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MOSKAU, 19. Januar (RIA Novosti). Die B├╝rger Russlands sind stolz auf die Vergangenheit ihres Landes.
Davon zeugen die Ergebnisse einer Umfrage des Allrussischen Forschungszentrums ┬ä├ľffentliche Meinung┬ô, die RIA Novosti am Freitag erhielt.

Dem Dokument zufolge legt ein betr├Ąchtlicher Teil der Befragten sehr viel Wert auf die Errungenschaften der UdSSR-Epoche. Die ├╝berwiegende Mehrheit von ihnen bewundert die Heldentaten der sowjetischen Menschen w├Ąhrend des Gro├čen Vaterl├Ąndischen Krieges der Jahre 1941-1945 (93 Prozent), den ersten Weltraumflug Juri Gagarins im Jahr 1961 (91 Prozent) und den Start des ersten k├╝nstlichen Satelliten im Jahr 1957 (84 Prozent). 73 Prozent der Menschen haben ihren Stolz auf den damals beispiellosen Direktflug des sowjetischen Piloten Valeri Tschkalow aus Moskau ├╝ber den Nordpol nach Vancouver ge├Ąu├čert. 61 Prozent der Befragten seien durch die Entwicklung der Atom- und der Wasserstoffbomben beeindruckt worden. Mehr als 50 Prozent der Umfrageteilnehmer betonten die Rettung der Passagiere des in eine Eis-Falle in der Arktis geratenen Dampfschiffes ┬äTscheljuskin┬ô (1934), den Bau des Wasserkraftwerkes am Dnjepr (1927-1932), die Erschlie├čung des 41,8 Millionen Hektar gro├čen Neulandes (1950er Jahre) und den Bau der 4300 Kilometer langen Baikal-Amur-Eisenbahn. Zu den Top Ten Ereignissen der Sowjet-Epoche geh├Âren nach Einsch├Ątzung der Russen dar├╝ber hinaus die Stachanow-Bewegung (30er Jahre) f├╝r den m├Âglichst effizienten Einsatz der Technik.

Der Generaldirektor des Zentrums ┬ä├ľffentliche Meinung┬ô, Valeri Fjodorow, erkl├Ąrte in diesem Kontext gegen├╝ber der Zeitung ┬äIswestija┬ô, Russland habe in den 1990er Jahren ┬äeine Epoche der Blo├čstellung der Vergangenheit erlebt und damit wesentlich ├╝bertrieben┬ô. ┬äDann stellte es sich pl├Âtzlich heraus, dass wir nichts zu lieben haben und auf nichts stolz sein k├Ânnen┬ô, bedauerte er. ┬äDoch keine einzige Gesellschaft kann lange in einer solchen Situation existieren. Leider finden unsere Menschen daran, was in den j├╝ngsten 15 Jahren geschaffen wurde, keinen Anlass, auf ihr Land stolz zu sein. Die Menschen verstehen einfach nicht, ob es wert ist, auf einen der weltgr├Â├čten Alu-Konzerne stolz zu sein, oder ob das eine neue L├╝ge der Oligarchen ist┬ô.

Dennoch stellte er fest, dass die meisten Einwohner Russlands kein Interesse an einem Comeback in die UdSSR-Zeiten h├Ątten. 52 Prozent der Befragten haben sich ihm zufolge f├╝r das Leben im modernen Russland ausgesprochen. 26 Prozent zogen die Leonid-Breschnew-Zeiten vor, je vier Prozent - die Stalin-Zeiten und Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Prozent hat die Bereitschaft gezeigt, wieder die Jelzin-Zeiten zu erleben. Acht Prozent der Menschen m├Âchten in einer anderen Epoche leben und f├╝nf Prozent haben keine klare Antwort auf diese Frage gegeben, erg├Ąnzte der Soziologe.

Dar├╝ber hinaus informierte er, dass die Umfrage am 9.-10. Dezember 2006 stattgefunden habe. Daran haben 1596 vollj├Ąhrige B├╝rger Russlands in 153 St├Ądten bzw. D├Ârfern in 46 Regionen des Landes teilgenommen. Der statistische Fehler liege bei 3,4 Prozent, f├╝gte Valeri Fjodorow hinzu.


RIA Novosti

 
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