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Seit Wochen kämpfen die Kolleginnen und Kollegen der Vacuumschmelze in Hanau mit Warnstreiks um den Erhalt ihrer Tarifverträge.

Die Konzernleitung will die Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche ohne Lohn- und Gehaltsausgleich durchpeitschen, eine von der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens abhängige Urlaubsgeldzahlung sowie tarifliche Erhöhungen der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen bis 2011 aussetzen.

Inzwischen sind die Streikvorbereitungen auch mit der Einleitung einer Urabstimmung in die heiße Phase getreten. Bei Redaktionsschluss stand das Ergebnis der Urabstimmung für den Streik noch nicht fest. Sollten sich die Beschäftigten - wovon auszugehen ist - für den Streik entschieden haben, wird die VAC seit Mittwoch bestreikt.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in eurem schweren Kampf zur Wiedererlangung der Tarifbindung und gegen die Machenschaften von OEP möchten euch die Kommunistinnen und Kommunisten des Main-Kinzig-Kreises solidarische Grüße übermitteln.

Wir wissen, mit welchem gewissen- und auch skrupellosen Gegner ihr es zu tun habt. Denn hinter der "Heuschrecke" OEP steckt die zweitstärkste US-amerikanische Banken Gruppe JP Morgan Chase & Co. Es ist auch bekannt welche menschenverachtende Rolle dieser so genannte Finanzinvestor in den Betrieben spielt, die Opfer seiner Profitstrategie sind. Dazu können hierzulande sicherlich die Kolleginnen und Kollegen von der ThyssenKrupp Marine Systems AG (vormals HDW) in Hamburg und Kiel, die Beschäftigten der Mauser-Werke im badischen Brühl und seit Neuestem auch die Arbeiter und Angestellten der Süd-Chemie in München aus eigenem Erleben berichten. Immer ging es darum, aus den aufgekauften Werken so schnell wie möglich den größtmöglichen Profit herauszupressen.

Ihr seid gegen diese menschenverachtende Strategie des Kapitals angetreten. Mit machtvollen Aktionen habt ihr deutlich gemacht, dass man so nicht mit euch umspringen kann. Und ihr habt klar erkannt, dass die einzige Möglichkeit, sich gegen solche Kapitalwillkür zu wehren, die organisierte Gegenwehr mit eurer Gewerkschaft IG Metall ist. Alleine schon mit euren bisherigen Aktionen habt ihr vielen anderen Kolleginnen und Kollegen den Rücken gestärkt, da ihr zeigt, dass man sich wehren kann und muss. Viel zu lange haben sich die Arbeiter und Angestellten der Offensive des Kapitals meist nicht entgegen gestellt. Ihr zeigt vielen Menschen auf, dass es auch anders geht. Dafür auch von unserer Seite vielen Dank.

Wir wünschen euch einen guten Verlauf der Urabstimmung und viel Kraft, Mut und Ausdauer bei eurem Streik für eure Rechte. Wir von der DKP Main-Kinzig erklären uns mit euch und eurem Kampf solidarisch. Im Rahmen unserer, wenn auch bescheidenen Möglichkeiten werden wir euren Kampf unterstützen.

Millionen sind stärker als Millionäre!

Mit solidarischen Grüßen
Deutsche Kommunistische Partei (DKP)
Kreis Main-Kinzig