DE
       
 
0
unofficial world wide web avantgarde
Artikel:   versendendruckenkommentieren (6)

Einer der "interessantesten M√§nner des 20. Jahrhunderts" - so die b√ľrgerliche Presse - wird 80 Jahre alt. Sie vergessen das 21. Jahrhundert, denn Fidel Castro, Anf√ľhrer der cubanischen Revolution seit 1953, Vorsitzender des Staats- und Ministerrats der Republik Cuba und Erster Sekret√§r der KP Kubas, ist trotz aller Unkenrufe, die mit allmonatlicher Verl√§sslichkeit seinen nahenden Tod oder baldigen Sturz prognostizieren, immer noch "Comandante en Jefe" Cubas...

Großbildansicht tcp.jpg (32.1 KB)
Großbildansicht tcp.jpg (32.1 KB)
Hugo Chavez, Fidel Castro, Evo Morales
Der dienst√§lteste Regierungschef der Welt war einfach nicht kleinzukriegen. Sein Land √ľberstand ein seit 1960 - und damit seit 46 Jahren! - verh√§ngtes Totalembargo und schlug den Invasionsversuch in der Schweinebucht zur√ľck - 11 Millionen Menschen gegen die gr√∂√üte Milit√§rmacht der Erde. Er selbst √ľberlebte Dutzende Attentate und Attentatsversuche - von vergifteten Zigarren bis zu Bomben. Der cubanische Sozialismus ist als einer der Wenigen nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Blocks und der UdSSR √ľbriggeblieben.

All das ist beeindruckend. Doch erst die Entwicklungen in Lateinamerika in der j√ľngsten Zeit - der Triumph des venezuelanischen Pr√§sidenten Hugo Chavez, der sich offen zu Castro und dem sozialistischen Cuba bekennt und den politischen Umw√§lzungen in vielen anderen L√§ndern, zuletzt Bolivien unter Evo Morales - beweisen schlagend, dass Castro f√ľr viel mehr steht als den Sonderweg eines winzigen Eilands. Cubas Modell steht Pate f√ľr die Sehns√ľchte der ganzen Bev√∂lkerung Lateinamerikas - Cuba beweist jeden Tag aufs Neue, dass aus eigener Kraft, auf eigenen F√ľ√üen erfolgreich gewirtschaftet werden kann. Im Ranking der amerikanischen L√§nder kann sich Cuba sehen lassen: vom Lebensstandard, von der einmaligen Gesundheitsversorgung, vom Schulsystem, dass selbst das der USA um Welten schl√§gt.

Wer ist dieser Mann, der seit beinahe 50 Jahren als eines der schlimmsten Feindbilder imperialistischer L√§nder - und als eines der gr√∂√üten Idole von Millionen Lateinamerikanern - f√ľr Aufsehen sorgt?

Fidel Castros Leben

Großbildansicht 19531016.jpg (4.4 KB)
Großbildansicht 19531016.jpg (4.4 KB)
Fidel Castro vor einem Bild Hugo Martis, des cubanischen Nationalhelden
Geboren wurde Fidel Castro Ruz am 13. 08. 1926 in Oriente (einer damaligen Verwaltungsprovinz Cubas, heute Holguin). Sein Vater Angel Castro Argiz kam als Emigrant mit seiner Frau Lina Ruz González aus dem spanischen Lugo (Gallizien) nach Cuba und machte mit einer Zuckerrohrplantage ein solides Vermögen - er konnte seinen Söhnen Fidel und Raul eine unbeschwerte Kindheit sichern.
In einem Jesuitenkolleg - mithin oft die einzig mögliche Schulform im damaligen Cuba - machte Fidel Castro im Jahr 1946 sein Abitur.

Nach dem Studium der Rechts- und Sozialwissenschaften an der Universität Havanna promovierte Castro zum Doktor der Rechtswissenschaften - noch während seiner Studienzeit engagiert sich Castro politisch: zunächst in studentischen Protestbewegungen gegen den damaligen Präsidenten Ramón Grau San Martin; später in der sozialdemokratischen Ortodoxo-Partei. Nach Beendigung seines Studiums eröffnet Castro in Havanna eine Kanzlei und orientiert sich von Anfang an auf die Verteidigung armer Bevölkerungsklassen.

Nach dem Putsch des Generals Fulgencio Batista im Jahre 1952 klagt Castro vor dem cubanischen Staatsgericht wegen Meuterei, Hochverrats und Aufruhr gegen den Putschisten - freilich erfolglos. Nach dem Scheitern aller gesetzeskonformen M√∂glichkeiten gegen den Putsch und die Aushebelung der Verfassung beschlie√üt Castro mit einigen Hundert Anh√§ngern, mit Gewalt gegen Batista vorzugehen: am 26.07. 1953 st√ľrmen seine Getreuen die Moncada-Kaserne. Der Aufstand wird niedergeschlagen; sechs Angreifer werden sofort get√∂tet, fast alle anderen der 810 Aufst√§ndischen werden sp√§ter in Gefangenschaft ermordet oder zu Tode gefoltert. Castro kommt mit dem Leben davon und wird zu 15 Jahren Zwangsarbeit auf der Isla de Pinos verurteilt.
Fulgencio Batista gewann die Wahl im Jahre 1954 - er war der einzige Kandidat.

Mediathek > Pics >

Nach einer Generalamnestie ging Castro im Jahre 1955 zun√§chst nach New York, sp√§ter nach Mexiko ins Exil. Dort gr√ľndeten die wenigen √úberlebenden des Moncada-Aufstandes "die Bewegung 26. Juli" (Movimiento 26 de Julio oder M-26-7, nach dem Tag des Moncada-Aufstandes). Zu dem kleinen H√§uflein patriotischer Rebellen stie√ü hier der argentinische Arzt und Reisende Ernesto Guevara besser bekannt als "Che" - der Beginn einer gro√üen Freundschaft.

Großbildansicht 005.jpg (187.3 KB)
Großbildansicht 005.jpg (187.3 KB)
Fidel Castro in der Sierra Maestra
Im Jahre 1956 f√ľhlten sich die Rebellen stark genug, um einen zweiten Angriff auf Batistas Lakaienregime zu wagen: mit der f√ľr 20 Personen ausgelegten Motoryacht "Granma" stachen hunderte Guerilleros am 25.11.1956 in See Richtung Cuba. Der Plan der Rebellen sah vor: Zusammentreffen mit weiteren √ľber verschiedene Wege nach Cuba eingereisten K√§mpfern am 30.11. in der N√§he der Gro√üstadt Santiago de Cuba. Nach der Zusammenf√ľhrung der Truppen sollte der Aufstand beginnen. Doch schwerer Seegang und ein Motorschaden der Yacht lie√ü die Ankunft beinahe scheitern: erst am 2.12. kamen Castros M√§nner an Land; noch dazu rund 200 Kilometer vom geplanten Zielpunkt entfernt.
Die Rebellion der vorher eingetroffenen K√§mpfer war zu diesem Zeitpunkt bereits niedergeschlagen worden. Die Armee Batistas erwartete die Rebellen bereits an Land. Nur zw√∂lf Menschen, darunter Fidel und Raul Castro und Ernesto Che Guevara, gelang die Flucht in die Berge der W√ľste Sierra Maestra.

Die Leichtfertigkeit der Armee Batistas, der sich bereits als Sieger auf ganzer Linie w√§hnte, war das eine Element, dass die beinahe aufgeriebene Guerillatruppe rasch wieder erstarken lie√ü. Das Zweite war die unbarmherzige Ausbeutungspolitik gegen√ľber der armen Landbev√∂lkerung, die immer mehr mittellose Bauern in die Reihen der Guerilla trieb. 1957 kamen die Rebellen wieder auf rund dreihundert K√§mpfer: ihren Bedarf an Waffen besorgten sie sich durch √úberf√§lle auf Polizeist√ľtzpunkte und Armeekasernen; ihr Lager fanden sie bei den sympathisierenden Landarbeitern und Bauern.
Langsam verlor auch Batista die Nerven: nach dem Scheitern einer Gro√üoffensive im Jahre 1958 und den darauf folgenden Gewaltexzessen gegen die Zivilbev√∂lkerung zerbr√∂ckelte sein R√ľckhalt immer rapider - auch seine Befehlshaber in Washington D.C. gaben ihren einstigen Z√∂gling im Jahr 1958 auf und stellten ihre Waffenlieferungen an ihn ein.

ImSommer 1958 begann der Generalangriff der Guerilleros unter Castros F√ľhrung auf das morsche Regime Batistas. Die 10000 Soldaten Batistas hatten dem immer weniger entgegenzusetzen; im November 1958 fiel die zentrale Provinz Las Villas in die H√§nde einer von Che Guevara gef√ľhrten Rebellenarmee. Nachdem auch noch eine letzte gro√üe Waffenlieferung an die wenigen noch Batista-treuen Armeeeinheiten von den Guerilleros aus den Gleisen gesprengt wurde, packte General Fulgencio Batista zu Silvester 1958/59 seine Sachen - und die gesamte Staatskasse Cubas - und floh ins Exil.
Am 8. Januar zogen die siegreichen Guerilleros, allen voran Fidel Castro und Che Guevara, im Triumph in der Hauptstadt Havanna ein. Die Diktatur Batistas - und die indirekte Kolonialisierung durch die USA - waren beendet.

Fidel Castro an der Spitze des neuen Cuba

Großbildansicht castro1.jpg (43.1 KB)
Großbildansicht castro1.jpg (43.1 KB)
Comandante en Jefe
Keineswegs sicher war im Jahre 1959, wohin die siegreichen Rebellen das Land steuern w√ľrden: die "Bewegung 26. Juli" war heterogen in ihrer Zusammensetzung und verfolgte verschiedenste Ziele: neben prokommunistischen oder radikaldemokratischen Fl√ľgeln fanden sich auch Teile der cubanischen nationalen Bourgeoisie und Agents Provocateurs in ihren Reihen, die selbstverst√§ndlich alle versuchten, ihr Maximalprogramm durchzusetzen. Castro selbst sah sich zu diesem Zeitpunkt keineswegs als Kommunist - ganz im Gegensatz zu seinem Bruder Raul und Che Guevara, die ihre F√ľhler in Richtung UdSSR und VR China ausstreckten. Die b√ľrgerliche Herkunft erm√∂glichte es Fidel Castro, zun√§chst sehr erfolgreich m√∂glicht breite Teile der cubanischen Gesellschaft f√ľr sein Programm zu gewinnen.

Im Einzelnen sah dieses Programm zun√§chst eine Befreiung des Landes von parasit√§ren Elementen, ausl√§ndischen Ausbeutern und den √ľbelsten Unterdr√ľckern aus der einstigen Batista-Bande vor. Erst durch die zwangsl√§ufige Zuspitzung der Klassenk√§mpfe, die auf die nationale Befreiung folgten und alle Beteiligten mitrissen, kam es zu gr√∂√üeren Enteignungswellen - als es an die Verstaatlichung der ausl√§ndischen Betriebe ging, die Cuba mit Monopolen √ľberzogen hatten, folgten erste au√üenpolitische Differenzen. 1960 wurde ein US-Handelsembargo gegen Cuba erlassen - es besteht bis heute. Der Abruch der diplomatischen Beziehungen folgte einige Monate sp√§ter.

Schweinebucht und Kuba-Krise

Unter den US-Pr√§sidenten Eisenhower und Kennedy wurde bereits eine milit√§rische L√∂sung des "Problems Cuba" angegangen; am 17. April war es dann soweit: 1700 exilcubanische S√∂ldner landeten mit US-Waffen in der Bah√≠a de Cochinos (Schweinebucht) im s√ľdlichen Cuba. Die Invasion sollte einen Aufstand der Castro-Gegner ausl√∂sen und so im Sturm Cuba nehmen; mit dem Anschlu√ü erheblicher Teile der cubanischen Streitkr√§fte wurde gerechnet. Doch alles kam ganz anders: nicht vom Milit√§r, sondern von der bewaffneten Bev√∂lkerung wurde die erste Welle der Invasoren zur√ľckgeschlagen; die Interventen wurden binnen weniger Tage vernichtend geschlagen.

Großbildansicht 52112910.jpg (56.8 KB)
© by RIA Nowosti Großbildansicht 52112910.jpg (56.8 KB)
Fidel spricht
Am 1. Mai 1961 erkl√§rte Fidel Castro Cuba zur sozialistischen Republik - die "Vereinigten Revolution√§ren Organisationen" (ORI), ein Zusammenschlu√ü aus der "Bewegung des 26. Juli", der damaligen KP Kubas und anderen Organisationen, √ľbernahm die F√ľhrung des Staates. 1961 bezeichnete sich Fidel Castro selbst als Marxist-Leninist.
Die UdSSR und andere sozialistische L√§nder wurden nicht nur zur "Schutzmacht" f√ľr Cuba, dass nur rund hundert Seemeilen zur K√ľste Floridas immer mehr zum sozialistischen Stachel im Fleische der imperialistischen L√§nder wurde. Es folgten umfangreiche √∂konomische Hilfen und Waffenlieferungen zum Schutze der Revolution.
Die immer st√§rker werdende Anbindung Cubas an den sozialistischen Block f√ľhrte 1962 zur Eskalation: sowjetische Mittelstrecken-Nuklearrakten wurden auf Cuba installiert; die USA verh√§ngten daraufhin eine umfassende Seeblockade gegen Cuba. Die imperialistischen L√§nder drohten offen mit einem Atomkrieg - der Abzug der bereits installierten Raketenrampen dreizehn Tage sp√§ter konnte die ernsthafte Krise gerade so abwenden. Castro und die cubanische Bev√∂lkerung zeigten sich auch √ľber das Machtkalk√ľl Chruschtschows, der ohne Kontaktierung der cubanischen Verb√ľndeten Weltpolitik betrieb, konsterniert.

Das Verhältnis Cubas zur UdSSR blieb eng, aber ambivalent. Castro und insbesondere auch Che Guevara brachen niemals die Beziehungen zur VR China ab und gingen nicht jeden Weg mit, den die Sowjetunion einschlug. Gorbatschows "Perestroika" stieß in Cuba nicht auf Gegenliebe.
Der Zusammenbruch der UdSSR bedeutete dennoch die schwerste Krise f√ľr Cuba seit der Invasion in der Schweinebucht: seit 1990 die Hilfen der UdSSR komplett wegfielen, muss sich Cuba noch mehr als vorher mit eigenen Kr√§ften weiterhelfen. Eine "Spezialperiode" mit wirtschaftlichen Einschr√§nkungen und begrenzter Marktliberalisierung half Cuba auch √ľber dieses Problem hinweg.

Sehr viel anschaulicher als in dieser kurzen Schilderung umreißt Fidel Castro selbst die Geschichte der cubanischen Revolution in seiner Rede zum 40. Jahrestag des Sieges am 1. Januar 1999, die hier komplett wiedergegeben ist.

Cubanischer Sozialismus

Fidel Castro ist nach den Triumphen gegen innere wie äußere Feinde der Revolution auf dem Höhepunkt seines Ansehens angelangt: er bekleidet die Funktion des Oberbefehlshabers der Streitkräfte, ist der Erste Sekretär der KP Kubas und Vorsitzender des Ministerrats. Im Jahr 1976 wird er zum Staatspräsidenten gewählt.
Fidel Castro ist nicht nur Aush√§ngeschild, sondern auch Garant f√ľr Cubas politischen Weg. Dieser l√§sst sich umrei√üen in:
- strikten Internationalismus. Cuba hat - trotz mehr als begrenzter eigener Mittel - konsequent Befreiungsbewegungen in aller Welt geholfen; von Angola bis Nicaragua.
- Wirtschaften aus eigener Kraft. Cuba verließ den von ausländischen Imperialisten diktierten Weg der Monokulturen (Zucker und Tabak) nach Möglichkeiten und diversifizierte Agrikultur und Kultivierung. Eine eigene industrielle Basis wurde mit sowjetischer und chinesischer Hilfe errichtet.
- Ausbau des Bildungs- und Gesundheitssystems. Cuba hat heutzutage weniger als 3% Analphabeten; die Gesundheitsversorgung ist die Beste in ganz (!) Amerika.
- √úberwindung gesellschaftlicher Spaltungen. Eines der weltweit ersten "Antidiskriminierungsgesetze" sichert die gleiche Stellung von Mann und Frau und hebt die rassistischen Diskriminierungen auf.
- Verteidigung der Errungenschaften der Revolution. Cuba ging bewu√üt nicht den Weg der Aufweichung, wie in Gorbatschow f√ľr die UdSSR und viele sozialistische L√§nder initiierte, mit - Cuba will und wird sich verteidigen, nach innen wie nach au√üen.


Großbildansicht ap_8053352_43310.jpg (13.4 KB)
Großbildansicht ap_8053352_43310.jpg (13.4 KB)
Castro zum Nationalfeiertag am 1. Januar
Gegen ausl√§ndische Zugriffsversuche musste und muss sich Cuba beharrlich verteidignen. Im "Hinterhof" der USA ist klar, woher die gr√∂√üte und direkteste Bedrohung f√ľr den cubanischen Sozialismus kommt. Doch auch europ√§ische Imperialisten - unter ihnen Deutschland - w√ľnschen dem freien Cuba den Tod. Fidel Castro hat immer wieder deutlich gemacht, dass sich Cuba gegen s√§mtliche Einmischungsversuche zu erwehren hat - auch gegen die schleichende, unmilit√§risch daherkommende Aggression aus Europa. Ein Ausschnitt aus seiner Rede zum 50. Jahrestag des Sturms auf die Moncada-Kaserne, gehalten am 26. Juli 2003, dokumentiert dies.

Gerade in den letzten Wochen - nach einer Erkrankung und kurzfristigen Amtsabgabe Castros - schie√üen die Spekulationen ins Kraut, was nach Castro kommen mag. Prompt sind alle wieder zur Stelle, die es schon immer besser wu√üten und mit Menschenrechten feilschen - und doch so gar nichts begriffen haben von den Rechten des Menschen. Trotz begrenzter Mittel, trotz einem Ozean von Feindseligkeit um die kleine Insel Cuba, hat es die cubanische Revolution vermocht, ihren Menschen die wichtigsten aller Rechte einzuk√§mpfen: Das Recht auf Erhaltung des Lebens durch ausreichende Ern√§hrung. Das Recht auf Bildung, Beruf und Gleichberechtigung. Und das Recht auf ein Leben in W√ľrde.

Die Cubaner wissen sehr genau, was sie daran haben. Diese Errungenschaften sind in ganz Lateinamerika (bisher) einmalig - und teuer und hart erk√§mpft. Fidel Castro wird f√ľr immer Manifestation dieses Triumphes √ľber Profitkalk√ľl, Ausbeutung und Imperialismus bleiben.
Fidel Castro hat Cubas Revolution durch alle H√∂hen und Tiefen hindurch begleitet - sein Bild und das des Che Guevara sind nicht nur in Cuba, sondern in ganz S√ľdamerika - und bis nach Europa hinein - Symbol f√ľr die Befreiung von ausl√§ndischer Knechtschaft und Imperialismus geworden. Fidel wird heute, am 13.August 2006, 80 Jahre alt; niemand kann sagen, wann die Nach-Fidel-Periode beginnen wird und was sie bringt. Eines jedoch ist absolut gewi√ü: unter der F√ľhrung Fidel Castros hat sich Cuba gute - die besten in ganz Lateinamerika - Bedingungen f√ľr weiteren Erfolg geschaffen.

Deswegen ehren wir nicht einen Mann, der als einsamer Held oder besonderer Genius Weltgeschichte schrieb - wir ehren einen Mann, der zur rechten Zeit das Richtige tat. Darin liegt Fidel Castros Größe: die Bedingungen korrekt zu analysieren und den Erfordernissen entsprechend zu handeln.


Herzlichen Gl√ľckwunsch, Comandante en Jefe, Genosse Fidel Castro!
Auf viele weitere Jahre erfolgreiches Schaffen!



 
Creative Commons CC BY-NC-ND 4.0
Inhalt (Text, keine Bilder und Medien) als Creative Commons lizensiert (Namensnennung [Link] - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen), Verbreitung erwünscht. Weitere Infos.
 


 
Kommentare anzeigen: absteigend   aufsteigend
  Kommentar zum Artikel von 127749:
Montag, 14.08.2006 - 19:16

"Was ist denn das f√ɬľr einseitig betrachteter Schmarrn?"

Das denke ich mir jedesmal bei der t√ɬ§glichen Lekt√ɬľre einer der √ɬĖsterreichischen Tageszeitungen.


  Kommentar zum Artikel von 127786:
Sonntag, 13.08.2006 - 18:55

es ist wohl auf keinen fall völlig falsch, daß burkarov ziemlich dumm ist...


  Kommentar zum Artikel von 127757:
Sonntag, 13.08.2006 - 17:33

also, muss man im Ernst auf so einen provokativen Blödsinn eingehen??
Löschen, und ansonsten: don't feed the trolls!


  Kommentar zum Artikel von 127737:
Sonntag, 13.08.2006 - 17:19

Der "dumme Fidel" find ich doch ein Bisserl gewagt... Meinst, dass Du ihm intellektuell und politisch das Wasser reichen kannst?


  Kommentar zum Artikel von secarts:
Sonntag, 13.08.2006 - 15:49

diese Seite - man merkt es am Logo - sieht sich als kommunistisch. Man möge es uns also nachsehen, dass wir nicht jedes Zweckgerede von "Menschenrechten", welches aus politischer Motivation in die Welt gesetzt wird, nachplappern...
Im √ɬúbrigen steht zur Menschenrechtsfrage durchaus was im Artikel: Was hierzulande nicht als Menschenrecht gilt (Recht auf Nahrung, Recht auf Arbeitsplatz) ist in Cuba l√ɬ§ngst verwirklicht. Mag sein, dass "unser" Verst√ɬ§ndnis von "Menschenrechten", also z.B. omin√ɬ∂ser "Redefreiheit" (f√ɬľr wen? Mit was, ohne Zugang zu Produktionsmitteln?), oder "Reisefreiheit" (mit welchem Geld?) nicht immer mit der Auffassung der Cubaner harmoniert. Muss es auch nicht - aber soviel Intelligenz sollte man zeigen, eventuelle politische Motivationen hinter dem Geschrei √ɬľber "universelle Menschenrechte" zu erkennen...

Was die Selbstversorgung betrifft: Nat√ɬľrlich kann Cuba nicht von seinen eignen Produkten leben - das w√ɬ§re auch weder √ɬ∂konomisch noch politisch vern√ɬľnftig. Fakt ist: zu einem Gro√ɬüteil m√ɬľssen das die Cubaner; und zwar nicht, weil sie wollen, Stichwort Wirtschaftsembargo. Und insofern ist es durchaus bemerkenswert, dass die v√ɬ∂llig einseitige Monokultur Cubas massiv umgewandelt wurde. Ein Trend, der der Aufteilung der Welt in imperialistische Zentren auf der Einen und billigen verl√ɬ§ngerten Werkb√ɬ§nken oder Rohstoffproduzenten auf der anderen Seite deutlich entgegengesetzt ist.


  Kommentar zum Artikel von 127764:
Sonntag, 13.08.2006 - 14:23

Was ist denn das f√ɬľr einseitig betrachteter Schmarrn? Also ist es v√ɬ∂llig falsch, dass der dumme Fidel Menschrechte mit F√ɬľ√ɬüen tritt oder was?
Abgesehen davon ist es wirklich einfach falsch, dass Kuba sich selbst versorgen kann...

#cuba #fidelcastro