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Landtagswahl Bayern / Zukunft der CSU
  [10 pics] begonnen von mmp1994 am 10.09.2018  | 20 Antworten
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NEUES THEMA10.09.2018, 11:34 Uhr
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mmp1994

• Landtagswahl Bayern / Zukunft der CSU Ich mache das Thema mal bewusst so weitgespannt auf. Das wird uns absehbar sehr beschĂ€ftigen, und diese Prognose hier ist nur ein Einstieg. Was hieße eine (herbe) Wahlniederlage fĂŒr den Bund und die Groko? Eine Regierungsbildung ohne CSU scheint in Bayern weiter unmöglich. Es ist aber die Frage wer in einer Koalition die Bedingungen diktieren kann (und wohin das geht)..

"SPON-Umfrage in Bayern
CSU stĂŒrzt weiter ab
In rund einem Monat wĂ€hlen die Bayern einen neuen Landtag. Laut einer SPON-Umfrage droht der mit absoluter Mehrheit regierenden CSU ein Desaster. Die GrĂŒnen liegen auf Platz zwei.
"
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NEUER BEITRAG10.09.2018, 12:33 Uhr
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retmarut

Ein politisch-kultureller Einschnitt bei der CSU, aber ohne sie geht weiterhin nichts in Bayern. Entweder wird sich Söder (Kreidefressen kann er ja bekanntlich) im Amt halten oder ein Neuanfang an der CSU-Spitze steht an (Aigner soll ja als sehr kompatibel fĂŒr die GrĂŒnen gehandelt werden).

Letztlich wird es auf eine der folgenden Konstellationen herauslaufen (die CSU kann da die einzelnen Blöcke gut gegeneinander ausspielen, denke ich):

CSU+SPD (= Koalition mit dem sozialdemokratischen Verlierer)
CSU+GrĂŒne (= Koalition a la BaWĂŒ mit dem grĂ¶ĂŸten Konkurrenten)
CSU+FW+FDP (falls es letztere ĂŒber die 5%-Marke schaffen sollte; ein konservatives BĂŒndnis, das den beiden kleinen Partner wohl im Verlauf der Legislaturperiode Stimmen kosten wird, da sie von der CSU politisch erdrĂŒckt werden)

Alles andere (Minderheitsregierung, Jamaika, Schwarzblau, CSU+RG) ist eher unwahrscheinlich, kann man weitestgehend ausklammern.

Spannend wĂ€re die (noch theoretische) Frage, ob die GrĂŒnen als Koalitionspartner die CSU "christdemokratisieren" könnten (bei gleichzeitig zunehmendem Konservatismus in den GrĂŒnen), weil den rechten Hardlinern die Luft genommen wird (vgl. BaWĂŒ); falls dem so wĂ€re, wĂ€re das eine reale Zerreissprobe fĂŒr die CSU.

Die Wahlprognosen scheinen sich ĂŒber die vergangenen wochen einzupendeln auf 35-36% CSU, vergleiche die vergangene Prognose vor knapp 14 Tagen bei INSA (28.08.2018). Viel mehr wird die CSU, falls sie nicht noch irgendwelche politischen Kamikaze-Aktionen fliegt, nicht verlieren. Söder wird die FĂŒĂŸe still halten. Ob Seehofer das auch macht, weiß wohl niemand zu sagen.
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NEUER BEITRAG10.09.2018, 13:41 Uhr
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secarts

Spaltung der CSU? Möglich ist das durchaus, es gibt ja einen "christdemokratischen" FlĂŒgel in der CSU: All diejenigen, deren kapitalistische Interessen aus welchen GrĂŒnden auch immer eher durch die Linie der CDU vertreten werden, die aber in Bayern natĂŒrlich trotzdem in der CSU organisiert sein mĂŒssen. Wie stark dieser FlĂŒgel durchaus ist, konnte man nach der letzten Auseinandersetzung zwischen Merkel und Seehofer zur Grenzschließung vor ein paar Monaten sehen: es kam nicht nur zu "spontanen" Konstituierungen von bayrischen CDU-Lokalstrukturen, auch ein - meine ich - CSU-Vize hat sofort signalisiert, mit der CDU zu gehen. Diesen Faktor dĂŒrfen die MĂŒnchner Strategen nicht unterschĂ€tzen, denn hier geht es nicht um Ideologie, sondern um handfeste politökonomische Interessen, die man auch kaum wegdiskutieren oder im Bierzelt ersĂ€ufen kann.

Spannend finde ich ja an der Grafik, dass die AfD trotz der hohen Verluste fĂŒr die CSU noch immer deutlich unter prognostiziertem Bundesdurchschnitt liegt (14 bis 15%, Link ...jetzt anmelden! ). Sollte das ein Grund fĂŒr eine vorsichtige Hoffnung sein? Sind die Menschen im bayrischen Stammland gar langsam von all der Demagogie ĂŒbersĂ€ttigt? Ein alternativer Linkstrend zeichnet sich ja auch nicht ab. Oder sollten die GrĂŒnen schon so eine Art bayrisch-parlamentarisch-demokratische Sammlungspartei geworden sein? Das mag man bei denen aber wirklich nicht glauben.
NEUER BEITRAG11.09.2018, 19:43 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Landtagswahl Bayern / Zukunft der CSU Die Sache scheint sich wirklich vorerst eingependelt zu haben auf dem status quo, vgl. GMS-Prognose vom 11.09.2018:
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Ob die Klage auf Bundes- und Landesebene gegen das bayrische Polizeiaufgabengesetz die CSU noch einmal unter politischen Druck setzt, bleibt abzuwarten; schließlich wird eine Gerichtsentscheidung 12 bis 18 Monate dauern und dann ist der Wahlkampf Schnee von gestern. Aber er wird den Preis bei Verhandlungen der CSU mit den GrĂŒnen und der FDP vermutlich hochtreiben.

Eine gar nicht mal so schlechte Analyse findet sich erstaunlicherweise hier:
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NEUER BEITRAG14.09.2018, 11:16 Uhr
Nutzer / in
okuroschka

Landtagswahl Bayern / Zukunft der CSU Hier eine Umfrage die mir besser gefÀllt:
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NEUER BEITRAG14.09.2018, 13:11 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Infratest Dimap schreiben dazu in ihrem Newsletter:
"Sonntagsfrage Bayern: unĂŒbersichtliche MehrheitsverhĂ€ltnisse, große Unsicherheiten
BayernTREND im Auftrag des Bayerischen Rundfunks

In der aktuellen Stimmungslage tun sich CSU und SPD sichtbar schwer, ihren bisherigen WĂ€hlerrĂŒckhalt im Freistaat zu halten. Bei einer Landtagswahl zum aktuellen Zeitpunkt kĂ€me die CSU auf 35 Prozent. Sie verliert gegenĂŒber dem letzten BayernTREND vom Juli 3 Punkte und lĂ€ge deutlich unter ihrem Ergebnis von 2013 (47,7 Prozent). Die SPD gibt im gleichen Zeitraum 2 Punkte ab und hĂ€tte derzeit 11 Prozent in Aussicht. GegenĂŒber dem 2013er Ergebnis hĂ€tte sich damit die SPD fast halbiert (20,6 Prozent). Profitieren können aktuell die GrĂŒnen, die sich um 1 Punkt auf 17 Prozent verbessern sowie die Freien WĂ€hler, die um 2 Punkte auf 11 Prozent zulegen. Beide Parteien hĂ€tten damit LandtagswahlhöchststĂ€nde in Aussicht. Die AfD gibt im Vergleich zu Juli 1 Punkt auf 11 Prozent ab. Weiterhin Chancen auf einen Parlamentseinzug im Freistaat hĂ€tte derzeit die FDP, die unverĂ€ndert 5 Prozent erreichen wĂŒrde. DarĂŒber hinaus nĂ€hert sich erstmals im BayernTREND auch die Linke der Mandatsschwelle (5 Prozent; +1).

Bei einem Wahlausgang entsprechend der aktuellen politischen Stimmung stĂ€nde der Freistaat wie zuletzt 2008 vor der Bildung einer Koalitionsregierung. Allerdings wĂ€re die Regierungsbildung weitaus schwieriger als vor zehn Jahren. Lediglich Schwarz-GrĂŒn hĂ€tte als Zwei-Parteien-Koalition in einem Sieben-Parteien-Landtag eine Mehrheit. Zugleich wĂ€re mit einem solchen Wahlergebnis auch eine Mehrheitsbildung gegen die CSU rechnerisch nicht ausgeschlossen.

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsĂ€chliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. RĂŒckschlĂŒsse auf den spĂ€teren Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Zum einen legen sich immer mehr WĂ€hler kurzfristig vor einer Wahl fest, zum anderen hat die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen WĂ€hlern durch die Parteien zugenommen.

Letzteres ist fĂŒr den Wahlausgang am 14. Oktober umso wichtiger, als gut einen Monat vor dem Wahlgang immer noch fast die HĂ€lfte der WĂ€hler (45 Prozent) nicht ausschließt, ihre aktuelle ParteiprĂ€ferenz noch einmal zu Ă€ndern. 55 Prozent der bayerischen WĂ€hler sind sich dagegen vergleichsweise sicher, dass sie bis zur Landtagswahl bei ihrer jetzigen Wahlabsicht bleiben werden."

Die gesamte Umfrage findet sich hier: Link ...jetzt anmelden!

Es sind zwar gut 45% noch Unentschieden bzw. geneigt zum WechselwĂ€hlen, aber leider nicht unter den CSU-AnhĂ€ngern, wie die Graphik illustriert. Das Ergebnis der CSU wird sich daher vermutlich in den kommenden Wochen (sollte sich nicht noch irgendetwas Fulminantes ergeben - Seehofer ist da fĂŒr Überraschungen ja immer gut) bei 34-37% einpendeln.
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NEUER BEITRAG21.09.2018, 13:22 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Landtagswahl Bayern / Zukunft der CSU Neue Prognose der Forschungsgruppe Wahlen vom 21.09.2018 zur Bayernwahl:
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FĂŒr die CSU wird allmĂ€hlich die FDP zum Problem:
1. Eigentlich will man ja keine Koalition. Wenn man daran aber nicht vorbeikommt, am liebsten eine Zweierkoalition, um zu viel Krampf zu vermeiden.
2. Die FDP krebst in den letzten Umfragen rund um die 5%-HĂŒrde, ihr Einzug ins Parlament ist unklar. Etwa 55% der FDP-WĂ€hler sind noch unentschieden, ob und was sie wĂ€hlen werden. Da sind sicher auch etliche "taktische" WĂ€hler dabei. (Dass "taktisches WĂ€hlen noch nie viel gebracht hat, sondern meist etwas anderes herauskommt, als man beabsichtigte, stĂ¶ĂŸt bei JĂŒngern der "Unsichtbaren Hand des Marktes" aber stets auf taube Ohren.)
3. Sollte die FDP in den Landtag einziehen, gibt es fĂŒr die CSU nur eine Zweierkoalitionsoption, nĂ€mlich mit den GrĂŒnen (also BaWĂŒ-Modell, was der CSU perspektivisch schaden könnte), ansonsten nur Dreier-Optionen.
4. Beim Nichteinzug der FDP in den Landtag hingegen reichte es fĂŒr Zweierkoalitionen mit SPD, FW, GrĂŒnen und AfD.
5. Folglich mĂŒsste die CSU derzeit ein Interesse daran haben, gegen den Einzug der FDP in den Landtag anzukĂ€mpfen.
6. Andererseits will man sich die FDP als ein potentielles ZĂŒnglein an der Waage einer Dreierkoalition nicht vergraulen.

Keine leichte Aufgabe fĂŒr die CSU. Umso spannender der Wahlabend in knapp drei Wochen.
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NEUER BEITRAG21.09.2018, 13:29 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Landtagswahl Bayern / Zukunft der CSU Keine Satire, sondern real, nÀmlich von der Wahlkampfseite der CSU:
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Das hÀtte auch von der Titanic sein können. ;)
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NEUER BEITRAG09.10.2018, 18:47 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Noch etwas Erhellendes zum bayrischen Landtagswahlsystem von election.de:


Wie die CSU vom bayerischen Wahlsystem profitieren kann

09.10.18 - MĂŒnchen: Am kommenden Sonntag finden in Bayern eigentlich sieben Landtagswahlen statt. Jeder Regierungsbezirk stellt einen eigenen Wahlkreis dar, in dem die Mandate vollkommen getrennt vom Rest des Landes nach festen Kontingenten verteilt werden. Eine Verrechnung auf Landesebene gibt es nicht. Lediglich die Sperrklausel wird bayernweit betrachtet. Dieses starre Wahlsystem, das ansonsten nur im Land Bremen mit der getrennten Wahl in den StĂ€dten Bremen und Bremerhaven zu finden ist, kann zu deutlichen Verzerrungen bei der Sitzverteilung fĂŒhren. So lag bei der Landtagswahl 2013 der Anspruch des grĂ¶ĂŸten Wahlkreises Oberbayern gemessen an der Wahlberechtigten bei 60 der 180 Landtagsmandate. Der faire Anteil fĂŒr Oberbayern hĂ€tte wegen einer höheren Beteiligung aber bei 63 statt der vorab festgelegten 60 Mandate gelegen. Parteipolitisch war die Abweichung nur marginal. Bei einer bayernweiten Verteilung hĂ€tte die CSU einen Sitz weniger und die SPD einen zusĂ€tzlichen Sitz erhalten.

Anders sieht es bei der Wahl 2018 aus. Die CSU kann mit zahlreichen Überhangmandaten rechnen, da sie auch mit einem Drittel der Stimmen immer noch mit Abstand stĂ€rkste Kraft bleibt. Die aktuelle Prognose sieht 84 der 91 Direktmandate in den Stimmkreisen bei den Christsozialen. Insgesamt kĂ€me die CSU in Bayern auf 16 Überhangmandate. Diese werden zwar ausgeglichen, allerdings nach einem Verfahren, das stets die ĂŒberhĂ€ngende Partei bevorzugt. So wird das Sitze-Kontingent in Oberbayern schrittweise von 61 auf 72 erhöht, was just der GrĂ¶ĂŸe entspricht, die der CSU einen Anspruch von 27 Sitzen beschert. Entsprechend lĂ€uft die Berechnung in allen sieben Bezirken ab. Damit erhalten die anderen Parteien als Ausgleich fĂŒr die 16 CSU-Mehrmandate zusammen 21 Ausgleichsmandate. Von den 37 Mehrsitzen, die den Landtag nach der aktuellen Prognose auf 217 Sitze erweitern, entfielen 43 Prozent auf die CSU, obwohl sie nur einen Stimmenanteil von rund 34 Prozent und weniger als 38 Prozent an den im Landtag vertretenen Parteien hĂ€tte. Eigentlich mĂŒsste der Landtag 222 Sitze umfassen, um den 84 Direktmandaten der CSU ausreichend viele Sitze der anderen Parteien gegenĂŒber zu stellen.

Prognose zur Sitzverteilung im bayrischen Landtag: Link ...jetzt anmelden!
NEUER BEITRAG14.10.2018, 22:42 Uhr
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Hennes

Landtagswahl Bayern / Zukunft der CSU Die Wahl ist gelaufen und wider Söders Erwarten ist Bayern gar nicht untergegangen, obwohl die CSU nur auf 37 % kommt (klingt fĂŒr andere BundeslĂ€nder unglaublich aber fĂŒr die CSU ist alles unter 40 % ein richtiger Schock, das sind die nicht gewöhnt als Partei, die noch vor kurzem 60 Prozent machen konnte!). Krasser gehts aber immer noch bei der SPD. Ein Kommentar zur bayerischen Landtagswahl findet sich u. a. hier bei der Jungen Welt: Link ...jetzt anmelden!
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NEUER BEITRAG14.10.2018, 22:54 Uhr
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MrLeft

Da in deiner Grafik ja die Linke bereits zu Sonstige geschlagen wird hier noch mal neue zahlen inkl Linkspartei.

Was ich mich frage: kann Seehofer wirklich seinen Kopf aus der schlinge ziehen und einfach weitermachen? Dass Söder stĂŒrzt scheint mir eher unwahrscheinlich. Aber Seehofer??
JPG-Datei • Bild öffnen ...ohne Wasserzeichen: anmelden! chart_274866.jpg
NEUER BEITRAG15.10.2018, 00:05 Uhr
Nutzer / in
Hennes

Hier noch mal was zur WĂ€hlerwechselbewegung SPD -> xxx. Eindeutig die GrĂŒnen, das war klar. Dennoch im Detail nicht uninteressant.
GIF-Datei • Bild öffnen ...ohne Wasserzeichen: anmelden! 2,w=756,q=high,c=0.bild.gif
NEUER BEITRAG15.10.2018, 00:53 Uhr
EDIT: MARFA
26.01.2019, 03:27 Uhr
Nutzer / in
MARFA

Tritt Seehofer nach Wahlniederlage zurĂŒck? Also wenn es nach dieser Umfrage geht muss #Seehofer seine Sachen packen. Ich ging sowieso davon aus dass es ne Absprache ĂŒber RĂŒcktritt bei Wahlniederlage mit #Soeder /#Merkel gibt...

#CSU #Abschaum
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NEUER BEITRAG15.10.2018, 09:03 Uhr
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retmarut

Landtagswahl Bayern / Zukunft der CSU Alle Ergebnisse unter Link ...jetzt anmelden!

Weitere Daten unter Link ...jetzt anmelden!

Wer wÀhlte was: Link ...jetzt anmelden!

Die CSU konnte das Ruder noch einmal auf der Schlussgeraden rumdrehen. Ihr ist es gelungen, in den letzten Tagen vor der Wahl noch einmal krÀftig Punkte zu machen, so dass am Ende nicht 33%, sondern 37% WÀhleranteil bei ihr gelandet sind. Die Graphik zu den kurzfristigen WÀhlern, wo die CSU noch einmal fulminante 36% erzielen konnte, zeigt das sehr deutlich: Link ...jetzt anmelden!

AfD ist mit ihren hochgesteckten Zielen (15%+x) gescheitert. Es wird von Gauland zwar die These verbreitet, ein Teil des AfD-Klientels habe diesmal bei den FW "halt gemacht" (und kĂ€me bei kĂŒnftigen Wahlen dann zur AfD weitergewandert), aber vermutlich war der Bindungskitt der CSU doch stĂ€rker als von den AfD-Granden angenommen. In Bayern ist eben derzeit noch kein Durchlauf möglich wie in Sachsen, ThĂŒringen, Sa-An.

Der Stimmenanteil der AfD unter der Gruppe der Arbeiter liegt bei 23% und liegt damit hinter der CSU (31%) auf Platz zwei. GrĂŒne und SPD jeweils bei 9%, die PDL bei 3%.

Die GrĂŒnen konnten die Unzufriedenenen vom linken CSU-Rand und linkem SPD-Rand an sich binden und ihr Ergebnis im Vergleich zu 2013 glatt verdoppeln. Mehr noch wird es die GrĂŒnen freuen, dass sie jetzt auch sechs Direktmandate (wesentlich mehr als in den Prognosen) im Land erzielen konnten; eines in WĂŒrzburg, die anderen fĂŒnf in MĂŒnchen. In MĂŒnchen kamen die GrĂŒnen auf etwa 30,3% Stimmenanteil, also BaWĂŒ-VerhĂ€ltnisse. Und genau solche VerhĂ€ltnisse will die CSU natĂŒrlich gerne vermeiden, weshalb es wohl auch eine Koalition der CSU mit den FW, die geradezu darum betteln, geben wird. (Ist ja auch Fleisch vom eigenen Fleische.)

PDL klar an der 5%-HĂŒrde gescheitert, die SPD mit dem fĂŒr sie schlechtesten Landtagswahlergebnis in der BRD ever, sogar noch unterhalb des miesen Sachsen-Ergebnisses. Abgewandert sind bei der SPD die WĂ€hler aus allen relevanten WĂ€hlergruppen gleichermaßen (-11 bis -12%-Punkte): Link ...jetzt anmelden!
88% aller SPD-WĂ€hler in Bayern (und unter den ehemaligen SPD-WĂ€hler lag die Zahl, glaube ich, auch bei ĂŒber 85%) wollen die SPD auf Bundesebene in der Opposition sehen, um sich dort zu erneuern. Das will bekanntlich der Bundesvorstand der SPD um Teufel-komm-raus verhindern.

Ob es auf Bundesebene zum großen GroKo-Knall kommen wird, ist noch nicht ausgemacht. Auf Bundesebene wollen CDU und SPD offiziell erst einmal vierzehn Tage die FĂŒĂŸe stillhalten, um die Wahl in Hessen nicht zu torpedieren. - Fraglich, ob Seehofer und die CSU in Bayern sich ebenfalls an diese Orientierung halten oder ihrer Schwesterpartei mit Personaldebatten und Anti-Merkel-Kampagnen in den RĂŒcken fallen. Insbesondere Seehofer wird vermutlich nicht freiwillig seinen Posten rĂ€umen und seine GeschĂŒtze schon einmal in Stellung bringen. Der spielt gerne auch mal hohes Risiko.
NEUER BEITRAG15.10.2018, 09:11 Uhr
Nutzer / in
retmarut

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