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"Welche Überlegung hat die Verantwortlichen bei der Dortmunder Polizei, den Dortmunder Stadtwerken sowie der Stadt Dortmund dazu gebracht, die angereisten und unerwünschten Nazis so massiv und so aktiv zu unterstützen?" Und: "Ist es bei den Verantwortlichen nicht bekannt, welch schlimme Rolle Polizei, Justiz und andere staatliche Behörden in der deutschen Geschichte bereits einmal spielten?" So lauten die drängendsten Fragen, die zahlreiche ver.di-Gewerkschafter unverzüglich beantwortet haben wollen.

Ausgerechnet am 1. Mai, dem Tag der internationalen Arbeiterbewegung, dem Tag des Kampfes für die Rechte der arbeitenden Menschen durften unter dem Schutz staatlicher Institutionen freie Kameradschaften gemeinsam mit niederländischen Faschisten einen demonstrativen Umzug mit braunem Volksfest organisieren. Sowohl der örtliche DGB-Vorsitzende Eberhard Weber als auch der DGB-Bundesvorsitzende Michael Sommer forderten unter dem Beifall tausender Versammlungsteilnehmer das Verbot der NPD. Die Dortmunder Bürger wurden aufgerufen, weiterhin viel Engagement im Kampf gegen Rechts zu zeigen. Umso fassungsloser mussten wir daher zur Kenntnis nehmen, dass die Polizei nicht nur im Vorfeld dafür sorgte, dass der geplante Aufmarschraum der Nazis weiträumig abgesperrt und gegen den Protest der Bürger "gesichert" wurde.
So wurden die Braunen, ihre dumpfen Parolen grölend, an fassungslos staunenden friedlichen Demonstranten vorbei, mit extra bereitgestellten Bussen zu ihrem Versammlungsort chauffiert, obwohl sie bereits auf der Rheinischen Straße Polizeisperren durchbrochen und sich Prügeleien mit der Polizei geliefert hatten, in deren Verlauf mehrere Personen verletzt wurden. Grund genug, spätestens hier dem faschistischen Spuk ein Ende zu setzen und den beabsichtigten Aufgalopp zu beenden.

"Es wird den Bürgern nicht zu vermitteln sein, dass "ihre" Polizei mit "ihren" Bussen die Faschisten zum Versammlungsplatz chauffiert, damit diese hier ihre dumpfen rassistischen und antisemitischen Parolen von sich geben können", so die ver.di-G ewerkschafter in ihrem offenen Brief an den Dortmunder Polizeipräsidenten und den Dortmunder Oberbürgermeister.

 
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