viele (Parteien) drunter setzen können, aber hier fehlt mir doch zuviel. Die KĂ€mpfe, die wir fĂŒhren (mĂŒssen), sind ausgeblendet, zugunsten einer großen - nicht existierenden und wenn wir nicht drum kĂ€mpfen und gewinnen, auch nicht existieren werdenden - Menschheit oder "Weltgemeinschaft".
So, wie die ErklÀrung formuliert ist, kann sich auch unser Klassenfeind drunter setzen. Leider.
NEUER BEITRAG06.04.2020, 20:56 Uhr
Nutzer / in
Toto

Der Aufruf ist sicherlich ganz richtig. Er hat den Zweck den Druck auf die KP China und die VR China zu nehmen, China in andere Licht zu bringen. Es geht konkret um die StĂ€rkung der Volksrepublik China auf der internationalen Parkett. Diesen Zweck sollte von den Kommunisten aller LĂ€nder unterstĂŒtzt wird.

Die allgemeine China-Freundlichkeit (mit Leuten, die noch vor wenige Jahre noch "China sei kapitalistisch/imperialistisch") ist sicherlich erfreulich. Der Erfolg Chinas in der BekĂ€mpfung von Covid-19 lag im Vertrauen der BĂŒrger Chinas in der KP China, die Anstrengung der chinesischen Nation. Was in erster Linie aber auch dem öffentlichen Eigentum zu danken ist. Ob in China auch eine Bemerkung ĂŒber Probleme des kapitalistischen Eigentums diskutiert werden und daraus Schlussfolgerungen gezogen werden. Das wĂ€re eine weitere Hoffnung neben StĂ€rkung der VR China auf internationaler Ebene.
NEUER BEITRAG06.04.2020, 21:53 Uhr
Nutzer / in
CaptKyrbis
CaptK
yrbis
Mir etwas zu humanistisch und "menschenfreundlich", die "Menschheit" als Ganzes.

Hab' mal irgendwo gelesen, die Interessen der Arbeiterklasse seien die Interessen der gesamten Menschheit, oder irgendwie so. Habe keine Ahnung mehr, wie das Buch heißt, wo ich es gelesen habe, aber bin mir sicher, es war blau... smiley

Jedenfalls, "Kommunismus auf einem Sechstel der ErdoberflĂ€che" war jetzt nicht soo erfolgreich; vielleicht sollten wir uns fĂŒr den nĂ€chsten Anlauf vornehmen, ein rundes Ding draus zu machen.

@Redaktion:

'tschuldigung, wenn ich drĂ€ngel, aber die Unterzeichner wĂŒrden mich schon interessieren.
NEUER BEITRAG07.04.2020, 06:33 Uhr
Nutzer / in
Toto

Dringendste und ernsthafteste Herausforderung Orginalquelle: Link ...jetzt anmelden! (Internationale Abteilung der KP China)

NEUER BEITRAG07.04.2020, 09:05 Uhr
Nutzer / in
mischa

@toto: Die UnterzeichnerInnen hab ich da aber auch nicht gefunden - hab ich falsch gesucht?
NEUER BEITRAG07.04.2020, 12:31 Uhr
Nutzer / in
arktika

Dringendste und ernsthafteste Herausforderung Besser als die "chinesische" gefĂ€llt mir die untenstehende ErklĂ€rung (von der KKE initiiert), da sie nicht so allgemein humanitĂ€r daherkommt, sondern daneben auch klar Roß und Reiter benennt:

Dutzende Kommunistische und Arbeiterparteien fordern sofortige Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und der Rechte der Völker!

Mit einer Gemeinsamen ErklĂ€rung nehmen 82 Kommunistische und Arbeiterparteien aus der ganzen Welt Stellung zu der Situation, die durch die Coronavirus-Pandemie weltweit entstanden ist. In der Gemeinsamen ErklĂ€rung, die von der KKE initiiert wurde, bekunden die Kommunistischen Parteien ihre SolidaritĂ€t gegenĂŒber den ÄrztInnen und den PflegekrĂ€ften, den Menschen, die durch das Virus erkrankt sind, und prangern die enormen MĂ€ngel im öffentlichen Gesundheitswesen an. Es sind die Folgen der volksfeindlichen Politik der Regierungen, die im Dienst des Großkapitals das Gesundheitswesen kommerzialisieren und privatisieren und die Profitmacherei der Monopolunternehmen unterstĂŒtzen. Sie betonen, dass die aktuelle Situation das antisoziale Wesen des Kapitalismus widerspiegelt und die Notwendigkeit und die Vorteile der sozialistischen Gesellschaft aufzeigt. Die Kommunistischen und Arbeiterparteien fordern die sofortige Ergreifung aller notwendigen Maßnahmen zur BekĂ€mpfung der Epidemie, durch die UnterstĂŒtzung und VerstĂ€rkung der öffentlichen Gesundheitssysteme.

Die Gemeinsame ErklÀrung im Wortlaut:


Kommunistische und Arbeiterparteien

Sofortmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit und der Rechte der Völker


Die Kommunistischen und Arbeiterparteien stellen sich mit Verantwortungsbewusstsein vor unsere Völker. Wir sind hier! Wir stehen an vorderster Reihe des Kampfes, damit sofort alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und zur GewĂ€hrleistung der Rechte der Arbeiterklasse und der Volksschichten ergriffen werden. Überall!

Unser herzlicher Dank gilt den Ärzten und Ärztinnen, Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern, dem Personal der KrankenhĂ€user und Gesundheitseinrichtungen, die den Kampf gegen die Pandemie unter großen Schwierigkeiten fĂŒhren.

Wir bringen unsere SolidaritĂ€t mit den von der CoVID-19-Pandemie Betroffenen zum Ausdruck und wĂŒnschen ihnen eine rasche Genesung.

Wir grĂŒĂŸen die LĂ€nder, die SolidaritĂ€tsaktionen mit den am stĂ€rksten betroffenen LĂ€ndern entfalten, wie die Entsendung von SchutzausrĂŒstung und medizinischem Personal, wie China, Kuba und Russland – Aktionen, die im krassen Gegensatz zur Abwesenheit der EuropĂ€ischen Union stehen.

Die Pandemie CoVID-19 beweist auf tragische Weise die enormen MĂ€ngel in den Gesundheitssystemen in allen kapitalistischen LĂ€ndern, die schon vor dem Ausbruch des Coronavirus bekannt waren.Diese MĂ€ngel sind nicht zufĂ€llig entstanden, sondern sind das Ergebnis der volksfeindlichen Politik der Regierungen im Dienst des Großkapitals, um das Gesundheitswesen zu kommerzialisieren und zu privatisieren, und die Profitmacherei der Monopolgruppen zu unterstĂŒtzen. Diese Politik untergrĂ€bt die großen wissenschaftlichen und technologischen Möglichkeiten, die heute zur VerfĂŒgung stehen, um allen BedĂŒrfnissen der Menschen in den Bereichen PrĂ€vention und Gesundheitsversorgung zu entsprechen.

Die heutige Erfahrung offenbart das antisoziale und parasitĂ€re Wesen des Kapitalismus und unterstreicht die Überlegenheit und AktualitĂ€t des Sozialismus und der wissenschaftlichen Zentralplanung auf der Grundlage der BedĂŒrfnisse des Volkes zur GewĂ€hrleistung der primĂ€ren GesundheitsfĂŒrsorge und PrĂ€vention, der KrankenhĂ€user, des medizinischen und pflegerischen Personals, der Medikamente, der Labore, der Ă€rztlichen Untersuchungen und aller anderen Faktoren, die fĂŒr ErfĂŒllung der stĂ€ndigen und außerordentlichen BedĂŒrfnisse der Menschen erforderlich sind.

Die bereits bestehende Verlangsamung der Weltwirtschaft wird nun durch die Ausbreitung des Coronavirus noch verstĂ€rkt und erhöht das Risiko einer neuen Krise in der kommenden Zeit. Trotz der Propaganda ĂŒber einen angeblichen „Konsens“ konzentrieren die Regierungen im Dienst des Großkapitals ihre finanziellen Maßnahmen auf die UnterstĂŒtzung von Monopolgruppen und werden erneut versuchen, die Last der Krise auf die Arbeiterklasse und die anderen Volksschichten abzuwĂ€lzen.Die WerktĂ€tigen und die Völker können und dĂŒrfen nicht wieder zahlen!

Die „individuelle Verantwortung“ darf nicht als Vorwand benutzt werden, damit sich Staat und Regierung aus der Verantwortung ziehen. Heute erfordert die Ergreifung der notwendigen Maßnahmen auch den Kampf der Völker gegen die Politik der UnterstĂŒtzung der Monopolgruppen, die die Befriedigung der BedĂŒrfnisse und die Gesundheit der Völker auf dem Altar der kapitalistischen Profitmacherei opfert.

Die Kommunistischen und Arbeiterparteien fordern, dass sofort alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um die Epidemie zu bekĂ€mpfen. Dazu gehören, unter anderen, folgende Maßnahmen:

- Sofortige StĂ€rkung der öffentlichen Gesundheitssysteme durch staatliche Finanzierung, Einstellung von festangestelltem medizinischem und pflegerischem Personal mit vollen Arbeitsrechten. ErfĂŒllung des Bedarfs an Intensivstationen und an Infrastruktur, die fĂŒr die FunktionsfĂ€higkeit der öffentlichen Gesundheits- und Forschungsdienste erforderlich ist.

- UnverzĂŒgliche und kostenlose Bereitstellung aller notwendigen Schutzmittel (Masken, Handschuhe, Antiseptika usw.) durch den Staat fĂŒr die Bevölkerung und BekĂ€mpfung der Preistreiberei. Bereitstellung aller SchutzausrĂŒstungen fĂŒr das gesamte medizinische Personal, das diesen Kampf in den KrankenhĂ€usern unter großen persönlichen Opfern fĂŒhrt.

- Schutz des Einkommens und der Rechte der arbeitenden Volksschichten. Die ZĂŒgellosigkeit des Kapitals muss gebremst werden, das unter dem Deckmantel der CoVID-19-Epidemie zu Massenentlassungen greift und versucht, Lohnrechte, Arbeitszeit, Freistellung von der Arbeit und andere Arbeitsrechte weiter mit FĂŒĂŸen zu treten. Sofortige Maßnahmen zum Schutz der WerktĂ€tigen am Arbeitsplatz.

- Nein zur EinschrÀnkung der demokratischen Rechte der Völker unter dem Vorwand des Coronavirus.


- Beendigung aller Sanktionen und Maßnahmen der Wirtschaftsblockade, die in dieser Situation noch ungerechter und krimineller sind und das Leben der Völker in den LĂ€ndern, gegen die sie sich wenden, noch schwieriger machen. Alle notwendigen Maßnahmen sind zu ergreifen, um die Gesundheit und das Leben der Menschen zu schĂŒtzen.

- Wir sagen „Nein!“ zu imperialistischen Interventionen und militĂ€rischen Manövern, wie denen der NATO, und fordern, dass die öffentlichen Mittel umgelenkt werden, um die BedĂŒrfnisse der Völker zu unterstĂŒtzen, wie z.B. die Finanzierung der öffentlichen Gesundheits- und Sozialversicherungssysteme.


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NEUER BEITRAG07.04.2020, 12:32 Uhr
EDIT: arktika
07.04.2020, 12:36 Uhr
Nutzer / in
arktika

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Unterzeichnende Parteien:

Communist Party of Albania
Communist Party of Argentina
Communist Party of Armenia
Communist Party of Australia
Party of Labour of Austria
Communist Party of Azerbaidjan
Communist Party of Bangladesh
Communist Party of Belgium
Brazilian Communist Party
Communist Party of Britain
New Communist Party of Britain
Party of the Bulgarian Communists
Union of Communists in Bulgaria
Communist Party of Canada
Communist Party of Chile
Socialist Workers Party of Croatia
Communist Party of Cuba
AKEL, Cyprus
Communist Party of Bohemia & Moravia
Communist Party in Denmark
Egyptian Communist Party
Communist Party of El Salvador
Communist Party of Finland
Communist Revolutionary Party of France
Pole of Communist Revival in France
Unified Communist Party of Georgia
German Communist Party
Communist Party of Greece
Hungarian Workers Party
Communist Party of India
Communist Party of India (Marxist)
Tudeh Party of Iran
Workers Party of Ireland
Communist Party of Ireland
Communist Party of Israel
Italian Communist Party
Communist Party (Italy)
Jordanian Communist Party
Socialist Movement of Kazakhstan
Workers Party of Korea
Socialist Party of Latvia
Socialist Party (Lithuania)
Communist Party of Luxembourg
Communist Party of Malta
Communist Party of Mexico
Popular Socialist Party - National Political Association, Mexico
Nepal Communist Party
Communist Party of Norway
New Communist Party of the Netherlands
Communist Party of Pakistan
Palestinian People’s Party
Palestinian Communist Party
Paraguayan Communist Party
Peruan Communist Party
Communist Party of Poland
Portuguese Communist Party
Philippines Communist Party [PKP 1930]
Communist Party of Puerto Rico
Romanian Socialist Party
Communist Party of the Russian Federation
Russian Communist Workers Party
Communist Party of the Soviet Union
New Communist Party of Yugoslavia
Communists of Serbia
Communist Party of Slovakia
South African Communist Party
Communist Party of Spain
Communist Party of the Workers of Spain
Communists of Catalonia
Galizan People's Union
Communist Party of Sri Lanka
Communist Party of Swaziland
Communist Party of Sweden
Sudanese Communist Party
Syrian Communist Party
Syrian Communist Party - Unified
Communist Party, Switzerland
Communist Party of Turkey
Communist Party of Ukraine
Union of Communists of Ukraine
Communist Party USA
Communist Party of Venezuela

vom 2. April 2020
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NEUER BEITRAG07.04.2020, 13:17 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

"Hab' mal irgendwo gelesen, die Interessen der Arbeiterklasse seien die Interessen der gesamten Menschheit, oder irgendwie so. Habe keine Ahnung mehr, wie das Buch heißt, wo ich es gelesen habe, aber bin mir sicher, es war blau... smiley"

Lieber CaptKyrbis, das ist nun etwas billiger, als unbedingt nötig! Ich zitiere jetzt mal aus einem Buch mit einem blauen Einband:

"Die Produktion im allgemeinen ist eine Abstraktion, aber eine verstĂ€ndige Abstraktion, sofern sie wirklich das Gemeinsame hervorhebt, fixiert und uns daher die Wiederholung erspart. Indes dies Allgemeine, oder das durch Vergleichung herausgesonderte Gemeinsame, ist selbst ein vielfach Gegliedertes, in verschiedne Bestimmungen Auseinanderfahrendes. Einiges davon gehört allen Epochen; andres einigen gemeinsam. [Einige] Bestimmungen werden der modernsten Epoche mit der Ă€ltesten gemeinsam sein. Es wird sich keine Produktion ohne sie denken lassen; [...] Die Bestimmungen, die fĂŒr die Produktion ĂŒberhaupt gelten, mĂŒssen grade gesondert werden, damit ĂŒber der Einheit – die schon daraus hervorgeht, daß das Subjekt, die Menschheit, und das Objekt, die Natur, dieselben – die wesentliche Verschiedenheit nicht vergessen wird. In diesem Vergessen liegt z.B. die ganze Weisheit der modernen Ökonomen, die die Ewigkeit und Harmonie der bestehenden sozialen VerhĂ€ltnisse beweisen." (Aus: Karl Marx: Einleitung zur Kritik der politischen Ökonomie. MEW 13, 617)

Es geht also um die Dialektik von 'allgemein' und 'einzeln', von 'abstrakt' und 'konkret', ... und um konkreten Fall in der Konsequenz um die Dialektik einer Frage von 'Strategie' und 'Taktik'. Ganz sicher ist die historische Aufgabe (bitte nicht idealistisch-teleologisch auffassen!) allgemein & abstrakt die Befreiung der Menschheit, einzeln und konkret ist dies aber nur möglich als Kampf um ihre Selbstbefreiung als Klasse. Allgemeine Menschheitsfragen, wie sie im SpĂ€t-Imperialismus notwendig immer hĂ€ufiger auf den Tisch kommen, sind nicht abstrakt lösbar, sondern nur konkret als Klassenfragen. Der von Dir angefĂŒhrte "Kommunismus auf einem Sechstel der ErdoberflĂ€che" ist im ideologischen Klassenkampf nicht zuletzt daran gescheitert, diese essentielle marxistische Erkenntnis vergessen bzw. sogar aktiv bekĂ€mpft zu haben. ... dies freilich auf der Basis einer bereits stagnativ geschwĂ€chten Ökonomie.

Nun ist die #VrChina aber ökonomisch in einer weitaus besseren Lage als die SU der '80er. Es kann also taktisch (!) - nicht strategisch! - fĂŒr die chinesische KP sinnvoll sein, einfach vorzufĂŒhren, daß sie Menscheitsfragen eben auch konkret bĂŒndiger behandeln kann als die imperialistischen HauptlĂ€nder. Da die chinesische KP das m.E. offenbar in eine Art hegemoniale Einkreisungsstrategie einbettet (Einkreisung der Metropolen durch den Trikont als höheres Analogon zur Einkreisung der StĂ€dte durch das Land), kann es taktisch sinnvoll sein, die Klassenfrage als tatsĂ€chliche Ursache der chinesischen Überlegenheit unter dem Tisch zu lassen.

Uns in den imperialistischen Metropolen lĂ€ĂŸt uns diese ErklĂ€rung allerdings weitgehend allein, weil es hier entscheidend ist, die #Corona-Frage als Klassenfrage zu stellen, wenn wir nicht zu technokratischen Burgfriedenhilfstruppen des Klassenfeinds mutieren wollen. Ich kann also arktikas Mißbehagen mit dieser ErklĂ€rung nachvollziehen; ich hatte es auch.

Was wir hier als Kommunisten zu tun haben, mĂŒssen wir schon selber tun; die chinesische KP wird uns nicht auf diesem Wege raushauen können!
NEUER BEITRAG07.04.2020, 17:56 Uhr
Nutzer / in
mischa

"Wir stehen an vorderster Reihe des Kampfes, damit sofort alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und zur GewĂ€hrleistung der Rechte der Arbeiterklasse und der Volksschichten ergriffen werden. Überall!"

Na, dann hoffen wir mal, daß die Massen das auch erkennen und zu wĂŒrdigen wissen.
NEUER BEITRAG07.04.2020, 22:34 Uhr
Nutzer / in
CaptKyrbis
CaptK
yrbis
das ist nun etwas billiger, als unbedingt nötig

Ich halt's da ganz gerne mit Edmund Husserl: "Nicht immer die großen Scheine, meine Herren! Kleingeld! Geben Sie mir Kleingeld!"

Was jetzt die beiden Texte angeht - wĂ€re es reine Geschmackssache, könnte man natĂŒrlich sagen: der eine mag's mehr humanistisch, der andere mehr martialisch, genauso wie der eine lieber Faulkner, der andere lieber Jerry Cotton liest. Es geht aber nicht nur um die Frage guten Geschmacks.

Der erste Text ist initiiert von einer KP, die eine Großmacht mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden regiert und die nun der ganzen Welt, ungeachtet unterschiedlicher politischer Systeme, die Hand reicht. Im Text finde ich eigentlich keinen einzigen Satz, dem man widersprechen könnte.

Wichtig insbesondere Punkt (VII): entgegen der Propaganda der imperialistischen Versager ist China nicht schuld an der Pandemie, und Punkt (VIII): UnterstĂŒtzung der EntwicklungslĂ€nder.

Der zweite Text: initiiert von einer 5-Prozent-Partei, die in den letzten Jahren ohnmĂ€chtig zusehen mußte, wie Tsipras das Tafelsilber ihres Landes verschleuderte. Inhaltlich ist der Text in vielerlei Hinsicht zu beanstanden:

Ziemlich EUrozentrische Sichtweise, die Dritte Welt taucht nicht explizit auf, stattdessen EU-bashing ('Abwesenheit' in Italien, was nicht mehr so ganz up to date ist); "StĂ€rkung der öffentlichen Gesundheitssysteme durch staatliche Finanzierung [...] ErfĂŒllung des Bedarfs an Intensivstationen und an Infrastruktur" - das erzĂ€hl mal in Bangladesch, Mali oder Nicaragua.

"CoVID-19 beweist auf tragische Weise die enormen MĂ€ngel in den Gesundheitssystemen in allen kapitalistischen LĂ€ndern"

Die kapitalistischen LĂ€nder BRD, SĂŒdkorea, Österreich, Schweiz und auch Griechenland sind dem Augenschein nach mit relativ geringen Verlusten an Menschenleben (und weniger drastischen Maßnahmen als China) durch die Pandemie gekommen; wo es grĂ¶ĂŸere Opferzahlen gegeben hat, lag es weniger an den Gesundheitssystemen als an der Inkompetenz und/oder Skrupellosigkeit der jeweiligen Regierungen. FĂŒr die BRD und einige andere dĂŒrfte Covid-19 wohl eher ein propagandistischer Erfolg werden - "da seht Ihr mal, wie gut wir aufgestellt sind".

TatsÀchlich gibt es erhebliche MÀngel in den kapitalistischen Gesundheitssystemen, aber mit solchen Statements wie oben macht man sich zum Gespött der Leute.
NEUER BEITRAG08.04.2020, 12:27 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

Entschuldige CaptKyrbis, aber Don Quixotes Kampf mit den WindmĂŒhlen war eine durchaus realistische Aktion gegen das, was Du hier anfĂ€ngst: Ich habe die KKE-initiierte ErklĂ€rung ĂŒberhaupt nicht kommentiert und schon gar nicht gegen die KPCh-initiierte ErklĂ€rung in Rechnung gebracht, deren taktischen Sinn ich im Kontext einer trikontinentalen Einkreisungstrategie durchaus verstehe und auch nicht als falsch bezeichnet habe. Ich halte allerdings diese ErklĂ€rung fĂŒr Kommunisten in einem imperialistischen Hauptland nicht einfach so fĂŒr ĂŒbernehmbar, weil die Kampfbedingungen andere sind: Eine "klassenlose" Taktik implizierte hier auch eine klassenlose Strategie, mithin Burgfriedenpolitik. ... und die können wir uns bei Strafe des Untergangs nicht leisten, wie schwach auch immer wir sein mögen! Und so gesehen ist die KKE-initieerte ErklĂ€rung - ohne im grundsĂ€tzlichen Gegensatz zur KPCh-initiierten ErklĂ€rung zu stehen - an unserem politischen TagesgeschĂ€ft nĂ€her dran, SchwĂ€chen hin oder her. P.S.: Und sieh mal an, wer die alles mitgezeichnet hat. Auf die nĂ€chste Idee, hier eine Fronststellung KKE vs. KPCh sehen zu wollen, sollte hier hoffentlich niemand gekommen sein!

HĂ€tte Don Quixote Wirklichkeit und Dichtung auseinanderhalten können, hĂ€tte er sich den Kampf gegen WindmĂŒhlen sparen können; hĂ€tte CaptKyrbis genauer gelesen, hĂ€tte er sich den Kampf gegen einen Popanz sparen können.
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