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NEUTürkischer Angriff auf Syrien geplant?
  [2 pics,1 file] begonnen von anaconda am 06.10.2019  | 76 Antworten
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NEUER BEITRAG25.11.2019, 19:29 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

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Ich habe noch einige Fragen zu Ihrer Partei, der SSNP.

Bitteschön!

Wurde Ihre Partei zu dem Verfassungskomitee in Genf eingeladen?

Bei dessen Zusammensetzung wurden alle traditionellen, historischen Parteien und politischen Kräfte in Syrien komplett ignoriert. Sie kommen in dem Verfassungskomitee nicht vor. Wenn Sie die ganzen Texte und Resolutionen der UNO und des Syrien-Beauftragten zu diesem Komitee lesen, wird klar, dass es an der Realität vorbeigeht. Sie gehen davon aus, dass es nur zwei Parteien in diesem Konflikt gibt, die Regierung und die Opposition. Alle anderen werden völlig ignoriert. Selbst die dritte Partei, die 50 Personen, die die Zivilgesellschaft repräsentieren sollen, sind nicht mehr als eine Aufteilung zwischen Regierung und Opposition. Sonst gibt es für sie niemanden. Ich stehe mit dieser Ansicht nicht allein.

Denken Sie, dass dieser Genfer Prozess dennoch Auswirkungen auf die Zukunft Syriens haben wird?

Es wird nichts bringen. Wir werden nur ein weiteres Jahr verlieren. Übereinstimmung zwischen den drei Parteien gibt es nur mit Zugeständnissen der internationalen Akteure oder, wie ich sie nenne, der sich einmischenden Regierungen.

In Deutschland gibt es häufig Personen, die sagen, die SSNP sei eine faschistische Partei, wie es die deutsche NSDAP war. Was sagen Sie dazu? Ist die SSNP faschistisch?

Natürlich nicht (lacht). Diese Partei wurde 1932 gegründet, das war vor der Machtübergabe an die Nazis. Syrien und die Region waren von den Franzosen besetzt. Natürlich haben die Franzosen unsere Partei beschuldigt, faschistisch zu sein und den Nazis nahezustehen. Damit haben sie ihre Unterdrückung der SSNP gerechtfertigt. Sie nutzten den Vergleich unseres Parteisymbols mit der Swastika, die ihm ähnelt. Unser Symbol nennen wir aber »Suba«, es bedeutet »Wirbelwind«, und es ist ein syrisches Symbol, das 4.000, 5.000 Jahre alt ist. Sie können es heute auf vielen alten Kulturstätten in Syrien und in unserer Region sehen. Es hat nichts mit der deutschen Nazipartei zu tun. Und es gibt wesentliche Unterschiede zwischen uns und der deutschen Partei der Faschisten.

Die Nazis betrachten die deutsche Bevölkerung als überlegene »Rasse« gegenüber allen Menschen. Wir dagegen betrachten das syrische Volk als eine Mischung aller Kulturen, Völker, Zivilisationen, Ethnien und Religionen, die jemals in Syrien gelebt haben. Sie alle bilden das syrische Volk. Wir verbinden die Nation nicht mit der menschlichen Rasse, sondern mit dem Land, in dem wir leben. Es gibt also keinerlei Ähnlichkeiten außer dem Symbol, und das gab es Tausende von Jahren vor den deutschen Nazis.

Bald wird es Wahlen geben, wie stellt Ihre Partei sich auf, für welche Ziele werben Sie?

Unsere Partei wurde 1932 gegründet und ist eine der wenigen interreligiösen und interethnischen Parteien. Es gibt Kurden, Araber, Tscherkessen, Armenier und Leute aus allen möglichen religiösen Gruppen. Es gibt Christen bei uns, Muslime, Sunniten, Schiiten, Alawiten, Orthodoxe, Katholiken und andere. Unser eigentliches Ziel ist es, die Herzen und Köpfe der Menschen zu erreichen. Wir wollen das Konzept der Bürgerschaft im Sinne einer säkularen Gesellschaft verändern. Das ist es, worum es uns geht.

Unser vorrangiges Ziel ist nicht die Politik, nicht die Macht. Die sozialen Fragen der Gesellschaft sind für uns wichtiger als die Politik. Darum sind wir in historischen Zeiten wie diesen auch nicht im Zentrum des politischen Geschehens. Wir gehören zu keiner regionalen Achse, wir bekommen keine Unterstützung von irgendeiner Regierung, weil wir nicht in die Pläne der Regierungen passen. Zu Beginn der Krise hier in Syrien, 2011 und 2012, haben wir etliche Angebote von verschiedenen Parteien erhalten, uns ihrem Bündnis anzuschließen. Es handelte sich dabei um wirklich große finanzielle Unterstützung für die Partei, aber wir haben abgelehnt. Das ist vermutlich auch der Grund, warum wir im politischen Prozess in Genf nicht vertreten sind.

Das einzige, was für uns zählt, sind die Interessen unserer Gesellschaft. Bei allem anderen sind wir bereit zu Kompromissen. Wir waren immer in der Opposition, lange auch verboten. Selbst als wir Teil der Regierung wurden (2012, jW), haben wir das als Oppositionspartei getan. Egal, was für eine politische Lösung eines Tages präsentiert wird, wenn sie nicht den Interessen des syrischen Volkes dient, haben wir den Spielraum, aufzustehen und nein zu sagen. Außen vor zu sein ist in gewisser Weise sogar besser. Man kann nicht gezwungen werden, eine Vereinbarung zu akzeptieren, die sich gegen die Interessen der Syrer richtet.

Demnach ist das eigentliche Ziel der SSNP der Mensch, nicht die Macht?

So ist es. Unser wichtigstes Ziel ist, mit der Gesellschaft zu wachsen, stark zu werden. So steht es auch in unseren Schriften. Mit unserem Kampf wollen wir die Köpfe der Menschen erreichen. Dazu ist die Macht keine Alternative.


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NEUER BEITRAG26.11.2019, 01:20 Uhr
EDIT: Dima
26.11.2019, 14:21 Uhr
Nutzer / in
Dima

Syrien: "Verfassungskomitee" Gott sei Dank dass sie SSNP- Alintifada meinte! Sonst wäre noch mehr katastrophal!

Ich habe immer gewünscht dass die Syrische Krise eine Lösung haben wurde einfach durch liebe und Umarmung zwischen Syrern und scheiß auf Politik! klappt aber leider nicht obwohl die Syrern gutherzig und gar nicht schlechte Menschen sind. glaub mir (;

wenn man Kommunist ist und meint es Ernst Versöhnungsprozess zu ünterschtutzen, muss man denn an die materiale Grundlage für Versöhnung denken!

Was versteht man politisch wenn das Regime das Gewicht von die Versöhnungsprozess von Ministerium zu Kommission reduziert? hat eine Kommission besser Zuweisungen aus dem Staatshaushalt als eine Ministerium? echte Versöhnungsprozess braucht in der Syrische Fall koordinieren mit Innenministerium, Außenministerium, Wirtschaftsministerium..etc Versöhnungsministerium heißt ein bisschen Macht! Kommission heißt es nicht! aber Haidar sagte sie möchten kein Macht. Immm Hauptsache dass die hasserfüllte Syrer überzeugt werden dass sie Nachbaren sind und dass sie mehr miteinander reden müssen! die Herzen und die Köpfe der Syrern!

und "die meiste Gefangenen in den staatlichen Gefängnissen haben jetzt Zivilgericht oder Militärgericht"! Stimmt leider nicht!

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