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Seit der Bun¬≠des¬≠tags¬≠wahl 2013 hat die¬≠se Re¬≠pu¬≠blik ¬Ė ein¬≠sch¬≠lie√ülich des ein¬≠ver¬≠leib¬≠ten DDR-Ge¬≠biets ¬Ė ei¬≠nen mas¬≠si¬≠ven Rechts¬≠ruck durch¬≠ge¬≠macht. Das Wahl¬≠er¬≠geb¬≠nis war 2013 eine knap¬≠pe Mehr¬≠heit links von CDU und CSU. Aus Feig¬≠heit und Op¬≠por¬≠tu¬≠nis¬≠mus schmiss sich die SPD-F√ľhrung da¬≠mals den¬≠noch der CDU-Herr¬≠schaft in die Arme, mach¬≠te lie¬≠ber den B√ľttel f√ľr eine Mer¬≠kel-Re¬≠gie¬≠rung, statt sich der schon da¬≠mals deut¬≠lich gef√§hr¬≠li¬≠chen Rechts¬≠ent¬≠wick¬≠lung ent¬≠ge¬≠gen¬≠zu¬≠stel¬≠len.

In den fol¬≠gen¬≠den Jah¬≠ren ver¬≠mehr¬≠te sich die Zahl der Asyl- und Schutz¬≠su¬≠chen¬≠den auf der Welt auf¬≠grund ver¬≠mehr¬≠ter Ko¬≠lo¬≠ni¬≠al¬≠krie¬≠ge, im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠scher In¬≠ter¬≠ven¬≠tio¬≠nen und im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠scher Aus¬≠pl√ľnde¬≠rung ar¬≠mer L√§nder. Ende 2015 wa¬≠ren 65,3 Mil¬≠lio¬≠nen Men¬≠schen auf der Flucht. Nur ein win¬≠zi¬≠ger Bruch¬≠teil die¬≠ser Zahl von Men¬≠schen ge¬≠lang¬≠te in die BRD, um Schutz und Asyl zu er¬≠hal¬≠ten. Die Re¬≠gie¬≠rung hal¬≠lu¬≠zi¬≠nier¬≠te, dass es eine ¬ĄFl√ľcht¬≠lings¬≠kri¬≠se¬ď gebe. F√ľr die mi¬≠li¬≠tan¬≠ten Na¬≠zi¬≠ban¬≠den war das wie ein Auf¬≠ruf zur Tat: Zwi¬≠schen 2013 und 2015 schnell¬≠te die j√§hr¬≠lich re¬≠gis¬≠trier¬≠te Zahl der An¬≠grif¬≠fe auf Fl√ľcht¬≠lings¬≠un¬≠terk√ľnfte von 58 auf 1077 hoch. PE¬≠GI¬≠DA in Dres¬≠den be¬≠gann ihre dumm¬≠dreis¬≠ten fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Mon¬≠tags¬≠de¬≠mons¬≠tra¬≠tio¬≠nen, die AfD zog 2014 erst¬≠mals ins Eu¬≠ro¬≠pa¬≠par¬≠la¬≠ment und drei Land¬≠ta¬≠ge ein, die Aus¬≠ein¬≠an¬≠der¬≠set¬≠zun¬≠gen zwi¬≠schen CDU und CSU nah¬≠men an Sch√§rfe zu, eben¬≠so wie die Ver¬≠su¬≠che der baye¬≠ri¬≠schen Staats¬≠re¬≠gie¬≠rung, die ge¬≠sam¬≠te Re¬≠pu¬≠blik nach rechts zu trei¬≠ben.

Je¬≠der Kom¬≠mu¬≠nist wei√ü, dass es in Wirk¬≠lich¬≠keit kei¬≠ne ¬ĄFl√ľcht¬≠lings¬≠kri¬≠se¬ď gibt. F√ľr uns gilt nach wie vor, was Le¬≠nin ein¬≠mal so zu¬≠sam¬≠men¬≠ge¬≠fasst hat: ¬ĄEs be¬≠steht kein Zwei¬≠fel, dass nur √§u√üers¬≠tes Elend die Men¬≠schen ver¬≠an¬≠lasst, die Hei¬≠mat zu ver¬≠las¬≠sen und dass die Ka¬≠pi¬≠ta¬≠lis¬≠ten die ein¬≠ge¬≠wan¬≠der¬≠ten Ar¬≠bei¬≠ter in ge¬≠wis¬≠sen¬≠lo¬≠ses¬≠ter Wei¬≠se aus¬≠beu¬≠ten. Doch nur Re¬≠ak¬≠ti¬≠on√§re k√∂nnen vor der fort¬≠schritt¬≠li¬≠chen Be¬≠deu¬≠tung die¬≠ser mo¬≠der¬≠nen V√∂lker¬≠wan¬≠de¬≠rung die Au¬≠gen ver¬≠sch¬≠lie√üen. Eine Erl√∂sung vom Joch des Ka¬≠pi¬≠tals ohne wei¬≠te¬≠re Ent¬≠wick¬≠lung des Ka¬≠pi¬≠ta¬≠lis¬≠mus, ohne den auf die¬≠ser Ba¬≠sis gef√ľhr¬≠ten Klas¬≠sen¬≠kampf gibt es nicht und kann es nicht ge¬≠ben. Und ge¬≠ra¬≠de in die¬≠sen Kampf zieht der Ka¬≠pi¬≠ta¬≠lis¬≠mus die werkt√§ti¬≠gen Mas¬≠sen der gan¬≠zen Welt hin¬≠ein, in¬≠dem er die Muf¬≠fig¬≠keit und Zur√ľck¬≠ge¬≠blie¬≠ben¬≠heit des lo¬≠ka¬≠len Le¬≠bens durch¬≠bricht, die na¬≠tio¬≠na¬≠len Schran¬≠ken und Vor¬≠ur¬≠tei¬≠le zerst√∂rt und Ar¬≠bei¬≠ter al¬≠ler L√§nder in den gro√üen Fa¬≠bri¬≠ken und Gru¬≠ben Ame¬≠ri¬≠kas, Deutsch¬≠lands usw. mit¬≠ein¬≠an¬≠der ver¬≠ei¬≠nigt.¬ď1

Wenn die Re¬≠gie¬≠rung von ei¬≠ner ¬ĄFl√ľcht¬≠lings¬≠kri¬≠se¬ď schwa¬≠dro¬≠niert, dann wis¬≠sen wir, wor¬≠um es sich han¬≠delt: Um eine Kri¬≠se des Ka¬≠pi¬≠tals. Das deut¬≠sche Ka¬≠pi¬≠tal hat es durch die im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠schen Ak¬≠tio¬≠nen der Bun¬≠des¬≠re¬≠gie¬≠rung bis¬≠her leid¬≠lich ge¬≠schafft, die 2009 be¬≠gon¬≠ne¬≠ne Kri¬≠se vor al¬≠lem auf die an¬≠de¬≠ren EU-L√§nder ab¬≠zuw√§lzen. Aber das geht nicht im¬≠mer so wei¬≠ter. Nicht zu √ľber¬≠se¬≠hen ist die schar¬≠fe Kon¬≠kur¬≠renz zu den US-Mo¬≠no¬≠po¬≠len, be¬≠son¬≠ders seit mit dem Amts¬≠an¬≠tritt Do¬≠nald Trumps als Pr√§si¬≠dent der USA f√ľr den deut¬≠schen Im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠mus die Kar¬≠ten neu ge¬≠mischt sind. Eben¬≠falls nicht zu √ľber¬≠se¬≠hen ist die Zu¬≠spit¬≠zung der Kon¬≠flik¬≠te mit Russ¬≠land, nicht zu¬≠letzt her¬≠vor¬≠ge¬≠ru¬≠fen durch die ag¬≠gres¬≠si¬≠ve Durch¬≠set¬≠zung des EU-As¬≠so¬≠zi¬≠ie¬≠rungs¬≠ab¬≠kom¬≠mens mit der Ukrai¬≠ne ab Herbst 2013 und die im¬≠mer of¬≠fe¬≠ne¬≠re mi¬≠lit√§ri¬≠sche Ein¬≠mi¬≠schung in Sy¬≠ri¬≠en. Gleich¬≠zei¬≠tig droht die deutsch do¬≠mi¬≠nier¬≠te EU zu zer¬≠bre¬≠chen. W√§hrend der lin¬≠ke, re¬≠for¬≠mis¬≠ti¬≠sche Wi¬≠der¬≠stand wie in Grie¬≠chen¬≠land im¬≠mer noch mit der deut¬≠schen Knu¬≠te gez√§hmt wer¬≠den kann, wird der erz¬≠re¬≠ak¬≠ti¬≠on√§re Wi¬≠der¬≠stand von Re¬≠gie¬≠run¬≠gen wie der pol¬≠ni¬≠schen und der un¬≠ga¬≠ri¬≠schen f√ľr Deutsch-Eu¬≠ro¬≠pa zu ei¬≠nem Pro¬≠blem (mit Un¬≠garn gab es ins¬≠be¬≠son¬≠de¬≠re in der Fra¬≠ge der Be¬≠hand¬≠lung der Fl√ľcht¬≠lin¬≠ge mas¬≠si¬≠ve Wi¬≠derspr√ľche). Mit dem ¬ĄBrex¬≠it¬ď will sich nun so¬≠gar ein im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠scher Kon¬≠kur¬≠rent die¬≠ser EU ent¬≠zie¬≠hen.

Letzt¬≠lich wird die im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠sche Kon¬≠kur¬≠renz zum Krieg, zum Welt¬≠krieg f√ľhren, wenn die pro¬≠le¬≠ta¬≠ri¬≠sche Re¬≠vo¬≠lu¬≠ti¬≠on die¬≠sem Trei¬≠ben nicht ein Ende macht. Und wir wis¬≠sen aus der Ge¬≠schich¬≠te ¬Ė um Kri¬≠se und Krieg zu meis¬≠tern, braucht das deut¬≠sche Mo¬≠no¬≠pol¬≠ka¬≠pi¬≠tal den Fa¬≠schis¬≠mus, braucht es eine fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Samm¬≠lungs¬≠be¬≠we¬≠gung, die je¬≠den Wi¬≠der¬≠stand ge¬≠gen die im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠sche ¬ĄVa¬≠ter¬≠lands¬≠ver¬≠tei¬≠di¬≠gung¬ď im Keim er¬≠stickt. Die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie ist zu un¬≠zu¬≠verl√§ssig f√ľr die¬≠sen Job. Sie hat es zwar 1914 ge¬≠schafft, die deut¬≠sche Ar¬≠bei¬≠ter¬≠klas¬≠se in den Krieg ge¬≠gen ihre Klas¬≠sen¬≠br√ľder zu ja¬≠gen. Aber sie hat es nicht ge¬≠schafft zu ver¬≠hin¬≠dern, dass sich schon im Krieg pro¬≠le¬≠ta¬≠ri¬≠scher Wi¬≠der¬≠stand ge¬≠bil¬≠det hat, der zu den re¬≠vo¬≠lu¬≠ti¬≠on√§ren K√§mp¬≠fen 1918 bis 1923 f√ľhrte. In die¬≠sen K√§mp¬≠fen war die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie wie¬≠der not¬≠wen¬≠dig ¬Ė kei¬≠ne fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Ge¬≠walt h√§tte es ver¬≠mocht, das re¬≠vo¬≠lu¬≠ti¬≠on√§re Feu¬≠er zu l√∂schen.

Zu¬≠dem: Wenn die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie ab¬≠wirt¬≠schaf¬≠tet, schr√§nkt das nat√ľrlich ihre Brauch¬≠bar¬≠keit f√ľr die Bour¬≠geoi¬≠sie ge¬≠wal¬≠tig ein. Das gilt auch f√ľr das Ab¬≠wirt¬≠schaf¬≠ten zu¬≠guns¬≠ten re¬≠ak¬≠ti¬≠on√§rer, fa¬≠schis¬≠ti¬≠scher Kr√§fte. Die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie wird ja durch die¬≠ses Ab¬≠wirt¬≠schaf¬≠ten ¬Ė wie wir es z.B. bei der IG-Me¬≠tall-F√ľhrung se¬≠hen, die je¬≠den gr√∂√üeren Kampf in den gro√üen In¬≠dus¬≠trie¬≠be¬≠trie¬≠ben ver¬≠sucht zu ver¬≠mei¬≠den ¬Ė letzt¬≠lich un¬≠taug¬≠lich, kom¬≠men¬≠de re¬≠vo¬≠lu¬≠ti¬≠on√§re K√§mpfe in re¬≠for¬≠mis¬≠ti¬≠sche Bah¬≠nen zu len¬≠ken. So bleibt dem gro√üen Ka¬≠pi¬≠tal, will es Kri¬≠se und Krieg meis¬≠tern ge¬≠gen sei¬≠ne m√§ch¬≠ti¬≠gen Kon¬≠kur¬≠ren¬≠ten, letz¬≠ten En¬≠des nur, eine fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Be¬≠we¬≠gung hoch¬≠zuz√ľch¬≠ten, sich haupts√§chlich auf die¬≠se fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Be¬≠we¬≠gung zu st√ľtzen, statt sich wei¬≠ter¬≠hin auf die Be¬≠frie¬≠dungs¬≠funk¬≠ti¬≠on der So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie zu ver¬≠las¬≠sen. Das hei√üt un¬≠ter an¬≠de¬≠rem: Die¬≠se fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Be¬≠we¬≠gung wird auch eine un¬≠mit¬≠tel¬≠ba¬≠re Ge¬≠fahr f√ľr die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie.

So schlimm die Ka¬≠pi¬≠talsh√∂rig¬≠keit der so¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠schen F√ľhrer ¬Ė auch und ge¬≠ra¬≠de durch ih¬≠ren Ein¬≠fluss in den Ge¬≠werk¬≠schaf¬≠ten ¬Ė ist, wenn sie be¬≠droht und aus¬≠ge¬≠schal¬≠tet wer¬≠den, ist die Frei¬≠heit der Ar¬≠bei¬≠ter im Kampf ge¬≠gen das Ka¬≠pi¬≠tal so ein¬≠ge¬≠schr√§nkt, wie es un¬≠ter der So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie als Hauptst√ľtze des Mo¬≠no¬≠pol¬≠ka¬≠pi¬≠tals nie¬≠mals der Fall ist. Wir m√ľssen des¬≠halb ver¬≠su¬≠chen, so weit wie m√∂glich mit So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠ten ge¬≠mein¬≠sam der fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Ge¬≠fahr ent¬≠ge¬≠gen¬≠zu¬≠tre¬≠ten.

Die faschistische Gefahr ¬Ė gestern und heute

Man h√∂rt im¬≠mer √∂fter nach¬≠denk¬≠li¬≠che Ge¬≠nos¬≠sen, be¬≠sorg¬≠te De¬≠mo¬≠kra¬≠ten, die his¬≠to¬≠ri¬≠sche Ver¬≠glei¬≠che zie¬≠hen zu den Jah¬≠ren des En¬≠des der Wei¬≠ma¬≠rer Re¬≠pu¬≠blik. Auf der Br√ľsse¬≠ler Kon¬≠fe¬≠renz der KPD 1935, auf der die KPD ihre Po¬≠li¬≠tik ge¬≠gen den Fa¬≠schis¬≠mus kri¬≠tisch √ľber¬≠pr√ľfte, sprach Wil¬≠helm Pieck √ľber die Si¬≠tua¬≠ti¬≠on in die¬≠ser Zeit und das Verh√§lt¬≠nis zur So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie. Er sag¬≠te:

¬ĄWir ha¬≠ben mit un¬≠se¬≠rem Haupt¬≠an¬≠griff ge¬≠gen die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie zu der Zeit, als die Tak¬≠tik rich¬≠tig war, als in den Sta¬≠bi¬≠li¬≠sie¬≠rungs¬≠jah¬≠ren die so¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠schen Il¬≠lu¬≠sio¬≠nen der Wirt¬≠schafts¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie und des or¬≠ga¬≠ni¬≠sier¬≠ten Ka¬≠pi¬≠ta¬≠lis¬≠mus die Ar¬≠bei¬≠ter¬≠hir¬≠ne ver¬≠kleis¬≠ter¬≠te und die Ar¬≠bei¬≠ter vom Kamp¬≠fe zur√ľck¬≠hiel¬≠ten, gro√üe Er¬≠fol¬≠ge er¬≠zielt. Ohne die¬≠se Tak¬≠tik w√§re es nicht zu den ent¬≠schei¬≠den¬≠den K√§mp¬≠fen an Rhein und Ruhr, in Ber¬≠lin, an der Was¬≠ser¬≠kan¬≠te, in Mit¬≠tel¬≠deutsch¬≠land und Sach¬≠sen ge¬≠kom¬≠men. Die Bour¬≠geoi¬≠sie h√§tte in noch viel ra¬≠sche¬≠rem Tem¬≠po den Lohn¬≠ab¬≠bau und die Be¬≠schnei¬≠dung der de¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠schen Rech¬≠te und Frei¬≠hei¬≠ten der Ar¬≠bei¬≠ter durch¬≠zuf√ľhren ver¬≠mocht. Auch un¬≠ser Kampf ge¬≠gen die Wei¬≠ma¬≠rer Re¬≠pu¬≠blik, ge¬≠gen die b√ľrger¬≠li¬≠che De¬≠mo¬≠kra¬≠tie, war ab¬≠so¬≠lut not¬≠wen¬≠dig und rich¬≠tig, weil sie nicht nur die, gan¬≠ze deut¬≠sche Kon¬≠ter¬≠re¬≠vo¬≠lu¬≠ti¬≠on¬í um sich schar¬≠te, son¬≠dern weil von ihr aus die schwers¬≠ten An¬≠grif¬≠fe ge¬≠gen die Ar¬≠bei¬≠ter¬≠klas¬≠se ge¬≠rich¬≠tet wur¬≠den. Wir ha¬≠ben mit die¬≠ser un¬≠se¬≠rer Tak¬≠tik ge¬≠gen die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie und ge¬≠gen die Wei¬≠ma¬≠rer Re¬≠pu¬≠blik in die¬≠ser Zeit das vol¬≠le Verst√§nd¬≠nis gro√üer Tei¬≠le der deut¬≠schen Ar¬≠bei¬≠ter¬≠klas¬≠se ge¬≠fun¬≠den, wo¬≠durch die KPD zu ei¬≠ner Mas¬≠sen¬≠par¬≠tei wur¬≠de.

Aber die Mehr¬≠heit der deut¬≠schen Ar¬≠bei¬≠ter¬≠klas¬≠se leis¬≠te¬≠te der So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie Ge¬≠folg¬≠schaft und setz¬≠te ihre Hoff¬≠nung auf die b√ľrger¬≠li¬≠che De¬≠mo¬≠kra¬≠tie, auf die Ko¬≠ali¬≠ti¬≠ons¬≠po¬≠li¬≠tik der So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie. Und das umso mehr, als die fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Be¬≠we¬≠gung m√§ch¬≠tig an¬≠schwoll und alle Rech¬≠te und Frei¬≠hei¬≠ten der Ar¬≠bei¬≠ter¬≠klas¬≠se be¬≠droh¬≠te. Da wir selbst die fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Ge¬≠fahr un¬≠tersch√§tz¬≠ten und sie der Ar¬≠bei¬≠ter¬≠schaft nicht gen√ľgend si¬≠gna¬≠li¬≠sier¬≠ten, im Ge¬≠gen¬≠teil nach wie vor un¬≠se¬≠ren Haupt¬≠s¬≠to√ü ge¬≠gen die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie und ge¬≠gen die b√ľrger¬≠li¬≠che De¬≠mo¬≠kra¬≠tie rich¬≠te¬≠ten, so konn¬≠te es nicht aus¬≠blei¬≠ben, dass wir nicht ver¬≠moch¬≠ten, die Ar¬≠bei¬≠ter¬≠klas¬≠se f√ľr den Kampf ge¬≠gen den Fa¬≠schis¬≠mus zu mo¬≠bi¬≠li¬≠sie¬≠ren.

Ich m√∂chte das an ei¬≠nem Bei¬≠spiel n√§her erl√§utern. Die Fa¬≠schis¬≠ten er¬≠ziel¬≠ten bei der Reichs¬≠tags¬≠wahl am 14. Sep¬≠tem¬≠ber 1930 mit ih¬≠ren 6,4 Mil¬≠lio¬≠nen Stim¬≠men ge¬≠gen√ľber den 800.000 Stim¬≠men, die sie noch bei den Mai¬≠wah¬≠len 1928 er¬≠hal¬≠ten hat¬≠ten, ei¬≠nen gro√üen Wahl¬≠er¬≠folg. Die Fa¬≠schis¬≠ten √ľberfl√ľgel¬≠ten uns bei die¬≠ser Wahl um fast zwei Mil¬≠lio¬≠nen Stim¬≠men. Die¬≠ser Vor¬≠marsch der Fa¬≠schis¬≠ten h√§tte uns ernst ge¬≠nug die fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Ge¬≠fahr auf¬≠zei¬≠gen und uns ver¬≠an¬≠las¬≠sen m√ľssen, in un¬≠se¬≠rer stra¬≠te¬≠gi¬≠schen Ori¬≠en¬≠tie¬≠rung eine Wen¬≠dung in der Rich¬≠tung des Haupt¬≠s¬≠to√ües ge¬≠gen die Fa¬≠schis¬≠ten vor¬≠zu¬≠neh¬≠men und alle An¬≠stren¬≠gun¬≠gen zu ma¬≠chen, die Ein¬≠heits¬≠front mit den so¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠schen Ar¬≠bei¬≠tern zum Kampf ge¬≠gen den Fa¬≠schis¬≠mus zu schaf¬≠fen.¬ď2

Wie nah die fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Ge¬≠fahr von heu¬≠te aus ge¬≠se¬≠hen in Jah¬≠ren und Mo¬≠na¬≠ten ist, kann nie¬≠mand vor¬≠aus¬≠se¬≠hen. Wie sah die Si¬≠tua¬≠ti¬≠on des deut¬≠schen Im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠mus in den letz¬≠ten Jah¬≠ren der Wei¬≠ma¬≠rer Re¬≠pu¬≠blik im Ver¬≠gleich zu heu¬≠te aus? W√§hrend der deut¬≠sche Im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠mus heu¬≠te seit 1990 von all sei¬≠nen Fes¬≠seln be¬≠freit ist, war er in der ge¬≠sam¬≠ten Zeit der Wei¬≠ma¬≠rer Re¬≠pu¬≠blik durch den Ver¬≠sail¬≠ler Ver¬≠trag wirt¬≠schaft¬≠lich, po¬≠li¬≠tisch, ter¬≠ri¬≠to¬≠ri¬≠al und mi¬≠lit√§risch ein¬≠ge¬≠schr√§nkt. Al¬≠ler¬≠dings hat¬≠te zum glei¬≠chen Zeit¬≠punkt, an dem die Fa¬≠schis¬≠ten so spek¬≠ta¬≠kul√§re Stim¬≠men¬≠ge¬≠win¬≠ne er¬≠ziel¬≠ten (1930), der deut¬≠sche Im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠mus ei¬≠nen gro√üen Sieg zu ver¬≠bu¬≠chen: Er hat¬≠te durch¬≠ge¬≠setzt, dass die al¬≠li¬≠ier¬≠ten Trup¬≠pen f√ľnf Jah¬≠re fr√ľher als im Ver¬≠sail¬≠ler Ver¬≠trag vor¬≠ge¬≠se¬≠hen aus dem Rhein¬≠land ab¬≠zo¬≠gen. Da¬≠mals wie heu¬≠te ersch√ľtter¬≠ten ge¬≠wal¬≠ti¬≠ge Kri¬≠sen die im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠schen L√§nder, wo¬≠bei sich heu¬≠te im Ge¬≠gen¬≠satz zu da¬≠mals der deut¬≠sche Im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠mus da¬≠durch aus¬≠zeich¬≠net, dass er die Fol¬≠gen der Kri¬≠se bis jetzt noch auf den Schul¬≠tern der an¬≠de¬≠ren EU-L√§nder ab¬≠la¬≠den kann, was sich an¬≠ge¬≠sichts der oben schon erw√§hn¬≠ten Wi¬≠derspr√ľche aber schnell √§ndern kann. In¬≠ter¬≠na¬≠tio¬≠nal hat der deut¬≠sche Im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠mus eine ganz an¬≠de¬≠re Stel¬≠lung als da¬≠mals. Da ist sei¬≠ne (wenn auch br√∂ckeln¬≠de) He¬≠ge¬≠mo¬≠nie in Eu¬≠ro¬≠pa, und da ist sei¬≠ne wirt¬≠schaft¬≠li¬≠che im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠sche Ak¬≠ti¬≠vit√§t so¬≠wie die po¬≠li¬≠ti¬≠sche und mi¬≠lit√§ri¬≠sche Ein¬≠mi¬≠schung √ľbe¬≠r¬≠all auf der Welt, die ein un¬≠ver¬≠gleich¬≠lich viel h√∂he¬≠res Aus¬≠ma√ü hat als in der Zeit der Wei¬≠ma¬≠rer Re¬≠pu¬≠blik. Da¬≠mals und heu¬≠te √§hnelt sich die grunds√§tz¬≠li¬≠che Si¬≠tua¬≠ti¬≠on der im¬≠mer schwie¬≠ri¬≠ger wer¬≠den¬≠den Ka¬≠pi¬≠tal¬≠ver¬≠wer¬≠tung (sicht¬≠ba¬≠rer Aus¬≠druck des¬≠sen ist z.B. die Ab¬≠sur¬≠dit√§t der Null¬≠zins-Si¬≠tua¬≠ti¬≠on) und der sich mit gro√üer Ge¬≠schwin¬≠dig¬≠keit versch√§rfen¬≠den zwi¬≠schen¬≠im¬≠pe¬≠ri¬≠al¬≠is¬≠ti¬≠schen Wi¬≠derspr√ľche.

Ei¬≠nen Ver¬≠gleich, der 1:1 punkt¬≠ge¬≠naue Leh¬≠ren bez√ľglich der N√§he der fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Ge¬≠fahr aus der Ge¬≠schich¬≠te be¬≠stim¬≠men kann, k√∂nnen wir also nicht zie¬≠hen ¬Ė wir wis¬≠sen aber, dass das deut¬≠sche Ka¬≠pi¬≠tal letzt¬≠lich auf Fa¬≠schis¬≠mus set¬≠zen muss, um ge¬≠gen sei¬≠ne im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠schen Kon¬≠kur¬≠ren¬≠ten auch die Waf¬≠fe der ge¬≠gen den Rest der Welt ver¬≠schwo¬≠re¬≠nen ¬ĄVolks¬≠ge¬≠mein¬≠schaft¬ď ein¬≠set¬≠zen zu k√∂nnen. Und wir se¬≠hen wie vie¬≠le de¬≠mo¬≠kra¬≠tisch und an¬≠ti¬≠fa¬≠schis¬≠tisch ge¬≠sinn¬≠te Men¬≠schen, dass sich die An¬≠zei¬≠chen ei¬≠ner n√§her kom¬≠men¬≠den fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Ge¬≠fahr meh¬≠ren. Vie¬≠le Men¬≠schen se¬≠hen Par¬≠al¬≠le¬≠len zu den letz¬≠ten Jah¬≠ren der Wei¬≠ma¬≠rer Re¬≠pu¬≠blik al¬≠lein an dem tats√§chlich be¬≠sorg¬≠nis¬≠er¬≠re¬≠gen¬≠den An¬≠wach¬≠sen der W√§hler¬≠stim¬≠men der AfD in den Land¬≠ta¬≠gen, z.B. in Meck¬≠len¬≠burg-Vor¬≠pom¬≠mern und Ber¬≠lin. An¬≠de¬≠re wie¬≠der¬≠um be¬≠strei¬≠ten, dass die AfD eine fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Par¬≠tei sei. Sehr oft wird da¬≠bei die AfD mit der CSU ver¬≠gli¬≠chen. Die¬≠ser Ver¬≠gleich ist v√∂llig be¬≠rech¬≠tigt. Zwi¬≠schen AfD und CSU passt ideo¬≠lo¬≠gisch kein Blatt Pa¬≠pier. Oft wird dann aber die¬≠se Tat¬≠sa¬≠che her¬≠ge¬≠nom¬≠men, um der AfD b√ľrger¬≠lich-de¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠sche Ei¬≠gen¬≠schaf¬≠ten zu be¬≠schei¬≠ni¬≠gen. Da¬≠bei ist das Ge¬≠gen¬≠teil der Fall!

Zen¬≠trum und Schwer¬≠ge¬≠wicht der fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Samm¬≠lungs¬≠be¬≠we¬≠gung ist in der BRD nach wie vor die CSU ¬Ė auch wenn sie nach dem Tod von Strau√ü erst¬≠mal Fe¬≠dern las¬≠sen muss¬≠te. Sie un¬≠ter¬≠schei¬≠det sich durch ein sehr we¬≠sent¬≠li¬≠ches Merk¬≠mal von ei¬≠ner NS¬≠DAP in der Wei¬≠ma¬≠rer Re¬≠pu¬≠blik: Sie ist Staats¬≠par¬≠tei, passt sich dem par¬≠la¬≠men¬≠ta¬≠ri¬≠schen Sys¬≠tem an, war seit der Exis¬≠tenz der BRD in der Mehr¬≠zahl der Jah¬≠re in Bun¬≠des¬≠re¬≠gie¬≠run¬≠gen ver¬≠tre¬≠ten ¬Ė so¬≠zu¬≠sa¬≠gen als Er¬≠satz-CDU in Bay¬≠ern, wo es kei¬≠ne CDU gibt. Da¬≠durch soll¬≠te man sich nicht t√§uschen las¬≠sen: CDU und CSU sind in ih¬≠rer Ge¬≠schich¬≠te und ih¬≠rer Funk¬≠ti¬≠on sehr un¬≠ter¬≠schied¬≠lich und von hef¬≠ti¬≠gen K√§mp¬≠fen ge¬≠gen¬≠ein¬≠an¬≠der ge¬≠zeich¬≠net. Die CDU war von ih¬≠rer Gr√ľndung in West¬≠deutsch¬≠land an eine kon¬≠ser¬≠va¬≠ti¬≠ve Ho¬≠no¬≠ra¬≠tio¬≠ren-Par¬≠tei. Als Re¬≠gie¬≠rungs¬≠par¬≠tei war sie bis in die sech¬≠zi¬≠ger Jah¬≠re da¬≠mit er¬≠folg¬≠reich. Ab Ende der sech¬≠zi¬≠ger Jah¬≠re stan¬≠den an¬≠de¬≠re Op¬≠tio¬≠nen auf der Wunsch¬≠lis¬≠te des Ka¬≠pi¬≠tals: Die Au√üen¬≠po¬≠li¬≠tik muss¬≠te ge√§ndert wer¬≠den, die ¬Ąneue Ost¬≠po¬≠li¬≠tik¬ď stand auf dem Pro¬≠gramm, die mit dem plum¬≠pen An¬≠ti¬≠kom¬≠mu¬≠nis¬≠mus der CDU nicht zu ma¬≠chen war. Nur die SPD konn¬≠te eine Po¬≠li¬≠tik ma¬≠chen, die √ľber¬≠zeu¬≠gend f√ľr die neu¬≠en Han¬≠dels¬≠part¬≠ner im RGW war und gleich¬≠zei¬≠tig daf√ľr sorg¬≠te, dass die Ar¬≠bei¬≠ter nicht √ľberm√ľtig wur¬≠den, nur weil die Knu¬≠te des stu¬≠ren An¬≠ti¬≠kom¬≠mu¬≠nis¬≠mus vor√ľber¬≠ge¬≠hend bei¬≠sei¬≠te¬≠ge¬≠legt wur¬≠de. Die CDU wur¬≠de chan¬≠cen¬≠los, und be¬≠kam gleich¬≠zei¬≠tig gro√üen √Ąrger mit ih¬≠rer ¬ĄSchwes¬≠ter¬≠par¬≠tei¬ď CSU, die von ih¬≠rem F√ľhrer F.J.Strau√ü 1970 als ¬ĄSam¬≠mel¬≠be¬≠we¬≠gung zur Ret¬≠tung des Va¬≠ter¬≠lan¬≠des¬ď ge¬≠gen die ¬Ąkom¬≠mu¬≠nis¬≠ti¬≠sche Ge¬≠fahr¬ď de¬≠fi¬≠niert wur¬≠de. Planm√§√üig be¬≠trieb Strau√ü in den 70er Jah¬≠ren die De¬≠mon¬≠ta¬≠ge der CDU-Gr√∂√üen. Mit K√ľndi¬≠gung der Frak¬≠ti¬≠ons¬≠ge¬≠mein¬≠schaft und Vier¬≠te-Par¬≠tei-Dro¬≠hung ¬Ė d.h. der Dro¬≠hung, die CSU bun¬≠des¬≠weit aus¬≠zu¬≠deh¬≠nen ¬Ė, ord¬≠ne¬≠te er die kon¬≠ser¬≠va¬≠ti¬≠ve Schwes¬≠ter sei¬≠ner Samm¬≠lungs¬≠be¬≠we¬≠gung un¬≠ter. Die CDU war in die¬≠ser Ge¬≠men¬≠ge¬≠la¬≠ge in eine erns¬≠te Kri¬≠se ge¬≠ra¬≠ten. Eine Um¬≠struk¬≠tu¬≠rie¬≠rung und Mo¬≠der¬≠ni¬≠sie¬≠rung er¬≠folg¬≠te, die CDU wur¬≠de von der Ho¬≠no¬≠ra¬≠tio¬≠ren¬≠par¬≠tei zur Mit¬≠glie¬≠der¬≠par¬≠tei. Ge¬≠gen Strau√ü und sei¬≠ne CSU konn¬≠te sie sich den¬≠noch nicht durch¬≠set¬≠zen, Kohl muss¬≠te 1980 Strau√ü die Kanz¬≠ler¬≠kan¬≠di¬≠da¬≠tur √ľber¬≠las¬≠sen. Nach dem Tod von Strau√ü ge¬≠riet die CSU in eine Kri¬≠se, ihre Lage ver¬≠schlech¬≠ter¬≠te sich noch, als sie kei¬≠ne Ge¬≠win¬≠ne aus der Ein¬≠ver¬≠lei¬≠bung der DDR zie¬≠hen konn¬≠te, w√§hrend die CDU ein¬≠fach die CDU der DDR kas¬≠sier¬≠te. Nun ge¬≠riet aber auch die CDU trotz oder ge¬≠ra¬≠de we¬≠gen der ¬ĄMo¬≠der¬≠ni¬≠sie¬≠rung¬ď und des DDR-Ge¬≠winns in Schwie√†√Ć√Ņ¬ė¬ćU√†√Ć√Ņ¬ė¬ćU √Ľ¬ė¬ćU`:L¬ô¬ćUH√ć√Ņ¬ė¬ćU√ć√Ņ¬ė¬ćU@√ć√Ņ¬ė¬ćUe das selbst schon zu sein oder zu wer¬≠den. So wur¬≠de die CDU Ende der neun¬≠zi¬≠ger Jah¬≠re von der CSU ins Schlepp¬≠tau ge¬≠nom¬≠men f√ľr eine ras¬≠sis¬≠ti¬≠sche Un¬≠ter¬≠schrif¬≠ten¬≠samm¬≠lung ge¬≠gen Im¬≠mi¬≠gran¬≠ten, mit de¬≠ren Hil¬≠fe dann der Mi¬≠nis¬≠ter¬≠pr√§si¬≠dent von Hes¬≠sen, Ro¬≠land Koch, die Land¬≠tags¬≠wahl ge¬≠wann. Au√üer¬≠dem ha¬≠ben sich im¬≠mer wie¬≠der CDU-Mi¬≠nis¬≠ter¬≠pr√§si¬≠den¬≠ten zu¬≠sam¬≠men¬≠ge¬≠rot¬≠tet, um von rechts ge¬≠gen Kanz¬≠le¬≠rin Mer¬≠kel zu schie√üen. Zer¬≠rei√üpro¬≠ben gibt es auch mit der un¬≠ge¬≠lieb¬≠ten Ver¬≠wandt¬≠schaft aus der DDR. Die Wi¬≠derspr√ľche zwi¬≠schen dem aus der DDR-CDU √ľber¬≠nom¬≠me¬≠nen Par¬≠tei¬≠ap¬≠pa¬≠rat und den sp√§ter ein¬≠ge¬≠tre¬≠te¬≠nen fr√ľhe¬≠ren DDR-¬ĄB√ľrger¬≠recht¬≠lern¬ď schwe¬≠len noch. Das und die ver¬≠hee¬≠ren¬≠den Fol¬≠gen der Ein¬≠ver¬≠lei¬≠bung der DDR, die zu Wi¬≠derspr√ľchen mit der do¬≠mi¬≠nie¬≠ren¬≠den West-Par¬≠tei f√ľhren, ma¬≠chen die Ost-CDU zu ei¬≠nem kom¬≠pli¬≠zier¬≠ten und v√∂llig un¬≠be¬≠re¬≠chen¬≠ba¬≠ren Fak¬≠tor in der Ge¬≠samt¬≠par¬≠tei. Die so¬≠ge¬≠nann¬≠te ¬ĄFl√ľcht¬≠lings¬≠kri¬≠se¬ď hat die CDU voll¬≠ends in die in¬≠ne¬≠re Zer¬≠ris¬≠sen¬≠heit ge¬≠trie¬≠ben, und in den Dau¬≠er¬≠stress mit der CSU. Die CSU da¬≠ge¬≠gen hat ge¬≠ra¬≠de in den letz¬≠ten Jah¬≠ren auf dem R√ľcken der Asyl¬≠su¬≠chen¬≠den aus ih¬≠rer Kri¬≠se her¬≠aus¬≠ge¬≠fun¬≠den und rote Wan¬≠gen be¬≠kom¬≠men. So ist sie er¬≠neut Sam¬≠mel¬≠be¬≠cken und f√ľhren¬≠de Kraft der fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Be¬≠we¬≠gung, auch wenn im¬≠mer wie¬≠der Grup¬≠pie¬≠run¬≠gen auf¬≠tre¬≠ten, die sich in ¬Ė bis¬≠her er¬≠folg¬≠lo¬≠ser ¬Ė Kon¬≠kur¬≠renz zu ihr ver¬≠su¬≠chen.

Un­ter­schie­de gibt es auch zwi­schen der CSU und de­ren (Möchte­gern-)Kon­kur­renz von AfD bis zu den mor­den­den und brand­schat­zen­den Nazi-Ter­ror­grup­pen.

F.J.Strau√ü, bis 1988 F√ľhrer der bun¬≠des¬≠deut¬≠schen Kon¬≠ter¬≠re¬≠vo¬≠lu¬≠ti¬≠on, hat¬≠te ein¬≠mal ge¬≠sagt: ¬ĄMan muss sich der na¬≠tio¬≠na¬≠len Kr√§fte be¬≠die¬≠nen, auch wenn sie noch so re¬≠ak¬≠ti¬≠on√§r sind. ¬Ö Mit Hilfs¬≠trup¬≠pen darf man nicht zim¬≠per¬≠lich sein.¬ď ¬ĄNicht zim¬≠per¬≠lich¬ď hat eine dop¬≠pel¬≠te Be¬≠deu¬≠tung: Zum ei¬≠nen l√§sst man den P√∂bel die Drecks¬≠ar¬≠beit ma¬≠chen, ge¬≠gen Ein¬≠wan¬≠de¬≠rer und Asyl¬≠su¬≠chen¬≠de, ge¬≠gen Lin¬≠ke, ge¬≠gen Men¬≠schen, die Men¬≠schen blei¬≠ben wol¬≠len. Der¬≠weil nimmt sich die CSU der ¬ĄSor¬≠gen der B√ľrger¬ď an und sorgt als Staats¬≠par¬≠tei ¬Ąf√ľr Ord¬≠nung¬ď. Zum an¬≠de¬≠ren wer¬≠den fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Grup¬≠pie¬≠run¬≠gen auch gar nicht ¬Ązim¬≠per¬≠lich¬ď bek√§mpft. Es war die CSU, die das ers¬≠te (ge¬≠schei¬≠ter¬≠te) Ver¬≠bots¬≠ver¬≠fah¬≠ren ge¬≠gen die NPD im Jahr 2000 in Gang setz¬≠te. Was al¬≠les an¬≠de¬≠re hei√üt, als dass die CSU ge¬≠gen Na¬≠zis w√§re. Aber auch nach ei¬≠nem NPD-Ver¬≠bot g√§be es die Na¬≠zis, die die Drecks¬≠ar¬≠beit ma¬≠chen, w√§hrend die CSU in ih¬≠rem Marsch ge¬≠gen die b√ľrger¬≠li¬≠che De¬≠mo¬≠kra¬≠tie in al¬≠ler Ruhe den Staats¬≠ap¬≠pa¬≠rat nut¬≠zen kann. Sie ver¬≠steht es ge¬≠ra¬≠de mit Hil¬≠fe der an¬≠geb¬≠li¬≠chen ¬ĄFl√ľcht¬≠lings¬≠kri¬≠se¬ď, ihre M√∂glich¬≠kei¬≠ten als Staats¬≠par¬≠tei zu nut¬≠zen. Den Start¬≠schuss dazu gab sie mit ih¬≠rem Ent¬≠wurf zu ei¬≠nem baye¬≠ri¬≠schen ¬ĄIn¬≠te¬≠gra¬≠ti¬≠ons¬≠ge¬≠setz¬ď.

Schon die¬≠ser Ent¬≠wurf zeig¬≠te bun¬≠des¬≠weit Wir¬≠kung: Im Juli 2016 wur¬≠de ein ¬ĄIn¬≠te¬≠gra¬≠ti¬≠ons¬≠ge¬≠setz¬ď vom Bun¬≠des¬≠tag be¬≠schlos¬≠sen, das ei¬≠nen Teil der For¬≠de¬≠run¬≠gen aus Bay¬≠ern erf√ľllt. Es ist eins der Anti-Asyl-Ge¬≠set¬≠ze, die die Mer¬≠kel-Re¬≠gie¬≠rung (die an¬≠geb¬≠lich so mensch¬≠li¬≠che) in der letz¬≠ten Zeit durch¬≠ge¬≠peitscht hat. Es enth√§lt zum Bei¬≠spiel Sank¬≠tio¬≠nen ge¬≠gen Fl√ľcht¬≠lin¬≠ge, die nicht so spu¬≠ren, wie es die Beh√∂rden wol¬≠len, und es erm√∂glicht den √Ąmtern, selbst an¬≠er¬≠kann¬≠ten Asyl¬≠be¬≠rech¬≠tig¬≠ten ih¬≠ren Wohn¬≠sitz vor¬≠zu¬≠schrei¬≠ben und ih¬≠nen da¬≠mit ein we¬≠sent¬≠li¬≠ches Grund¬≠recht zu neh¬≠men. Die¬≠se Be¬≠stim¬≠mung wur¬≠de von Bay¬≠ern als ers¬≠tem Bun¬≠des¬≠land an¬≠ge¬≠wen¬≠det.

Aber die¬≠ses Bun¬≠des¬Ąin¬≠te¬≠gra¬≠ti¬≠ons¬ďge¬≠setz reicht der CSU nicht, ¬Ąsie will mehr¬ď, schreibt Hed¬≠wig Krim¬≠mer, Ge¬≠werk¬≠schafts¬≠se¬≠kret√§rin und Spre¬≠che¬≠rin des B√ľnd¬≠nis¬≠ses ge¬≠gen das baye¬≠ri¬≠sche Aus¬≠gren¬≠zungs¬≠ge¬≠setz. ¬ĄSie will¬ď, so Hed¬≠wig Krim¬≠mer, ¬Ąalle auf die ¬āLeit¬≠kul¬≠tur¬Ď ver¬≠pflich¬≠ten. Das ge¬≠plan¬≠te baye¬≠ri¬≠sche Aus¬≠gren¬≠zungs¬≠ge¬≠setz ist da¬≠bei ein Zwi¬≠schen¬≠schritt zu ih¬≠rem Vor¬≠ha¬≠ben, die ¬āLeit¬≠kul¬≠tur¬Ď in der baye¬≠ri¬≠schen Ver¬≠fas¬≠sung fest¬≠zu¬≠schrei¬≠ben. Weil sie die dazu er¬≠for¬≠der¬≠li¬≠che 2/​3-Mehr¬≠heit im baye¬≠ri¬≠schen Land¬≠tag nicht hat, hat der CSU-Par¬≠tei¬≠vor¬≠stand am 9./​10. Sep¬≠tem¬≠ber be¬≠schlos¬≠sen: ¬āDar√ľber soll die baye¬≠ri¬≠sche Bev√∂lke¬≠rung ab¬≠stim¬≠men¬Ď. Das hei√üt nichts an¬≠de¬≠res als: Die CSU will in ganz Bay¬≠ern mo¬≠bi¬≠li¬≠sie¬≠ren, um die gew√§hl¬≠ten Op¬≠po¬≠si¬≠ti¬≠ons¬≠par¬≠tei¬≠en im Land¬≠tag aus¬≠zu¬≠schal¬≠ten. Und auch die an¬≠geb¬≠lich zur√ľck¬≠ge¬≠nom¬≠me¬≠ne For¬≠de¬≠rung nach ei¬≠nem Asyl¬≠recht nur f√ľr christ¬≠li¬≠che Asyl¬≠su¬≠chen¬≠de hat nur ein an¬≠de¬≠res Ge¬≠wand be¬≠kom¬≠men. Jetzt steht dort schwarz auf wei√ü: ¬āIn Zu¬≠kunft muss es hei√üen: Vor¬≠rang f√ľr Zu¬≠wan¬≠de¬≠rer aus un¬≠se¬≠rem christ¬≠lich-abendl√§ndi¬≠schen Kul¬≠tur¬≠kreis¬Ď.¬ď

Da¬≠mit hat sich der von der CSU be¬≠trie¬≠be¬≠ne re¬≠ak¬≠ti¬≠on√§re An¬≠griff ver¬≠viel¬≠facht: Zu dem Aus¬≠gren¬≠zungs¬≠ge¬≠setz¬≠ent¬≠wurf mit sei¬≠nen an¬≠ti¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠schen, of¬≠fen ras¬≠sis¬≠ti¬≠schen und so¬≠wohl dem Grund¬≠ge¬≠setz als auch der baye¬≠ri¬≠schen Ver¬≠fas¬≠sung hohn¬≠spre¬≠chen¬≠den Be¬≠stim¬≠mun¬≠gen kommt nun dazu: re¬≠ak¬≠ti¬≠on√§re √Ąnde¬≠rung der baye¬≠ri¬≠schen Ver¬≠fas¬≠sung und Au√üer¬≠kraft¬≠set¬≠zung der Op¬≠po¬≠si¬≠ti¬≠on im Land¬≠tag. Und die Mo¬≠bi¬≠li¬≠sie¬≠rung zu ei¬≠ner ¬ĄVolks¬≠ab¬≠stim¬≠mung¬ď ist nichts wei¬≠ter als die Ein¬≠be¬≠zie¬≠hung der f√ľr die √§u√üers¬≠te Re¬≠ak¬≠ti¬≠on ge¬≠winn¬≠ba¬≠ren kleinb√ľrger¬≠li¬≠chen Mas¬≠sen, um sich als F√ľhrer der fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Samm¬≠lungs¬≠be¬≠we¬≠gung wei¬≠ter zu eta¬≠blie¬≠ren. Ideo¬≠lo¬≠gisch wird die¬≠se Samm¬≠lungs¬≠be¬≠we¬≠gung dar¬≠auf ein¬≠ge¬≠schwo¬≠ren, dass an die Stel¬≠le des b√ľrger¬≠li¬≠chen Rechts die ¬ĄLeit¬≠kul¬≠tur¬ď zu tre¬≠ten hat ¬Ė ein Kampf¬≠be¬≠griff der fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Willk√ľr. So rief See¬≠ho¬≠fer auf dem CSU-Par¬≠tei¬≠tag zum Kampf ge¬≠gen die ¬ĄLinks¬≠front¬ď auf (d.h. Re¬≠gie¬≠rungsb√ľnd¬≠nis aus SPD, Gr√ľnen und Links¬≠par¬≠tei) ¬Ė ¬ĄDa¬≠mit Deutsch¬≠land Deutsch¬≠land bleibt¬ď.

Und so stellt sich die CSU seit den letz­ten Land­tags­wah­len in Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Ber­lin dar: Wo die AfD nur mörde­ri­sche Het­ze ver­brei­ten kann, da kann die CSU als Staats­par­tei han­deln.

Da¬≠mit ist auch schon das meis¬≠te zum Un¬≠ter¬≠schied zwi¬≠schen AfD und CSU ge¬≠sagt (Wei¬≠te¬≠res zu den Un¬≠ter¬≠schie¬≠den von CSU und AfD in ih¬≠rem Auf¬≠tre¬≠ten ist nach¬≠zu¬≠le¬≠sen in dem Ar¬≠ti¬≠kel aus der Jun¬≠gen Welt ¬ĄRot¬≠licht: CSU¬ď, den wir hier do¬≠ku¬≠men¬≠tie¬≠ren). Nat√ľrlich kann es der CSU nicht gen√ľgen, der AfD au√üer¬≠halb Bay¬≠erns das Feld zu √ľber¬≠las¬≠sen. Ein schwie¬≠ri¬≠ges Pro¬≠blem f√ľr die CSU ist das ein¬≠ver¬≠leib¬≠te DDR-Ge¬≠biet. 1989/​90 war sie mit dem Ver¬≠such, in der DDR eine Zweig¬≠stel¬≠le na¬≠mens DSU zu eta¬≠blie¬≠ren, elend ge¬≠schei¬≠tert. Eine AfD kann sie ¬Ė auch auf dem fr√ľhe¬≠ren DDR-Ge¬≠biet, wo sie ei¬≠gent¬≠lich kei¬≠ne Chan¬≠ce hat ¬Ė ne¬≠ben sich nicht dul¬≠den. Ein neu¬≠er Ver¬≠such, dort Fu√ü zu fas¬≠sen, bahnt sich an ¬Ė ein ge¬≠mein¬≠sa¬≠mes Pa¬≠pier zur deut¬≠schen ¬ĄLeit¬≠kul¬≠tur¬ď wur¬≠de von der CSU und der CDU Sach¬≠sens ge¬≠mein¬≠sam un¬≠ter¬≠zeich¬≠net.

Die st√§ndi¬≠gen Zerw√ľrf¬≠nis¬≠se zwi¬≠schen CSU und CDU sind ein wei¬≠te¬≠res Zei¬≠chen f√ľr eine √§u√üerst re¬≠ak¬≠ti¬≠on√§re Ent¬≠wick¬≠lung. Vie¬≠le auf¬≠rech¬≠te De¬≠mo¬≠kra¬≠ten und An¬≠ti¬≠fa¬≠schis¬≠ten aber las¬≠sen sich vom par¬≠la¬≠men¬≠ta¬≠ri¬≠schen M√§ntel¬≠chen der CSU wie der AfD t√§uschen.

Da­bei ist es nichts Neu­es, dass sich Fa­schis­ten in der Ver­klei­dung bra­ver kon­ser­va­ti­ver Par­la­men­ta­ri­er präsen­tie­ren.

So besa√ü der ita¬≠lie¬≠ni¬≠sche Fa¬≠schis¬≠mus un¬≠ter Mus¬≠so¬≠li¬≠ni Fle¬≠xi¬≠bi¬≠lit√§t und Kom¬≠pro¬≠missf√§hig¬≠keit, ge¬≠paart mit gr√∂√üter Bru¬≠ta¬≠lit√§t und Feind¬≠se¬≠lig¬≠keit ge¬≠gen die Ar¬≠bei¬≠ter¬≠klas¬≠se. Die¬≠se Art Fa¬≠schis¬≠mus er¬≠weck¬≠te bis zum Sturz Mus¬≠so¬≠li¬≠nis die Auf¬≠merk¬≠sam¬≠keit der in¬≠ter¬≠na¬≠tio¬≠na¬≠len Bour¬≠geoi¬≠sie. Es gab √úber¬≠le¬≠gun¬≠gen, ob nicht der ita¬≠lie¬≠ni¬≠sche Fa¬≠schis¬≠mus eine ¬Ąan¬≠nehm¬≠ba¬≠re¬ď, ¬Ązi¬≠vi¬≠li¬≠sier¬≠te¬ď Ab¬≠art des Fa¬≠schis¬≠mus sei.

Seit 1945 ist bei der deut¬≠schen Mo¬≠no¬≠pol¬≠bour¬≠geoi¬≠sie auch ¬ĄDe¬≠mo¬≠kra¬≠tie¬ď an¬≠ge¬≠sagt, denn der stu¬≠re An¬≠ti¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tis¬≠mus des Hit¬≠ler¬≠fa¬≠schis¬≠mus war doch welt¬≠weit zu sehr in Ver¬≠ruf ge¬≠ra¬≠ten ¬Ė zu¬≠mal bei den eins¬≠ti¬≠gen im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠schen Kriegs¬≠geg¬≠nern, in de¬≠ren Wind¬≠schat¬≠ten man wie¬≠der zur al¬≠ten Gr√∂√üe zur√ľck¬≠fin¬≠den woll¬≠te. Die Wie¬≠der¬≠auf¬≠la¬≠ge ei¬≠nes Fa¬≠schis¬≠mus im ¬Ąde¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠schen¬ď Ge¬≠wand, in dem die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie so¬≠gar vor¬≠erst noch Hauptst√ľtze der Bour¬≠geoi¬≠sie sein kann, bis sie durch Kom¬≠pro¬≠mis¬≠se und De¬≠mo¬≠kra¬≠tie¬≠spie¬≠le¬≠rei¬≠en so weit in heil¬≠lo¬≠se Ver¬≠wir¬≠rung und Zer¬≠set¬≠zung ge¬≠trie¬≠ben wird und die fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Be¬≠we¬≠gung so weit gest√§rkt wird, dass der Fa¬≠schis¬≠mus √† la Mus¬≠so¬≠li¬≠ni durch ei¬≠nen of¬≠fe¬≠nen, kom¬≠pro¬≠miss¬≠lo¬≠sen Fa¬≠schis¬≠mus nach Art des deut¬≠schen Nazi-Re¬≠gimes er¬≠setzt wer¬≠den kann ¬Ė das ist in un¬≠se¬≠rem Land so un¬≠wahr¬≠schein¬≠lich nicht.

Bei¬≠de gro√üen rech¬≠ten Ak¬≠teu¬≠re ¬Ė CSU an vor¬≠ders¬≠ter Front, und dann die AfD ¬Ė sind zu schein¬≠par¬≠la¬≠men¬≠ta¬≠ri¬≠schen In¬≠sze¬≠nie¬≠run¬≠gen nach Mus¬≠so¬≠li¬≠ni-Art sehr gut in der Lage, ins¬≠be¬≠son¬≠de¬≠re die CSU kann das in ih¬≠rer Po¬≠si¬≠ti¬≠on als baye¬≠ri¬≠sche Staats¬≠par¬≠tei m√ľhe¬≠los ze¬≠le¬≠brie¬≠ren (z.B. durch die In¬≠tri¬≠ge, √ľber eine Volks¬≠ab¬≠stim¬≠mung die par¬≠la¬≠men¬≠ta¬≠ri¬≠sche Op¬≠po¬≠si¬≠ti¬≠on aus¬≠zu¬≠schal¬≠ten). Bei¬≠de trei¬≠ben die¬≠se Kunst so weit, dass sehr vie¬≠le An¬≠ti¬≠fa¬≠schis¬≠ten gro√üe Zwei¬≠fel ha¬≠ben, ob es sich hier um fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Sam¬≠mel¬≠be¬≠we¬≠gun¬≠gen han¬≠delt.

Bei¬≠de zei¬≠gen aber ne¬≠ben der ¬Ąde¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠schen¬ď An¬≠pas¬≠sungsf√§hig¬≠keit auch die M√∂glich¬≠kei¬≠ten des Ter¬≠rors ge¬≠gen die Ar¬≠bei¬≠ter¬≠be¬≠we¬≠gung und der Prak¬≠ti¬≠zie¬≠rung fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Ras¬≠sen¬≠wahns. So zeigt z.B. der in¬≠zwi¬≠schen ver¬≠ab¬≠schie¬≠de¬≠te Ge¬≠setz¬≠ent¬≠wurf der CSU ganz deut¬≠lich Ele¬≠men¬≠te der N√ľrn¬≠ber¬≠ger Ras¬≠sen¬≠ge¬≠set¬≠ze von 1935 (der Stamm¬≠baum deut¬≠scher Staatsb√ľrger wird bis zu den Gro√üel¬≠tern ver¬≠folgt). Bei der De¬≠mons¬≠tra¬≠ti¬≠on am 22. Ok¬≠to¬≠ber 2016 in M√ľnchen ge¬≠gen das ¬ĄIn¬≠te¬≠gra¬≠ti¬≠ons¬≠ge¬≠setz¬ď der CSU wur¬≠de die Baye¬≠ri¬≠sche Po¬≠li¬≠zei los¬≠ge¬≠las¬≠sen zum hem¬≠mungs¬≠lo¬≠sen Drauf¬≠schla¬≠gen auf fried¬≠lich pro¬≠tes¬≠tie¬≠ren¬≠de B√ľrger, dar¬≠un¬≠ter auch Fa¬≠mi¬≠li¬≠en mit Kin¬≠dern. Was die AfD be¬≠trifft, so wen¬≠de¬≠te sich eine Spre¬≠che¬≠rin der Bun¬≠des¬≠tags¬≠frak¬≠ti¬≠on der Par¬≠tei Die Lin¬≠ke ge¬≠gen die Il¬≠lu¬≠si¬≠on, die AfD sei eine nor¬≠ma¬≠le par¬≠la¬≠men¬≠ta¬≠ri¬≠sche kon¬≠ser¬≠va¬≠ti¬≠ve Par¬≠tei: ¬ĄViel¬≠mehr ha¬≠ben wir es mit ei¬≠nem gef√§hr¬≠li¬≠chen Sam¬≠mel¬≠be¬≠cken f√ľr Rechts¬≠kon¬≠ser¬≠va¬≠ti¬≠ve, V√∂lki¬≠sche und Neo¬≠na¬≠zis zu tun.¬ď

Was sich ge¬≠nau in der n√§chs¬≠ten Zeit ent¬≠wi¬≠ckeln wird, wei√ü nat√ľrlich nie¬≠mand. Bei al¬≠len gro√üen Un¬≠ter¬≠schie¬≠den zu den letz¬≠ten Jah¬≠ren der Wei¬≠ma¬≠rer Re¬≠pu¬≠blik gibt es doch Din¬≠ge, die ei¬≠nen an die¬≠se Zeit den¬≠ken las¬≠sen:

Nach der Bun¬≠des¬≠tags¬≠wahl 2013 gab es noch eine knap¬≠pe Mehr¬≠heit links von CDU und CSU ¬Ė die Er¬≠geb¬≠nis¬≠se der letz¬≠ten Land¬≠tags¬≠wah¬≠len zei¬≠gen, dass die Zahl der Rechtsw√§hler er¬≠heb¬≠lich w√§chst und die der Linksw√§hler er¬≠heb¬≠lich schwin¬≠det (bei der Be¬≠zeich¬≠nung ¬ĄLinksw√§hler¬ď und ¬ĄRechtsw√§hler¬ď geht es nicht um die Be¬≠ur¬≠tei¬≠lung der Po¬≠li¬≠tik von SPD, Gr√ľnen oder der Links¬≠par¬≠tei, es geht ein¬≠zig dar¬≠um, wel¬≠che W√§hler po¬≠ten¬≠zi¬≠ell f√ľr den ge¬≠mein¬≠sa¬≠men Kampf ge¬≠gen die fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Ge¬≠fahr zu ge¬≠win¬≠nen sind ¬Ė das sind W√§hler aus dem Spek¬≠trum der Ar¬≠bei¬≠ter¬≠be¬≠we¬≠gung, des de¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠schen Kleinb√ľrger¬≠tums und des an¬≠ti¬≠fa¬≠schis¬≠tisch ge¬≠sinn¬≠ten Bev√∂lke¬≠rungs¬≠an¬≠teils in der ein¬≠ver¬≠leib¬≠ten DDR).

Bay¬≠ern dient wie¬≠der als Ord¬≠nungs¬≠zel¬≠le und Auf¬≠marsch¬≠ge¬≠biet der fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Samm¬≠lungs¬≠be¬≠we¬≠gung, und das in ei¬≠nem Aus¬≠ma√ü an Ag¬≠gres¬≠si¬≠vit√§t und Ver¬≠let¬≠zung des b√ľrger¬≠li¬≠chen Rechts, das zur aku¬≠ten Ge¬≠fahr f√ľr die b√ľrger¬≠li¬≠che De¬≠mo¬≠kra¬≠tie in der ge¬≠sam¬≠ten Re¬≠pu¬≠blik wird.

Kr√§fte for¬≠mie¬≠ren sich neu, grup¬≠pie¬≠ren sich neu. Ver¬≠schie¬≠dens¬≠te Grup¬≠pie¬≠run¬≠gen bie¬≠ten sich dem Mo¬≠no¬≠pol¬≠ka¬≠pi¬≠tal als Ret¬≠ter aus der ka¬≠pi¬≠ta¬≠lis¬≠ti¬≠schen Kri¬≠se an, und sie bek√§mp¬≠fen sich ge¬≠gen¬≠sei¬≠tig aufs Hef¬≠tigs¬≠te. Die CSU kann kei¬≠ne AfD ne¬≠ben sich dul¬≠den, sie muss ir¬≠gend¬≠wie √ľber Bay¬≠ern hin¬≠aus¬≠kom¬≠men. Ob die AfD das √ľber¬≠lebt, wei√ü nie¬≠mand. In wel¬≠cher Wei¬≠se die CDU da¬≠bei zer¬≠rie¬≠ben wird, steht eben¬≠falls in den Ster¬≠nen. Wel¬≠che Kr√§fte dann auch noch aus dem Gul¬≠ly krie¬≠chen, um sich als ¬ĄRet¬≠ter des Va¬≠ter¬≠lands¬ď zu pr√§sen¬≠tie¬≠ren, kann auch nie¬≠mand vor¬≠her¬≠sa¬≠gen. Un¬≠klug w√§re es je¬≠den¬≠falls, sich dar√ľber zu freu¬≠en, wie sich die re¬≠ak¬≠ti¬≠on√§rs¬≠ten, fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Kr√§fte ge¬≠gen¬≠sei¬≠tig bek√§mp¬≠fen. Denn die¬≠se K√§mpfe sind Spie¬≠gel¬≠bild der K√§mpfe in¬≠ner¬≠halb des Fi¬≠nanz¬≠ka¬≠pi¬≠tals (d.h. dem mit¬≠ein¬≠an¬≠der ver¬≠floch¬≠te¬≠nen mo¬≠no¬≠po¬≠lis¬≠ti¬≠schen In¬≠dus¬≠trie- und Bank¬≠ka¬≠pi¬≠tal). Die¬≠se K√§mpfe sind hef¬≠tig und gef√§hr¬≠lich, sie be¬≠rei¬≠ten den Krieg ge¬≠gen die im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠schen Kon¬≠kur¬≠ren¬≠ten vor, ge¬≠gen den die jet¬≠zi¬≠gen Krie¬≠ge nur ein Vor¬≠spiel sind. Wel¬≠ches Aus¬≠ma√ü die¬≠se in¬≠ner¬≠fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen K√§mpfe an¬≠neh¬≠men k√∂nnen, wis¬≠sen wir aus der R√∂hm-Aff√§re 1934, als die Hit¬≠ler¬≠fa¬≠schis¬≠ten ein Blut¬≠bad un¬≠ter den ei¬≠ge¬≠nen Leu¬≠ten an¬≠rich¬≠te¬≠ten ¬Ė wo es auch nur um die Fra¬≠ge der Kl√§rung von Wi¬≠derspr√ľchen in¬≠ner¬≠halb des Fi¬≠nanz¬≠ka¬≠pi¬≠tals ging. Als die DDR vom deut¬≠schen Im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠mus ein¬≠ver¬≠leibt wur¬≠de, wur¬≠de ge¬≠gen vie¬≠le Er¬≠run¬≠gen¬≠schaf¬≠ten der Ar¬≠bei¬≠ter¬≠be¬≠we¬≠gung Krieg gef√ľhrt. So wur¬≠de auch eine wich¬≠ti¬≠ge Er¬≠kennt¬≠nis der in¬≠ter¬≠na¬≠tio¬≠na¬≠len kom¬≠mu¬≠nis¬≠ti¬≠schen Be¬≠we¬≠gung 1935 ver√§cht¬≠lich ge¬≠macht als so¬≠ge¬≠nann¬≠te ¬ĄDimi¬≠troff-For¬≠mel¬ď: Der Fa¬≠schis¬≠mus an der Macht ist ¬Ądie of¬≠fe¬≠ne, ter¬≠ro¬≠ris¬≠ti¬≠sche Dik¬≠ta¬≠tur der re¬≠ak¬≠ti¬≠on√§rs¬≠ten, chau¬≠vi¬≠nis¬≠tischs¬≠ten, am meis¬≠ten im¬≠pe¬≠ria¬≠lis¬≠ti¬≠schen Ele¬≠men¬≠te des Fi¬≠nanz¬≠ka¬≠pi¬≠tals¬ď. Heu¬≠te wird sehr of¬≠fen¬≠sicht¬≠lich, war¬≠um ein sol¬≠cher Feld¬≠zug ge¬≠ra¬≠de im ein¬≠ver¬≠leib¬≠ten DDR-Ge¬≠biet ge¬≠gen die so¬≠ge¬≠nann¬≠te ¬ĄDi¬≠mitroff-For¬≠mel¬ď gef√ľhrt wur¬≠de ¬Ė weil die Rea¬≠lit√§t die¬≠ser Ana¬≠ly¬≠se sich im¬≠mer kla¬≠rer zeigt. Dass die fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen Kr√§fte sprung¬≠haft st√§rker, dreis¬≠ter und ag¬≠gres¬≠si¬≠ver wer¬≠den, liegt letz¬≠ten En¬≠des nicht an ir¬≠gend¬≠wel¬≠chen verr√ľckt ge¬≠wor¬≠de¬≠nen ¬Ąbe¬≠sorg¬≠ten B√ľrgern¬ď. Die ei¬≠gent¬≠li¬≠che Ur¬≠sa¬≠che ist das Be¬≠stre¬≠ben des deut¬≠schen Fi¬≠nanz¬≠ka¬≠pi¬≠tals, sei¬≠ne Ver¬≠wer¬≠tungs¬≠schwie¬≠rig¬≠kei¬≠ten zu be¬≠he¬≠ben, die He¬≠ge¬≠mo¬≠nie in Eu¬≠ro¬≠pa zu ret¬≠ten und ge¬≠gen den Kon¬≠kur¬≠ren¬≠ten USA an¬≠tre¬≠ten zu k√∂nnen. Die ver¬≠schie¬≠de¬≠nen Kri¬≠sen der EU (¬ĄBan¬≠ken¬≠kri¬≠se¬ď, ¬ĄFl√ľcht¬≠lings¬≠kri¬≠se¬ď, ¬ĄBrex¬≠it¬ď und das Auf¬≠tre¬≠ten der ¬ĄEU-Skep¬≠ti¬≠ker¬ď in CSU, AfD und sons¬≠ti¬≠gen re¬≠ak¬≠ti¬≠on√§rs¬≠ten Krei¬≠sen usw.) so¬≠wie die ag¬≠gres¬≠si¬≠ve Po¬≠li¬≠tik ge¬≠gen Russ¬≠land bei gleich¬≠zei¬≠ti¬≠ger Op¬≠ti¬≠on ei¬≠nes B√ľnd¬≠nis¬≠ses mit Russ¬≠land ge¬≠gen die USA ¬Ė all das spricht B√§nde, wel¬≠che Schlach¬≠ten da in¬≠ner¬≠halb der Mo¬≠no¬≠pol¬≠bour¬≠geoi¬≠sie ¬Ė der deut¬≠schen und in¬≠ter¬≠na¬≠tio¬≠nal ¬Ė ge¬≠schla¬≠gen wer¬≠den.

Ver¬≠ges¬≠sen wer¬≠den darf nicht, wie weit der Staats¬≠ap¬≠pa¬≠rat im¬≠mer wei¬≠ter um¬≠ge¬≠baut und aus¬≠ge¬≠rich¬≠tet wird, zu ei¬≠ner Waf¬≠fe wird, die durch eine fa¬≠schis¬≠ti¬≠sche Dik¬≠ta¬≠tur leicht zu √ľber¬≠neh¬≠men ist. Das 1949 von den West¬≠al¬≠li¬≠ier¬≠ten ver¬≠ord¬≠ne¬≠te Tren¬≠nungs¬≠ge¬≠bot von Po¬≠li¬≠zei und Ge¬≠heim¬≠diens¬≠ten wur¬≠de auf¬≠ge¬≠ho¬≠ben, Mit der ¬ĄZi¬≠vil¬≠mi¬≠lit√§ri¬≠schen Zu¬≠sam¬≠men¬≠ar¬≠beit¬ď wird eine B√ľrger¬≠kriegs¬≠ar¬≠mee ge¬≠schaf¬≠fen. Grund¬≠rech¬≠te wer¬≠den ein¬≠ge¬≠schr√§nkt oder be¬≠sei¬≠tigt. In M√ľnchen wur¬≠de im Som¬≠mer 2016 die gan¬≠ze Stadt ge¬≠sperrt, v√∂llig lahm¬≠ge¬≠legt, in Gei¬≠sel¬≠haft ge¬≠nom¬≠men und durch be¬≠waff¬≠ne¬≠te Zi¬≠vil¬≠po¬≠li¬≠zis¬≠ten in Angst und Schre¬≠cken ver¬≠setzt und das al¬≠les im an¬≠geb¬≠li¬≠chen ¬ĄKampf¬ď ge¬≠gen ei¬≠nen Amokl√§ufer. Seit¬≠dem trifft die Kriegs¬≠mi¬≠nis¬≠te¬≠rin von der Ley¬≠en kon¬≠kre¬≠te Vor¬≠be¬≠rei¬≠tun¬≠gen zum Ein¬≠satz der Bun¬≠des¬≠wehr im In¬≠land. ¬ĄDer Anti-Ter¬≠ror-Kampf ist eine neue Form des Kriegs der herr¬≠schen¬≠den Klas¬≠se, der nicht blo√ü nach au√üen ge¬≠rich¬≠tet ist, son¬≠dern auch nach in¬≠nen. Mit der gleich¬≠zei¬≠ti¬≠gen De¬≠mon¬≠ta¬≠ge des Ver¬≠samm¬≠lungs¬≠rechts und den An¬≠grif¬≠fen auf das Streik¬≠recht sol¬≠len uns die we¬≠ni¬≠gen Waf¬≠fen ge¬≠nom¬≠men wer¬≠den, die wir ge¬≠gen die¬≠sen An¬≠griff √ľber¬≠haupt ha¬≠ben.¬ď3

Wie ge¬≠sagt, wir wis¬≠sen so we¬≠nig wie je¬≠der an¬≠de¬≠re, wann die Mo¬≠no¬≠pol¬≠bour¬≠geoi¬≠sie die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie als ihre so¬≠zia¬≠le Hauptst√ľtze ver¬≠ab¬≠schie¬≠det, wann sie ge¬≠ra¬≠den Kurs auf den Fa¬≠schis¬≠mus nimmt. Ohne Zwei¬≠fel geht aber die Ten¬≠denz sehr stark in die¬≠se Rich¬≠tung und wir m√ľssen uns jetzt dar¬≠auf vor¬≠be¬≠rei¬≠ten. Sich vor¬≠be¬≠rei¬≠ten hei√üt, sich so in Stel¬≠lung zu brin¬≠gen, dass es uns doch noch ge¬≠lin¬≠gen kann, die¬≠sen kom¬≠men¬≠den fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen An¬≠griff zu ver¬≠hin¬≠dern ¬Ė was gleich¬≠zei¬≠tig der bestm√∂gli¬≠che Kampf ge¬≠gen die Welt¬≠kriegs¬≠ge¬≠fahr w√§re. Die Ab¬≠wehr ei¬≠nes fa¬≠schis¬≠ti¬≠schen An¬≠griffs ge¬≠mein¬≠sam mit den so¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠schen und par¬≠tei¬≠lo¬≠sen Ar¬≠bei¬≠tern w√ľrde im schlech¬≠tes¬≠ten Fall die So¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠tie als so¬≠zia¬≠le Hauptst√ľtze des Mo¬≠no¬≠pol¬≠ka¬≠pi¬≠tals ret¬≠ten (was im¬≠mer noch g√ľns¬≠ti¬≠ger f√ľr die M√∂glich¬≠kei¬≠ten der Ar¬≠bei¬≠ter¬≠klas¬≠se w√§re als dem Fa¬≠schis¬≠mus aus¬≠ge¬≠lie¬≠fert zu sein). Im bes¬≠ten Fall w√ľrde die¬≠ser Kampf zur Re¬≠vo¬≠lu¬≠tio¬≠nie¬≠rung der so¬≠zi¬≠al¬≠de¬≠mo¬≠kra¬≠ti¬≠schen und par¬≠tei¬≠lo¬≠sen Ar¬≠bei¬≠ter, zur Ein¬≠heit der Ar¬≠bei¬≠ter¬≠klas¬≠se f√ľhren ¬Ė und da¬≠mit h√§tten wir ei¬≠nen gro√üen Schritt ge¬≠tan, dem Ka¬≠pi¬≠ta¬≠lis¬≠mus end¬≠lich sein ver¬≠dien¬≠tes Ende zu be¬≠rei¬≠ten.


KAZ-Frak¬≠ti¬≠on ¬ĄF√ľr Dia¬≠lek¬≠tik in Or¬≠ga¬≠ni¬≠sa¬≠ti¬≠ons¬≠fra¬≠gen¬ď


Anmerkungen:
1 Lenin, Kapitalismus und Arbeiterimmigration, LW Bd. 19, S. 447
2 Bericht von Wilhelm Pieck in: Die Br√ľsseler Konferenz der KPD (3.-15. Oktober 1935), Frankfurt am Main 1975, S. 78f
3 Renate M√ľnder auf der II. Konferenz ¬ĄDer Hauptfeind steht im eigenen Land¬ď, www.gegen-den-hauptfeind.de/texte/2010/notstand/



 
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