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Das hier ver├Âffentlichte Referat wurde auf der I. Konferenz "Der Hauptfeind steht im eigenen Land" im Jahr 2009 in G├Âttingen gehalten. Es ist - neben den anderen Referaten der Konferenz in der Dokumentation zur I. Konferenz enthalten.

Die Dokumentation enth├Ąlt die Referate:
  • Entwicklung der deutschen Bourgeoisie / des deutschen Imperialismus seit dem deutschen Bauernkrieg
  • Der deutsche Imperialismus und die EU
  • Kriegsschaupl├Ątze Kosovo und Kaukasus
  • Der deutsche Imperialismus und Afrika
  • China und der deutsche Imperialismus
  • ┬äFinanzkrise┬ô und Neuaufteilung der Welt
  • Was ist proletarischer Internationalismus?

Bestellungen unter der Adresse info@gegen-denhauptfeind.de; Download u. a. via www.gegen-den-hauptfeind.de oder www.secarts.org. [PDF, ca. 5,4 MB]


Wenn man einen Gegenstand kennen und beurteilen will, muss man nicht nur seinen gegenw├Ąrtigen Zustand, sondern auch seine Geschichte kennen. Wir besch├Ąftigen uns heute mit dem deutschen Imperialismus und seiner besonderen Aggressivit├Ąt. Warum reden wir von einer besonderen Aggressivit├Ąt des deutschen Imperialismus, und wie ist es dazu gekommen? Welche Vergangenheit hat die herrschende Klasse in der BRD?

Das erste gro├če Verbrechen des deutschen B├╝rgertums, das seine sp├Ątere Rolle als zu sp├Ąt und zu kurz gekommene Kapitalistenklasse und schlie├člich aggressivsten aller Imperialisten begr├╝ndete, liegt im 16. Jahrhundert. Wir sind beim deutschen Bauernkrieg, der demokratischen Revolution der Bauern, dem ersten gro├čen Versuch auf deutschem Boden, dem feudalistischen Gesellschaftssystem den Garaus zu machen. Dieser gro├če und hoffnungsvolle Kampf wurde vom deutschen B├╝rgertum verraten, obwohl er ja eigentlich f├╝r die Zukunft des B├╝rgertums gef├╝hrt wurde. Wie ist es dazu gekommen? Ausgangspunkt des Bauernkriegs waren gesellschaftliche Ver├Ąnderungen aufgrund eines bedeutenden Aufschwungs der Produktion in den letzten beiden Jahrhunderten. Allerdings war Deutschland im Vergleich mit anderen L├Ąndern zur├╝ckgeblieben. Engels schrieb dazu in seiner Schrift ┬äDer deutsche Bauernkrieg┬ô: ┬äDer Ackerbau stand weit hinter dem englischen und niederl├Ąndischen, die Industrie hinter der italienischen, fl├Ąmischen und englischen zur├╝ck, und im Seehandel fingen die Engl├Ąnder und besonders die Holl├Ąnder schon an, die Deutschen aus dem Felde zu schlagen.┬ô
Das war auch hemmend f├╝r den politischen Fortschritt. Engels f├╝hrte weiter aus: ┬äW├Ąhrend in England und Frankreich das Emporkommen des Handels und der Industrie die Verkettung der Interessen ├╝ber das ganze Land und damit die politische Zentralisation zur Folge hatte, brachte Deutschland es nur zur Gruppierung der Interessen nach Provinzen, um blo├č lokale Zentren, und damit zur politischen Zersplitterung; einer Zersplitterung, die bald darauf durch den Ausschluss Deutschlands vom Welthandel sich erst recht festsetzte. In demselben Ma├č, wie das reinfeudale Reich zerfiel, l├Âste sich der Reichsverband ├╝berhaupt auf ...Wer in dieser Verwirrung ... schlie├člich gewann und gewinnen musste, das waren die Vertreter der Zentralisation innerhalb der Zersplitterung, ... die F├╝rsten ...┬ô. Durch diese ung├╝nstige Ausgangssituation war die Position des aufstrebenden deutschen B├╝rgertums geschw├Ącht und die Grundlage f├╝r seine sprichw├Ârtliche Feigheit gelegt.

Ein so genannter deutscher Nationalheld, der heute immer mal wieder gern aus dem Zylinder gezogen wird und in dieser Zeit eine entscheidende Rolle gespielt hat, war Martin Luther. Er hat vor dem Bauernkrieg zun├Ąchst eine positive und der demokratischen Revolution n├╝tzliche Funktion gehabt.1517 hat er mit seinen 95 Thesen in Wittenberg die gesamte Opposition gegen die klerikale feudale Reaktion vereinigt und mobilisiert. Mit seiner Bibel├╝bersetzung und der daraus folgenden Vereinheitlichung der deutschen Sprache hat er den Bauern und den besitzlosen Plebejern eine geistige Waffe in die Hand gegeben, die sie st├Ąrkte im Kampf gegen die in Aufl├Âsung begriffene Feudalordnung. Engels schreibt, dass drei Lager in den folgenden Jahren das Feld bestimmten: ┬äW├Ąhrend sich in dem ersten der drei gro├čen Lager, im konservativ-katholischen, alle Elemente zusammenfanden, die bei der Erhaltung des Bestehenden interessiert waren, also die Reichsgewalt, die geistlichen und ein Teil der weltlichen F├╝rsten, der reichere Adel, die Pr├Ąlaten und das st├Ądtische Patriziat, sammeln sich um das Banner der b├╝rgerlich-gem├Ą├čigten lutherischen Reform die besitzenden Elemente der Opposition, die Masse des niederen Adels, die B├╝rgerschaft und selbst ein Teil der weltlichen F├╝rsten, die sich durch Konfiskation der geistlichen G├╝ter zu bereichern hoffte und die Gelegenheit zur Erringung gr├Â├čerer Unabh├Ąngigkeit vom Reich benutzen wollte. Die Bauern und Plebejer endlich schlossen sich zur revolution├Ąren Partei zusammen, deren Forderungen und Doktrinen am sch├Ąrfsten durch M├╝nzer ausgesprochen wurden.┬ô Als 1525 der gro├če Aufstand der Bauern begann, zerbrach der b├╝rgerliche Teil der Opposition das B├╝ndnis und schlug sich, je entschlossener die Bauern und Plebejer gegen die Besitzenden k├Ąmpften, auf die Seite des konservativ-katholischen Lagers: ┬äGegen├╝ber der Revolution wurden die alten Feindschaften vergessen; ... und B├╝rger und F├╝rsten, Adel und Pfaffen, Luther und Papst verbanden sich gegen, wie sie sagten ┬ädie m├Ârderischen und r├Ąuberischen Rotten der Bauern┬ĺ.┬ô Im Namen der vereinigten katholischen und evangelischen Barmherzigkeit verk├╝ndete Luther das Urteil der gerade erst aufkommenden deutschen Bourgeoisie gegen die b├Ąuerlichen Rebellen: ┬äMan soll sie zerschmei├čen, w├╝rgen und stechen, heimlich und ├Âffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund totschlagen muss!┬ô Die Bauern konnten gegen diese vereinigte Konterrevolution nicht siegen. Ihre Revolution wurde zerschlagen. Sieger in diesem Kampf waren die weltlichen F├╝rsten, w├Ąhrend die Kirchenf├╝rsten gewaltig an Reichtum und Macht verloren. Dem B├╝rgertum hatte sein feiger Verrat gar nichts gebracht. Der Kampf um die b├╝rgerliche, demokratische Nation, der so verhei├čungsvoll mitten in einem Europa des Feudalismus begann, r├╝ckte f├╝r Deutschland in nicht mehr greifbare Ferne. Deutschland war zersplittert wie nie, die F├╝rsten bek├Ąmpften sich untereinander und behinderten den freien Aufstieg der Bourgeoisie.

Ein Jahrhundert sp├Ąter ruinierte der drei├čigj├Ąhrige Krieg das Land vollends.
Dieser Krieg zwischen der zentralen deutschen Reichsgewalt und den einzelnen deutschen F├╝rsten hatte dazu gef├╝hrt, dass aus so genannten Landsknechten und S├Âldnern sich bekriegende Heere entstanden waren. Ihr Beruf war der Krieg, der mit den barbarischsten, mittelalterlichen Formen der Verheerung des Landes, mit Mord, Raub, Pl├╝nderung und Gewaltanwendung jeglicher Art gegen die friedliche Bev├Âlkerung gef├╝hrt wurde.
Das also hatte das deutsche B├╝rgertum erreicht. Sein Verrat und die daraus folgende Niederschlagung der Bauernrevolution von 1525 ┬ähatte (wie Engels sagte) zur Folge, dass Deutschland f├╝r 200 Jahre aus der Reihe der politisch t├Ątigen Nationen Europas gestrichen wurde┬ô.
Noch eine Anmerkung zu Luther, dem Repr├Ąsentanten des feigen deutschen B├╝rgertums. Er hatte den deutschen B├╝rgern auf ihrem weiteren Weg neben der furchtsamen Feindseligkeit gegen├╝ber den arbeitenden Massen auch noch eine weitere Wegzehrung mitgegeben, von der sie sich bis heute n├Ąhrt: den Judenhass. Fr├╝her war es die katholische Kirche als eine der wichtigsten feudalen M├Ąchte gewesen, die das Hauptinteresse am Judenhass hatte ┬ľ die Juden verk├Ârperten n├Ąmlich am augenf├Ąlligsten den ├Âkonomischen, b├╝rgerlichen Fortschritt gegen├╝ber der Feudalordnung. Jetzt hatte der Judenhass eine wichtige Funktion f├╝r das deutsche B├╝rgertum, das vor den F├╝rsten gekuscht hatte und sich selbst damit der M├Âglichkeiten seiner Entwicklung beraubt hatte. Nun musste es ┬äden Juden┬ô, den unliebsamen Konkurrenten bek├Ąmpfen. Denn ┬äder Jude┬ô kannte sich eben auch besser als das junge B├╝rgertum mit den b├╝rgerlichen Gesch├Ąften unter widrigen mittelalterlichen Verh├Ąltnissen aus. Das lag an der besonderen Stellung, in die die Juden seit den Kreuzz├╝gen hineingezwungen worden waren. Luther lieferte die Anleitung zur Judenverfolgung, die Jahrhunderte sp├Ąter von den Hitlerfaschisten w├Ârtlich aufgegriffen wurde. Er forderte dazu auf, die Synagogen anzuz├╝nden und die H├Ąuser der Juden zu pl├╝ndern. Kurz vor seinem Tod predigte er, dass alle Juden aus Deutschland vertrieben werden m├╝ssten.

Zur├╝ck zu den Auswirkungen des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges: Durch ihn wurden selbst die schwachen Bindungen gelockert, durch die die zahlreichen deutschen F├╝rstent├╝mer im Rahmen des Reiches zusammengehalten wurden. Deutschland stellte jetzt ein buntscheckiges Gemenge faktisch voneinander unabh├Ąngiger Staaten dar, die von kleinen despotischen F├╝rsten regiert wurden.
In diesem Haufen wurde Preu├čen einer der reaktion├Ąrsten deutschen Staaten, das Preu├čentum, zur Hauptst├╝tze und Verk├Ârperung der Reaktion. Es ist die Geschichte Preu├čens, die eine Antwort auf die Frage gibt, warum die reaktion├Ąren Klassen auch in der nach- folgenden Entwicklungsgeschichte Deutschlands die Oberhand behielten.

Die Herrschaft der Reaktion in diesen damals existierenden deutschen Staaten wurde noch durch eine besondere Form des Absolutismus (Diktatur der Adelsklasse) verst├Ąrkt, die dieser in Deutschland angenommen hatte ┬äW├Ąhrend in England und Frankreich die absolutistische Monarchie eine zentralisierende Rolle spielte, die Bildung eines einheitlichen Nationalstaates f├Ârderte und dem b├╝rgerlichen Fortschritt diente, artete der Absolutismus in Deutschland in Despotismus aus. Die Tr├Ąger der absolutistischen Gewalt waren hier die Regenten der kleinen und kleinsten Staaten, die deutschen F├╝rsten, die in ihrer Politik die Interessen der reaktion├Ąren Klassen widerspiegelten. Der Absolutismus in Deutschland, der in die engen Rahmen der Kleinstaaten gezw├Ąngt war, und keine fortschrittlichen gesamtnationalen Aufgaben hatte, verwandelte sich in eine Tyrannei, die jedes Aufkommen einer Initiative und Aktivit├Ąt der Massen unterdr├╝ckte, in eine kleinliche geh├Ąssige Bevormundung, die alle lebendigen Kr├Ąfte des Volkes fesselte. Das Produkt dieses so beschaffenen Absolutismus war eine sich ma├člos verbreitende B├╝rokratie, eine Macht des Beamtentums, das hier immer mehr Einfluss auf den Gang des Staatslebens gewann. Das b├╝rokratische System hat der Entwicklung Deutschlands so fest seinen Stempel aufgedr├╝ckt, dass ein spezifisch deutscher b├╝rokratischer Beamtengeist entstanden ist mit seiner Verbeugung vor dem Buchstaben des Gesetzes, mit seiner sklavischen Unterw├╝rfigkeit vor der Macht der Besitzenden. Diese b├╝rokratische Maschine lastete mit ihrer ganzen Schwere auf den fortschrittlichen und revolution├Ąren Elementen des deutschen Volkes und verst├Ąrkte die Kr├Ąfte der Reaktion.┬ô (Marx und Engels ├╝ber das reaktion├Ąre Preu├čentum, S.7/8)

Beladen mit der Hypothek aus Verrat und Niedertracht in der Vergangenheit betrat die deutsche Bourgeoisie Anfang des 19. Jahrhunderts vorsichtig wieder die politische B├╝hne Europas. England hatte schon l├Ąngst die feudalen Fesseln abgestreift, und die strahlenden Siege der b├╝rgerlichen Revolution in Frankreich und Nordamerika Ende des 18. Jahrhunderts hatten ohne das deutsche B├╝rgertum stattgefunden. ├ťberall waren b├╝rgerliche Nationen entstanden, die als Sieger ├╝ber die feudalen Klassen dem Kapitalismus freie Bahn garantierten und die Gleichheit aller Menschen proklamierten ┬ľ nur Deutschland war zersplittert, reaktion├Ąr, dem Mittelalter verhaftet, und das auch in wirtschaftlicher Hinsicht: die im 16. Jahrhundert beginnende Manufakturperiode, die in England, Frankreich und Holland die Entwicklung der kapitalistischen Produktion einleitete, war am deutschen B├╝rgertum infolge der selbst verschuldeten Niederlage im deutschen Bauernkrieg vorbeigegangen. Die schon begonnene kapitalistische Produktion war r├╝ckl├Ąufig, Feudalverh├Ąltnisse hatten wieder Platz gegriffen. Erst in der zweiten H├Ąlfte des 18. Jahrhunderts gab es verst├Ąrkt kapitalistische Manufakturen auf deutschem Boden. Aus diesem Grund wurde es f├╝r das deutsche B├╝rgertum notwendig, wenn auch z├Âgernd und lustlos, sich von den alten Fesseln zu befreien. Mit Missmut und Unbehagen erinnerten sich die zu sp├Ąt gekommenen Spie├čb├╝rger Deutschlands an den Sturm der franz├Âsischen Revolution 1789 ┬ľ die von der deutschen Reaktion aktiv bek├Ąmpft worden war: Das vor der Revolution in Frankreich nach Deutschland gefl├╝chtete adelige und andere reaktion├Ąre Gesindel war mit deutschem Geld bewaffnet und f├╝r den ├ťberfall aufs eigene Land und Volk vorbereitet worden.
Das deutsche B├╝rgertum solidarisierte sich ├╝berhaupt nicht mit den B├╝rgern Frankreichs gegen diese konterrevolution├Ąren Angriffe, ganz im Gegenteil. Davon gibt z.B. einen Eindruck Friedrich Schillers 1799 geschriebenes sehr popul├Ąres, aber nicht sehr kluges ┬äLied von der Glocke┬ô, das beh├Ąbigen deutschen B├╝rgerflei├č gegen die revolution├Ąre Erhebung der franz├Âsischen Nation ausspielt. Zitate daraus: ┬äWenn sich die V├Âlker selbst befrein, da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn┬ô, und gegen die franz├Âsischen revolution├Ąren Frauen: ┬äDa werden Weiber zu Hy├Ąnen┬ô, im Gegensatz zur drinnen waltenden z├╝chtigen deutschen Hausfrau.
Die napoleonischen Eroberungskriege, gegen die sich die Staaten Europas zusammenschlossen und die 1813 bei Leipzig und 1815 bei Waterloo siegreich zur├╝ckgeschlagen wurden, waren ein Anlass, auch das deutsche B├╝rgertum endlich in Bewegung zu bringen. Die Siege ├╝ber Napoleon erh├Âhten ├╝berall bei den europ├Ąischen V├Âlkern das Selbstbewusstsein. In Deutschland begann sich zwar so etwas wie eine b├╝rgerlich-demokratische Bewegung zu regen, die allerdings vor der b├╝rgerlichen Gleichheit zur├╝ckschreckte, die Gegnerschaft zu dem Despoten Napoleon in eine Gegnerschaft gegen den fr├╝heren Revolution├Ąr Napoleon umwandelte und aufgrund der ├Âkonomischen R├╝ckst├Ąndigkeit von ihrem Judenhass nicht weg kam. Bezeichnend war das Wartburgfest der deutschen Burschenschaften 1817, wo unter revolution├Ąren Vorw├Ąnden deutsche Studenten erstmals eine B├╝cherverbrennung veranstalteten. Verbrannt wurde der Code Napoleon, das erste b├╝rgerliche Gesetzbuch, ebenso B├╝cher j├╝discher Schriftsteller. Heinrich Heine sagte damals, was 1933 noch genau so stimmte: ┬äDort wo man B├╝cher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.┬ô

Als die demokratische Revolution von 1848 ├╝ber Europa fegte, hatte das deutsche B├╝rgertum trotz seiner Vergangenheit in Feigheit und Reaktion eine Chance, noch den Anschluss an die Gegenwart zu finden und das Mittelalter zu ├╝berwinden ┬ľ zumal es einen starken B├╝ndnispartner an seiner Seite hatte. Das war die inzwischen stark angewachsene Arbeiterklasse, die ein Interesse an der schnellen kapitalistischen und demokratischen Entwicklung in Deutschland hatte. Denn nur so konnte die Grundlage f├╝r ihre eigene Befreiung von Ausbeutung und Unterdr├╝ckung geschaffen werden. Aber gerade dieses Proletariat machte den deutschen B├╝rgern mehr Angst als Mut: So schreibt Friedrich Engels: ┬äUnd zwar er schrak die deutsche Bourgeoisie damals nicht so sehr vor dem deutschen wie vor dem franz├Âsischen Proletariat. Die Pariser Junischlacht 1848 zeigte ihr, was sie zu erwarten habe; das deutsche Proletariat war gerade erregt genug, um ihr zu beweisen, dass auch hier die Saat f├╝r dieselbe Ernte schon im Boden stecke; und von dem Tage an war der politischen Aktion der Bourgeoisie die Spitze abgebrochen. Sie suchte Bundesgenossen, sie verhandelte sich an sie um jeden Preis ...
Diese Bundesgenossen sind s├Ąmtlich reaktion├Ąrer Natur. Da ist das K├Ânigtum mit seiner Armee und seiner B├╝rokratie, da ist der gro├če Feudaladel, da sind die kleinen Krautjunker, da sind selbst die Pfaffen. Mit allen diesen hat die Bourgeoisie paktiert und vereinbart, nur um ihre liebe Haut zu wahren, bis ihr endlich nichts mehr zu schachern blieb. Und je mehr das Proletariat sich entwickelte, je mehr es anfing, sich als Klasse zu f├╝hlen, als Klasse zu handeln, desto schwachm├╝tiger wurden die Bourgeois
.“ (Engels, Der deutsche Bauernkrieg)
So wie der Bauernkrieg endete die Revolution von 1848/49 mit einer Niederlage. Es ist der zweite gro├če Verrat der deutschen Bourgeoisie. Sie verbindet sich auf Gedeih und Verderb mit den untergehenden Klassen. Und auch diese halbe Revolution wird von antij├╝dischen Pogromen begleitet. W├Ąhrenddessen l├Ąsst der deutsche Nationalstaat auf sich warten.

Aber auch wenn die Revolution 1848 verloren ging, ist ihr Beginn am 18. M├Ąrz 1848 als heldenhafter ┬äBerliner Barrikaden Kampf┬ô, als Beispiel f├╝r die im ganzen Land gef├╝hrten Befreiungsk├Ąmpfe in die Geschichte der Arbeiterbewegung eingegangenen. In einer 16 Stunden lang w├Ąhrenden kriegerischen Auseinandersetzung schlugen die Berliner Arbeiter gemeinsam mit mutigen, demokratisch gesinnten B├╝rgern die preu├čische Armee in die Flucht.
Mit ihren Ergebnissen blieb sie allerdings weit hinter denen der franz├Âsischen Revolution von 1789 zur├╝ck. Bei einem Vergleich beider Revolutionen kommt Lenin zu folgender Feststellung: ┬äWorin besteht der Hauptunterschied zwischen den beiden Wegen? Darin, dass die b├╝rgerlich demokratische Umw├Ąlzung, die 1789 von Frankreich, 1848 von Deutschland verwirklicht wurde, dort vollendet wurde, hier aber nicht; im ersten Falle ging die Umw├Ąlzung bis zur Republik und zur vollen Freiheit, im zweiten machte sie halt, ohne die Monarchie und die Reaktion gebrochen zu haben┬ů es kam rasch zur ┬éBeruhigung┬ĺ des Landes, d. h. zur Unterdr├╝ckung des revolution├Ąren Volkes und zum Triumph des ┬éPolizeiwachtmeisters und des Feldwebels┬ĺ.┬ô (zit. nach: ├ťber das reaktion├Ąre Preu├čentum, S. 57)


 
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  Kommentar zum Artikel von gluta:
Montag, 16.04.2012 - 18:53

nochmal zu Luther:
auch die "Verbesserung" in "offen-siv" 11-06 Sept./Okt. 2011
ERSCHEINT MIR UNGENAU bzw NICHT ZUTREFFEND:

Eine kurze Erg├â┬Ąnzung zu Luther. Er gab der deutschen Bourgeoisie nicht nur die furchtsame Feindseligkeit vor den k├â┬Ąmpfenden Bauern und Besitzlosen mit auf den Weg. Auch der mittelalterliche Judenhass wurde von ihm instrumentalisiert.

Die katholische Kirche als eine wesentliche S├â┬Ąule der feudalistischen Gesellschaft war klassischer Tr├â┬Ąger des Judenhasses. Verk├â┬Ârperten doch j├â┬╝dische Menschen am ehesten den ├â┬Âkonomisch-b├â┬╝rgerlichen Fortschritt. Denn sie kannten sich, durch die katholische Kirche im Mittelalter in Gettos getrieben und zu f├â┬╝r Christen unreinen Geldgesch├â┬Ąften gezwungen, besser aus mit den b├â┬╝rgerlichen Gesch├â┬Ąften in einer feindseligen feudalen Umgebung.

So wurde ├ó┬Ç┬×der Jude├ó┬Ç┬ť zum unliebsamen Konkurrenten f├â┬╝r das junge deutsche Unternehmertum, das sich selbst durch den Verrat im Bauernkrieg und das Kuschen vor den F├â┬╝rsten um wichtige M├â┬Âglichkeiten seiner eigenen Weiterentwicklung gebracht hatte. Die Juden mussten als S├â┬╝ndenb├â┬Âcke herhalten. Unf├â┬Ąhig und unwillig, die Rolle der eigenen Klasse zu beurteilen, wurde der Judenhass zum wichtigen Ventil f├â┬╝r das deutsche B├â┬╝rgertum. Konnte doch aller Zorn gegen die unliebsamen Konkurrenten umgeleitet werden. Und Luther lieferte die Anleitung, die 400 Jahre sp├â┬Ąter grausame Wirklichkeit wurde. Er forderte dazu auf, die Synagogen anzuz├â┬╝nden und die H├â┬Ąuser der Juden zu pl├â┬╝ndern. Kurz vor seinem Tod predigte er, dass alle Juden aus Deutschland vertrieben werden m├â┬╝ssten.

hier wieder Alfredo Bauer: Kritische Geschichte der Juden
im Kapitel 15: Deutschland - die Frustration
ab Seite 229
http://www.neue-impulse-verlag.de/veroeffentlichungen/ebooks/
39-kritische-geschichte-der-juden-band-1.html

Die Juden (..) in die sich herausbildende Nation zu integrieren, sie innerhalb
der allgemeinen politischen Emanzipation zu emanzipieren: das alles
war historische Aufgabe des Bürgertums. Wo die Feudalordnung
weiterbestand, war diese Angelegenheit nicht aktuell. Wo die bürgerliche
Umw├â┬Ąlzung kraftvoll vonstatten ging, wurde sie als Forderung
gestellt und grunds├â┬Ątzlich abgeschlossen, wobei der Prozess
die der jeweiligen Nation entsprechenden kulturellen Formen annahm.
In Deutschland geschah das nur halb. Die unmittelbare Integration
der Juden musste misslingen, wie auch andere mit der
b├â┬╝rgerlichen Umw├â┬Ąlzung in Zusammenhang stehende Aufgaben
misslangen oder stecken blieben. Wenn Luther auch bis zu einem
gewissen Grad die Bedeutung des ├â┬Âkonomischen Faktors f├â┬╝r die
Judenfrage begriff, so konnte er doch nicht verstehen, dass er entscheidend
war. Für ihn war die Ursache des Zurückweisens seiner
Lehre durch die Juden deren ├é┬źHalsstarrigkeit├é┬╗, und er reagierte darauf
mit der ganzen Heftigkeit, deren er f├â┬Ąhig war.(..) Schier unglaublich
ist, dass der Mann, der in solcher Weise Gift und Galle gegen die
Juden speit, derselbe ist, der wenige Jahre zuvor sie gewinnen wollte
durch G├â┬╝te und Verst├â┬Ąndnis, der scharf diejenigen r├â┬╝gte, die hart
mit ihnen umgingen, und diesen die Schuld gab für die Zurückweisung
des Christentums durch die Juden. Man kann diese Ver├â┬Ąnderung
nicht psychologisch, sondern nur historisch erkl├â┬Ąren. Wenn
Luther Sanftmut und Brüderlichkeit gegenüber den Juden predigte,
handelte er als Wortführer des Bürgertums in dessen integrierender
Funktion. Sein sp├â┬Ąterer Groll und sein Hass dagegen entsprachen
der Konkurrenz und der Konfrontation des Bürgertums mit den
Juden. Beide Haltungen entsprachen der Natur der bürgerlichen
Klasse, und welche davon jeweils dominierte, hing ab von deren Kraft
245
in dem einen oder dem andern Augenblick, in dem einen oder dem
andern Milieu. Das deutsche Bürgertum, wirtschaftlich und politisch
schwach und daher geneigt, mit den r├â┬╝ckst├â┬Ąndigen Kr├â┬Ąften Kompromisse
einzugehen, blieb mit den Juden konfrontiert, ohne sie
integrieren zu k├â┬Ânnen, wie es dem holl├â┬Ąndischen und dem italienischen
B├â┬╝rgertum sehr wohl m├â┬Âglich war.
Das aufeinanderfolgende Erscheinen beider Einstellungen bei
Luther spiegelt die widerspruchsvolle Lage und die Ausrichtung des
deutschen Bürgertums, wie es die Scheidung zwischen Geist und
Materie, zwischen Kühnheit der Ideen und Feigheit in der Praxis,
die wir bei so vielen deutschen Denkern beobachten, ebenfalls spiegeln.
Goethe und Schiller zogen sich mit ihren Wünschen nach
menschlicher Emanzipation aufs ├é┬źgeistige Gebiet├é┬╗ zur├â┬╝ck. Hegel,
nachdem er die tiefsten Gesetze der Entwicklung und des menschlichen
Denkens gekl├â┬Ąrt hatte, kam zu dem ├â┬╝berraschenden Schluss,
im preu├â┬čischen Milit├â┬Ąrstaat sein h├â┬Âchstes Produkt zu sehen. Luther,
ein kraftvoller Charakter und Vertreter einer sehr wenig kraftvollen
Klasse, als er sah, dass er das Erwünschte nicht durchführen konnte,
entschloss sich, das Durchführbare zu wünschen, indem er an jener
traurigen Konfrontation mit allen ihren Kleinlichkeiten teilnahm,
da deren humanistische ├â┬ťberwindung f├â┬╝r ihn nicht erreichbar war.
Luther konnte nur ahnen, dass die Unm├â┬Âglichkeit, die Juden in
diesem Augenblick und in diesem Milieu zu integrieren, durch wirtschaftliche
und soziale Faktoren bedingt war; wie er auch nicht begreifen
konnte, dass die Treue gro├â┬čer Teile des deutschen Volkes
zur ├é┬źpapistischen F├â┬Ąulnis├é┬╗ von den gleichen Faktoren herr├â┬╝hrte.
Daher sein Zorn ├â┬╝ber die ├é┬źHalsstarrigen├é┬╗, die einen und die andern.
In der Tat konnte Luther nicht anders reagieren. Wir aber k├â┬Ânnen es
doch nicht unterlassen, die heftigen Angriffe seiner letzten Jahre
gegen die Juden scharf zu verurteilen. Wie auch seine Aufrufe zum
Mord an den Bauern, die ebenfalls ihre soziale und historische Erkl├â┬Ąrung
haben.
Luthers antijüdische Haltung und besonders sein Akzeptieren
der klassischen, dummen L├â┬╝gen von der ├é┬źBrunnenvergiftung├é┬╗ und
den ├é┬źRitualmorden├é┬╗ hatten ihre Wirkung auf die Volksmassen, die
sich schon vorher in der entsprechenden Stimmung befanden. Die
deutsche Folklore spiegelt diese Stimmung, etwa das M├â┬Ąrchen ├é┬źDer
Jude im Dorn├é┬╗, das die Br├â┬╝der Grimm wiedergeben. Das M├â┬Ąrchen
dr├â┬╝ckt die Genugtuung aus, die Erz├â┬Ąhler und H├â┬Ârer empfinden, wie
246
der Jude gehenkt wird, nachdem er, durch Zauberkraft gefoltert, einen
Diebstahl gestanden hat (den er vielleicht gar nicht begangen
hat). Aber freilich, die Sammlung der Br├â┬╝der Grimm enth├â┬Ąlt auch
das M├â┬Ąrchen ├é┬źDie Sonne bringt├ó┬Ç┬Ös an den Tag├é┬╗ (das von Adalbert v.
Chamisso in seiner bekannten Ballade verarbeitet wurde), dessen
├é┬źTendenz├é┬╗ durchaus als ├é┬źjudenfreundlich├é┬╗bezeichnet werden kann
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

siehe auch im Kapitel 11
Der Jude ├â┬╝bte also, wie gesagt, im ├é┬źklassischen├é┬╗ Feudalsystem
eine notwendige Funktion aus, und seine soziale Stellung war m├â┬Ąchtig
und prek├â┬Ąr zugleich. Im Laufe der sozialen Umschichtung, die im
11. Jh. stattfand, kam eine neue wirtschaftliche und gesellschaftliche
Struktur auf: die Stadt.
Es entwickelten sich in Westeuropa eine handwerkliche
Produktion und in Beziehung dazu ein ├é┬źeigener├é┬╗ Handel.
Dieser Handel war wesentlich anders als der im frühen Mittelalter
von den Juden ausgeübte, der nur mit dem Import in Verbindung
stand. Wenn wir diesen Handel ├é┬źden eigenen├é┬╗ nennen, beziehen
wir uns nat├â┬╝rlich weder auf die Religion noch auf die ├é┬źRasse├é┬╗
des christlichen H├â┬Ąndlers, sondern lediglich auf seine Beziehung zur
lokalen Produktion, die der Jude nicht besa├â┬č.
Der ├é┬źlokale├é┬╗, ├é┬źeigene├é┬╗ Handel entwickelte sich also nicht nur
unabh├â┬Ąngig vom j├â┬╝dischen, sondern in eindeutiger Konkurrenz zu
ihm. Der Widerspruch zwischen beiden drückte die Opposition
zwischen der Naturalwirtschaft und der Handelswirtschaft aus. Die
letztere war in der Lage, auf die Handelsfunktion des Juden, die auf
der R├â┬╝ckst├â┬Ąndigkeit der Produktion beruhte, zu verzichten. ├é┬źDas
Handelsmonopol der Juden nahm ab in dem Ma├â┬če, in dem die V├â┬Âlker,
auf deren Kosten sie lebten, sich entwickelten.»8
Ein solcher wirtschaftlicher Widerspruch musste zu einem heftigen
Kampf gegen den Juden führen, bei dem dieser, der nicht den
R├â┬╝ckhalt der Produktion besa├â┬č, zwangsl├â┬Ąufig unterlag. Gewiss war
die ideologische Scheidung nicht die Ursache der Judenverfolgungen;
doch machte sie die Konfrontation sch├â┬Ąrfer. Die ├é┬źreligi├â┬Âse Be-
7 León, S. 96.
8 León, S. 93.
159
sonderheit├é┬╗ des Juden erleichterte in der so sehr von Religiosit├â┬Ąt gepr├â┬Ągten
Gesellschaft des Mittelalters die allgemeine Ausrichtung und
den Kampf gegen ihn.
Wenn der Jude auch durch den der lokalen Produktion verhafteten
├é┬źbodenst├â┬Ąndigen├é┬╗ Kaufmann verdr├â┬Ąngt wurde, so verlor er doch
nicht jede wirtschaftliche Funktion. Das jüdische Kapital wurde vom
Handelskapital zum Kredit- und Wucherkapital. Der jüdische Kredit
aber hatte (weiter) den Konsum zum Zweck, nicht die Produktion,
wie der moderne Kredit. Er diente der Verschwendungssucht
des Adels, eine noch ├é┬źnotwendige├é┬╗, aber durchaus unproduktive Funktion.
Das jüdische Kapital, das zuvor eine nützliche und unersetzbare
Funktion in der Gesellschaft ausgeübt hatte, was den dabei erzielten
Gewinn legitimierte, war nun in eine parasit├â┬Ąre Stellung abgedr├â┬Ąngt.
Materiell interessiert an der Beibehaltung der wirtschaftlichen
R├â┬╝ckst├â┬Ąndigkeit, die seine eigene soziale Funktion sicherte, spielte
das j├â┬╝dische Kapital eine reaktion├â┬Ąre Rolle.
Der Jude war unter den reaktion├â┬Ąren Kr├â┬Ąften jener Periode, die
Ziele des Volkshasses waren, am exponiertesten und verwundbarsten,
da sein wirtschaftlicher R├â┬╝ckhalt jetzt prek├â┬Ąr war und seine ideologische
Isolierung die direkte Verfolgung erleichterte.
Den Konflikt mit dem jungen, ├é┬źbodenst├â┬Ąndigen├é┬╗ Handelskapital
zu begreifen, bedeutet nicht, blind zu sein gegenüber der menschlichen
Trag├â┬Âdie der Verdr├â┬Ąngung einer ehemals m├â┬Ąchtigen und geachteten
Menschengruppe an den Rand der Gesellschaft und ihrer
Verwandlung in das Ziel allgemeiner Verachtung. Eine Trag├â┬Âdie, die
bekanntlich würdig war, von einem Shakespeare beschrieben zu
werden.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Abraham Le├â┬│n: Concepci├â┬│n marxista de la cuesti├â┬│n jud├â┬şa. Buenos Aires
1965. (übersetzt von Alfredo Bauer)
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Simon Dubnow: Weltgeschichte des jüdischen Volkes, Bd. I. Jüdischer
Verlag, Berlin 1925. (Vom zehnb├â┬Ąndige Werk Dubnows erschien der letze Band 1929)



  Kommentar zum Artikel von retmarut:
Sonntag, 15.04.2012 - 21:25

Eine kleine Anmerkung systematischer Art m├â┬Âchte ich beisteuern:

Wir sollten stets sauber zwischen Anti-Judaismus und Antisemitismus unterscheiden.
Ersteres ist dem Feudalismus verhaftete Judenfeindschaft, die auf rein religi├â┬Âser Basis argumentiert. Im Gegensatz zum Antisemitismus konnte mensch sich da zumindest durch Zwangstaufe noch vor dem Tode retten, was im Antisemitismus, also der rassistisch begr├â┬╝ndeten Judenverfolgung im aufkommenden bourgeoisen Zeitalter nicht mehr m├â┬Âglich war.

Antisemitismus kommt erstmals in Deutschland w├â┬Ąhrend der sog. "Befreiungskriege" (ein zivilisatorischer Rollback) gegen die franz├â┬Âsische Herrschaft (welche zuvor den Juden mit dem Code Civil in mehreren deutschen Staaten erstmalig gleiche B├â┬╝rgerrechte brachte!) auf. Er war von Beginn an rassistisch begr├â┬╝ndet, wobei eingangs noch Versatzst├â┬╝cke der klassischen antijudaistischen Propaganda als Transmissionsriemen weiter genutzt wurden. Hauptpropagandisten bei der Etablierung des Antisemitismus in Deutschland waren Hetzer wie Ernst Moritz Arndt und Heinrich Eugen Marcard. Sie legten den Grundstein f├â┬╝r die "wissenschaftlich" verbr├â┬Ąmte, rassistische Judenverfolgung und gaben die auch heute noch weitgehend aktuellen Propagandaphrasen des Antisemitismus heraus.

Der Antisemitismus wie auch das als Franzosenhass verkleidete antimoderne, reaktion├â┬Ąre Moment bildeten eine der wesentlichen Grundlagen f├â┬╝r den v├â┬Âlkischen deutschen Nationalismus. Hier verbindet sich klassennegierende Inklusion (als "Volksk├â┬Ârper"-Ideologie) mit der Exklusion von vermeintlich "Fremdrassigem" (insb. Antisemitismus, Antiziganismus, antislawische Ideologien).

Es ist daher ahistorisch und nicht wirklich hilfreich, bei Judenfeindschaft in vorbürgerlichen Gesellschaftsformationen den Begriff Antisemitismus (auch nicht mit Anführungszeichen, wie es Alfredo Bauer tut) zu verwenden. Inhaltlich hat Alfredo Bauer allerdings recht und noch einmal sehr gut den Rahmen der mittelalterlichen Judendiskriminierung skizziert.




  Kommentar zum Artikel von gluta:
Sonntag, 15.04.2012 - 10:59

Zitat aus Erikas Referat:
Noch eine Anmerkung zu Luther, dem Repr├â┬Ąsentanten des feigen deutschen B├â┬╝rgertums. Er hatte den deutschen B├â┬╝rgern auf ihrem weiteren Weg neben der furchtsamen Feindseligkeit gegen├â┬╝ber den arbeitenden Massen auch noch eine weitere Wegzehrung mitgegeben, von der sie sich bis heute n├â┬Ąhrt: den Judenhass. Fr├â┬╝her war es die katholische Kirche als eine der wichtigsten feudalen M├â┬Ąchte gewesen, die das Hauptinteresse am Judenhass hatte


wie auch in der KAZ zum Antisemitismus erarbeitet wurde, ist die Entwicklung der Widersprüche zu untersuchen wichtig.
Alfredo Bauer hat in seinem Buch "Kritische Geschichte der Juden" herausragendes vorgelegt.

http://www.neue-impulse-verlag.de/veroeffentlichungen/ebooks/
39-kritische-geschichte-der-juden-band-1.html

hier zitiert Ausz├â┬╝ge aus der Krise des R├â┬Âm. Reiches (Sklavebhaltergesellschaft) im ├â┬ťbergang zum Feudalismus:


Zusammenfassend kann man sagen, dass das R├â┬Âmische Imperi-
um in seiner Verfallsperiode immer ├é┬źantisemitischer├é┬╗ wurde, je mehr
die Warenzirkulation verschwand und es zur Subsistenzwirtschaft,
der Naturalienproduktion für den Eigenbedarf überging. Die christ-
liche Kirche, die zur Verbündeten der Staatsgewalt geworden war,
strich aus ihrer Lehre alle ├â┬äu├â┬čerungen des Rebellentums, die sie ur-
sprünglich enthalten hatte, und pries den Gehorsam gegenüber der
bestehenden Ordnung als Tugend.
Wir haben im Judentum und im mittelalterlichen Christentum
zwei divergierende Moralsysteme, die gleichzeitig entstanden und
kodifiziert wurden: im Talmud bzw. in den Schriften der Kirchenv├â┬Ą-
ter. Es w├â┬Ąre h├â┬Âchst interessant, das Studium derselben bez├â┬╝glich ih-
res Klasseninhalts zu vertiefen, indem wir die jeweiligen Vorstellun-
gen vom Zusammenleben der Menschen, von der Familie, von der
Frau und vom Geschlecht, vom Denken und Fühlen, von der Kunst,
und vor allem vom Eigentum, von der Arbeit und vom Güteraus-
tausch analysierten. Eine so vertiefte Untersuchung würde jedoch
den Rahmen dieses Buches und auch den meiner eigenen Belesen-
heit sprengen. Wir werden uns also auf den wirtschaftlichen Aspekt
beschr├â┬Ąnken.
(..)
Der innere Antagonismus der beiden Religionen im Mittelalter
erkl├â┬Ąrt sich dadurch, dass sie ideologisch verschiedene soziale Struk-
turen mit verschiedenen wirtschaftlichen Funktionen widerspiegel-
ten: das Christentum die auf Eigenbedarf ausgerichtete Agrarpro-
duktion auf der Grundlage der Leibeigenschaft; das Judentum das
Handels- und Kreditkapital, das nicht durch die entsprechende Wa-
renproduktion gestützt und daher bis zu einem gewissen Grad aus
dem wirtschaftlichen und sozialen Leben verdr├â┬Ąngt war.
Da die Kirche zur Zeit des Verfalls des R├â┬Âmischen Imperiums
antijüdisch eingestellt war, gab es Judenverfolgungen von Seiten der
christlichen Bev├â┬Âlkerung, die sich von den Verfolgungen der Hei-
denzeit dadurch unterschieden, dass die Juden jetzt mehr marginali-
siert waren als damals und dass ihre T├â┬Ątigkeit f├â┬╝r die Gesellschaft
jetzt weniger notwendig war. Die Schriften des Neuen Testaments
boten die ideologische Handhabe für diese Verfolgungen.
(..)
In den ├é┬źPogromen├é┬╗ des ausgehenden Altertums wurden zahlrei-
che Juden erschlagen. Die offizielle Kirche begünstigte indirekt die-
se Schl├â┬Ąchtereien durch ihre Lehre vom ├é┬źgottesm├â┬Ârderischen Volk├é┬╗.
Auffallenderweise aber stellte die Kirche sich nie formell die Auf-
gabe, das Judentum zu vernichten, wie sie das in Bezug auf das
Heidentum und die verschiedenen Ketzereien sehr wohl tat. Das
Verschwinden der Juden lag eben durchaus nicht im Interesse des
Feudalismus in der ersten H├â┬Ąlfte seiner Existenz. Denn trotz aller
Widerspr├â┬╝che auf ├â┬Âkonomischem Gebiet konnte er nicht auf ihre
spezifische T├â┬Ątigkeit verzichten. Freilich bem├â┬╝hte sich die Kirche,
die Kontakte zwischen Christen und Juden nach M├â┬Âglichkeit zu
unterbinden. Es wurden beispielsweise Ehen und überhaupt das
Zusammenleben zwischen Christen und Juden verboten. ├â┬ťbrigens
wurden von jüdischer Seite ebensolche Verbote erlassen.
Beide Kr├â┬Ąfte, Kirche und Juden, waren also Pfeiler der Feudal-
ordnung. Allerdings bestand zwischen ihnen eine permanente Riva-
lit├â┬Ąt. Die katholische Kirche, die ein geistiges Monopol anstrebte,
k├â┬Ąmpfte zugleich gegen Ketzer und Juden, indem sie beide einiger-
ma├â┬čen gleichsetzte und von den Heiden unterschied, die geistig kaum
mehr z├â┬Ąhlten. Bis sich schlie├â┬člich das relative Gleichgewicht heraus-
bildete, das f├â┬╝r die erste H├â┬Ąlfte des Mittelalters charakteristisch war.
Von echten Verfolgungen der Juden l├â┬Ąsst sich also erst wieder spre-
chen, als um die Jahrtausendwende die Krise des Feudalsystems ein-
setzte.
(..)
Diese Ereignisse scheinen unsere Ansichten von den wirtschaft-
lichen und sozialen Wurzeln des Judenhasses zu entkr├â┬Ąften; und zwei-
fellos dürfen wir da nicht vereinfachen. Abraham León weist mit
Recht darauf hin, dass, ├é┬źwenn auch im allgemeinen die Judenverfol-
gungen aus sozialen Gr├â┬╝nden stattfanden, ... die Versp├â┬Ątung der
Ideologie in Bezug auf die ihr zugrundeliegende Infrastruktur er-
kl├â┬Ąren kann, dass es auch rein religi├â┬Âse Verfolgungen gab├é┬╗.8
Um diese Zeit gab es auch Zwangstaufen von Juden. Die natio-
nalistisch-jüdischen Autoren heben diese Tatsache hervor, müssen
aber einr├â┬Ąumen, dass es eine ziemlich hohe Zahl von ├é┬źVerr├â┬Ątern├é┬╗
gab und der von den Juden geleistete Widerstand nicht sehr gro├â┬č
war. Le├â┬│n vermutet, es habe sich gr├â┬Â├â┬čtenteils um ├é┬źassimilierte├é┬╗ Ju-
den gehandelt, die sich schon der Landwirtschaft widmeten; dass
also die ├é┬źZwangskonversion├é┬╗ nur den Zweck hatte, einen Prozess zu
beschleunigen, der ohnedies im Gange war. ├é┬źDie westgotischen
K├â┬Ânige dachten nie daran, die Juden zu vertreiben, wie es sp├â┬Ąter
Ferdinand von Aragón und Isabella von Kastilien taten. Die rein
religi├â┬Âsen Verfolgungen├é┬╗, f├â┬╝gt er hinzu, ├é┬źd├â┬╝rften nur ausnahmsweise
stattgefunden haben.»9
Wir k├â┬Ânnen ohne ├â┬ťbertreibung sagen, dass die Feudalstaaten
Westeuropas, wenn sie einen gewissen Wohlstand, eine gewisse Zi-
vilisation und eine gewisse Kultur erreichten, dies vor allem den jü-
dischen H├â┬Ąndlern verdankten. Anscheinend befand sich der gesam-
te Handel mit Luxusg├â┬╝tern, wonach an den F├â┬╝rstenh├â┬Âfen wieder
Bedarf herrschte, in ihren H├â┬Ąnden. Was aus dem Orient kam, wurde
von ihnen herbeigeschafft. Sie kontrollierten auch den Handel mit
Salz ├ó┬Ç┬ô einer Ware, auf die auch und gerade die primitive ├â┬ľkonomie
nicht verzichten konnte –, ebenso den Waffenhandel, sowie den mit
– christlichen (!) – Reliquien. Und den Sklavenhandel, der bis zu
einem gewissen Grad weiterbestand.
Als man wieder M├â┬╝nzen zu pr├â┬Ągen begann, wie beispielsweise in
Kastilien unter Alfons VIII., da machten das j├â┬╝dische Konzession├â┬Ą-
re. Jüdischen Finanzleuten war auch das Eintreiben der Steuern an-
vertraut sowie das Kreditwesen, das sich wieder verbreitete.
Um diese Zeit, in der ersten H├â┬Ąlfte des Mittelalters, unterhielten
die F├â┬╝rsten und Pr├â┬Ąlaten die besten Beziehungen zu ihren Juden
und schützten sie in jeder Weise; sie wussten, dass deren Anwesen-
heit den Wohlstand sicherte. Sie wurden zu den hohen Klassen der
Gesellschaft gez├â┬Ąhlt, und ihre rechtliche Lage unterschied sich nicht
sehr von der des Adels. Sie lebten allerdings in eigenen Wohnvier-
teln, die bereits ├é┬źGhetti├é┬╗ genannt wurden. Doch war das eher ein
Privileg als eine demütigende Diskriminierung. Vergessen wir nicht,
dass die Feudalordnung überhaupt die Menschen nach ihrem Ur-
sprung, ihrer T├â┬Ątigkeit und ihrer sozialen Stellung physisch von-
einander trennte, und dass dies f├â┬╝r den Adel, die Kl├â┬Âster, die Uni-
versit├â┬Ąten und die Z├â┬╝nfte ebenfalls galt.
Die eindeutig antij├â┬╝dischen S├â┬Ątze des Neuen Testaments, der
Kirchenv├â┬Ąter und der christlichen Liturgie waren damals, scheint es,
kein Hindernis f├â┬╝r die privilegierte Stellung der Juden. Die S├â┬Ątze
vom ├é┬źGottesmord├é┬╗ wurden mechanisch rezitiert, ohne dass sich prak-
tische Folgen daraus ergeben h├â┬Ątten.

aus: Alfredo Bauer,
Kritische Geschichte der Juden, Band 1, Seiten 97 - 101


8 Abraham Le├â┬│n: Concepci├â┬│n marxista de la cuesti├â┬│n jud├â┬şa. Buenos Aires
1965. (übersetzt von Alfredo Bauer) S. 51
9 Ebd.



entsprechend interessant die Details in der Krise des Feudalismus /Reformation, Bauernkriege usw.


  Kommentar zum Artikel von secarts:
Donnerstag, 16.02.2012 - 19:11

Ich m├â┬Âchte darum bitten, diese Debatte um Plagiatsvorw├â┬╝rfe einzustellen. Zumindest kann man annehmen, dass die Zeitschrift offen-siv/der Autor S. Marx den Versuch unternommen haben, eine Quelle f├â┬╝r die geistige Urheberschaft ihres Beitrags "Geschichte der deutschen Bourgeoisie von den Bauernkriegen bis heute" anzugeben, und au├â┬čerdem hat die Autorin des Originaltextes ("Entwicklung der deutschen Bourgeoisie seit dem deutschen Bauernkrieg") selbst keine Einw├â┬Ąnde. Damit ist das Thema f├â┬╝r uns von Link ...jetzt anmelden! (als Herausgeber) erledigt.
Also, potentielle Nachdrucker, lasst euch bitte nicht abschrecken: Wir begr├â┬╝├â┬čen auch weiterhin jede Verbreitung des Textes beziehungsweise seiner Inhalte - und freuen uns ├â┬╝ber Quellenangaben


Nun etwas anderes:

Das Buch "Neues vom Hauptfeind. Analysen zum deutschen Imperialismus" ist erschienen. Es enth├â┬Ąlt eine Sammlung von Referaten, die auf unseren Konferenzen "der Hauptfeind steht im eigenen Land" gehalten wurden. Unter anderem das Referat von Erika, "Entwicklung der deutschen Bourgeoisie seit dem deutschen Bauernkrieg", ist Teil des Buches.


Johannes Oehme (Hrsg.):

Neues vom Hauptfeind. Analysen zum deutschen Imperialismus

edition ost, Berlin 2012
224 S., 9,95 Euro

ISBN 978-3-360-01836-6



  Kommentar zum Artikel von secarts:
Mittwoch, 08.02.2012 - 20:03

Nun mal etwas Erfreuliches: Die junge Welt hat Erikas Text abgedruckt, als Auszug und Vorabdruck aus einem Buch, das Referate der ersten beiden Hauptfeind-Konferenzen vereint (erscheint in der edition ost Ende des Monats):


Wiederbelebung der Bestie
Vorabdruck: ├é┬╗Neues vom Hauptfeind├é┬ź ├ó┬Ç┬ô Zur Entwicklung des deutschen Imperialismus nach 1945


Von Erika Wehling-Pangerl

Wie hat es der deutsche Imperialismus geschafft nach zwei verlorenen Weltkriegen wieder zu einem ├é┬╗global Player├é┬ź zu werden? Und wie agieren das deutsche Kapital und seine politischen Interessenvertreter heute etwa gegen├â┬╝ber China oder den L├â┬Ąndern Afrikas? Diesen Fragen widmet sich ein in diesen Tagen in der Berliner edition ost erscheinender, von Johannes Oehme herausgegebener Sammelband. Unter dem Titel ├é┬╗Neues vom Hauptfeind. Analysen zum deutschen Imperialismus├é┬ź finden sich darin Beitr├â┬Ąge von marxistischen Autorinnen und Autoren, die auf ├ó┬Ç┬ô unter anderem von dem Internetportal Link ...jetzt anmelden! organisierte ├ó┬Ç┬ô Konferenzen zur herrschenden Klasse in der BRD zur├â┬╝ckgehen.

junge Welt ver├â┬Âffentlicht einen stark gek├â┬╝rzten Auszug aus dem Text von Erika Wehling-Pangerl (├é┬╗Entwicklung der deutschen Bourgeosie seit dem Bauernkrieg├é┬ź) vorab. Vorgestellt wird das Buch in Anwesenheit von Johannes Oehme und Sebastian Carlens in der jW-Ladengalerie (Torstra├â┬če 6, 10119 Berlin) am 21.2.2012, Beginn 19 Uhr.

-> mehr



  Kommentar zum Artikel von Rainer:
Sonntag, 29.01.2012 - 19:42

Ist übrigens der zweite Teil des geguttenbergten off-ensiv-Artikels online :

S. Marx: Geschichte der deutschen Bourgeoisie von den Bauernkriegen bis heute


  Kommentar zum Artikel von Opa Kalki:
Freitag, 28.10.2011 - 15:20

ZU SECARTS:

"Schade, dass es immer ausgerechnet die sind, die für sich - und im Falle offen-siv/KI zu Unrecht, da schon ewig bei uns verlinkt - fordern, verlinkt zu werden, und es dann selbst nicht auf die Reihe kriegen"

Das ist doch kein Zufall. Die "KI"-Truppe macht eben Kaderpolitik und nix sonst. Die wollen auch keine Synergieeffekte, keine Leser zu anderen interessanten Angeboten vermitteln oder gute Artikel mit Quelle nachdrucken, sondern Leute abgreifen und das geht am leichtesten, wenn man sich bereits erarbeitete Inhalte einfach plump aneignet. Und das Thema dt. Imperialismus kommt bei denen in letzter Zeit so auf den Schirm, weil sie Druck kriegen, weil junge Leute nachfragen und motzen, da├â┬č das bei der "KI" unterbelichtet w├â┬╝rde. So ist das, und so machen MO und FF das schon seit ├â┬╝ber 20 Jahren. Jetzt eben auch mal mit euch.


 E Kommentar zum Artikel von Erika:
Freitag, 28.10.2011 - 11:29

Ich trag's mit Fassung. Wenn ich irgendwie die Zeit finde, werde ich noch einen Vergleich machen.
Im ├â┬╝brigen: Danke f├â┬╝r das in euren Beitr├â┬Ągen versteckte Lob f├â┬╝r mein Referat. Sowas tut auch mal gut.


  Kommentar zum Artikel von Rainer:
Donnerstag, 27.10.2011 - 19:09

Ja ,das steht im Heft ,auf S.4.

Ich finds eben nur so unglaublich albern, einen Text leicht umzuformulieren und irgendeine vollkommen schematische Klassendefinition vorne dranzuklatschen und dann zu schreiben der Text sei "in fehlenden Punkten erg├â┬Ąnzt und um m.E. notwendige Einsch├â┬Ątzungen erweitert".Das Ist ja wohl ein Witz ! Aber solche Tieffl├â┬╝ge kennt man ja von KI/offens-iv.

Jaja ,ich h├â┬Âr schon auf mit KI-Bashing. Sonst gibts nur wieder ├â┬ärger mit den Admins


  Kommentar zum Artikel von Maggi:
Donnerstag, 27.10.2011 - 17:58

eine kurze Frage: steht der Verweis auf das Referat der Konferenz im Heft? In der Onlineausgabe konnte ich ihn nicht finden. Link ...jetzt anmelden! [externer link]




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