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unofficial world wide web avantgarde
03.01.2019, 14:47 Uhr
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arktika

• Geschichte und Rolle der NVA Mit einem Anschreiben "An die jungen Leute, die das Leben u. den Dienst in der NVA nicht kennen ... Wünsche den AHA-Effekt!" bekam ich vor etwa 2 Wochen 2 Links zu einem längeren zweiteiligen Gespräch von Sputnik Deutschland mit 2 Genossen des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V., mit Oberst a.D. Friedemann Munkelt und Kapitän zur See a.D. Gerhard Matthes, zugeschickt.
Es geht um die NVA der DDR, die Anfang 1956 (damit also nach der Gründung der BRD-Bundeswehr) gegründet wurde. Da ich zwar nicht mehr zu "jungen Leuten" zu rechnen bin, aber als nicht DDRlerIn natürlich auch "das Leben u. den Dienst in der NVA nicht kenne", fand ich diese Texte - obwohl noch nicht gründlich gelesen - sehr interessant. Ohne sie natürlich en Detail bewerten zu können.
Auf jeden Fall lege ich allen ans Herz, sie etwas genauer zu lesen, da sie sehr informativ sind.

Sie sind auf jeden Fall zu lang, um sie hier komplett reinzustellen, deshalb nur ein paar Angaben - die Vorreden und Anfänge der beiden Beiträge - vorab:

Stärker als die Nato und angriffslustig? Sputnik räumt mit Mythen über DDR-Armee auf

Die Nationale Volksarmee wäre heute 62 Jahre alt geworden. Die Streitkräfte der DDR existieren seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr, doch Legenden leben weiter. Die einstige Vorhut des Warschauer Pakts wird heute gern als aggressiv dargestellt, die Nato hingegen als friedfertig. Sputnik versucht zu klären, was davon Mythos und was Wahrheit ist.

War die NVA wirklich eine Parteiarmee? Hatte sie wirklich Angriffspläne gegen die Bundesrepublik? Setzte die Nato wirklich nur auf Defensive? Was wurde aus den Tausenden Panzern, Flugzeugen und Raketen der NVA nach der Wende? Was wurde aus den Zehntausenden ihrer Kader? Wie wurden die NVA-Angehörigen durch die Bundeswehr behandelt? Warum hat sich die Mehrheit von ihnen der Übernahme durch die „Armee der Einheit"? verweigert? Waren die Übernahmebedingungen menschenwürdig?

Auf der Suche nach Antworten hat sich Sputnik mit dem Verband zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V. (kurz: VTNVAGT) in Verbindung gesetzt. Der stellvertretende Vorstandschef, Oberst a.D. Friedemann Munkelt, und der Leiter der Geschäftsstelle, Kapitän zur See a.D. Gerhard Matthes, stellen die Sicht ihres Verbandes auf die Rolle der NVA im damaligen Europa vor und helfen, mit verbreiteten Irrtümern aufzuräumen.

**********
Friedemann Munkelt
Oberst a.D.
Diplom-Militärwissenschaftler, Stellvertreter des Verbandsvorsitzenden, geboren 1945 in Ebersbach. Nach Abschluss bei der Offiziersschule der Landstreitkräfte in Löbau nahm er bei der NVA mehrere Positionen ein: vom Panzerzugführer bis zum Stellvertreter des CPV des Militärbezirks III in Leipzig.

Gerhard Matthes
Kapitän zur See a.D.
Leiter der Geschäftsstelle des Verbandes, geboren 1936 in Alt-Cüstrinchen. Nach Abschluss bei der Seeoffiziersschule Stralsund war er unter anderem Gruppenchef in der 6. U-Jagd- bzw. 4. Räumbootsabteilung. Zum Zeitpunkt seiner Entlassung aus dem aktiven Dienst im Dezember 1990 war er stellvertretender Chef des Hauptstabes der Volksmarine für operative Fragen.
**********

Die Nationale Volksarmee wurde Anfang 1956 und damit zeitlich nach der Bundeswehr, die schon im November 1955 entstanden war, aus der kasernierten Volkspolizei gebildet. Formalrechtlich erfolgte die Gründung der NVA am 18. Januar 1956 per „Gesetz über die Schaffung der Nationalen Volksarmee und des Ministeriums für Nationale Verteidigung". Die Aufstellung wurde bis zum März vollendet, weshalb der 1. März ab 1957 als Ehrentag der NVA gefeiert wurde.


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03.01.2019, 14:51 Uhr
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arktika

Und der zweite Teil:

Warum Ex-DDR-Soldaten der Bundesrepublik keine Treue schwören wollten

Die Nationale Volksarmee wäre am 1. März 62 Jahre alt geworden. Die Streitkräfte der DDR existieren seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr, doch Legenden leben weiter. Die einstige Vorhut des Warschauer Pakts wird heute gern als aggressiv dargestellt, die Nato hingegen als friedfertig. Sputnik versucht zu klären, was davon Mythos und was Wahrheit ist.

Hatte die NVA Angriffspläne gegen die Bundesrepublik? Setzte die Nato nur auf Defensive? Diese Fragen hat Sputnik bereits im ersten Teil aufgeworfen. In diesem zweiten Teil wollen wir zeigen, wie das Ende der NVA und die Entstehung der „Einheitsarmee" von damaligen Soldaten der DDR empfunden und erlebt wurden.

Warum hat sich die Mehrheit von ihnen der Übernahme durch die Bundeswehr verweigert? Was wurde aus den Zehntausenden Entlassenen? Waren die Übernahmebedingungen menschenwürdig? Was wurde aus den Tausenden Panzern, Flugzeugen und Raketen der NVA? Warum wurden mit ihnen nach der Wende Menschen umgebracht? War die Ahndung der gesamten DDR-Militärführung durch bundesdeutsche Gerichte ein Sieg der Justiz oder eine Siegerjustiz?

Auf der Suche nach Antworten hat sich Sputnik mit dem Verband zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V. (kurz: VTNVAGT) in Verbindung gesetzt. Der stellvertretende Vorstandschef, Oberst a.D. Friedemann Munkelt,
und der Leiter der Geschäftsstelle, Kapitän zur See a.D. Gerhard Matthes, stellen die Sicht ihres Verbandes vor und helfen, mit verbreiteten Irrtümern aufzuräumen.

Schon unter der letzten DDR-Regierung hatte eine Reduzierung der Nationalen Volksarmee begonnen. Im März 1990 betrug die Stärke der NVA noch 135.000 Mann, im Oktober 1990, beim Anschluss der DDR, lag sie bei 89.000 Mann, darunter 50.000 Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit.
Der VTNVAGT dazu: „Zielstrebig wurden die erfahrenen Führungskräfte entfernt, den Berufs- und Zeitsoldaten die Möglichkeit angeboten, die Entlassung zu beantragen, und es wurden bis zum 30.09.1990 alle Generale und Admirale entlassen.

[...]

Von da an wurde nur noch umgesetzt, abgewickelt, aufgelöst, übergeben. Drei Wochen später, am 3. Oktober, verweigerte die westdeutsche Seite der ostdeutschen den symbolischen Akt der Würde, die alte Fahne einzuholen, die neue zu hissen, den Einschnitt durch das Abspielen der alten und der neuen Hymne zu markieren."


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