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für alle Besucher sichtbar Termin: XXV. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz
Termin vergangen.
Samstag 11
Januar 2020
9:30 Uhr bis 23 Uhr Veranstaltung Ort: 10557 Berlin, Deutschland.
XXV. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz: Einlass ab 9.30 Uhr

10.20 Uhr Musikalische Eröffnung mit »The Pokes«, Folk-Punk-Band aus Berlin
10.30 Uhr Eröffnung der Kunstausstellung der Gruppe »Tendenzen« Berlin

Vorträge ab 11 Uhr

Macht der Straße - Kampf um die Zukunft - Die Systemfrage beantworten

In Lateinamerika, im Nahen Osten, aber auch in den imperialistischen Metropolen drängt es die Menschen in Massen auf die Straße. Die von den Herrschenden verursachten sozialen und ökologischen Missstände werden für sie immer unerträglicher. Widerstand formiert sich auf unterschiedlichen sozialen Gebieten, über die Macht der Straße soll eine bessere Zukunft erkämpft werden. Wie aber soll diese Zukunft aussehen? Und was ist notwendig, um sie zu erringen? Wie arbeiten Bewegungen auf nationaler und internationaler Ebene zusammen? Mit welchen Formen der Unterdrückung und Gegenwehr müssen Aktivisten rechnen? Wie wird in den Bewegungen das Verhältnis von Reform, Revolution und Konterrevolution diskutiert?

»Widerstand in Frankreich: Verhältnis Gelbwesten und Gewerkschaft«
Karl Ghazi, Confédérance génerale du travail (CGT) Paris, Frankreich

»Über die politische Situation in Israel und den palästinensischen Widerstand in Palästina«
Lea Tsemel, Rechtsanwältin, Israel

»Black Lives Matter: Widerstand gegen Polizeigewalt, Staatskorruption und Neokolonialismus in den USA und weltweit«
Tory Russell, Black-Lives-Matter-Bewegung, USA

»Widerstand in Kolumbien und Lateinamerika«
Luz Díaz, Gewerkschafterin, Kolumbien

Grußbotschaft von Mumia Abu-Jamal, Journalist und politischer Gefangener, USA
Johanna Fernandez, Historikerin und Sprecherin des Verteidigungsteams von Mumia Abu-Jamal, USA

»Für das Recht auf eine eigenständige Entwicklung – Widerstand gegen den US-Imperialismus«
Yoerky Sánchez Cuellar, Direktor der Tageszeitung Juventud Rebelde, Mitglied des Staatsrates, Kuba

»Gespräch über die Lage in der Türkei«
Max Zirngast, Journalist, Österreich

- Manifestation

Die Klassenwidersprüche spitzen sich in Lateinamerika besonders heftig zu. In Chile sieht sich die neoliberale Obrigkeit seit Mitte Oktober einer wütenden Bevölkerung gegenüber. In Bolivien hingegen wird der gewählte linke Präsident Evo Morales von Polizei und Militär weggeputscht. Kuba wehrt sich entschlossen gegen den Wirtschaftskrieg der USA. In Venezuela konnte der von den USA inszenierte Putsch vorerst abgewehrt werden. In Brasilien muss der faschistische Präsident Jair Bolsonaro seinen größten Widersacher Luiz Inácio Lula da Silva von der Arbeiterpartei aus dem Gefängnis lassen. Wichtige Siege und verlorene Schlachten. Auf der XXV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz werden die über 3.000 Teilnehmenden zu einer Solidaritätsmanifestation für die kämpfenden Völker Lateinamerikas zusammenkommen, bei der der Protest gegen den Putsch in Bolivien eine zentrale Rolle einnehmen wird.

- Bewegungsrunde
»Macht der Straße – Kämpfe für die Zukunft – Die Systemfrage beantworten«

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NEUES THEMA14.07.2019, 23:54 Uhr
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Ephemer

• Militärparade + big show in Frankreich Waffenschau in Paris:
Macron präsentiert sich und sein Land am Nationalfeiertag bereit zum Krieg. Beschwörung einer hochgerüsteten EU-Angriffsarmee.

Als der Aufmarsch nach drei Stunden endlich ein Ende hatte und ein Männerchor der Armee die Marseillaise sang, schloss der Präsident genießerisch die Augen, offensichtlich ergriffen von seiner eigenen gewaltigen Waffenschau. Zum Nationalfeiertag hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am Sonntag auf den Champs-Élysées in Paris diesmal alles in Bewegung gesetzt, was marschieren, fahren, fliegen, ballern und töten kann – Kampfbomber, Panzer, Lafetten, Raketenträger und Hubschrauber. Kreisende Drohnen, Scharfschützen auf dem Triumphbogen – ein 14. Juli, wie ihn die Leute bisher nicht erlebt hatten. Macrons Frankreich, präsentiert als ein komplett militarisiertes Land, bereit zum Krieg und zur Partnerschaft mit dem deutschen Nachbarn in einer europäischen Angriffsarmee.

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#Frankreich
#Macron
#NATO
#EU
NEUER BEITRAG15.07.2019, 13:16 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

Das ganze Spektakel wird man auch einordnen müssen vor dem Hintergrund von dem hier, den zwischenimperialistischen Widersprüchen innerhalb der EU:
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NEUER BEITRAG16.07.2019, 00:27 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

P.S. ... und Jörg Kronauer genau dies im Kommentar der gesterigen jW:

An zwei Fronten

Macron will Militär im Weltall

Von Jörg Kronauer

Emmanuel Macron macht mit der Militarisierung ernst. Sein jüngster Coup: Frankreichs Luftwaffe soll ein Weltraumkommando erhalten und künftig als »Luft- und Weltraumwaffe« operieren, teilte der französische Präsident am Vorabend der Militärparade zum gestrigen Nationalfeiertag mit. Erst am Freitag hatte er an den Feierlichkeiten zur Fertigstellung eines neuen U-Boots teilgenommen. Dabei ging es nicht um irgendein x-beliebiges Modell, sondern um das erste atomgetriebene U-Boot der neuen Barracuda-Klasse, den Stolz der französischen Marinerüstung. Da mag das Land in noch so vielen Schwierigkeiten stecken: Milliarden für neues Kriegsgerät sind unverändert da.

Was treibt Macron in die Militarisierung um buchstäblich fast jeden Preis? Nun, die herrschenden Kreise in Paris kämpfen an zwei Fronten zugleich. Die eine: Sie wollen, nicht anders als die Eliten in der Bundesrepublik, eine führende Rolle in der Weltpolitik spielen, und zwar zwecks Sammlung der nötigen Kräfte nach Möglichkeit im Rahmen der EU. Die Vereinigten Staaten treiben den Aufbau eines Weltraumkommandos voran? Frankreich zieht nach. Nur sechs Länder verfügen über atomgetriebene U-Boote: die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Indien. Was tut Frankreich? Es modernisiert seine Flotte. Die großen Mächte der Welt: Sie bilden die Liga, in der Paris auch künftig mitmischen will – als Atommacht mit schlagkräftigem Militär und Stützpunkten auf fast allen Kontinenten, von Südamerika (Guayana) über einige afrikanische Staaten und den Indischen Ozean (Réunion) bis zum Pazifik (Neukaledonien).

Dass Macron militärisch so stark auftrumpft, hat aber noch einen zweiten Grund – und der liegt in Europa. Im Machtkampf um die Führungsrolle in der EU ist Paris Berlin schon seit Jahren wirtschaftlich und politisch unterlegen. Beim Versuch, das Ruder herumzureißen, zieht Macron nun alle Hebel, kämpft für eine grundlegende Reform der Euro-Zone, macht sich für die Förderung französischer Interessen in der Françafrique durch die EU stark – beides bislang vergeblich. Parallel sucht er den Bereich mehr zu betonen, in dem Frankreich (noch) stärker ist als Deutschland: das Militär. Die neuen Atom-U-Boote etwa sollen Frankreichs militärische Führung in der EU nach dem »Brexit« stärken; Deutschland verfügt über diese Waffengattung nicht. Zudem soll die von Paris energisch vorangetriebene »Europäische Interventionsinitiative« baldige EU-Operationen vorbereiten, am liebsten unter französischer Führung. Kein Zufall, dass zur gestrigen Militärparade die Staats- und Regierungschefs genau derjenigen Länder eingeladen waren, die an der »Interventionsinitiative« beteiligt sind. Einmal mehr bestätigt sich: Der erbitterte Kampf der EU um eine führende Stellung in der Weltpolitik dämpft die innereuropäischen Konflikte nicht, er verschärft sie eher. Schließlich bringt selbst eine Führungsrolle nicht den erwünschten Profit, wenn der Rivale auf der anderen Seite des Rheins die Richtung bestimmt.


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