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KSM, Czech Republic
Dissolution of the KSM October 16, 2006

Dear Comrades,The Communist Youth Union (KSM) in the Czech Republic has been officially dissolved by the state power on October 12, 2006. On October 16, 2006 the KSM has received a letter from the Ministry of Interior of the Czech Republic that announces that the Ministry of Interior finally dissolved the KSM. It happened in spite of a large campaign against the danger of illegalization of the organization of young communists in the Czech Republic. Thousands of citizens of the Czech Republic signed a petition against the endeavour of the Ministry of Interior to make the KSM illegal. The protest against the illegalization of the KSM was in the Czech Republic expressed for example by organization of former antifascist fighters, student organizations, political parties and civic associations. A great resistance was provoked by the endeavour of the Ministry of Interior to make the KSM illegal abroad.

Hundreds of significant youth and student organizations, trade unions and political parties together with thousands of people protested at the Ministry of Interior and embassies of the Czech Republic in their countries. The solidarity with the KSM was expressed by a large number of members of parliaments, famous intellectuals and personalities like Nobel Prize winner Dario Fo, leader of zapatistas Marcos or singer Bono Vox from U2. Demonstrations in support of the KSM were organized in front of embassies of the Czech Republic in many countries of the world.

World Federation of Democratic Youth initiated an International day of solidarity with the KSM on February 27, 2006. The Ministry of Interior originally impugned the status of the KSM as a civic association under pretext that the goals of KSM´s activity interfered with an area restricted to activities of political parties. The Ministry of Interior further stated that behaviour of the KSM was illegal because it was based on theoretical basis in Marx, Engels and Lenin and on proclaimed necessity of socialist revolution.Nevertheless, the Ministry of Interior did not use any of those arguments for the dissolution of the KSM. The only reason that has led officially to the dissolution of the KSM is that the KSM reflects in its Program necessity of replacing of the private ownership of means of production with collective ownership of means of production. The KSM in spite of its official dissolution by the state power is going to carry on the struggle for the rights of majority of young people - students, young workers and unemployed and for socialism! The KSM is going to challenge the decision of the Ministry of Interior in court. The illegalization of the KSM was committed in the atmosphere of militant anticommunist witch-hunt, various anticommunist campaigns and attacks and new calls for the criminalization of the Communist Party of Bohemia and Moravia (KSCM).
The decision of the Ministry of Interior was realized only one week before local and Senate elections in which the KSCM participates. Dear comrades and friends,It is necessary to stand up internationally against this illegalization and criminalization of the communist movement in the Czech Republic.

We ask you therefore to express your solidarity with the KSM and to protest against this unprecedented move of the Ministry of Interior of the Czech Republic at the embassies of the Czech Republic in your countries.
Their addresses are on the following internet page: http://www.mzv.cz/wwwo/mzv/default.asp?ido=7904&idj=2&amb=1&ikony=False& trid=2&prsl=False&pocc1=

We ask you simultaneously to inform us about your activities on our e-mail: international@ksm.cz or on fax: ++420 222 897 449. You may also sign following petitions: http://4ksm.kke.gr (initiated by the Communist Party of Greece), http://wfdy-ksm.kne.gr (initiated by the World Federation of Democratic Youth).We ask you for publishing this information about antidemocratic act of the Czech state power in the media in your countries.We ask you also for any other kind of solidarity.With your international support it is possible and it is vital to defeat all the anticommunist and antidemocratic attacks!

Long live international solidarity!

International Department Communist Youth Union (KSM)



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  Kommentar zum Artikel von hw:
Donnerstag, 19.10.2006 - 09:16

http://www.gegen-ksm-verbot.de/


  Kommentar zum Artikel von hw:
Donnerstag, 19.10.2006 - 09:16

Tschechisches Innenministerium verbietet Kommunistische Jugend!
Solidaritäts- und Protestkundgebung
am Dienstag, 24. Oktober 2006
um 18.00 Uhr
vor der tschechischen Botschaft in Wien,
Penzinger Straße 11-13, 1140 Wien


Die "Kommunistische Union der Jugend der Tschechischen Republik" (KSM) ist durch die Staatsmacht am 12. Oktober 2006 offiziell aufgelöst worden.

Am 16. Oktober 2006 hat der KSM einen Brief vom Innenministerium Tschechiens erhalten, der verkündet, dass das Ministerium für Inneres den KSM auflöste. Es geschah trotz einer großen Kampagne gegen die Bedrohung der Illegalisierung der Organisation von jungen Kommunisten in Tschechien.

Tausende von Bürgern Tschechiens unterzeichneten eine Petition gegen den Versuch des Innenministeriums, den KSM für ungesetzlich zu erklären. Der Protest gegen ein Verbot des KSM wurde in Tschechien unter anderem von ehemaligen antifaschistischen Kämpfern, Studentenorganisationen, politischen Parteien und NGO's unterstützt. Großer Widerstand im Ausland entstand durch den Versuch des Ministeriums für Inneres den KSM für ungesetzlich zu erklären. Hunderte von bedeutenden Jugend- und Studentenorganisationen, Gewerkschaften und politischen Parteien zusammen mit Tausenden von Menschen protestierten beim Innenministerium und den Botschaften Tschechiens in ihren Staaten. Die Solidarität mit dem KSM wurde durch eine große Zahl von Mitgliedern von Parlamenten, berühmten Intellektuellen und Persönlichkeiten wie Nobelpreisträger Dario Fo, dem Zapatisten-Sprecher Marcos oder Sänger Bono Vox von U2 ausgedrückt. Demonstrationen zur Unterstutzung des KSM wurden vor Botschaften Tschechiens in vielen Ländern der Welt organisiert. Die "World Federation of Democratic Youth" initiierte einen Internationalen Tag der Solidarität mit dem KSM am 27. Februar 2006.

Das Ministerium für Inneres bestritt ursprünglich den Status des KSM als Verein unter dem Vorwand, dass die Absichten und Tätigkeit des KSM einen Bereich betreffen, der für die politischen Parteien reserviert sei. Das Innenministerium stellte weiter fest, dass das Verhalten des KSM ungesetzlich war, weil es auf der wissenschaftlichen Basis von Marx, Engels und Lenin beruhe und öffentlich die Notwendigkeit der sozialistischen Revolution proklamiert.

Dennoch benutzte das Ministerium für Inneres keines jener Argumente für die Auflösung des KSM. Der einzige Grund, der offiziell zur Auflösung des KSM geführt hat, ist, dass der KSM in seinem Programm über die Notwendigkeit der Ersetzung des privaten Besitzes von Produktionsmitteln mit dem Kollektiveigentum an Produktionsmitteln nachdenkt.

Es ist notwendig, international gegen diesen Illegalisierung und Kriminalisierung der kommunistischen Bewegung in Tschechien aufzustehen.
Das Vorgehen der Staatsmacht gegen die jungen KommunistInnen in der Tschechischen Republik reiht sich ein in eine EU-weite Kriminalisierungsstrategie gegen alle Kräfte des antiimperialistischen und kommunistischen Widerstandes gegen Ausbeutung und Unterdrückung.

Protestiert mit uns am 24. Oktober vor der tschechischen Botschaft in Wien!

Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ)
Kommunistischer StudentInnenverband (KSV)
Kommunistische Initiative (KI)

Weitere Unterstützungserklärungen bitte an: Mail ...jetzt anmelden!



  Kommentar zum Artikel von hw:
Donnerstag, 19.10.2006 - 09:15

Alarmierende Entscheidung in Tschechien:
Kommunistischer Jugendverband verboten, weil er für kollektives Eigentum eintritt.


Aus unserem nördlichen Nachbarland Tschechien erreicht uns eine alarmierende Meldung. Dort amtiert eine bürgerliche Minderheitsregierung, der vom Parlament das Misstrauen ausgesprochen worden ist. In dieser Situation hat das Innenministerium am 16. Oktober 2006 die Tätigkeit des Kommunistischen Jugendverbandes (KSM) untersagt.

Als Verbotsgrund wird nach Zeitungsmeldungen angeführt, dass der KSM es in seinem Programm als eine Notwendigkeit darstelle, das Privateigentum an Produktionsmitteln durch kollektives Eigentum zu ersetzen.

Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder sagte am Mittwoch, dass die Solidarität der steirischen KommunistInnen ihren Gesinnungsfreunden in Tschechien keine lästige Pflicht sondern eine Notwendigkeit ist: „Der Grazer Bürgermeister Nagl hat vor der Landtagswahl 2005 öffentlich erklärt, dass er es nicht zulassen wolle, dass in seiner Stadt Programme wie jenes der steirischen KPÖ geschrieben werden, in denen das öffentliche Eigentum propagiert wird“. In Tschechien gibt es anscheinend Gesinnungsgenossen, die seine Wunschvorstellungen in die Tat umsetzen.“

Die steirische KPÖ wird Proteste der Jugendorganisationen KJÖ und KSV gegen dieses Verbot unterstützen. Außerdem weist man darauf hin, dass dieser administrative Akt im Zusammenhang mit starken Bestrebungen in der EU zu sehen ist, grundlegende soziale Initiativen außerhalb des Gesetzes zu stellen. Mit Annahme der EU-Verfassung wären all jene, die gegen ihren neoliberalen Kurs auftreten, praktisch zu Verfassungsfeinden gestempelt worden.