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04.04.2007, 17:36 Uhr
 Kollektiv 
AG Technik

• Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) ERSTER TEIL: Hier!


für die kleine Zitate-Box auf der Journalseite, oben rechts, suchen wir immer nach netten kurzen Zitaten und Aphorismen - wenn ihr Ideen oder Vorschläge habt, dann frei heraus!

Neben "Klassiker"-Zitaten sind natürlich auch andere Sprüche gefragt; hauptsache knackig, progressiv - und vielleicht auch provokativ!

Wichtiger Hinweis: Die Zitate können (wegen max. Anzeigegröße der Zitatbox) höchstens eine Gesamtlänge von 250 Zeichen (inkl. Leerzeichen) haben. Länger geht also nicht, deswegen bitte da kürzen, wo es inhaltlich keine Verwüstung anrichtet! Eine Quellenangabe ist obendrein gut.

Immer her damit!
23.07.2013, 18:38 Uhr
EDIT: retmarut
23.07.2013, 18:39 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box Dem guten, alten Bebel zu Ehren zwei Zitate:

"Solange ich atmen und schreiben und sprechen kann, soll es nicht anders werden. Ich will der Todfeind dieser bürgerlichen Gesellschaft und dieser Staatsordnung bleiben, um sie in ihren Existenzbedingungen zu untergraben, und sie, wenn ich kann, beseitigen."

August Bebel: aus seiner Rede auf dem Dresdner Parteitag der SPD (September 1903)
[Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Dresden vom 13. bis 20. September 1903, Berlin 1903, S. 313.]


"Für uns handelt es sich darum, dass wir den Massen zeigen, wie ihnen die Gegner auf ihrem eigenen Boden die elementarsten und gerechtfertigsten Forderungen verweigern. Diese Aufklärung der Massen über unsere Gegner ist die Hauptaufgabe für unsere parlamentarische Tätigkeit und nicht die Frage, ob zunächst eine Forderung erreicht wird oder nicht. Von diesem Gesichtspunkt aus haben wir unsere Anträge stets gestellt."

August Bebel: aus seiner Rede gegen Volllmar auf dem Erfurter Parteitag 1891

23.07.2013, 18:53 Uhr
EDIT: retmarut
23.07.2013, 18:53 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box Allen Salonbolschewisten und Gegenstandpunktlern sei folgendes ins Poesiealbum geschrieben:

"Der Marxismus enthält doch zwei wesentliche Elemente: das Element der Analyse, der Kritik, und das Element des tätigen Willens der Arbeiterklasse als den revolutionären Faktor. Und wer nur die Analyse, die Kritik, in die Tat umsetzt, vertritt nicht den Marxismus, sondern eine erbärmliche, verfaulende Parodie dieser Lehre."

Rosa Luxemburg: Reden auf dem Londoner Parteitag der SDAPR, 25.05.1907
25.07.2013, 08:15 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box "Ich kenne viele deutsche Sozialdemokraten, die gradezu Krämpfe bekommen, wenn von den Leuten, die links von ihnen stehen, die Rede ist. Diese blauroten Köpfe, diese kippenden Falsettstimmen, dieses Gefuchtel mutet sonderbar an. Woher der Eifer –? Die Wut dieser Arrivierten, dieser kleinen Beamten, die in ihrer ›Organisation‹ nicht gestört werden wollen, dieser Knaben, die in dem Augenblick, wo sie in der Regierung sitzen, alles vergessen, was sie vorher gepredigt haben, um in die Regierung zu kommen – diese Wut ist mit dem Seelenzustand eines angebundenen Haushundes zu vergleichen, dem sich das Fell sträubt, wenn nachts, in der Ferne, die Stimme des Wolfs ertönt. Es ist nicht der Wolf, der heult. Es ist der Bruder, der ruft, der fast vergessene Bruder, den der Hund verraten hat, als er des Fressens halber zum Menschen ging, um die Herden zu bewachen . . . Der Hund reißt an der Kette und kläfft. In seinem wütenden Gebell ist Haß, Furcht und ganz, ganz zu unterst Reue, Scham, Gewissensbisse und die längst mit Gewalt unterdrückte Sehnsucht nach der Freiheit, die der andre, der hungrige Vagabund, genießen darf. Zurück Sehnsucht! Weg Freiheit! Ich bewache die Hütte meines Herrn! Zweifle ja nicht an meiner satten Treue . . . Kein Haß ist so groß wie der des Haushundes gegen den Wolf."

Kurt Tucholsky
: Gegen den Strom. Weltbühne vom 13.04.1926, Nr. 15, S. 567.
27.07.2013, 20:04 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box "Die Krisen sind eine unabänderliche Begleiterscheinung der kapitalistischen Wirtschaft, und ihre verheerende Wirkung wächst in dem Maße, in dem die kapitalistische Wirtschaft über die ganze Erde ausgedehnt wird, je gewaltiger die Produktivkräfte werden, die diese Wirtschaftsform schafft. Es gibt kein Mittel für die kapitalistische Gesellschaft, den Krisen zu entrinnen."

Julian Marchlewski: Die Krise. Artikel im "Vorwärts" vom 1. Mai 1909

(Julian Marchlewski, der auch unter den Namen Johannes Kämpfer sowie Karski veröffentlichte, war 1893 Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei des Königreichs Polen, 1916 Mitbegründer der Gruppe Spartakus und von 1922 bis zu seinem Tode 1925 Vorsitzender der Internationalen Roten Hilfe.)


"Nicht durch die reichsten Kassen, nicht durch die zahlreichsten Wählermassen, nicht durch die stärksten Organisationen allein, so hochwichtig diese sind, behält man die Stellung des Vordertrupps im internationalen Sozialismus: die klarste, revolutionärste Position im großen Meinungskampf der Gegenwart gehört auch dazu."

Clara Zetkin
: Der Internationale Sozialistenkongress zu Stuttgart (1907). In: Ausgewählte Reden und Schriften, Bd. 1, S. 365.
26.08.2013, 17:31 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box "Die Katastrophe war nicht der 8. Mai 1945, sondern der 30. Januar 1933 und in seiner Folge der Krieg."

Max Reimann: Entscheidungen 1945-56, Verlag Marxistische Blätter - FFM, 2. Aufl., 1974, S. 12.

"Das Verhalten einer politischen Partei zu ihren Fehlern ist eines der wichtigsten und sichersten Kriterien für den Ernst einer Partei und für die tatsächliche Erfüllung ihrer Pflichten gegenüber ihrer Klasse und den werktätigen Massen ..."

Max Reimann
: ebenda, S. 129.

"Ob es die Folgen der separaten Währungsreform und die Abspaltung Westberlins waren, ob es um die sozialistische Revolution in der Tschechoslowakei im Jahre 1948 ging, ob später vom Korea-Krieg die Rede war, alles und jedes musste dazu herhalten, eine 'Bedrohung' Westdeutschlands durch den 'östlichen Totalitarismus' zu stützen. Gerade damit wurde die wirkliche Aggressionsgefahr, die vom Imperialismus der Westmächte und seiner Restauration in der Bundesrepublik ausging, vor der Öffentlichkeit verdeckt."

Max Reimann: ebenda, S. 211.
18.09.2013, 18:51 Uhr
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Zitate für die 'Horch Horch'-Box "Ballade vom Spatzen

Über die Grenze flogen zwei Spatzen, um westliche Pferdeäpfel zu kratzen.
Sie fraßen sich fett. Da kamen die Katzen, beäugten, wie spielend mit einem Knäuel Wolle, das Hüpfen der Spatzen von Knolle zu Knolle – dann spielten die Krallen ihre Rolle ...
Noch manche tschilpen, die Wolle sei besser im Westen, die Nüsse größer, schärfer die Messer, und schöner die Mädchen, der Regen nässer.
Es loben noch manche wie diese Spatzen westlichen Käse und West-Matratzen – nur eines vergessen sie: die Katzen!"

Max Zimmering


(Zitiert aus: Unsere BVG-Zeitung, Betriebszeitung der Berliner Verkehrsbetriebe, 1961.)
11.10.2013, 17:12 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box "Unser Leben ist ein Wettlauf gewesen zwischen Endlösung und Endsieg der Alliierten. Wir waren – ganz metaphysisch – davon überzeugt, daß Hitler-Deutschland den Krieg verlieren würde, aber die Frage war, ob wir das Ende noch erleben würden. Deswegen haben wir wie gebannt auf die deutsch-sowjetische Front gestarrt. Meine ganze Wandlung ändert nichts an dem Gefühl der Dankbarkeit gegenüber der Roten Armee: Wir haben ihr unser Leben zu verdanken."

Ralph Giordano
, in: "Weiße Flecken aus toter Sicht", DIE ZEIT, 20.10.1989 Nr. 43.
05.11.2013, 15:11 Uhr
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Zitate für die 'Horch Horch'-Box "Jetzt erkennen wir nach mehr als 350 Jahren des Kampfes, dass wir im Jahre 1994 lediglich die politische Macht gewonnen hatten. Wir haben keine ökonomische Macht gewonnen, und wir müssen erkennen, dass politische Macht ohne ökonomische Macht nur hohle, leere Macht ist. Sie gleicht einer leeren Dose ohne Inhalt. Aber man kann damit tatsächlich eine Menge Lärm veranstalten."

Irvin Jim, Generalsekretär der 'National Union of Metalworkers South Africa' (NUMSA) in seiner Rede auf der Gedenkveranstaltung für Joe Slovo, den früheren Generalsekretär der Südafrikanischen KP (SACP) am 20. Oktober 2013.
10.11.2013, 01:48 Uhr
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Zitate für die 'Horch Horch'-Box "Lenin hat keinen Augenblick die Ermordung des österreichischen Thronfolgers in Sarajewo für die Ursache des Krieges gehalten; und ebensowenig diplomatische Vermittlungsbemühungen für ein Mittel, den Frieden zu erhalten. Es geht in der Geschichte, in der Politik nicht um Formalien, sondern um die zugrundeliegenden Inhalte."

Hans Heinz Holz: Revolution neuen Typs. Lenin, Hegel und die Oktoberrevolution

"Wir haben in Millionen und aber Millionen Arbeitern aller Länder den Glauben an ihre eigenen Kräfte geweckt und das Feuer der Begeisterung entzündet. Wir haben überall den Schlachtruf der internationalen Arbeiterrevolution ausgegeben. Wir haben den imperialistischen Räubern aller Länder den Fehdehandschuh hingeworfen."

Lenin: Die Hauptaufgabe unserer Tage (11.03.1918), LW 27, S. 147.

"Seit dem 25. Oktober 1917 sind wir Vaterlandsverteidiger. Wir sind für die 'Verteidigung des Vaterlandes', aber der vaterländische Krieg, dem wir entgegengehen, ist ein Krieg für das sozialistische Vaterland, für den Sozialismus als Vaterland, für die Sowjetunion als Trupp der Weltarmee des Sozialismus."

Lenin: Die Hauptaufgabe unserer Tage (11.03.1918), LW 27, S. 150.
06.12.2013, 21:48 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box Aus Anlass seines Todestages hier als Zitat für die HorchHorch-Box wohl das berühmteste Zitat von Nelson Mandela:

"Ich habe gegen weiße Vorherrschaft gekämpft, und ich habe gegen schwarze Vorherrschaft gekämpft. Ich habe das Ideal einer demokratischen und freien Gesellschaft gehegt, in der alle Menschen in Harmonie und mit gleichen Möglichkeiten zusammenleben. Es ist ein Ideal, für das ich hoffe zu leben und das ich zu erreichen hoffe. Aber wenn es sein muss, ist es ein Ideal, für das ich zu sterben bereit bin."

Nelson Mandela: Aus dem Schlusswort seiner Verteidigungsrede im Rivonia-Prozess 1964.

Amandla Ngawethu!
06.12.2013, 22:15 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box "Einige Imperialisten wundern sich, warum wir den Angolanern helfen, welche Interessen wir haben. Sie sind es gewöhnt, daß ein Land einem anderen nur hilft, wenn es Öl, Kupfer, Diamanten oder andere Rohstoffe haben will. Nein, uns geht es nicht um materielle Interessen, und es ist logisch, daß die Imperialisten das nicht verstehen. Die kennen nur chauvinistische, nationalistische und egoistische Kriterien. Indem wir den Angolanern helfen, erfüllen wir eine fundamentale Pflicht des Internationalismus."

Fidel Castro - bezgl. der militärischen Entsendung cubanischer Truppen nach Angola.
27.12.2013, 23:13 Uhr
EDIT: retmarut
02.01.2014, 00:46 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box "Aber es gibt keine Wunder – die einzigen Wunder sind die, die von den Menschen mit ihrer Arbeit und ihrer Intelligenz vollbracht werden."

Fidel Castro, am 26. Juli 1993 in seiner Rede anlässlich der Feier des 40. Jahrestags des Sturms auf die Moncada-Kaserne
02.01.2014, 00:45 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box "Man muss anerkennen, dass der Revisionismus das erreicht hat, was die Bourgeoisie weder durch die Kommunistenverfolgung der Faschisten noch durch den Angriffskrieg gegen die Sowjetunion erreicht hat - die Zerstörung der kommunistischen Partei und die Zerstörung des Sozialismus in Europa. Für das vergangene Jahrhundert gilt: der Revisionismus war die schärfste Waffe der Bourgeoisie im Kampf gegen die kommunistische Bewegung."

Frank Flegel: Klarheit vor Einheit, Referat gehalten auf der Konferenz zum 60. Jahrestag der Gründung der DDR, am 10./11.10.2009
14.01.2014, 12:40 Uhr
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retmarut

Zitate für die 'Horch Horch'-Box "In Deutschland kann das Aufkommen des Imperialismus, das auf die kürzeste Zeitspanne zusammengedrängt ist, in Reinkultur beobachtet werden. Der beispiellose Aufschwung der Großindustrie und des Handels seit der Reichsgründung hat hier in den achtziger Jahren zwei charakteristische eigenartige Formen der Kapitalakkumulation hervorgebracht: die stärkste Kartellentwicklung Europas und die größte Ausbildung sowie Konzentration des Bankwesens in der ganzen Welt."

Rosa Luxemburg: Die Krise der Sozialdemokratie (Junius-Broschüre), geschrieben im April 1915 im Gefängnis, veröffentlicht im Frühjahr 1916. Aus: Rosa Luxemburg: Ausgewählte Reden und Schriften, I. Band, Dietz Verlag, Berlin, 1951, S. 288.
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