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NEUER BEITRAG29.07.2019, 03:01 Uhr
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arktika

Zu den Parlamentswahlen Zu den Parlamentswahlen in der Ukraine gibt es einen Leitartikel von Uli Brockmeyer in der Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek vom 25. Juli:

Wohin steuert die Ukraine?

Es ist geradezu bezeichnend, wie ruhig es plötzlich um die Ukraine geworden ist. Noch am Wochenende überschlugen sich die Nachrichten über die Parlamentswahl, doch schon am Montag wurde es auffallend still. Seit dem späten Montagnachmittag, genauer gesagt um 18.12 Uhr gibt es bei der Deutschen Presseagentur keinerlei Informationen über den Ausgang der Wahlen – zu jenem Zeitpunkt waren gerade einmal 60 Prozent der Stimmzettel ausgezählt.

Es drängt sich der Verdacht auf, daß das tatsächliche Ergebnis nicht wirklich den Interessen der herrschenden Kreise im Westen entspricht. Nachdem der Schock über die krachende Niederlage des besten Freundes der NATO und der EU in Kiew bei der Präsidentenwahl einigermaßen verdaut war, ist nun auch noch die Partei des Milliardärs und Oligarchen Poroschenko bei den Parlamentswahlen im tiefen Keller gelandet. Gerade auf diesen Mann, der so herrlich in die Kameras westlicher Reporter grinsen und fast gleichzeitig mit verbissener Miene gegen Rußland und dessen verhaßten Präsidenten wettern konnte, hatte man in den letzten Jahren in den westlichen Hauptstädten große Hoffnungen gesetzt.

Und dann kommt so ein jungdynamischer Typ daher, der bisher nur als Schauspieler im Komödienfach von sich reden machte, und fährt bei beiden Wahlen haushohe Siege ein – und holt 43,16 Prozent und 254 Parlamentsmandate. Den hatte man im Westen einfach nicht auf dem Zettel. Bei seinen Wahlkampfauftritten und seinen ersten Aussagen als Präsident suchten westliche Medien krampfhaft nach antirussischen Ausfällen, und zuweilen wurde man sogar fündig. So ganz nach dem Motto: antirussisch und »pro-europäisch« ist gut, »pro-russisch« ist sehr, sehr übel. Aber dann ruft dieser Selenski einfach bei Putin im Kreml an, sicher ohne vorher in Brüssel um Erlaubnis gefragt zu haben. Und er scheint es ernst zu meinen, wenn er sagt, er wolle sich für den Frieden in der Ostukraine einsetzen.

Für den Westen ist es vor allem frustrierend zu sehen, daß all die Superdemokraten, denen man seinerzeit im Zuge der gewaltsamen Unruhen auf dem Kiewer Maidan zu Regierungssitzen verholfen hatte, nun nach und nach in der Versenkung verschwunden sind oder dabei sind, sich von der Bildfläche zu verabschieden. Frau Timoschenko, die Sirene der »Maidan-Revolution«, hat es mit ihrer »Vaterlandspartei« auf gerade mal 8,18 Prozent und 26 Sitze in der Rada gebracht, das sind sogar 0,08 Prozentpunkte und ein Mandat mehr als Poroschenko mit seiner »Europäischen Solidarität«. Der Liebling der deutschen CDU, Boxprofi Witali Klitschko, ist zwar noch Bürgermeister von Kiew, aber der neue Präsident will auch die Positionen der Regional- und Kommunalfürsten so bald als möglich durch Neuwahlen zu Disposition stellen. Die faschistischen Maidan-Schläger der Partei »Freiheit« sind mit 2,15 Prozent der Stimmen achtkantig aus dem Parlament geflogen… Und eine neue Partei »Für das Leben«, die flugs als »pro-russisch« eingestuft wurde, ist mit 13,04 Prozent und 43 Mandaten zweitstärkste Kraft in der Rada.

Für vernünftig denkende Menschen ist all das kein Grund zum Jubeln, aber umso mehr zum Nachdenken. Denn selten sind so viele Menschen in so kurzer Zeit von der Politik abgestoßen worden, so gründlich, daß weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten überhaupt einen Wahlzettel in die Hand nahm. Ein Land, in dem die Kommunistische Partei nicht an Wahlen teilnehmen darf und seit Jahren von Verbotsklagen bedroht wird, ein Land, in dem die führende Partei den Namen einer TV-Komödie trägt, ist sehr weit von wirklicher Demokratie entfernt.


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NEUER BEITRAG26.04.2020, 21:33 Uhr
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arktika

Donbass: Seit 6 Jahren Krieg! Nicht endend, auf "low level", und kaum jemanden interessiert's noch.

Ein Text der KPDNR vom 14. April:

Aufruf der Kommunistischen Partei der DVR im Zusammenhang mit den nicht endenden Kämpfen im Donbass

Im Donbass herrscht im sechsten Jahr Krieg. Er hat das Leben von mehr als 10.000 Menschen genommen, etwa zwei Millionen waren gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Hunderte von Kindern starben und wurden verletzt. Das Blut der Einwohner des Donbass klebt an den Händen des Kiewer Regimes, dass die militärische Aggression als Antwort auf die Selbstbestimmung der Donezker und der Lugansker Volksrepublik entfachte.

Am 14. April 2014 erklärte Kiew offiziell den Beginn der sogenannten antiterroristischen Operation im Donbass. Mit Hilfe von Luftwaffe und schwerer Artillerie begannen die ukrainischen Truppen friedliche Städte und Dörfer dem Erdboden gleich zu machen. Auf dem Territorium der DVR und der LVR wurden etwa 40.000 Gebäude zerstört. Darunter gibt es keine militärischen Objekten sondern nur Schulen, Krankenhäuser und Wohnhäuser.

Viele Handlungen des Regimes Selenskij und seiner westlichen Schutzherren verweisen darauf, dass der Weltimperialismus an einer Fortsetzung des militärischen Konflikts interessiert ist. Unsere Antwort muss der proletarische Internationalismus sein. Wir rufen alle Bruderparteien und -organisationen auf, sich der Initiative der Kommunistischen Partei der DVR anzuschließen, zu Protestaktionen auf die Straße zu gehen und in ihren Ländern am 14. April 2020 Mahnwachen an der ukrainischen Botschaft durchzuführen.

Nein zum Krieg im Donbass!

Ja zur Selbstbestimmung der DVR und der LVR!

Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Donezker Volksrepublik


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(mehrsprachig, der deutsche Text an 3. Stelle)
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NEUER BEITRAG26.04.2020, 21:39 Uhr
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FPeregrin

Danke, daß an diesen Krieg wal wieder erinnert wird. - Aber: Was um alles in der Welt meint die KPDNR mit "Weltimperialimus"?
NEUER BEITRAG27.04.2020, 14:31 Uhr
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arktika

Vielleicht ALLE imperialistischen Länder??? Oder vielleicht (hoffentlich) nur einfach schlecht übersetzt? Vielleicht wäre der russische Text klarer ... wenn man ihn nur lesen - im Sinne von verstehen - könnte.
NEUER BEITRAG27.04.2020, 14:42 Uhr
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FPeregrin

Es klingt mir nämlich ein bißchen wie 'Ideeller Gesamtimperialist', was es nicht geben kann; und das hätte zwei offene Türen: eine zu Kautsky und eine zu krudem Verschwörungskram. Beide Ausgänge gefallen mir nicht.
NEUER BEITRAG28.04.2020, 20:22 Uhr
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mischa

Komm, ich erschrecke euch mal smiley Von wem stammt: "Dieser Feldzug
des Weltimperialismus, dieser Kriegszug gegen uns, diese Anwerbung von
Verschwörern innerhalb des Landes - war das etwa kein Terror?"

Der gleiche Autor schreibt: "Daraus geht hervor, daß der Vorwurf des Terrorismus, sofern er zu Recht besteht, nicht uns, sondern die Bourgeoisie trifft. Sie hat uns den Terror aufgezwungen. Und wir werden als erste Schritte unternehmen, um ihn auf ein Minimum zu beschränken, sobald wir mit der Hauptquelle des Terrorismus, mit der Invasion des Weltimperialismus, mit den militärischen Verschwörungen und dem militärischen Druck des Weltimperialis-
mus auf unser Land Schluß gemacht haben."

"Wir wissen, daß wir in dem Augenblick, da der Weltimperialismus über uns herfiel, strengste militärische Disziplin einführen und uns mit allen verfügbaren Kräften wehren mußten."

Er macht's noch ein paarmal mehr, ich laß es mal weg.
NEUER BEITRAG28.04.2020, 21:45 Uhr
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FPeregrin

Das war aber aus der Perspektive eines sozialistischen Landes geschrieben. Da gibt es schon prinzipiell die geschlossene Front der Imperialismen gegen den Sozialismus als hauptsächlichen Widerspruch. (Man kann sie NB aber dennoch auch aufbrechen und die Imperialismen gegeneinander richten. Stalin war ja selbst nicht erfolglos hierin.)

Die beiden Donbaß-Republiken sind aber - wie Rußland - nicht sozialistisch und auch nicht auf dem Weg dorthin! Der Konflikt müßte also auch dahingehend untersucht werden, ob hier nicht konkrete Interessen konkreter - auch konkurrierender - Einzelimperialismen die Situation bestimmen, bevor man den Begriff 'Weltimperialismus' zur Feindbestimmung heranzieht. .. und der deutsche und der US-Imperialismus haben hier ja auch keineswegs immer identisch gehandelt.
NEUER BEITRAG29.04.2020, 20:44 Uhr
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mischa

Ich hege die Vermutung, daß es eine linguistische Frage ist.
NEUER BEITRAG28.06.2020, 08:47 Uhr
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arktika

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Verteidigung zu Abschuss von »MH 17«

Amsterdam. Im Prozess zum Abschuss der Passagiermaschine mit der Flugnummer »MH 17« über dem Donbass hat die Verteidigung die Ermittlungen für »unzuverlässig« und einseitig erklärt. Die Staatsanwaltschaft stütze sich viel zu sehr auf die Perspektive der Ukraine, sagten die Verteidiger am Montag vor den Richtern in dem extra gesicherten Gerichtsgebäude am Amsterdamer Flughafen. Die Anklage hatte zuvor schwere Anschuldigungen gegen Russland geäußert. Das Passagierflugzeug der Malaysia Airlines war im Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über Kriegsgebiet im Donbass abgeschossen worden. (dpa/jW
)

in der jW am 23.06. unter Link ...jetzt anmelden!
NEUER BEITRAG11.09.2020, 20:47 Uhr
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arktika

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (2) Ukraine: Kein Wasser für die Krim als - vermutlich nicht allzu sinnvolles - Erpressungsmittel, aber als neueste Idee.
Dazu und zu erneuten Schießereien zwischen Truppen der Volksrepublik Donezk und ukrain. Soldaten ein Text von Reinhard Lauterbach in der jW vom 11. SEptember:

Waffenstillstand gefährdet
Gegenseitige Vorwürfe nach erneutem Schusswechsel im Donbass


Nach über einem Monat ohne größere Kampfhandlungen hat es jetzt im Donbass wieder Schusswechsel gegeben. Anfang der Woche ist nach ukrainischen Angaben ein Soldat der Kiewer Truppen bei einem Feuerüberfall durch Soldaten der international nicht anerkannten »Volksrepublik Donezk« getötet worden. Die »Volksrepublik« bestritt die ukrainischen Vorwürfe, mit dem Schießen begonnen zu haben. Sie räumte aber ein, ukrainischen Beschuss erwidert zu haben.

Hintergrund der gegenseitigen Vorwürfe ist der Versuch der ukrainischen Seite, Teile des Niemandslandes entlang der Frontlinie wieder unter Kontrolle zu bekommen. Solche kleineren Vorstöße hat es in den vergangenen Monaten immer wieder gegeben. Im aktuellen Fall geht es um ein Grabensystem nahe der Ortschaft Schumy am nordwestlichen Stadtrand der Industriestadt Gorliwka. Dort soll die ukrainische Armee in den letzten Wochen Befestigungen errichtet haben. Gegenüber dem Kiewer Portal Strana räumten nicht namentlich genannte Soldaten am Wochenende ein, dass die jetzt ausgebauten Gräben ursprünglich vom Gegner angelegt und dann bei einem Rückzug geräumt worden seien. Der Chef der »VR Donezk«, Denis Puschilin, hatte Anfang der Woche gedroht, diese Anlagen durch Artilleriebeschuss zerstören zu lassen. Diesen Befehl nahm er allerdings später wieder zurück, als sich die ukrainische Seite unter dem Druck der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bereit fand, eine gemeinsame Inspektion des Grabensystems durch Vertreter beider Parteien zuzulassen. Die Besichtigung sollte am Donnerstag nachmittag stattfinden.

Dass der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij dieses Zugeständnis gemacht hat, wird in der ukrainischen Öffentlichkeit allgemein damit erklärt, dass am 25. Oktober Kommunalwahlen stattfinden sollen. Allerdings hat die Einwilligung in die Inspektion wütende Reaktionen der Rechten hervorgerufen. Vertreter der Partei »Europäische Solidarität« von Expräsident Petro Poroschenko und weiterer nationalistischer Gruppierungen riefen das Militär zur Befehlsverweigerung und dazu auf, den »russischen Generalmajor Ruslan Wachitow« zu erschießen, sollte er sich tatsächlich zu der Inspektion einfinden. Wer Selenskijs Befehl missachte, verdiene sich einen Ehrenplatz in der ukrai­nische Geschichte, wer ihn erfülle, werde zum Verräter, hieß es in einer Erklärung, die das nationalistische Nachrichtenportal Censor.net ins Netz stellte. Regierungspolitiker unter Poroschenko wie Exjustizminister Jurij Luzenko und der frühere Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Olexander Turtschinow, drohten Selenskij mit einem »Maidan Nr. 3«, falls er »vor Russland zurückweiche«.

Parallel dazu demonstriert Kiew Härte auf einem anderen Konfliktfeld, auf dem es über ein Druckmittel gegen Russland verfügt: der Wasserversorgung der Krim. Der Vizeminister »für die Wiedereingliederung der vorübergehend besetzten Gebiete der Ukraine«, Igor Jaremenko, erklärte am Dienstag in der Seehafenstadt Cherson, Wasser aus der Ukraine werde es für die Krim erst dann wieder geben, wenn die Halbinsel »an Kiew zurückgegeben« worden sei. In den vergangenen Monaten hatten mehrere Vertreter der Selenskij-Partei »Diener des Volkes« angeregt, die 2014 unterbrochene Wasserversorgung gegen entsprechende Bezahlung wieder aufzunehmen; manche argumentierten, dass auf der Krim schließlich Ukrainer lebten. Jaremenko vertrat den Standpunkt, für die Zivilbevölkerung der Krim reiche das Wasser aus. Die Knappheit entstehe nur durch den Bedarf des russischen Militärs.

Die Debatte ist einerseits etwas abstrakt, weil der Nord-Krim-Kanal vom Dnipro auf die Halbinsel inzwischen erst einmal von Grund auf saniert werden müsste. Andererseits kämpft die Krim tatsächlich mit einer Rekorddürre und entsprechender Wasserknappheit. Laut dem hydrometeorologischen Zentrum der Krim war der Sommer der trockenste der vergangenen 150 Jahre. Alle größeren Flüsse sind seit Mitte August ausgetrocknet; das Militär legte eine rund 100 Kilometer lange Rohrleitung, um wenigstens die Regionalhauptstadt Simferopol notdürftig zu versorgen. Inzwischen wird an die Haushalte Wasser nur noch stundenweise abgegeben.


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NEUER BEITRAG26.10.2020, 15:19 Uhr
EDIT: arktika
26.10.2020, 15:21 Uhr
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arktika

Russland bricht Untersuchung zu Absturz von MH17 ab Zur Erinnerung: Der Absturz von MH17 fand am 17. Juli 2014 statt. Das Flugzeug war ein internationaler Linienflug der Malaysia Airlines von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Ursache war feindlicher Beschuß. Von wem: ???
Reichlich dazu findet sich im ersten Teil der Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine ( Link ...jetzt anmelden! ), beginnend am 20.07-2014 um 12.58 Uhr mit einem Beitrag von retmarut und dann bes. in den ersten Wochen zahlreichen Beiträgen, später dann immer noch mal sporadisch. Schlüssig aufgeklärt wurde die Sache nie.
Dieses vorweg.

In diesem Zusammenhang hat am 15. Oktober diesen Jahres das russische Außenministerium eine Erklärung veröffentlicht, daß und warum Rußland die aktuellen 3-staatigen Konsultationen mit den Niederlanden und Australien (in dieser Form) abbricht:

Erklärung des Außenministeriums Russlands über die Unmöglichkeit der weiteren Teilnahme Russlands an dreiseitigen Konsultationen mit Australien und Niederlanden zu den Fragen, die mit dem MH17-Flugzeugabsturz im Himmel über Ostukraine am 17. Juli 2014 verbunden sind


Wie bekannt, haben die Niederlande beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine zwischenstaatliche Beschwerde gegen Russland wegen des Absturzes des Passagierflugzeugs Boeing 777 der Malaysia Airlines (Flug MH17) im Jahr 2014 eingereicht. Wir betrachten diesen Schritt als einen weiteren Schlag gegen die russisch-niederländischen Beziehungen und des Demonstrierens der festen Absicht Den Haags trotz gesunden Menschenverstandes, einen misslichen Weg des einseitigen Verschiebens der Verantwortung für das Geschehene im Himmel über den Donezbecken auf Russland zu gehen.

Die Niederlande hielten sich seit dem ersten Tag an die einzige Version des Geschehenen und setzten sie sowohl im Rahmen einer technischen Untersuchung des Sicherheitsrats der Niederlande, als auch in einer strafrechtlichen Untersuchung, die von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe erfolgt. Natürlich erwiesen sich die beiden Untersuchungen als vorgenommen, oberflächlich und politisiert. Es wurde alles getan, um die frühzeitigen Vorwürfe gegen Russland zu bekräftigen.

Unser Land trat von Anfang an für die Durchführung einer vollen, detaillierten und unabhängigen Untersuchung gemäß den Punkten der Resolution 2166 des UN-Sicherheitsrats ein, verwies mehrmals auf die Mängel bei der Untersuchung des Flugzeugkatastrophe, betonte die Nichtübereinstimmung mit den Kriterien, die in der Resolution enthalten sind. Russland war offen für Kontakte mit der Ermittlung, bat allseitige Mitwirkung an, übergab eine bedeutende Menge an wertvollen Materialien, die das Licht auf das Geschehene werfen und viele „Schlussfolgerungen“ der Ermittlung widerlegen. Ein Teil der von Russland bereitgestellten Angaben wurde speziell zu diesem Zwecke offengelegt.

Als wir 2018 der Durchführung von dreiseitigen Konsultationen mit Australien und Niederlanden zum ganzen Komplex der Fragen, die mit den Umständen des MH17-Absturzes verbunden sind, zustimmten, gingen wir davon aus, dass solche Konsultationen die auf Fakten basierte Feststellung der wahren Ursachen des MH17-Absturzes fördern werden. Doch anscheinend beabsichtigten Australien und Niederlande es nicht, das zu klären, was tatsächlich im Sommer 2014 geschah, und waren nur darauf ausgerichtet, von Russland ein Schuldbekenntnis und Erhalt der Entschädigungen für die Verwandten der Verstorbenen zu erreichen.

Im Ergebnis, ohne selbst auf Zwischenergebnisse der Konsultationen zu warten, es gab ja nur drei Runden, wählte Den Haag einen anderen Weg, wobei eine zwischenstaatliche Beschwerde gegen Russland beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht wurde. Solche unfreundschaftlichen Handlungen der Niederlande machen die Fortsetzung der dreiseitigen Konsultationen und unsere Teilnahme daran sinnlos. Die Verantwortung für die Torpedierung der dreiseitigen Konsultationen liegt damit vollständig auf Den Haag.

Wir denken, dass beim Ignorieren jeder Argumente und unserer Dialogbereitschaft verfolgen die Niederlande ausschließlich konjunkturbedingte politische Interessen, indem man sich unverhohlen mit der Notwendigkeit des Schutzes der Rechte der Angehörigen der Opfer der Flugzeugkatastrophe deckt.

Unsererseits bleiben wir den Punkten der Resolution 2166 des UN-Sicherheitsrats treu und werden das Zusammenwirken mit den zuständigen Organen der Niederlande, darunter bei der Untersuchung der Frage über die Nichtsperrung des Luftraums durch die Ukraine für die Zivilflüge über der Zone des bewaffneten Konfliktes über Donezbecken fortsetzen, das aber schon in anderen Formaten machen.


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#MH17
NEUER BEITRAG26.10.2020, 17:54 Uhr
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FPeregrin

Kommandeur Markow gestorben Eine traurige Meldung in der morgigen jW:

Donbass: Kommandeur Markow verstorben

Lugansk. Alexej Markow, Gründer und Kommandeur der politischen Abteilung der kommunistischen Brigade »Prisrak« im Donbass, ist am Sonnabend bei einem Autounfall ums Leben gekommen. In einer Mitteilung vom Sonntag sprach das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der »Volksrepublik Donezk« der »Familie und den Kampfgenossen des Toten unser tiefes Mitgefühl aus«. Das Volk des Donbass habe einen schweren Verlust erlitten, hieß es weiter. Am 7. Januar 2016 hatte Markow bei der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt in einem live geführten Videointerview eindringlich vor der faschistischen Gefahr in ganz Europa gewarnt. Unter großem Applaus schloss er damals: »Zusammen sind wir in der Lage, den Faschismus zu besiegen«. (jW)


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NEUER BEITRAG27.10.2020, 18:13 Uhr
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arktika

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