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Nun senkt sich wieder auf die heim'schen Fluren
die Weihenacht! die Weihenacht!
Was die Mamas bepackt nach Hause fuhren,
wir kriegens jetzo freundlich dargebracht.

Der Asphalt glitscht. Kann Emil das gebrauchen?
Die Braut kramt sch├Ąmig in dem Portemonnaie.
Sie schenkt ihm, teils zum Schmuck und teils zum Rauchen,
den Aschenbecher aus Emalch glas├ę.

Das Christkind kommt! Wir jungen Leute lauschen
auf einen stillen heiligen Grammophon.
Das Christkind kommt und ist bereit zu tauschen
den Schlips, die Puppe und das Lexikohn,

Und sitzt der wackre B├╝rger bei den Seinen,
voll Karpfen, still im Stuhl, um halber zehn,
dann ist er mit sich selbst zufrieden und im reinen:
┬╗Ach ja, son Christfest is doch ooch janz scheen!┬ź

Und frohgelaunt spricht er vom ┬ŤWeihnachtswetter┬ő,
mag es nun regnen oder mag es schnein,
Jovial und schmauchend liest er seine Morgenbl├Ątter,
die tr├Ąchtig sind von s├╝├čen Plauderein.

So trifft denn nur auf eitel Gl├╝ck hienieden
in dieser Residenz Christkindleins Flug?
Mein Gott, sie mimen eben Weihnachtsfrieden ...
┬╗Wir spielen alle. Wer es wei├č, ist klug.┬ź


Theobald Tiger
Die Schaub├╝hne, 25.12.1913, Nr. 52, S. 1293.