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NEUER BEITRAG09.02.2015, 19:53 Uhr
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arktika

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Mal wieder was an der Propagandafront der Qualitätsmedien, nicht nur der deutschen:
Dreiste Propaganda-Lüge: WDR erfindet anti-russischen Kommentar von ex UN-Generalsekretär Kofi Annan. Nachzulesen auf Russia Today vom 09.02.
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Ist ja schon das gewöhnliche. Weiter geht der Chefredakteur des britischen Wirtschaftsmagazin The Economist, Edward Lucas. Er hetzt auf der Münchener "Sicherheits"konferenz gleich gegen alle JournalistInnen von Russia Today und gegen Sputnik und fordert auf, RT-MitarbeiterInnen wenn nicht gleich ganz auszuschließen, so doch zu separieren. Abschließend versprach Lukas, seinen gesamten Einfluss einzusetzen, um Karrieren von Journalisten mit RT-Erfahrung zu verhindern.
Ebenfalls auf RT vom 09.02.: Medialer Kalter-Krieg 3.0: Chefredakteur von The Economist ruft zur Ächtung von RT-Journalisten auf
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NEUER BEITRAG09.02.2015, 20:42 Uhr
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arktika

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Am 09.02. steht im Weingarten des Sakers ein Beitrag von Dagmar Henn, der unter dem Titel Frau Merkel und der Frieden die Haltung der BRD-Regierung untersucht.
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NEUER BEITRAG09.02.2015, 22:42 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Zur Einschätzung der Lage ("guter Bulle/böder Bulle" DHenn) stelle ich hier den heutigen Artikel auf gfp Krieg mit anderen Mitteln (II) einfach mal ganz (ohne Zwischenüberschriften und Verweise) ein:

"BERLIN/KIEW/MOSKAU
(Eigener Bericht) - Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet mit einem "Sieg" des Westens im Machtkampf gegen Moskau. Wie Merkel am Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz erklärte, sei der Konflikt aktuell militärisch "nicht zu gewinnen". Daher müsse man sich "etwas anderes ausdenken". Die Kanzlerin vergleicht den Machtkampf mit den Auseinandersetzungen im Kalten Krieg und bekräftigt: "Ich bin hundert Prozent überzeugt, dass wir mit unseren Prinzipien siegen werden." Ähnlich hat sich bereits der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, geäußert, der gegen Russland für eine "Doppelstrategie" des Westens plädiert. In der Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) heißt es, man müsse den Machtkampf, den man gegenwärtig mit Waffen nicht für sich entscheiden könne, "vom militärischen Feld zurück auf das ökonomische" bringen. Berlin hat dazu nun eine diplomatische Offensive gestartet, die am Mittwoch in Minsk zu weiteren Gesprächen führen soll. / Die aktuelle diplomatische Offensive der Bundesregierung findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Münchner Sicherheitskonferenz bekräftigte, der Ukraine-Konflikt "militärisch nicht zu lösen" sei. Tatsächlich sind die ukrainischen Truppen in einem desolaten Zustand; selbst wenn die Kiewer Mobilisierungs- und Aufrüstungsanstrengungen Erfolge zeitigen sollten, wird es zumindest Wochen, vermutlich sogar Monate dauern, bis sie den Krieg mit einer gewissen Aussicht auf Sieg wieder aufnehmen könnten. In einer vergleichbaren Situation hatte Berlin Anfang September - damals drohte den ukrainischen Truppen nach einer gescheiterten militärischen Großoffensive Kiews eine schwere Niederlage - einen Waffenstillstand mit aller Macht vorangetrieben und ihn um eine politisch-ökonomische Auffanglösung ergänzt. Diese sah vor, Gespräche mit Moskau über die EU-Assoziierung der Ukraine zu führen und Lösungen für diejenigen Bestimmungen des Assoziierungsabkommens zu finden, die für Russland schädlich sind. Auf dieser Basis gelang es, die Gegenoffensive der Aufständischen politisch zu stoppen. / Ähnlich geht Berlin jetzt wieder vor. Einerseits bemüht sich die Bundesregierung energisch, den Fortbestand des offiziellen Minsker Waffenstillstands zu retten; ihn hatten zunächst die von Kiew angekündigten Mobilisierungs- und Aufrüstungsmaßnahmen bedroht, bevor die Aufständischen mitteilten, ihrerseits zur Gegenmobilisierung überzugehen. Andererseits ergänzt Berlin seine Bemühungen erneut um Angebote an Russland, zu einer gewissen Form ökonomischer Zusammenarbeit zu gelangen. Bundeskanzlerin Merkel hat bereits Ende Januar dafür plädiert, "in einem größeren Rahmen zwischen der Europäischen Union und der Eurasischen Union zu überlegen", welche "Kooperationsmöglichkeiten ... in einem Wirtschaftsraum ... von Wladiwostok bis Lissabon" bestünden. Dies hat sie am Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz wiederholt. Auf diese Weise könne man auch die - prowestlich gewendete - Ukraine wirtschaftlich stabilisieren, die zur Zeit kurz vor dem Kollaps stehe, heißt es. / Über den Charakter dieser Schritte, die als "Friedenspolitik" angepriesen werden, hat sich schon im Januar der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, geäußert. Laut Ischinger ist es notwendig, im Machtkampf gegen Russland "aus einer Position der Stärke" zu verhandeln. Dies müsse die NATO gewährleisten. Tatsächlich haben die NATO-Verteidigungsminister vergangene Woche die Aufstellung einer binnen kürzester Frist einsetzbaren Eingreiftruppe ("Speerspitze") für etwaige Kriege in Osteuropa in die Wege geleitet; Deutschland übernimmt dabei eine militärische Führungsrolle. Gleichzeitig fordert Ischinger, den "zweiten Pfeiler" einer "Doppelstrategie" auszubauen. Als "ersten Schritt" könne man dabei eine Zusammenarbeit der EU mit der Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU, Eurasian Economic Union) anbahnen; es gehe um "eine Mischung aus Einhegung ('containment') und Einbeziehung ('engagement')". In der jüngsten Ausgabe der DGAP-Zeitschrift "Internationale Politik" heißt es dazu, eine Zusammenarbeit der EU mit der EEU könne als ein "Wettbewerb zwischen zwei Integrationsprojekten" verstanden werden, mit dem man den - gegenwärtig militärisch nicht zu gewinnenden - Machtkampf "zwischen Russland und dem Westen vom militärischen Feld zurück auf das ökonomische" bringen könne. Ein Ende des Machtkampfs sei das keinesfalls. / Diese Perspektive hat nun Kanzlerin Merkel auf der Münchner Sicherheitskonferenz bestätigt. "Militärisch ist das nicht zu gewinnen", äußerte Merkel über den aktuellen ukrainischen Bürgerkrieg. Man müsse sich deshalb "etwas anderes ausdenken" und "einen langen Atem haben"; wer "schon nach zwei Monaten" am Erfolg zweifle, dem müsse sie antworten: So "gewinnt man so eine Schlacht nicht". Bereits im Machtkampf gegen die realsozialistischen Staaten habe der Westen "die Erfahrung gemacht, dass es lange dauert"; "kein Mensch hat gewusst, wann der Kalte Krieg zu Ende ist, aber es hat sich ergeben". Merkel erklärte über den aktuellen Machtkampf gegen Moskau wörtlich: "Ich bin hundert Prozent überzeugt, dass wir mit unseren Prinzipien siegen werden". / Gleicht die von Ischinger und von Merkel beschriebene Strategie gegen Russland im Wesentlichen derjenigen aus der Zeit der Systemkonfrontation, so besteht ein entscheidender Unterschied zwischen der heutigen und der damaligen Zeit darin, dass die westlichen Streitkräfte nicht mehr auf die frühere Grenze zwischen BRD und DDR zurückgeworfen sind. In den baltischen Staaten operieren sie bereits regulär auf dem Territorium der früheren Sowjetunion. In der Ukraine und in Georgien verfügen sie auf ehemals sowjetischem Hoheitsgebiet über verbündete Staaten und führen dort Kriegsübungen durch. Im ostukrainischen Bürgerkrieg kämpfen Neonazi-Bataillone an der Seite des Westens gegen Russland. Für Moskau handelt es sich militärisch gesehen um Kämpfe an seiner letzten Verteidigungslinie, die es um jeden Preis sichern muss, will es seine staatliche Souveränität nicht vollends preisgeben. Die Provokationen des Westens an dieser Linie sind ein Spiel nicht mit dem Feuer, sondern mit einem großen Krieg.
"

Das Ding steht hier:
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NEUER BEITRAG10.02.2015, 11:49 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Ein bei Gelegenheit des Treffens der Arbeitsgruppe der Internationalen Treffen Kommunistischer und Arbeiterparteien in Istanbul am 31. Januar/1. Februar 2015 verabschiedetes Statement zur Lage in der Ukraine steht seit gestern im DKP-Nachrichtenportal, hier:
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NEUER BEITRAG12.02.2015, 13:32 Uhr
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arktika

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) In dem am 12.02. auf der DKP-Nachrichtenseite veröffentlichten Artikel von Kai Ehlers Achtung – Mythen um die Ukraine nimmt er auf gut lesbare Art einige immer wieder vorgebrachte Behauptungen um die Geschehnisse in der Ukraine auseinander, nämlich die: Russland führe Krieg gegen die Ukraine, Russland habe die Krim annektiert, das "Recht zur Selbstverteidigung", in der Ukraine werde die "Westliche Wertegemeinschaft" verteidigt sowie daß sich in der Solidarität mit der Ukraine sich die westliche Allianz festige.
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NEUER BEITRAG12.02.2015, 14:54 Uhr
EDIT: FPeregrin
12.02.2015, 15:14 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) AKTUELL (Quelle jungewelt.de):
"Waffenruhe ab Sonntag / Durchbruch bei Verhandlungen in Minsk. Russlands Präsident Putin kündigt Feuerpause ab 15. Februar an
In Minsk haben die Verhandlungsdelegationen bei den Gesprächen über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine doch noch einen Durchbruch erzielt. Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte am Donnerstag gegenüber Pressevertretern, ab dem 15. Februar um 0.00 Uhr gelte ein Waffenstillstand. »Ich glaube, wir haben ein großes Abkommen vereinbart«, sagte er nach mehr als 15 Stunden dauernden Verhandlungen mit seinen Amtskollegen aus der Ukraine, Deutschland, Frankreich und Belarus sowie Abgesandten der international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk. / Es habe auch einen Kompromiss über den Verlauf der Pufferzone zwischen beiden Seiten gegeben, so Putin. Das sei der härteste Punkt in den Gesprächen gewesen, wird der Staatschef vom Moskauer Fernsehsenders RT zitiert. Kiew werde nun seine schweren Waffen von der gegenwärtigen Frontlinie zurückziehen, während sich die Aufständischen auf den Verlauf zurückziehen werden, die bei Unterzeichnung des letzten Waffenstillstandsabkommens im vergangenen September bestanden habe. In deutschen Verhandlungskreisen wurde die Einigung dpa zufolge ebenfalls bestätigt. / Das Abkommen wiederholt offenbar im Wesentlichen die Vereinbarung vom September, einschließlich politischer Reformen, durch die den Provinzen im Donbass ein Sonderstatus innerhalb der Ukraine gewährt werden soll. Zudem seien humanitäre und ökonomische Fragen in dem Abkommen geklärt worden, berichtete RT. / Zuvor hatten Putin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko zusammen mit Gastgeber Alexander Lukaschenko mehr als 15 Stunden lang um das Abkommen gerungen. Nach Informationen der Agentur Interfax beteiligten sich zudem die Ministerpräsidenten Alexander Sachartschenko aus Donezk und Igor Plotnizki aus Lugansk an den parallelen Verhandlungen der Ukraine-Kontaktgruppe.
"
Auch hier:
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NEUER BEITRAG12.02.2015, 15:12 Uhr
EDIT: FPeregrin
17.02.2015, 02:41 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Eine Analyse der Gegensätze innerhalb der NATO in der aktuellen Ukraine-Politik heute bei gfp u.d.T. Der Gipfel von Minsk, hier ganz (diesmal mit Zwischenüberschriften, ober ohne Anmerkungen).
"KIEW/BERLIN (Eigener Bericht) - 14 Stunden nach Beginn dauern die Minsker Verhandlungen über eine Lösung im Ukraine-Konflikt an. War am frühen Morgen noch aus der belarussischen Hauptstadt zu hören gewesen, eine Einigung stehe unmittelbar bevor, hieß es wenig später, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko habe "inakzeptable Bedingungen" der russischen Seite ausgemacht. Um neun Uhr mitteleuropäische Zeit ist nun eine neue Verhandlungsrunde gestartet worden; ein Ergebnis zeichnet sich noch nicht ab. Bereits vor der Zusammenkunft hatten die Vereinigten Staaten angekündigt, ein Bataillon ihrer Streitkräfte in die Ukraine zu entsenden, um ukrainische Soldaten zu trainieren. Während Berlin sich um Gespräche mit Moskau bemüht, hält Washington damit den Druck auf Russland aufrecht. Die Bundesregierung lässt zugleich keinen Zweifel daran, dass im Falle einer Eskalation das westliche Bündnis für sie Vorrang hat: Nach der Übernahme der Führung bei der neuen NATO-"Speerspitze" kündigt die Bundeswehr für März die Beteiligung an einem NATO-Manöver im Schwarzen Meer an. Explizit ist von einem "politischen Signal" die Rede. / Good cop / Kurz vor dem Gipfel waren unterschiedliche Vorstöße westlicher Staaten bekannt geworden, die zunächst widersprüchlich erscheinen, die sich jedoch als zwei Teile einer arbeitsteilig realisierten Doppelstrategie verstehen lassen, wie sie bereits im Kalten Krieg gegen die realsozialistischen Staaten angewandt wurde. Im Sinne einer solchen Doppelstrategie haben sich in den vergangenen Tagen Kanzlerin Angela Merkel und der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, geäußert. Dabei übernimmt Berlin den Part, Moskau zu "Friedensgesprächen" zu bewegen, wie sie gestern in Minsk begannen. Die Bundesregierung ist seit dem vergangenen Sommer, als sich abzeichnete, dass sich der Konflikt im Osten der Ukraine militärisch nicht gewinnen lässt, mehrmals in diese Richtung aktiv geworden. Über entsprechende Verhandlungen wurde etwa im September berichtet, als das "Protokoll von Minsk" unterzeichnet wurde, das einen Waffenstillstand bewirken sollte. Im Hintergrund hatte man vereinbart, das EU-Assoziierungsabkommen erst dann in Kraft treten zu lassen, wenn man strittige Bestimmungen des Abkommens einvernehmlich mit Russland modifiziert habe; zudem sollte die Ostukraine eine umfangreichere Autonomie bekommenIn diesem Sinne hat die deutsche Kanzlerin jüngst auch eine Kooperation der EU mit der von Moskau geführten Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU) in Aussicht gestellt. Zuletzt hieß es auch, zusätzlich zu einer Föderalisierung der Ukraine schlage Berlin die Fixierung einer ukrainischen Neutralität vor. Das wäre gleichbedeutend mit der Verhinderung eines ukrainischen NATO-Beitritts, die Berlin bereits 2008 mit seinem Veto durchgesetzt hat. / Bad cop / Im Rahmen der westlichen Doppelstrategie hat umgekehrt Washington den Part des militärischen Drohens übernommen und wird dabei von Großbritannien sowie von mehreren Staaten Osteuropas unterstützt - vom Baltikum über Polen bis Rumänien. In den Vereinigten Staaten nimmt der Druck, der Ukraine Waffen zu liefern, zu. Transatlantische Fraktionen im Berliner Polit-Establishment öffnen sich für die Forderung; so hat jetzt die Grünen-Politikerin Marieluise Beck erklärt, Opfer müssten "das Recht haben ..., sich zu schützen und geschützt zu werden". Aus ihren Äußerungen geht hervor, dass sie den Status zu schützender Opfer im ukrainischen Bürgerkrieg für die Kiewer Seite reserviert; die Ostukraine kann sich demnach nicht darauf berufen. Auch der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour lässt sich mit der Aussage zitieren, man könne Waffenlieferungen an Kiew "nicht auf ewig ausschließen". Unabhängig davon kündigt Washington an, ab dem nächsten Monat die ukrainische Armee auszubilden. Demnach werde ein Bataillon US-Soldaten drei Bataillone der Ukraine trainieren, Medienberichten zufolge im ukrainischen Lwiw. Damit würden US-Soldaten offiziell in dem Bürgerkriegsland stationiert, und das in Bataillonsstärke. Angeblich sollten die ukrainischen Militärs lediglich lernen, sich gegen Artillerieangriffe zu verteidigen, heißt es. / Reale Interessengegensätze / Die beiden Teile der westlichen Doppelstrategie, die Berichten zufolge Gegenstand der Gespräche von Bundeskanzlerin Merkel mit US-Präsident Obama gewesen ist, basieren dabei durchaus auf realen Interessengegensätzen. Für Berlin ist die Vermeidung einer unkontrollierten Eskalation zur Zeit günstiger. Es hat zum einen aus einer gewissen Zusammenarbeit mit Moskau stets erheblichen ökonomischen wie auch politischen Nutzen gezogen, den es nicht kampflos preisgibt. Zum anderen findet sich die Bundesrepublik in militärischen Konflikten - noch - stets in der zweiten Reihe hinter den USA wieder. Für Deutschland günstig ist dabei, dass die aktuellen Gespräche ohne US-Beteiligung stattfinden. Washington hingegen nützt es, wenn es wegen eskalierender Auseinandersetzungen nicht zu einer deutsch-russischen Achsenbildung kommen kann und Berlin damit die Chance zu seiner traditionellen Schaukelpolitik entgeht. Auch ist es für die Vereinigten Staaten hilfreich, wenn die EU-Staaten untereinander so uneins sind wie etwa Deutschland und Frankreich auf der einen, Großbritannien und Polen auf der anderen Seite in puncto Ukraine; das erschwert es der Bundesrepublik, mit der von ihr dominierten EU zur mit den USA rivalisierenden Weltmacht aufzusteigen. Der innerwestliche Machtkampf um die Austarierung der antirussischen Doppelstrategie entspricht den jeweiligen nationalen Interessen. / Ein politisches Signal / Gleichzeitig lässt Berlin allerdings keinerlei Zweifel daran, dass im Ernstfall das transatlantische Bündnis Priorität vor der Kooperation mit Russland haben muss. Entsprechend hat Deutschland vergangene Woche die Führung über die NATO-"Speerspitze" für Osteuropa übernommen. Zudem wird sich die deutsche Kriegsmarine in Kürze an einer Kriegsübung im Schwarzen Meer beteiligen. Der Marinetanker "Spessart" aus Kiel ist seit Ende Januar im Rahmen der "Standing NATO Maritime Group 2" unterwegs und operiert zur Zeit im Rahmen eines Manövers vor der Küste Siziliens. Danach wird er in Richtung Schwarzes Meer aufbrechen; dort führt die NATO eine Kriegsübung durch. Wie es heißt, seien Besuche in der Ukraine zwar nicht geplant; doch sei das Manöver auch als "politisches Signal" zu verstehen. / Der erste Bruch / Unabhängig vom Ergebnis der aktuellen Minsker Verhandlungen hat Russland erstmals echte Konsequenzen aus der westlichen Aggressionspolitik in Aussicht gestellt. USA und EU hätten gemeinsam immer wieder "Schritte unternommen, um den Konflikt" in der Ukraine "zu eskalieren", stellte Außenminister Sergej Lawrow auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz fest. Dabei bezog er die EU - sachlich zutreffend - ausdrücklich ein. Über die Kooperationsbestrebungen Berlins und Brüssels mit Moskau erklärte Lawrow: "Leider ist die strategische Partnerschaft zwischen der EU und Russland so gestaltet gewesen, dass sie diesen Test nicht bestanden hat, sich nicht bewährt hat." Moskau hat den Worten bereits Taten vorausgeschickt: Im Zusammenhang mit dem Stopp des Pipeline-Projekts "South Stream" hat Gazprom erstmals einen strategischen Tauschhandel mit Wintershall storniert und ausdrücklich seine Konzernstrategie für gescheitert erklärt, die dem deutschen Konzern gegen Einflussgewinne für Gazprom in Deutschland Zugriff auf die riesigen sibirischen Erdgasvorräte gewährte. Die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommene Entscheidung ist Moskaus erster harter Bruch mit Berlin gewesen. Die weitere Entwicklung ist offen."
Ansonsten hier:
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NEUER BEITRAG13.02.2015, 12:31 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Was in Minsk unterzeichnet wurde (u.a. Wortlaut) auf chartophylakeion, hier:
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NEUER BEITRAG14.02.2015, 10:43 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) In Erinnerung an den eigentlichen Titel dieses Threads: In der jW von heute steht auf der Themenseite u.d.T "Töten für Wotan" ein Artikel von Peter Schaber über die faschistische Gruppe "Misanthropic Division", die im Asow-Bataillon kämpft. Hier:
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NEUER BEITRAG15.02.2015, 15:17 Uhr
EDIT: FPeregrin
15.02.2015, 15:24 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Da nun auch an verscheidenen anderen Orten veröffentlicht, verlinke ich hier nun auch den Kommentar von Kai Ehlers vom 13. Februar m.d.T. Minski II – was gut ist und was besser sein könnte hier:
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Das wenig überraschende Schluß-Resümee: "So oder so – dies alles lässt für die Umsetzung eines Friedensfahrplans, leider nichts Gutes erwarten, gerade weil in ihn Reizworte wie Selbstverwaltung, Autonomie, Föderalismus, Verfassungsreform als Zielvorstellungen eingegangen sind, die für die gegenwärtige politische Riege in Kiew unvereinbar sind. Ganz zu schweigen noch von dem Nutzen, den eine unruhige Ukraine für USA hat."
NEUER BEITRAG20.02.2015, 00:08 Uhr
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retmarut

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Neuer Dokumentarfilm zum Massaker in Odessa. Der Film "Lauffeuer" wird auch in zwei Wochen online verfügbar sein, man kann aber auch Veranstaltungen mit den Machern vor Ort durchführen.
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NEUER BEITRAG21.02.2015, 13:39 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) In der jW von heute steht ein Artikel von Reinhard Lauterbach m.d.T. Kiews Kellerleichen zu den Vorgängen auf dem Maidan vor einem Jahr. Mittlerweile gibt es die Aussage eine Mannes, der angibt, als Sniper der "Maidan-Selbstverteidigung auf Polizisten geschossen zu haben, und zwar bevor die Polizei ihrerseits das Feuer eröffnet habe." Die Quelle sind BBC-Beiträge von Gabriel Gatehause.

Der Artikel steht hier:
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die BBC-Beiträge hier:
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und hier:
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NEUER BEITRAG21.02.2015, 13:55 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Ebenfalls in der jW von heute steht ein Interview mit Alexej Markow, Kommandeur einer kommunistischen Freiwilligeneinheit im Donbass, m.d.T. »Wir sind Teil einer antifaschistischen Front«. Sehr anschaulich zu den Problemen dieser inoffiziellen Einheiten, die keinerlei Unterstützung durch die Behörden der Volksrepublik Lugansk erhalten:
"Wir brauchen unbedingt Ärzte. Wir müssen uns nicht nur um die Verwundeten unserer Einheit kümmern, wir unterstützen auch die Evakuierung aller Verwundeten aus der Region Debalzewe. Wir brauchen auch gute Bauarbeiter, Elektriker – uns fehlt es an unterstützendem Personal. / Der reale Krieg unterscheidet sich völlig von dem, was in Filmen und Reportagen gezeigt wird. Hier gibt es Dreck, Blut, Erschöpfung und nichts Interessantes. Es kommt hier weniger auf Mut an als auf Geduld, Zurückhaltung und die Fähigkeit, Entbehrungen zu ertragen. / Wenn wir etwas mehr Waffen und Munition erhielten, ein paar Lebensmittel, dann würden wir jeden Gegner schlagen. Das könnten wir wirklich schaffen. Leider erhalten wir aus politischen Gründen keine Waffen, ein wenig Essen bekommen wir von unseren russischen Genossen [gemeint ist die KPRF, Anm. FPeregrin], Munition erhalten wir im Gegenzug für Lebensmittel und Uniformen. Die Realität vor Ort sieht also anders aus als erwartet. Aber wir alle bleiben hier bis zum Sieg, egal, wie der auch aussieht. Wenn das Morden gestoppt werden kann – dann wäre unser Kampf hier sinnvoll gewesen."
Das ganze Interview hier:
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NEUER BEITRAG21.02.2015, 18:52 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) By the way: Tolle Polemik: Uli Brockmeyer von der Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek gestern u.d.T. Alles in Ordnung in der Ukraine auf RedGlobe zum Ukraine-Propagande-Papier des Auswärtigen Amts, hier:
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NEUER BEITRAG23.02.2015, 13:41 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Zur "Schocktherapie" des IWF in der Ukraine heute in der jW ein Artikel m.d.T. Pokern ohne Verluste von Olli Will und Jens Malling, hier:
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