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10.07.2018, 11:25 Uhr
Nutzer / in
RevLeft

• China schickt Schrott-Dissidenten nach Deutschland Bald haben wir die Creme de la Creme der chinesischen Dissidentenszene in der BRD. Ai Weiwei ist schon da, jetzt kommt die Witwe vom Nobelpreisträger ins Land. Die suchen wohl alle etwas Entschleunigung vom chinesischen Wirtschaftswachstum... :-)

Und so klingt das beim Spiegel:

"Fast ein Jahr nach dem Tod des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo hat sich sein letzter Wille erfüllt: Dass seine Frau, die Dichterin Liu Xia, China den Rücken kehrt. „Er hat mir gesagt, ich müsse das Land verlassen. Am Ende hat er aufgehört zu sprechen – er hat nur noch mit seinem Bein getreten, um mir zu zeigen, was er meint.“ So hatte es Liu Xia in einem Telefonat dem befreundeten Autor Liao Liwu erzählt. „Seine Beine haben sich immer weiter bewegt, als würde er gehen, unentwegt.“

...Und an diesem Freitag jährt sich der erste Todestag Liu Xiaobos. Weltweit sind Gedenkveranstaltungen geplant, auch in der Gethsemane-Kirche in Berlin. Wolf Biermann und Herta Müller haben sich angekündigt. Womöglich wird Liu Xiaobos Witwe nun selbst an der Veranstaltung teilnehmen...
"

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10.07.2018, 11:59 Uhr
Nutzer / in
secarts

Ich finde es auch nicht erfreulich, solchen Leuten auf der Straße begegnen zu müssen - mit Ai Weiwei ist mir das in Berlin tatsächlich schon zweimal passiert - er hat seinen Millionen-Atelierkeller in der Nähe meiner Arbeitsstelle. Aber trotzdem:

Es ist nicht die VR China, die hier ihren sozialen Sondermüll verklappt. Die deutsche Außenpolitik ist offenkundig immer noch stark genug, sich eine mögliche Exil-Regierung für einen Machtwechsel in China in spe zu halten oder zumindest eine Art antikommunistische Gegengesellschaft für das Land aufzubauen, um diese immer wieder für Propagandazwecke instrumentalisieren zu können.

Dass das in ihrer Heimat oft tragisch gescheiterte Figuren sind, die neben ihrer Ideologie meist noch ganz andere Gründe für eine gesponserte Auswanderung haben -: geschenkt. Es war nie anders, und die Biermanns, Herta Müllers und Co. wären ja auch alle tragische Figuren geblieben, wenn nicht die Konterrevolution gesiegt hätte (wofür die am wenigsten konnten).

Solange wir nicht stark genug sind, die deutsche Außenpolitik an solchen Vorbereitungsmaßnahmen für China zu hindern, brauchen wir uns auch nicht über ein paar chinesische Dissidententypen auf deutschen Straßen aufregen, es gibt ja viel schlimmere Probleme.

Im Falle Liu Xiaobos und seiner Witwe kommt nun noch hinzu, dass die einfach aus der Zeit gefallen sind. Liu war irgendwie auf den Slogans der 80er Jahre hängengeblieben, beide propagier(t)en eine Form der Konterrevolution in China, die kaum noch auf irgendeine Art von Gegenliebe (in China wie im Westen!) stoßen dürfte: Lius große Helden waren George W. Bush und Ronald Reagan, sein Ziel war die westliche Suprematie über ein angeblich abgrundtief verdorbenes China; eine multiinstitutionell abgesicherte globale US-Hegemonie. Die USA unter Trump dürften keine Verwendung für solche Fanatiker mehr haben, und die BRD wird keinen "Regime Change" in China hinbekommen.

Insofern ist die BRD in diesem Fall gar kein echter politischer Exil-Geber, sondern eine Art Ehrenfriedhof für gescheiterte Umsturzplaner und ihre Angetrauten.
18.07.2018, 01:05 Uhr
Nutzer / in
RevLeft

Dissidentenklamauk in Berlin Um die neu erbeutete Vorzeigedissidentin Liu Xia wird einiger Wirbel gemacht:

"Die Kirchengemeinde [Gethsemanegemeinde Berlin] hatte zu einem Gottesdienst in Gedenken an Liu Xiaobo und in Solidarität mit Liu Xia eingeladen. Es sprachen neben den Pfarrern der Gemeinde der Liedersänger Wolf Biermann und die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, Noch-Pulitzer-Preisträger Ian Johnson, die Vorsitzende des chinesischen PEN in Taipeh, Tienchi Martin-Liao, und der ehemalige Vorsitzende des Deutschen PEN Herbert Wiesner. Der in Berlin lebende chinesische Schriftsteller Liao Yiwu, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, spielte Flöte."

Aber:

"Liu Xiaobos Ehefrau, die Dichterin und Fotografin Liu Xia, hatte bis vergangenen Montag in Peking unter Hausarrest gestanden. Jetzt lebt sie in Berlin. Viele hatten gehofft, sie am Freitag in der Gethsemanekirche zu sehen. Aber sie zog es vor, nicht zu kommen. "
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Naja seine neuen Freunde kann man sich eben nicht aussuchen ;-)
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